Zum Tod Michael Jacksons Hybridwesen des PopSeite 2/2
Dann stürzte der Musiker ab, der so gern die Welt heilen wollte und zum 1995 erschienenen Song Heal the World eine gleichnamige Stiftung gründete. 1993 kamen erste Anschuldigungen wegen Kindesmissbrauchs auf, Jackson musste wegen seiner Medikamentenabhängigkeit eine Tour abbrechen, sein Sponsor Pepsi löste den Vertrag. Die Ehe mit Lisa Marie Presley, Tochter seines Vorgängers auf dem Königsthron, brachte 1994 kein besseres Image: Sie wurde als PR-Gag verstanden.
Ja, Jackson hatte noch Erfolge, verdiente Millionen. Sein HIStory-Album bewarb er mit Riesenaufwand, hatte noch einmal Nummer-1-Hits. Blood on the Dancefloor (1997) ist bis heute das meistverkaufte Remix-Album. Aber das waren Nachspiele, wie die Scheidung von Lisa Marie, die Ehe mit Debbie Rowe, die Scheidung von Debbie Rowe.
Der einstige "King of Pop" wurde nicht mehr als Musiker wahrgenommen, sondern als dubioser Exzentriker, der auf seiner Ranch Neverland den Peter Pan spielte, der nicht erwachsen werden wollte, sich mit Kindern umgab und nach unzähligen Operationen und mit immer hellerer Haut – angeblich eine Pigmentstörung – wie ein Kunstwesen aussah. Trotzdem trug er das alleinige Sorgerecht für seine beiden Kinder mit Rowe, Prince Michael Jackson Jr. und Paris Michael Katherine Patricia Jackson, sowie für ein drittes Kind, Prince Michael Jackson II, genannt Blanket, dessen Mutter unbekannt ist.
Das Album Invincible von 2001 brachte keine Hits mehr. Es folgten Remixes, Jubiläumsausgaben, Best-of-CDs für diejenigen, die in den Achtzigern mit Jackos Pop groß geworden sind. Die können sich heute teure Konzerttickets leisten: Als Jackson im März 2009 sein Comeback ankündigte, gingen die Karten in Rekordzeit weg, mehrfach wurden Termine hinzugefügt.
Die ersten Konzerte der 50 geplanten Konzerte in London sollten im Juli 2009 stattfinden, doch jetzt versagte Jacksons Herz. Eine Autopsie soll die Ursache klären. Michael Jackson wurde nie alt – aber er starb mit 50.
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- Datum 29.06.2009 - 08:56 Uhr
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feeling kommt hier bei mir rüber - jedoch nicht als Jubelhymne sondern als "Nachrichtenmagazin" für Jugendliche
...langsam mit den Schlagzeilen!
Oder habt ihr gerade nichts Wichtigeres zu berichten, mit dem ihr die Zeilen füllen könnt?
Wenn man bedenkt, daß Herr Jackson eher Kunstwesen der Medienindustrie als Künstler war, und seine "Marke" schon vor fast 20 Jahren gestorben ist, ist es schon verwunderlich, was um sein -- für seine Familie und seine Fans sicherlich bedauerliche -- Ableben für ein Aufhebens gemacht wird.
Ottinger (CDU) will Mehrwertsteuer Erhöhen. Allerding die wichtige von 7 auf 9,5 %.
Wichtig genug. Einweisen, sofort einweisen diesen Mann . An inkompetenz nicht zu übertreffen !
Wenn man bedenkt, daß Herr Jackson eher Kunstwesen der Medienindustrie als Künstler war, und seine "Marke" schon vor fast 20 Jahren gestorben ist, ist es schon verwunderlich, was um sein -- für seine Familie und seine Fans sicherlich bedauerliche -- Ableben für ein Aufhebens gemacht wird.
Ottinger (CDU) will Mehrwertsteuer Erhöhen. Allerding die wichtige von 7 auf 9,5 %.
Wichtig genug. Einweisen, sofort einweisen diesen Mann . An inkompetenz nicht zu übertreffen !
Wenn man bedenkt, daß Herr Jackson eher Kunstwesen der Medienindustrie als Künstler war, und seine "Marke" schon vor fast 20 Jahren gestorben ist, ist es schon verwunderlich, was um sein -- für seine Familie und seine Fans sicherlich bedauerliche -- Ableben für ein Aufhebens gemacht wird.
Sehr geehrter Azenion,
Michael Jackson hat Millionen von Platten verkauft, Generationen von Musikern und Musikfans in aller Welt beeinflusst und war nicht zuletzt auch durch sein Auftreten abseits der Bühne eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Sein Tod erfordert unserer Meinung nach deshalb eine entsprechende Berichterstattung. Viele nachdenkliche Kommentare zu dieser Nachricht bestätigen uns darin.
Sie müssen diese Meinung nicht teilen, es würde uns dennoch freuen, wenn wir diese Debatte nicht zu einem "Welches-Medium-berichtet-wie-warum" machen würden. Es gibt auch User, die gerne über Person und Werk diskutieren würden.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Sehr geehrter Azenion,
Michael Jackson hat Millionen von Platten verkauft, Generationen von Musikern und Musikfans in aller Welt beeinflusst und war nicht zuletzt auch durch sein Auftreten abseits der Bühne eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Sein Tod erfordert unserer Meinung nach deshalb eine entsprechende Berichterstattung. Viele nachdenkliche Kommentare zu dieser Nachricht bestätigen uns darin.
Sie müssen diese Meinung nicht teilen, es würde uns dennoch freuen, wenn wir diese Debatte nicht zu einem "Welches-Medium-berichtet-wie-warum" machen würden. Es gibt auch User, die gerne über Person und Werk diskutieren würden.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Lest's halt nicht, wenn's Euch nicht interessiert. Ist denn das so schwer? Himmel!
Sehr geehrter Azenion,
Michael Jackson hat Millionen von Platten verkauft, Generationen von Musikern und Musikfans in aller Welt beeinflusst und war nicht zuletzt auch durch sein Auftreten abseits der Bühne eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Sein Tod erfordert unserer Meinung nach deshalb eine entsprechende Berichterstattung. Viele nachdenkliche Kommentare zu dieser Nachricht bestätigen uns darin.
Sie müssen diese Meinung nicht teilen, es würde uns dennoch freuen, wenn wir diese Debatte nicht zu einem "Welches-Medium-berichtet-wie-warum" machen würden. Es gibt auch User, die gerne über Person und Werk diskutieren würden.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
genauso sehe ich das auch.
Wie es immer so ist, wenn ein ganz Großer geht, wird auch ein Stückchen aus einem selbst gerissen.
Er hat mein Leben mit wunderbarer Musik begleitet und viele schöne Erinnerungen sind mit ihm verbunden.
Ich bekenne ganz klar : Ich bin sehr traurig, ich habe ihn geliebt.
Herzlichst
Orpheus
Sehr geehrter Herr Kuhn,
meine Bemerkung (#3) sollte genau das ausdrücken, was ich auch schrieb: Verwunderung.
Keineswegs will ich der Welle leicht hysterisierter Trauer im Wege stehen, die jetzt unweigerlich über uns schwappen wird (wie 1977-Elvis und 1998-Diana).
Ich war 14, als Michael Jackson populär wurde. Ich habe ihn damals nicht gemocht, mit seiner merkwürdigen Stimme und seinem affektierten Gezappel, die jedwedes Ernstnehmen und jedwede Identifikation unmöglich machten, und ich habe nie jemanden gekannt, der ihn gut fand.
Das erklärt vielleicht meine offenbar untypische Distanz.
Meine Verwunderung aber wird größer, je länger diese "Debatte" andauert.
genauso sehe ich das auch.
Wie es immer so ist, wenn ein ganz Großer geht, wird auch ein Stückchen aus einem selbst gerissen.
Er hat mein Leben mit wunderbarer Musik begleitet und viele schöne Erinnerungen sind mit ihm verbunden.
Ich bekenne ganz klar : Ich bin sehr traurig, ich habe ihn geliebt.
Herzlichst
Orpheus
Sehr geehrter Herr Kuhn,
meine Bemerkung (#3) sollte genau das ausdrücken, was ich auch schrieb: Verwunderung.
Keineswegs will ich der Welle leicht hysterisierter Trauer im Wege stehen, die jetzt unweigerlich über uns schwappen wird (wie 1977-Elvis und 1998-Diana).
Ich war 14, als Michael Jackson populär wurde. Ich habe ihn damals nicht gemocht, mit seiner merkwürdigen Stimme und seinem affektierten Gezappel, die jedwedes Ernstnehmen und jedwede Identifikation unmöglich machten, und ich habe nie jemanden gekannt, der ihn gut fand.
Das erklärt vielleicht meine offenbar untypische Distanz.
Meine Verwunderung aber wird größer, je länger diese "Debatte" andauert.
Jacko lebt jetzt in Dubai. Oder so. Der ist einfach zur Besinnung gekommen und hat sich gedacht, nur wenn ich vor den Augen der Weltöffentlichkeit sterbe, habe ich auch noch ein paar richtig relaxte Jahre.
Ihr werdet's schon sehen. Spätestens in 4 Wochen entdeckt ihn der Erste.
genauso sehe ich das auch.
Wie es immer so ist, wenn ein ganz Großer geht, wird auch ein Stückchen aus einem selbst gerissen.
Er hat mein Leben mit wunderbarer Musik begleitet und viele schöne Erinnerungen sind mit ihm verbunden.
Ich bekenne ganz klar : Ich bin sehr traurig, ich habe ihn geliebt.
Herzlichst
Orpheus
Michael Jackson als wundersame Medienpersönlichkeit zu beschreiben ist nicht grundsätzlich falsch. Aber es muss auch von jenen, die diesen Hype nicht teilen, anerkannt werden, warum das Schicksal jenes Menschen so viele fasziniert. Jackson war tatsächlich eine Person, mit der viele heute Erwachsene in den 70er und 80er Jahren, auch noch in den 90ern aufgewachsen sind. Er war omnipräsent und seine Musik war tatsächlich völkerverbindend. Auch wenn es Geschmacksache ist, sie selbst zu mögen gibt sein Erfolg ihm tatsächlich recht. Er war ein Megastar, einer der jeden mitriss, der sich darauf einließ. Einer, dessen Musik noch heute Gefühle an Kindheit und Jugend aufkommen lässt, mehr als dies viele seiner damaligen Kollegen vermögen. Man kann sich dafür interessieren, wenn man diese Gefühle teilt. Man kann es ignorieren, wenn es selbst nicht erlebt wurde. Die herausragende Bedeutung dieser sonderbar ambivalenten Person in Zweifel stellen darf man nicht.
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