Tanz Pina Bausch ist totSeite 2/2

In Wuppertal erregte sie zuerst mit ihren Tanzversionen von Gluck-Opern und Strawinskys Sacre du Printemps Aufsehen. Ihre radikale tänzerische Umsetzung der Bartók-Oper Herzog Blaubarts Burg (1977) wurde von einem wütenden Publikum seinerzeit mit Türenknallen quittiert.

Choreografie, Kostüme und Musik der Bausch-Produktionen brachen radikal mit gängigen Vorstellungen. Getanzt unter ihrer Leitung wurde mitunter in knöcheltiefem Wasser, auf Torf oder zwischen Plastik-Nelken. In der Öffentlichkeit äußerte sich Bausch selten zu ihren Produktionen. Sie blieb bei Premierenfeiern lieber kettenrauchend im Hintergrund.

 
Leser-Kommentare
  1. Sie war die "Queen of Tanztheater". Ihr plötzlicher Tod ist in künstlerischer Hinsicht für die Szene schmerzhafter als Michaels für den Pop. Im Gegensatz zu diesem benötigte sie keine Skandale und Skandälchen, um sich über die Jahrzehnte immer wieder neu zu erfinden.

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