Versandhandel Quelle bekommt sechs Monate Zeit Seite 2/2

Vergangene Woche waren die Differenzen vor allem zwischen dem Bund und der Staatskanzlei in München zu Tage getreten. Während in Berlin die Experten in den zuständigen Ministerien bis zuletzt die Sicherheiten für den Kredit geprüft hatten, waren bayerische Politiker bereits von einer Einigung ausgegangen. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer besuchte die Führter Zentrale des Versandhändlers und zeigte sich demonstrativ mit dem neuen Quelle-Katalog.

Auch die jüngsten Verhandlungen im Bürgschaftsausschuss, beidem neben Vertretern des Bundes und der Länder auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC geladen war, wurden von mehreren Beteiligten als schwierig bewertet. Sie hätten zwischenzeitlich auch schon einmal vor dem Aus gestanden. Wäre dieser Fall eingetreten, hätte der Bund Quelle die staatliche Nothilfe also versagt, hätte das Versandhaus seinen Betrieb umgehend einstellen müssen. Quelle lebt bereits seit Tagen von der Großzügigkeit seiner Lieferanten und Partnerfirmen, die im Vertrauen auf die Staatshilfe bereits mit dem Druck und der Auslieferung des Katalogs begonnen hatten.

 
Leser-Kommentare
  1. ...das passt doch gut, dass schon in 3 Monaten Wahl ist - mal schauen ob danach die Politik immer noch am Erhalt der Arbeitsplätze ihrer Wähler interessiert ist oder ob sich "plötzlich" eine völlig neue Sachlage aufgetan hat.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service