Steuergeschenk Fiskus verschont Rentner von Nachforderungen
Nach Medieninformationen werden viele Rentner verschont, die eigentlich Steuern für ihre Renten nachzahlen müssten
Die Finanzverwaltung plant, wieder Tagesspiegel berichtet, im Rahmen des für Oktober vorgesehenen Datenabgleichs zwischen Rentenversicherung und Steuerbehörden bei sogenannten Bagatellfällen auf Rückforderungen zu verzichten.
"Diese Rentner werden dann gar nicht belästigt", erläuterte Dieter Ondracek, Vorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft, dem Tagesspiegel. Noch ist unklar, wo die Grenze liegen soll. "200 oder 300 Euro im Jahr", hält Ondracek für denkbar, "vielleicht kommen aber auch nur 100 Euro Jahressteuer heraus."
Das wäre immer noch eine Menge Geld. Denn die Steuernachzahlungen, um die es geht, betreffen den Zeitraum von 2005 bis 2008 – umfassen also vier Jahre. Selbst bei einer Bagatellgrenze von 100 Euro im Jahr würden betroffene Rentner 400 Euro sparen. Bei 300 Euro wären es gar 1200 Euro, die der Staat den Ruheständlern erlässt.
Die Finanzverwaltung fürchtet, sonst der Datenflut nicht mehr Herr zu werden. Denn ab Oktober bekommt die Finanzverwaltung von der Zulagenstelle, die bei der Deutschen Rentenversicherung angesiedelt ist, Rentenbezugsmitteilungen für alle 19 Millionen Rentner in Deutschland. Die Datensätze gehen dabei bis ins Jahr 2005 zurück. Damit muss die Finanzverwaltung auf einen Schlag knapp 80 Millionen Rentenbezugsmitteilungen bearbeiten. In Zukunft werden die betroffenen Rentner allerdings ihre Steuern schon zahlen müssen.
- Datum 28.06.2009 - 16:12 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 18
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Alle wissen, dass unser Rentensystem marode ist. Es ist keine Frage mehr, ob es in sich zusammenkracht, sondern nur wann und mit welcher Wucht. Als Mitglied der jüngeren Generation (unter 45) weiß man heute, dass man jahrzehntelang in ein System einzahlen wird (und schon eingezahlt hat), von dem man selbst nicht bzw. so gut wie nicht profitieren wird.
Ich sehe ein, dass die daraus entstehenden Konsequenzen nicht auf alle Altersklassen gleichmäßig verteilt werden können. Wem ein Leben lang erzählt wurde, die Rente sei sicher, der darf nicht plötzlich als Rentner (oder kurz vor der Rente) mit dem Gegenteil konfrontiert werden - denn ihm bleibt keine Möglichkeit mehr, im Sinne eines angemessenen Lebensstils im Alter zu reagieren. Wofür ich aber kein Verständnis habe ist, dass in dieser Situation, da die Rentenkasse de facto schon insolvent ist, noch Geschenke an die ältere Generation verteilt werden - sei es eine Abweichung von der Rentenformel nach oben, seien es Steuergeschenke. In der freien Wirtschaft wäre es eine Straftat, aus einer Insolvenzmasse heraus noch Geschenke zu verteilen.
P.S.: Der Einwand, es handle sich hier ja um Steuern, habe also nichts mit der Rentenkasse zu tun, gilt nicht: Die Rentenkasse hängt am Tropf des Bundeshaushalts, so dass es de facto schon egal ist, an welcher Stelle das Geld fehlt.
Als weiteres "Mitglied der jüngeren Generation (unter 45)" schließe ich mich der Meinung meines Vorgängers an.
Wir werden in ein für uns letztlich relativ nutzloses Systems einzahlen (auch als Rentenkasse bekannt) und zudem die in der Finanzkrise entstandenen Defizite schultern müssen. Dazu werden noch weitere (finanzielle) Belastungen hinzu kommen, von denen die heutige und die kommende Rentnergeneration nicht die leisteste Ahnung hat. Werden wir dann auch Steuergeschenke bekommen?!!?
Verschiedene Institutionen haben in den vergangenen Jahren einen sehr erfolgreichen Propagandafeldzug gegen das deutsche Rentensystem gefahren. Wir alle wurden von vielen verschiedenen Seiten immer wieder mit der Information bombardiert, dass unser Rentensystem nicht funktioniert und dass alle künftigen Rentner praktisch gar keine Rente bekommen würden.
Dieser Propagandafeldzug hat große Erfolge gehabt, die Rente bzw. die Glaubwürdigkeit des Systems der umlagefinanzierten Rente ist in den Grundfesten erschüttert.
Und Sie wurden leider auch ein Opfer davon.
Aber was lehrt uns die Finanzkrise?
Das Umlagesystem wird eine Renaissance erleben. Die kapitalgedeckten Systeme werden, angesichts einer galoppierenden Inflation und riesieger Verluste in den Geldanlagen vermutlich die Verlierer sein. Denn die können gar keine solch hohen Renditen erwirtschaften, um all diese Nachteile auzugleichen.
Und um mit etwas zum Wissen beizutragen, im Umlageverfahren zahlt gar keiner ein, um Ansprüche zu erwerben, sondern der aktuelle Arbeitnehmer zahlt für den aktuellen Rentner.
Und in 25 Jahren zahlt der dann aktuelle Arbeitnehmer für den dann aktuellen Rentner.
Und wenn wir bis dahin dramatische Inlationsraten haben (oder auch hinter uns haben) zahlt dieser Rentner eben 19.5 % aus seinem dann astronomischen Gehalt (aus der heutigen Sicht astronomisches Gehalt) und ermöglicht dem Rentner eine auskömmliche und sichere Rente.
So einfach. So klar.
Feinjustierungen müssen aus dem Staatshaushalt kommen.
Und was macht das kapitalgedeckte Verfahren? Was sind in 25 Jahren 2.800 Euro (als Beispiel) Rente aus einem (heute guten) Versorgungswerk dann noch wert?
Lassen Sie sich nicht weiter verdummen. Die Lobbyisten sind viele und gut geschult. Ganz sicher. Aber nachdenken hilft.
Als weiteres "Mitglied der jüngeren Generation (unter 45)" schließe ich mich der Meinung meines Vorgängers an.
Wir werden in ein für uns letztlich relativ nutzloses Systems einzahlen (auch als Rentenkasse bekannt) und zudem die in der Finanzkrise entstandenen Defizite schultern müssen. Dazu werden noch weitere (finanzielle) Belastungen hinzu kommen, von denen die heutige und die kommende Rentnergeneration nicht die leisteste Ahnung hat. Werden wir dann auch Steuergeschenke bekommen?!!?
Verschiedene Institutionen haben in den vergangenen Jahren einen sehr erfolgreichen Propagandafeldzug gegen das deutsche Rentensystem gefahren. Wir alle wurden von vielen verschiedenen Seiten immer wieder mit der Information bombardiert, dass unser Rentensystem nicht funktioniert und dass alle künftigen Rentner praktisch gar keine Rente bekommen würden.
Dieser Propagandafeldzug hat große Erfolge gehabt, die Rente bzw. die Glaubwürdigkeit des Systems der umlagefinanzierten Rente ist in den Grundfesten erschüttert.
Und Sie wurden leider auch ein Opfer davon.
Aber was lehrt uns die Finanzkrise?
Das Umlagesystem wird eine Renaissance erleben. Die kapitalgedeckten Systeme werden, angesichts einer galoppierenden Inflation und riesieger Verluste in den Geldanlagen vermutlich die Verlierer sein. Denn die können gar keine solch hohen Renditen erwirtschaften, um all diese Nachteile auzugleichen.
Und um mit etwas zum Wissen beizutragen, im Umlageverfahren zahlt gar keiner ein, um Ansprüche zu erwerben, sondern der aktuelle Arbeitnehmer zahlt für den aktuellen Rentner.
Und in 25 Jahren zahlt der dann aktuelle Arbeitnehmer für den dann aktuellen Rentner.
Und wenn wir bis dahin dramatische Inlationsraten haben (oder auch hinter uns haben) zahlt dieser Rentner eben 19.5 % aus seinem dann astronomischen Gehalt (aus der heutigen Sicht astronomisches Gehalt) und ermöglicht dem Rentner eine auskömmliche und sichere Rente.
So einfach. So klar.
Feinjustierungen müssen aus dem Staatshaushalt kommen.
Und was macht das kapitalgedeckte Verfahren? Was sind in 25 Jahren 2.800 Euro (als Beispiel) Rente aus einem (heute guten) Versorgungswerk dann noch wert?
Lassen Sie sich nicht weiter verdummen. Die Lobbyisten sind viele und gut geschult. Ganz sicher. Aber nachdenken hilft.
Als weiteres "Mitglied der jüngeren Generation (unter 45)" schließe ich mich der Meinung meines Vorgängers an.
Wir werden in ein für uns letztlich relativ nutzloses Systems einzahlen (auch als Rentenkasse bekannt) und zudem die in der Finanzkrise entstandenen Defizite schultern müssen. Dazu werden noch weitere (finanzielle) Belastungen hinzu kommen, von denen die heutige und die kommende Rentnergeneration nicht die leisteste Ahnung hat. Werden wir dann auch Steuergeschenke bekommen?!!?
sage ich der Politik, dass sie klug beraten war bei dieser Entscheidung. Wahlen stehen an... und gegen die Rentner (als zudem aktivsten Teil bei der Teilnahme an Wahlen) ist schlecht Mehrheit zu gewinnen.
Frdl. GRuß
Pf.
(in paar Jahren wahrscheinlich reger Aktivist bei "den Grauen")
So traurig diese Denke ist, so wahr ist sie dann doch. Ich bin Jahrgang 1965 und irgendwie fällt es mir sehr schwer zu glauben, dass die Politiker der Jahre ab 2020/2025 der dann wohl größten Wählrergruppe derart an die Wäsche gehen mag. Jede Partei, egal welche, würde wohl in die Bedeutungslosigkeit abgewählt werden, würde sie dann so handeln, wie sie eigentlich handeln müsste. Denn das müssten heutige Politiker auch. Also wird das Problem weiter in die Zukunft verlagert. Man nennt so etwas Schneeballsystem.
Ich bin insofern auch gespannt, was meine Rente betrifft. Irgendwie habe ich das Gefühl, am Ende noch mal mit einem blauen Auge davon kommen zu können. Privat vorgesorgt plus wahrscheinlich, folgt man der Logik von Politikern, die gewählt werden wollen, eine auskömmliche staatliche Rente. Vielleicht macht man irgendwann ab 2040 das, was notwendig wäre, weil dann die geburtenstarken Jahrgänge der Jahre 1963 und später langsam aussterben und wieder die Chance besteht, dass nicht die dann Alten die Politiker zu Lasten der Jungen in die Mangel nehmen können.
@PeterSchneider
Danke für dieses Statement. So (oder so ähnlich) sehe ich es auch. Den Befürwortern einer kapitalgedeckten Rente dürfte spätestens seit September 2008 klar sein, dass das kapitalgedeckte System allenfalls Ergänzung zu einem umlagefinanzierten System sein kann. Man stelle sich vor, wir hätten ein kapitalgedecktes System, wir würden uns plötzlich wundern, wie viele Rentner sich mit Nebenjobs über Wasser halten müssten, um halbwegs über die Runden zu kommen. Sofern es genung dieser Nebenjobs gäbe.
So traurig diese Denke ist, so wahr ist sie dann doch. Ich bin Jahrgang 1965 und irgendwie fällt es mir sehr schwer zu glauben, dass die Politiker der Jahre ab 2020/2025 der dann wohl größten Wählrergruppe derart an die Wäsche gehen mag. Jede Partei, egal welche, würde wohl in die Bedeutungslosigkeit abgewählt werden, würde sie dann so handeln, wie sie eigentlich handeln müsste. Denn das müssten heutige Politiker auch. Also wird das Problem weiter in die Zukunft verlagert. Man nennt so etwas Schneeballsystem.
Ich bin insofern auch gespannt, was meine Rente betrifft. Irgendwie habe ich das Gefühl, am Ende noch mal mit einem blauen Auge davon kommen zu können. Privat vorgesorgt plus wahrscheinlich, folgt man der Logik von Politikern, die gewählt werden wollen, eine auskömmliche staatliche Rente. Vielleicht macht man irgendwann ab 2040 das, was notwendig wäre, weil dann die geburtenstarken Jahrgänge der Jahre 1963 und später langsam aussterben und wieder die Chance besteht, dass nicht die dann Alten die Politiker zu Lasten der Jungen in die Mangel nehmen können.
@PeterSchneider
Danke für dieses Statement. So (oder so ähnlich) sehe ich es auch. Den Befürwortern einer kapitalgedeckten Rente dürfte spätestens seit September 2008 klar sein, dass das kapitalgedeckte System allenfalls Ergänzung zu einem umlagefinanzierten System sein kann. Man stelle sich vor, wir hätten ein kapitalgedecktes System, wir würden uns plötzlich wundern, wie viele Rentner sich mit Nebenjobs über Wasser halten müssten, um halbwegs über die Runden zu kommen. Sofern es genung dieser Nebenjobs gäbe.
Ein normaler Steuerpflichtiger wird schon wegen geringerer "Bagatell"-Beträge erbarmungslos gepfändet.
Und die "Argumente" der Betroffenen? Wahlen stehen an... und gegen die Rentner (als zudem aktivsten Teil bei der Teilnahme an Wahlen) ist schlecht Mehrheit zu gewinnen. Also kein Wort über Steuergerechtigkeit, kein Bemühen um Rechtskonformität. Als was wollen wir das bezeichnen? "Versuchte Erpressung"?
Herzlichst Crest
übrigens ein klasse Nick; ich lese diese Perry Rhodans heute mitunter noch gern...
die "Piraten" besinnen sich gerade ihrer Kraft. Ich bin nur dafür, dass die ältere Generation das auch tut. Und ab der übernächsten Bundestagswahl haben sie ... und anstehende Rentner sogar die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung inne. Und glauben Sie mir, ich werde -die jetzige Gesundheit unterstellt- meinen Weg als Interessenvertreter dieser, noch allerdings nur strukturellen Mehrheit nehmen.
Frdl. Gruß
Pf.
Ps. Jede Drohung oder Erpressung hat auch -wohlwollend gelesen- nichts weiter als den Charme eines Versprechens.
übrigens ein klasse Nick; ich lese diese Perry Rhodans heute mitunter noch gern...
die "Piraten" besinnen sich gerade ihrer Kraft. Ich bin nur dafür, dass die ältere Generation das auch tut. Und ab der übernächsten Bundestagswahl haben sie ... und anstehende Rentner sogar die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung inne. Und glauben Sie mir, ich werde -die jetzige Gesundheit unterstellt- meinen Weg als Interessenvertreter dieser, noch allerdings nur strukturellen Mehrheit nehmen.
Frdl. Gruß
Pf.
Ps. Jede Drohung oder Erpressung hat auch -wohlwollend gelesen- nichts weiter als den Charme eines Versprechens.
übrigens ein klasse Nick; ich lese diese Perry Rhodans heute mitunter noch gern...
die "Piraten" besinnen sich gerade ihrer Kraft. Ich bin nur dafür, dass die ältere Generation das auch tut. Und ab der übernächsten Bundestagswahl haben sie ... und anstehende Rentner sogar die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung inne. Und glauben Sie mir, ich werde -die jetzige Gesundheit unterstellt- meinen Weg als Interessenvertreter dieser, noch allerdings nur strukturellen Mehrheit nehmen.
Frdl. Gruß
Pf.
Ps. Jede Drohung oder Erpressung hat auch -wohlwollend gelesen- nichts weiter als den Charme eines Versprechens.
auf Sie wirken, wenn ich Ihnen anläßlich Ihres Renteneintritts 'ankündige', meine solidarische Beitragszahlungsaktivität zugunsten Ihrer Altersbezüge einzustellen und Ihren absehbaren energischen Protest dagegen mit der Aussage kontere »Das hätten Sie sich damals überlegen sollen, als Sie den stets gerechten Wohlfahrtsstaat über den grünen Klee gelobt haben«?
Alternativ könnte ich Ihnen natürlich auch androh..., nein, natürlich: 'charmant versprechen', gleich ganz auszuwandern. Dann können Sie meinetwegen Mehrheiten über Mehrheiten organisieren, wie es Ihnen beliebt.
die "Piraten" besinnen sich gerade ihrer Kraft. Schön, aber wäre es nicht noch schöner, wenn die verfolgten Ziele nicht nur ganz partikularen Interessen entsprechen würden. Politische Forderungen werden, wenn sie nicht als fair sondern nur noch als egoistisch empfunden werden, inhaltlich unglaubwürdig. Hat man dann als Argument nicht mehr aufzubringen als die schiere Masse, setzt man den Zusammenhalt der Gesellschaft aufs Spiel.
Wollen Sie das?
Auf unser Thema bezogen: was ist an der Besteuerung der Renten unbillig? Sie ist seit langem bekannt. Die Rentner sollten das wissen. Wie wollen Sie einem anderen Steuerzahler vermitteln, der sich über Besteuerungen an anderer Stelle genau so ärgern mag, dass die Rentner hier plötzlich ausgenommen werden sollen? Wo ist also der Interessenausgleich mit den anderen Gesellschaftsgruppen?
Herzlichst Crest
auf Sie wirken, wenn ich Ihnen anläßlich Ihres Renteneintritts 'ankündige', meine solidarische Beitragszahlungsaktivität zugunsten Ihrer Altersbezüge einzustellen und Ihren absehbaren energischen Protest dagegen mit der Aussage kontere »Das hätten Sie sich damals überlegen sollen, als Sie den stets gerechten Wohlfahrtsstaat über den grünen Klee gelobt haben«?
Alternativ könnte ich Ihnen natürlich auch androh..., nein, natürlich: 'charmant versprechen', gleich ganz auszuwandern. Dann können Sie meinetwegen Mehrheiten über Mehrheiten organisieren, wie es Ihnen beliebt.
die "Piraten" besinnen sich gerade ihrer Kraft. Schön, aber wäre es nicht noch schöner, wenn die verfolgten Ziele nicht nur ganz partikularen Interessen entsprechen würden. Politische Forderungen werden, wenn sie nicht als fair sondern nur noch als egoistisch empfunden werden, inhaltlich unglaubwürdig. Hat man dann als Argument nicht mehr aufzubringen als die schiere Masse, setzt man den Zusammenhalt der Gesellschaft aufs Spiel.
Wollen Sie das?
Auf unser Thema bezogen: was ist an der Besteuerung der Renten unbillig? Sie ist seit langem bekannt. Die Rentner sollten das wissen. Wie wollen Sie einem anderen Steuerzahler vermitteln, der sich über Besteuerungen an anderer Stelle genau so ärgern mag, dass die Rentner hier plötzlich ausgenommen werden sollen? Wo ist also der Interessenausgleich mit den anderen Gesellschaftsgruppen?
Herzlichst Crest
auf Sie wirken, wenn ich Ihnen anläßlich Ihres Renteneintritts 'ankündige', meine solidarische Beitragszahlungsaktivität zugunsten Ihrer Altersbezüge einzustellen und Ihren absehbaren energischen Protest dagegen mit der Aussage kontere »Das hätten Sie sich damals überlegen sollen, als Sie den stets gerechten Wohlfahrtsstaat über den grünen Klee gelobt haben«?
Alternativ könnte ich Ihnen natürlich auch androh..., nein, natürlich: 'charmant versprechen', gleich ganz auszuwandern. Dann können Sie meinetwegen Mehrheiten über Mehrheiten organisieren, wie es Ihnen beliebt.
"Auf einen mehr oder weniger käme es nicht an." ... Und Sie kennen zudem gewiss Macchiavelli, der Fürst?
Das ist nun ehrlich; Sie mögen gehen, genug Andere bleiben. ... Und sorry, Sie verfolgen Ihre Interessen, ich meine. Ziehen wir mal am Ende einen Summenstrich ... und schauen mal.
Frdl. Gruß
Pf.
"Auf einen mehr oder weniger käme es nicht an." ... Und Sie kennen zudem gewiss Macchiavelli, der Fürst?
Das ist nun ehrlich; Sie mögen gehen, genug Andere bleiben. ... Und sorry, Sie verfolgen Ihre Interessen, ich meine. Ziehen wir mal am Ende einen Summenstrich ... und schauen mal.
Frdl. Gruß
Pf.
die "Piraten" besinnen sich gerade ihrer Kraft. Schön, aber wäre es nicht noch schöner, wenn die verfolgten Ziele nicht nur ganz partikularen Interessen entsprechen würden. Politische Forderungen werden, wenn sie nicht als fair sondern nur noch als egoistisch empfunden werden, inhaltlich unglaubwürdig. Hat man dann als Argument nicht mehr aufzubringen als die schiere Masse, setzt man den Zusammenhalt der Gesellschaft aufs Spiel.
Wollen Sie das?
Auf unser Thema bezogen: was ist an der Besteuerung der Renten unbillig? Sie ist seit langem bekannt. Die Rentner sollten das wissen. Wie wollen Sie einem anderen Steuerzahler vermitteln, der sich über Besteuerungen an anderer Stelle genau so ärgern mag, dass die Rentner hier plötzlich ausgenommen werden sollen? Wo ist also der Interessenausgleich mit den anderen Gesellschaftsgruppen?
Herzlichst Crest
Das lasse ich gelten und ziehe mir als ERwerbstätiger den Schuh an.
Anders sieht es allerdings aus, wenn ich mir meine spätere Rente im Vergleich zu der meiner Eltern bei gleicher oder sogar mehr Lebensleistung anschaue. Wie gesagt, ich hoffe, dass die Politik als Korrektiv dann auf einen wie mich warten wird.
Frdl. Gruß
Pf.
Das lasse ich gelten und ziehe mir als ERwerbstätiger den Schuh an.
Anders sieht es allerdings aus, wenn ich mir meine spätere Rente im Vergleich zu der meiner Eltern bei gleicher oder sogar mehr Lebensleistung anschaue. Wie gesagt, ich hoffe, dass die Politik als Korrektiv dann auf einen wie mich warten wird.
Frdl. Gruß
Pf.
"Auf einen mehr oder weniger käme es nicht an." ... Und Sie kennen zudem gewiss Macchiavelli, der Fürst?
Das ist nun ehrlich; Sie mögen gehen, genug Andere bleiben. ... Und sorry, Sie verfolgen Ihre Interessen, ich meine. Ziehen wir mal am Ende einen Summenstrich ... und schauen mal.
Frdl. Gruß
Pf.
Schon deshalb, weil ich schlichtweg nicht befugt bin, es Ihnen nicht zu gestatten.
Das tatsächliche Problem dürfte in der Art und Weise liegen, wie das Rentensystem strukturiert ist: Während der Einzahlungsphase erwerben Sie Ansprüche auf eine Anwartschaft. Diese Ansprüche gelten allerdings im Effekt gegen die nachfolgende Generation. Sie können daher, sobald die Altersstruktur hinreichend genug ungünstig ist, wahlweise nur die eine oder die andere Seite der Beteiligten verletzen, indem Sie ihr wahlweise Lasten aufbürden, die sie nicht zu leisten imstande ist, oder aber Ansprüche kürzen, für die jemand während der Zeit seines Erwerbslebens Beiträge entrichtete.
Die Perspektive dieses System ist es, man muß es so deutlich sagen, Verlierer zu produzieren. Sie können sich allenfalls aussuchen, wer mehr verliert.
Im übrigen ist das grandseigneurale Argument »Na, auf einen kommt's nicht an...« ein sehr zweischneidiges Schwert; ich glaube aber, Sie wissen das sehr genau.
Schon deshalb, weil ich schlichtweg nicht befugt bin, es Ihnen nicht zu gestatten.
Das tatsächliche Problem dürfte in der Art und Weise liegen, wie das Rentensystem strukturiert ist: Während der Einzahlungsphase erwerben Sie Ansprüche auf eine Anwartschaft. Diese Ansprüche gelten allerdings im Effekt gegen die nachfolgende Generation. Sie können daher, sobald die Altersstruktur hinreichend genug ungünstig ist, wahlweise nur die eine oder die andere Seite der Beteiligten verletzen, indem Sie ihr wahlweise Lasten aufbürden, die sie nicht zu leisten imstande ist, oder aber Ansprüche kürzen, für die jemand während der Zeit seines Erwerbslebens Beiträge entrichtete.
Die Perspektive dieses System ist es, man muß es so deutlich sagen, Verlierer zu produzieren. Sie können sich allenfalls aussuchen, wer mehr verliert.
Im übrigen ist das grandseigneurale Argument »Na, auf einen kommt's nicht an...« ein sehr zweischneidiges Schwert; ich glaube aber, Sie wissen das sehr genau.
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