Afghanistan USA fordern stärkeres deutsches Engagement in Afghanistan

Der amerikanische Nato-Botschaft hat die Bundesregierung aufgerufen, mehr Soldaten nach Afghanistan zu entsenden und sich auch finanziell stärker am Einsatz zu beteiligen

Ivo Daalder, US-Botschafter bei der Nato, sagte am Mittwoch in Berlin, die Deutschen sollten die zur Verstärkung für die Wahlen am 20. August in Afghanistan vorgesehenen Soldaten nicht wieder abziehen, sondern dauerhaft stationieren.

Deutschland will 600 zusätzliche Soldaten schicken, 200 davon als Wahlverstärkung für einige Monate. "Es gibt im Moment keine andere Position", hieß es dazu aus dem Verteidigungsministerium.

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Daalder ließ durchblicken, dass die USA von Berlin auch mehr Geld für den Trust-Fund zum Aufbau der afghanischen Armee erwarten. "50 Millionen Euro von Deutschland sind großartig. Wir brauchen zwei Milliarden Dollar."

Er fügte mit Blick auf die europäischen Partnr hinzu: "Sie können zwei Milliarden zahlen, um 135.000 Soldaten auszubilden, oder sie verlegen 135.000 eigene Soldaten. So einfach ist das.“

Der Afghanistan-Einsatz hat den deutschen Steuerzahler bis Ende 2008 drei Milliarden Euro gekostet. Minister Franz Josef Jung (CDU) rechnet mit einem Ende des Einsatzes "in fünf bis zehn Jahren", wollte dies aber nicht als Abzugstermin verstanden wissen.

Einer Forsa-Umfrage zufolge sind 61 Prozent der Deutschen für einen Abzug. Am Donnerstag stimmt der Bundestag über den Einsatz von Aufklärungsfliegern ab.

Die Bundeswehr beteiligt sich seit Anfang 2002 an der inzwischen von der Nato geführten Internationalen Schutztruppe Isaf in Afghanistan.

Derzeit sind etwa 3500 deutsche Soldaten unter dem Dach der Nato am Hindukusch im Einsatz.

 
Leser-Kommentare
  1. Dieser wildgewordene Cowboy benimmt sich, als wäre die Bundeswehr sein Eigentum. 135.000 Soldaten sind mehr als die Hälfte der Bundeswehr, dazu noch die anderen Auslandseinsätze - oder 2 Milliarden Dollar. Soll doch der zahlen, der diesen sinnlosen Krieg vom Zaune gebrochen hat, der Amerikaner. Aber wie ich [...] Merkel kenne, knickt sie ein und weitere Milliarden Euro gehen den Bach runter oder das Kontingent der Bundeswehr wird aufgestockt. Und wieder werden Soldaten sterben - sinnlos.
    Diese Politiker soll der Teufel holen !

    [Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine nievauvolle und sachliche Diskussion. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

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    Vorweg: Ihr habt hier das Hausrecht und damit jedes Recht zu moderieren, ausserdem hab ich Schönfelders Kommentar nicht gelesen.

    Trotzdem gilt der alte Satz: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil

    Obwohl Ivo Daalder nur das ausspricht, was ich in meinen eigenen Kommentaren als vermutlich notwendig für einen irgendwie erfolgreichen Einsatz erachte. Aber es hat schon was, einen souveränen Staat (dessen Bevölkerung in Mehrheit gegen diesen Einsatz ist), so harsch um seine Vasallendienste anzugehen, denn nichts anderes wird eingefordert.

    Vorweg: Ihr habt hier das Hausrecht und damit jedes Recht zu moderieren, ausserdem hab ich Schönfelders Kommentar nicht gelesen.

    Trotzdem gilt der alte Satz: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil

    Obwohl Ivo Daalder nur das ausspricht, was ich in meinen eigenen Kommentaren als vermutlich notwendig für einen irgendwie erfolgreichen Einsatz erachte. Aber es hat schon was, einen souveränen Staat (dessen Bevölkerung in Mehrheit gegen diesen Einsatz ist), so harsch um seine Vasallendienste anzugehen, denn nichts anderes wird eingefordert.

    • colca
    • 01.07.2009 um 19:49 Uhr

    Na Herr Jung,

    schwant Ihnen langsam, dass sich die schiefe Ebene des Afghanistaneinsatzes immer stärker neigt?
    Deutschland rutscht immer tiefer in diesen Schlamassel, hin zu einem ausgewachsenen Krieg. Dieser wird sowohl gegen den Willen der deutschen als auch gegen den Willen der afghanischen Bevölkerung geführt.
    Unsere Regierung verhält sich ebenso schändlich wie die deutschen Fürsten des 18.Jahrhunderts, die ihre Soldaten für fremde Interessen kämpfen ließen. Nur waren die damals wenigstens so schlau, sich diese Söldnerdienste bezahlen zu lassen.
    Heute schicken wir Soldaten und werfen auch noch Geld hinterher - zu Unrecht kommt noch Dummheit.
    Zu den Einlassungen des US-Botschafter sage ich lieber nichts, sonst muss mich die Moderation wieder mahnen...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    und nicht zu vergessen bei dem ganzen Kasperletheater ist der pakistanische Hintergedanke der USA. Würde mich ernsthaft überraschen, wenn heute immer noch zehntausende Bundesbürger einer Präsidentenmarionette in Berlin zujubeln würden...nur weil er schwarz ist und ein paar Phrasen drischt.

    One world, one love!

    und nicht zu vergessen bei dem ganzen Kasperletheater ist der pakistanische Hintergedanke der USA. Würde mich ernsthaft überraschen, wenn heute immer noch zehntausende Bundesbürger einer Präsidentenmarionette in Berlin zujubeln würden...nur weil er schwarz ist und ein paar Phrasen drischt.

    One world, one love!

  2. nämlich aus dem (2.) Goldkrieg 1990/91. Die USA hatten weltweit 60Mrd. $ an Kriegskostenbeteiligung eingesammelt, jedoch nur 40 Mrd. davon ausgegeben.
    Wir spenden gern unsere Rückzahlungsansprüche

  3. und nicht zu vergessen bei dem ganzen Kasperletheater ist der pakistanische Hintergedanke der USA. Würde mich ernsthaft überraschen, wenn heute immer noch zehntausende Bundesbürger einer Präsidentenmarionette in Berlin zujubeln würden...nur weil er schwarz ist und ein paar Phrasen drischt.

    One world, one love!

  4. http://kommentare.zeit.de...
    Kommentar von mir zu:
    http://www.zeit.de/online...

    Da lag ich mit 100000 Mann ja nur knapp drunter.

    Jaja, ist schon hart als Vasall, wenn der Kaiser zu den Waffen ruft.

    Aber ich gönn' es dem Jung, der Merkel und dem Steinmeier, da sitzen sie zwischen Scylla und Charybdis und müssen sich entscheiden:
    - Opponieren (weder haben sie den Mumm von Schröder, noch die Größe von Schmidt)
    - Zahlen (kommt gut vor der Wahl)
    - Truppen (ham'se nicht und käme noch besser vor der Wahl)

    Ja, das tut weh, und das alles ohne Plan und Ziel.

  5. Vorweg: Ihr habt hier das Hausrecht und damit jedes Recht zu moderieren, ausserdem hab ich Schönfelders Kommentar nicht gelesen.

    Trotzdem gilt der alte Satz: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil

    Obwohl Ivo Daalder nur das ausspricht, was ich in meinen eigenen Kommentaren als vermutlich notwendig für einen irgendwie erfolgreichen Einsatz erachte. Aber es hat schon was, einen souveränen Staat (dessen Bevölkerung in Mehrheit gegen diesen Einsatz ist), so harsch um seine Vasallendienste anzugehen, denn nichts anderes wird eingefordert.

    Antwort auf "So einfach ist das"
  6. Wer gibt dem US Botschafter das Recht festzulegen, was die Regierung eines anderen Staates zu tun hat ? Er ist nicht die UN. Ich dachte es sei eine Grundregel der Diplomatie Forderungen zurückhaltend zu formulieren. Und was soll passieren, falls die 2 Milliarden nicht gezahlt werden ? Ich frage mich ob dieser Botschafter gegenüber anderen Staaten auch derart fordernd auftritt. Viel Freunde wird er sich damit nicht machen....

    • Harzer
    • 01.07.2009 um 20:12 Uhr

    Herr Scholl-Latour hat alles schon zigmal erklärt.
    Der große Alexander, die Briten, die SU ( hatte die nicht 500 000 Mann dort ? ) haben Afganistan nicht unterwerfen, kontrollieren, zivilisieren können.
    Ich nehme an, alle kompetenten Militärs und Politiker wissen das eigentlich auch.

    Kennen Sie das Verhältnis " großer Bruder - kleiner Bruder " ?

    Die Bundesregierung ( kleiner Bruder ) kann und getraut sich den USA nicht ganz zu verweigern. So versucht sie sich mit möglichst wenig Verlusten, Soldaten, und Geld durch die von vorn herein aussichtslose Sache zu schleichen.
    Taktisch, trickreich, feige ist das vielleicht gar nicht so falsch.

    Alle Zeit,- und anderen Soldaten sind die eigentlich betroffenen ! Sie müssen sich genau überlegen ob sie ggf. ihr Leben für eine aussichtslose Sache in die Bresche schlagen wollen.
    Das ist nur etwas für Abenteurer, Söldner, und ( leider ) Uninformierte und Dumme.
    Gott sei Dank denkt mein Sohn inzwischen nach !

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