Arbeitsbedingungen "Dürfen wir mal in die Küche schauen?"

Günter Wallraff hat für das ZEITmagazin hinter die Kulissen eines Gourmet-Restaurants geblickt. Wie die Auszubildenden dort ausgebeutet werden, berichtet er im Interview

ZEIT ONLINE: In Ihrer Reportage "Unfeine Küche" beschreiben Sie, wie Lehrlinge im Gourmetrestaurant Wartenberger Mühle bei Kaiserslautern ausgebeutet werden. Wie sind Sie auf den Fall gestoßen?

Günter Wallraff: Der damals 16-jährige Auszubildende Carsten hatte mir geschrieben, dass er pro Woche bis zu 80 Stunden arbeiten müsse. Das ist doppelt so viel wie im Arbeitsvertrag vorgeschrieben. Außerdem berichtete er von Schikanen körperlicher und psychischer Art. Er wollte seine Ausbildung dort gerne weiter machen, aber er litt in dem Betrieb so, dass er daran zu zerbrechen drohte.

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ZEIT ONLINE: Sie beschreiben im ZEITmagazin, dass der leitende Koch die Lehrlinge während der Arbeit am Nacken packt und ihnen mit dem Saucenlöffel auf die Finger haut.

Wallraff: Dieser Koch hat dort tatsächlich ein Regiment des Schreckens errichtet. Es gibt einige Lehrlinge, die oft heulend da saßen. Carsten erzählte mir von einem Kollegen, der nach ein paar Wochen dem psychischen Druck nicht mehr standhielt und nicht mehr zur Arbeit erschien. Das habe der Küchenchef mit den Worten kommentiert: "Um die Memme ist es nicht schade, der hat sowieso zu zarte Händchen."

ZEIT ONLINE: Was haben Sie unternommen?

Wallraff: Ich habe als erstes den Geschäftsführer der Wartenberger Mühle, Martin Scharff, kontaktiert und ihn mit dem Ganzen konfrontiert. Ich habe vorgeschlagen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und als Schlichter zu fungieren. Doch Scharff lehnte ab und zeigte sich absolut uneinsichtig. Daraufhin habe ich die Industrie- und Handelskammer Pfalz mit den Vorwürfen konfrontiert. Dort reagierte man sehr erschrocken.

ZEIT ONLINE: Was ist dann passiert?

Wallraff: Es kam zu einem Treffen zwischen den Eltern des Jungen und dem Inhaber, bei dem Vertreter der IHK anwesend waren. Die Eltern waren an einer Einigung sehr interessiert. Sie wollten ja, dass der Junge seine Ausbildung dort beenden kann. Leider hat auch die IHK es nicht geschafft, eine Veränderung bei den Arbeitsbedingungen herbeizuführen. Allerdings hat die IHK Pfalz die Verhältnisse in der Wartenberger Mühle als so unhaltbar eingestuft, dass sie keine Lehrlinge mehr dorthin schickt.

Nun lese ich aber auf der Website des Restaurants: "Wir sind stets auf der Suche nach engagierten und motivierten Mitarbeitern, die uns unterstützen und unser Team verstärken." Ehrlicherweise müsste da stehen: "Wir suchen Mitarbeiter, die ihre eigenen Persönlichkeitsrechte aufzugeben und bereit sind, als Leibeigene bei uns zu arbeiten." Herr Scharff sucht jetzt allerdings nur noch Mitarbeiter ab 18 Jahren. Damit haben wir zumindest erreicht, dass er keine Jugendlichen mehr ausbeuten kann. Aber das reicht natürlich nicht. Auch ein 18-Jähriger ist schutzbedürftig.

Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 02.07.2009 um 8:35 Uhr

    Immer und immer wieder. Das mag ja vor 20 oder 30 Jahren mal ganz neu gewesen sein und ich habe auch einige Ihrer Bücher immer noch irgendwo.

    Aber heute noch damit jemanden hinter dem Ofen hervorlocken? Ich weiß nicht...

    Wie wär es denn, wenn Sie mal recherchieren, wie die abgepressten Steuergroschen der letzten 10%, die diesen Staat noch finanzieren, von einem Staatsdiener-Heer verpulvert und verfrühstückt werden? Das scheint mir das weitaus größere Problem zu sein.

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    Im Falle verprasster Steuergelder haben wir Kontrollorgane, die jährlich sogar auflisten, wo Geld versickert. Was soll Herr Wallraff da tun?
    .
    Hier ging es um das massive Leid einzelner, die sich nicht wehren können und auf eine Ausbildung angewiesen sind. Dies anzugehen, gerade wenn es in einem solchen Milieu angesiedelt ist, war schon lange fällig und ist unter der Hand seit vielen Jahren bekannt.
    .
    Ich halte diese Veröffentlichung für notwendig und hoffe, dass darauf Reaktionen gerade auch der Gäste erfolgen.

    Unerträglich! Mit der Beschimpfung des Autors Wallraff liegt "Gandolf" völlig neben der Sache. Es geht hier nicht um "abgepresste Steuergroschen", sondern um Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse. Wallraff wiederum sollte lernen, dass der Rechtsstaat keineswegs unfähig ist, mit Typen wie dem geschilderten Küchenbullen von der "Wartenberger Mühle" fertig zu werden - wenn's denn wahr ist. Anscheinend fehlen die Beweise. Kein Wunder, wenn "Sonderkommissar" Wallraff sich so dilettantisch anstellt, wie geschehen. Wozu hat die Staatsanwaltschaft überhaupt einen Durchsuchungsbeschluss beantragt? Doch nicht, um festzustellen, wo der der Soßenlöffel liegt, oder um ein fettfleckiges Tagebuch des Küchenbullen aufzufinden, in dem er genüsslich seine Untaten verzeichnet, sondern um zu ermitteln, wieviel Stunden die Azubis dort arbeiten. Dazu hätte das gesamte Personal des Betriebes vernommen werden können, und das wäre auch jetzt noch möglich. Was hält der Leitende Oberstaatsanwalt oder der Generalstaatsanwalt davon, so zu verfahren? Was soll die Einschaltung der Industrie- und Handelskammer? Die unternimmt nicht viel gegen ihre zahlenden Zwangsmitglieder. Die richtige Adresse wäre die Abteilung Ordnung und Verkehr der Kreisverwaltung Donnersbergkreis. Der Betrieb beschäftigt keine Schwarzarbeiter, auch nicht als Tellerwäscher, sonst wäre zusätzlich das Rollkommando vom Zoll angesagt. Was haben die Höllenhunde von der NGG unternommen, um in der "Wartenberger Mühle" einen Betriebsrat zu implementieren? Wie hat sich der Geschäftsführer der M. Scharff's Gastronomie GmbH, Martin Scharff, zu den Vorwürfen geäußert? Die regional gewählten Abgeordneten des Landtags und des Bundestags gehen doch sicherlich auch gerne in der Erlebnisgastronomie der "Wartenberger Mühle" essen. Welcher Abgeordnete und welche Partei haben sich bisher aus diesem Restaurant zurückgezogen? Wo sind die flotten Aufmacher n der Lokalpresse "Außen hui und innen pfui - und die SPD schaut zu"? Gackern Sie nicht, Herr Wallraff, sondern legen Sie beweiskräftige Eier. Oder wollen Sie riskieren, dass auf der Speisekarte der "Wartenberger Mühle" demnächst "Wallraffsche Windeier" angeboten werden, vor jedem jedem Gang ein Windei zum Preis von Null Euro? Hohn und Spott werden über Sie ausgegossen werden, wenn Sie nicht knallharte Beweise liefern. Mit Lamentieren ist den Auszubildenden nicht geholfen, sondern nur geschadet.

    • TDU
    • 02.07.2009 um 11:41 Uhr

    Sowohl das Verpulvern von Steuergeldern, als auch dies Arbeitsbedingen sind schwer erträglich. Es gibt auch genug cholerische Politiker/innen, manche adelt das sogar. Unter einem ehemaligen von mir seht geschätzten Kanzler hätte ich aber auch nicht arbeiten mögen, wenn man den Presseberichten über seinen Arbeitsstil glauben kann. Und die Bezahlung rechtfertigt ja wohl auch nicht alles.

    Anderereseits kommt man mit diesen Einzelfällen nicht so richtig weiter. Betriebsrat, Dialogbereitschaft sind harte Fakten. Persönliche Befindlichkeiten immer relativ. Ein Lehrling aus den 1950iger Jahren, heute wohlhabend, würde sagen, da musste halt durch.

    Und mal in die Küche gucken? Diesem Gewissenskonflikt sind immer mehr Menschen erst gar nicht ausgesetzt. Und das hat vielleicht doch mit Ihrer Aufrechnung zu tun.

    Im Falle verprasster Steuergelder haben wir Kontrollorgane, die jährlich sogar auflisten, wo Geld versickert. Was soll Herr Wallraff da tun?
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    Hier ging es um das massive Leid einzelner, die sich nicht wehren können und auf eine Ausbildung angewiesen sind. Dies anzugehen, gerade wenn es in einem solchen Milieu angesiedelt ist, war schon lange fällig und ist unter der Hand seit vielen Jahren bekannt.
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    Ich halte diese Veröffentlichung für notwendig und hoffe, dass darauf Reaktionen gerade auch der Gäste erfolgen.

    Unerträglich! Mit der Beschimpfung des Autors Wallraff liegt "Gandolf" völlig neben der Sache. Es geht hier nicht um "abgepresste Steuergroschen", sondern um Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse. Wallraff wiederum sollte lernen, dass der Rechtsstaat keineswegs unfähig ist, mit Typen wie dem geschilderten Küchenbullen von der "Wartenberger Mühle" fertig zu werden - wenn's denn wahr ist. Anscheinend fehlen die Beweise. Kein Wunder, wenn "Sonderkommissar" Wallraff sich so dilettantisch anstellt, wie geschehen. Wozu hat die Staatsanwaltschaft überhaupt einen Durchsuchungsbeschluss beantragt? Doch nicht, um festzustellen, wo der der Soßenlöffel liegt, oder um ein fettfleckiges Tagebuch des Küchenbullen aufzufinden, in dem er genüsslich seine Untaten verzeichnet, sondern um zu ermitteln, wieviel Stunden die Azubis dort arbeiten. Dazu hätte das gesamte Personal des Betriebes vernommen werden können, und das wäre auch jetzt noch möglich. Was hält der Leitende Oberstaatsanwalt oder der Generalstaatsanwalt davon, so zu verfahren? Was soll die Einschaltung der Industrie- und Handelskammer? Die unternimmt nicht viel gegen ihre zahlenden Zwangsmitglieder. Die richtige Adresse wäre die Abteilung Ordnung und Verkehr der Kreisverwaltung Donnersbergkreis. Der Betrieb beschäftigt keine Schwarzarbeiter, auch nicht als Tellerwäscher, sonst wäre zusätzlich das Rollkommando vom Zoll angesagt. Was haben die Höllenhunde von der NGG unternommen, um in der "Wartenberger Mühle" einen Betriebsrat zu implementieren? Wie hat sich der Geschäftsführer der M. Scharff's Gastronomie GmbH, Martin Scharff, zu den Vorwürfen geäußert? Die regional gewählten Abgeordneten des Landtags und des Bundestags gehen doch sicherlich auch gerne in der Erlebnisgastronomie der "Wartenberger Mühle" essen. Welcher Abgeordnete und welche Partei haben sich bisher aus diesem Restaurant zurückgezogen? Wo sind die flotten Aufmacher n der Lokalpresse "Außen hui und innen pfui - und die SPD schaut zu"? Gackern Sie nicht, Herr Wallraff, sondern legen Sie beweiskräftige Eier. Oder wollen Sie riskieren, dass auf der Speisekarte der "Wartenberger Mühle" demnächst "Wallraffsche Windeier" angeboten werden, vor jedem jedem Gang ein Windei zum Preis von Null Euro? Hohn und Spott werden über Sie ausgegossen werden, wenn Sie nicht knallharte Beweise liefern. Mit Lamentieren ist den Auszubildenden nicht geholfen, sondern nur geschadet.

    • TDU
    • 02.07.2009 um 11:41 Uhr

    Sowohl das Verpulvern von Steuergeldern, als auch dies Arbeitsbedingen sind schwer erträglich. Es gibt auch genug cholerische Politiker/innen, manche adelt das sogar. Unter einem ehemaligen von mir seht geschätzten Kanzler hätte ich aber auch nicht arbeiten mögen, wenn man den Presseberichten über seinen Arbeitsstil glauben kann. Und die Bezahlung rechtfertigt ja wohl auch nicht alles.

    Anderereseits kommt man mit diesen Einzelfällen nicht so richtig weiter. Betriebsrat, Dialogbereitschaft sind harte Fakten. Persönliche Befindlichkeiten immer relativ. Ein Lehrling aus den 1950iger Jahren, heute wohlhabend, würde sagen, da musste halt durch.

    Und mal in die Küche gucken? Diesem Gewissenskonflikt sind immer mehr Menschen erst gar nicht ausgesetzt. Und das hat vielleicht doch mit Ihrer Aufrechnung zu tun.

  1. Im Falle verprasster Steuergelder haben wir Kontrollorgane, die jährlich sogar auflisten, wo Geld versickert. Was soll Herr Wallraff da tun?
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    Hier ging es um das massive Leid einzelner, die sich nicht wehren können und auf eine Ausbildung angewiesen sind. Dies anzugehen, gerade wenn es in einem solchen Milieu angesiedelt ist, war schon lange fällig und ist unter der Hand seit vielen Jahren bekannt.
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    Ich halte diese Veröffentlichung für notwendig und hoffe, dass darauf Reaktionen gerade auch der Gäste erfolgen.

  2. Ich habe da gleich mal ne Mail hingeschrieben. Vielleicht sollten das viele machen, damit die merken, dass man Menschen so nicht behandeln darf. Außerdem würde mich eine Stellungnahme von denen Interessieren.

    • FrauM
    • 02.07.2009 um 9:43 Uhr

    Richtig, Ungerechtigkeit, Leid und Angst um den Arbeitsplatz hatten wir ja schon in den 80ern. Jetzt sollte Herr Wallraff mal über - ja worüber eigentlich - berichten? Gandolf, Sie sind ne Pappnase. Seien wir froh, dass es Menschen wie Wallraff gibt, die es noch nen Dreck schert, wie unsere Gesellschaft verroht und wie erbarmungslos sie an manscher Stelle ist. Wer meint, da müsse "was Neues" her, sollte bei der BILD bleiben und Titten gucken.

  3. DAs ist mal wieder ein schöner Einzelbericht um es "denen da oben" mal zu zeigen. Herr Wallraff, wann berichten Sie endlich von Ärzten oder Unternehmensberatern, die jahrelang 80 Stunden ++ arbeiten müssen und am Ende noch als "die da oben" beschimpft werden und mit Topsteuern belegt werden. Ausserdem sind die Chefs, die so streng sind, nicht umsonst so. Meist wurden die nämlich genauso ausgebildet und denken das gehört einfach dazu...
    Viel Ehr, viel Leid. Aber Herr Wallraff ist ein Schreiberling (zu denen ich mich eigentlich als Forscher mehr oder weniger auch zähle) und dort vergisst man meist, dass es eben auch stressige Jobs gibt.
    Das Koch einer der stressigsten Jobs überhaupt ist, weiss doch jedes Kind, dafür kann man in diesem Beruf mit relativ niedrigem Bildungsstand vergleichsweise wohlhabend werden.
    Naja Klientelpolitik halt...
    ______________________________________________________________________
    "Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde."
    "Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen"
    - Voltaire

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    Nun, vielleicht sollte Wallraff wirklich mal bei den angeblich 80 Stunden und mehr schuftenden "Leistungsträgern" recherchieren. Möglicherweise wäre dies dann aber das Ende der Märchenstunde, wenn er dann feststellt, dass diese wirklich relevante Arbeiten an "Subalterne" delegieren und ansonsten die Zeit mit Zeitunglesen, Power-Point-Egodarstellung und Arbeitsessen morgens, mittags und abends zubringen.

    • Anonym
    • 02.07.2009 um 14:11 Uhr

    ... den 80 Stunden Wochen glaubt doch eh keiner!
    Rechnen wir das doch mal nach:
    Die Woche hat 7 Tage - sagen wir einen freien Tag gönnt sich so einer auch - bleiben 6.
    80 geteilt durch 6 macht 13 Stunden und 20 Minuten.
    Bleiben vom Tag: 10 Stunden und 40 Minuten.
    Essen: Morgen/Mittags/Abends je 30 Minuten macht 1,5 Stunden
    JA: Auch das Mittagessen ist KEINE Arbeitszeit! Normale Arbeitnehmer krigen die auch von der Arbeitszeit weggerechnet!

    Bleiben nun: 9 Stunden und 10 Minuten
    30 Minuten fahrt zur Arbeit: Hin und zurück: 1 Stunde
    ACH: Die Guten Arbeiten in ihrer Limousine?? Und das ist auch Arbeitszeit?
    Quatsch! Ich arbeite auch morgen und abends in der S-Bahn und krieg es nicht bezahlt!
    Bleiben nun 8 Stunden und 10 Minuten.
    Sagen wir die Herren und Damen brauchen wenig Schlaf: 6 Stunden
    Bleiben 2 Stunden 10 Minuten.
    1 Stunde Baden/Toilette/Zähneputzen etc
    1 Stunde und 10 Minuten
    etc. etc. etc.
    Man sieht schon: Wer behauptet eine 80 Woche zu haben .... lügt. PUNKT

    Nun, vielleicht sollte Wallraff wirklich mal bei den angeblich 80 Stunden und mehr schuftenden "Leistungsträgern" recherchieren. Möglicherweise wäre dies dann aber das Ende der Märchenstunde, wenn er dann feststellt, dass diese wirklich relevante Arbeiten an "Subalterne" delegieren und ansonsten die Zeit mit Zeitunglesen, Power-Point-Egodarstellung und Arbeitsessen morgens, mittags und abends zubringen.

    • Anonym
    • 02.07.2009 um 14:11 Uhr

    ... den 80 Stunden Wochen glaubt doch eh keiner!
    Rechnen wir das doch mal nach:
    Die Woche hat 7 Tage - sagen wir einen freien Tag gönnt sich so einer auch - bleiben 6.
    80 geteilt durch 6 macht 13 Stunden und 20 Minuten.
    Bleiben vom Tag: 10 Stunden und 40 Minuten.
    Essen: Morgen/Mittags/Abends je 30 Minuten macht 1,5 Stunden
    JA: Auch das Mittagessen ist KEINE Arbeitszeit! Normale Arbeitnehmer krigen die auch von der Arbeitszeit weggerechnet!

    Bleiben nun: 9 Stunden und 10 Minuten
    30 Minuten fahrt zur Arbeit: Hin und zurück: 1 Stunde
    ACH: Die Guten Arbeiten in ihrer Limousine?? Und das ist auch Arbeitszeit?
    Quatsch! Ich arbeite auch morgen und abends in der S-Bahn und krieg es nicht bezahlt!
    Bleiben nun 8 Stunden und 10 Minuten.
    Sagen wir die Herren und Damen brauchen wenig Schlaf: 6 Stunden
    Bleiben 2 Stunden 10 Minuten.
    1 Stunde Baden/Toilette/Zähneputzen etc
    1 Stunde und 10 Minuten
    etc. etc. etc.
    Man sieht schon: Wer behauptet eine 80 Woche zu haben .... lügt. PUNKT

  4. ...gibt es ihn.

    Das Restaurant würde ich sofort schließen und eine Adäquate Ausbildung für alle Auszubildenden aus dem Eigentum des Inhabers finanzieren.

    Diese Menschen verstehen nur "knallhart"

    Den Chefkoch, der Minderjährige körperlich verletzt und erheblich gemobbt hat muss man für mehrere Jahre ins Gefängnis stecken. Ich empfinde diese Forderung nicht mal als extrem. Wäre doch normal.

    PS: an alle, schickt eure Kinder nicht in die Gastronomie, dort herrschen schlimme psychische Zustände, die jeden Menschen erheblich beschädigen. Selbst wer sich später wieder raus- und hocharbeiten konnte, hat einen Knacks fürs Leben.

  5. was ich noch nachtragen wollte: WIssen Sie wie oft eigentlich Ärzte heulen??? Warum wird nie darüber berichtet? Weil diese später zu viel verdienen?
    Denken Sie, jeder Ingenieur WILL nach China in die Isolation? Nein?
    Diese Leute verdienen dafür später irgendwann gut, ist das ein Grund nicht über deren Ausbeutung (ach nein, bei denen heisst es ja Gier) zu berichten???
    ______________________________________________________________________
    "Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde."
    "Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen"
    - Voltaire

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    Jetzt stellen wir mal die Polemik für einen Moment zurück in den Giftschrank des Mediziners.
    Sicherlich haben sie völlig Recht, was die Arbeitsbedingungen der Ärzte und Ingenieure angeht. Doch ist es nicht so, dass zur Ausübung dieser Berufe ein Studium notwendig ist? Was wiederum das Erlangen des Abiturs voraussetzt. Damit will ich nicht den Bildungsstand des Kochs im Vergleich zu einem Arzt bewerten. Wohl aber hat der angehende Arzt/Ingenieur etc. einen längeren Zeitraum zur Verfügung, zu reifen, sich über die Arbeitsverhältnisse zu informieren und zu entscheiden, ob er diesen Weg einschlägt und beibehält.
    Jugendliche, die eine Lehre oder Ausbildung beginnen, sind in der Regel jünger und in ihrer Entwicklung schlichtweg noch weniger reif und damit schutzbedürftiger.

    Jetzt stellen wir mal die Polemik für einen Moment zurück in den Giftschrank des Mediziners.
    Sicherlich haben sie völlig Recht, was die Arbeitsbedingungen der Ärzte und Ingenieure angeht. Doch ist es nicht so, dass zur Ausübung dieser Berufe ein Studium notwendig ist? Was wiederum das Erlangen des Abiturs voraussetzt. Damit will ich nicht den Bildungsstand des Kochs im Vergleich zu einem Arzt bewerten. Wohl aber hat der angehende Arzt/Ingenieur etc. einen längeren Zeitraum zur Verfügung, zu reifen, sich über die Arbeitsverhältnisse zu informieren und zu entscheiden, ob er diesen Weg einschlägt und beibehält.
    Jugendliche, die eine Lehre oder Ausbildung beginnen, sind in der Regel jünger und in ihrer Entwicklung schlichtweg noch weniger reif und damit schutzbedürftiger.

  6. Unerträglich! Mit der Beschimpfung des Autors Wallraff liegt "Gandolf" völlig neben der Sache. Es geht hier nicht um "abgepresste Steuergroschen", sondern um Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse. Wallraff wiederum sollte lernen, dass der Rechtsstaat keineswegs unfähig ist, mit Typen wie dem geschilderten Küchenbullen von der "Wartenberger Mühle" fertig zu werden - wenn's denn wahr ist. Anscheinend fehlen die Beweise. Kein Wunder, wenn "Sonderkommissar" Wallraff sich so dilettantisch anstellt, wie geschehen. Wozu hat die Staatsanwaltschaft überhaupt einen Durchsuchungsbeschluss beantragt? Doch nicht, um festzustellen, wo der der Soßenlöffel liegt, oder um ein fettfleckiges Tagebuch des Küchenbullen aufzufinden, in dem er genüsslich seine Untaten verzeichnet, sondern um zu ermitteln, wieviel Stunden die Azubis dort arbeiten. Dazu hätte das gesamte Personal des Betriebes vernommen werden können, und das wäre auch jetzt noch möglich. Was hält der Leitende Oberstaatsanwalt oder der Generalstaatsanwalt davon, so zu verfahren? Was soll die Einschaltung der Industrie- und Handelskammer? Die unternimmt nicht viel gegen ihre zahlenden Zwangsmitglieder. Die richtige Adresse wäre die Abteilung Ordnung und Verkehr der Kreisverwaltung Donnersbergkreis. Der Betrieb beschäftigt keine Schwarzarbeiter, auch nicht als Tellerwäscher, sonst wäre zusätzlich das Rollkommando vom Zoll angesagt. Was haben die Höllenhunde von der NGG unternommen, um in der "Wartenberger Mühle" einen Betriebsrat zu implementieren? Wie hat sich der Geschäftsführer der M. Scharff's Gastronomie GmbH, Martin Scharff, zu den Vorwürfen geäußert? Die regional gewählten Abgeordneten des Landtags und des Bundestags gehen doch sicherlich auch gerne in der Erlebnisgastronomie der "Wartenberger Mühle" essen. Welcher Abgeordnete und welche Partei haben sich bisher aus diesem Restaurant zurückgezogen? Wo sind die flotten Aufmacher n der Lokalpresse "Außen hui und innen pfui - und die SPD schaut zu"? Gackern Sie nicht, Herr Wallraff, sondern legen Sie beweiskräftige Eier. Oder wollen Sie riskieren, dass auf der Speisekarte der "Wartenberger Mühle" demnächst "Wallraffsche Windeier" angeboten werden, vor jedem jedem Gang ein Windei zum Preis von Null Euro? Hohn und Spott werden über Sie ausgegossen werden, wenn Sie nicht knallharte Beweise liefern. Mit Lamentieren ist den Auszubildenden nicht geholfen, sondern nur geschadet.

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    "Gackern Sie nicht, Herr Wallraff, sondern legen Sie beweiskräftige Eier. "
    LOL

    "Gackern Sie nicht, Herr Wallraff, sondern legen Sie beweiskräftige Eier. "
    LOL

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