Jugendprojekt Mit einer Zeitung gegen weiße FleckenSeite 2/2
Für ihre Recherche bekam Elisabeths Gruppe in Berlin viel Lob – in ihrer Heimatregion begrüßten hingegen längst nicht alle das Projekt. "Der Bürgermeister forderte uns auf, die alte Geschichte nicht wider aufzuwärmen", sagt Elisabeth. Doch davon ließen sie und ihre Freundinnen sich nicht aufhalten.
Das Team "Stein 386" hat bei seinen Recherchen gelernt, welche Auswirkung "bestellte Wahrheit" hat. Die Zeitung Donauwacht berichtete am 10. April auf wenigen Zeilen über die Vorgänge im Gefängnis. Unter der Überschrift "Revoltierende Zuchthäusler" schrieb die Redaktion: "In kurzer Zeit war die Revolte niedergekämpft. Die entlassenen Zuchthäusler wurden durch eingesetzte Streifen zum größten Teil wieder festgenommen." Dass 381 Menschen erschossen wurden, verschweigt das gleichgeschaltete Blatt. Lediglich die Hinrichtung des Gefängnisdirektors und drei weiterer "Hauptverantwortlicher" wird erwähnt. 64 Jahre nach der Tat haben Elisabeth und ihr Team nun aufgedeckt, was wirklich passiert ist, und einen weißen Fleck der Geschichte mit Fakten gefüllt.
- Datum 01.07.2009 - 17:33 Uhr
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...sich um die Praxis der heutigen Medien zu kümmern.
Damit könnte vielleicht noch etwas bewirkt werden. Aufzudecken, was die Medien im 3. Reich verschwiegen, wäre ja nur dann nützlich, wenn man die Erkenntnisse auf heutige Berichterstattung übertragen würde.
Gerade ZEIT Online hätte allen Grund hier vor der eigenen Tür zu kehren.
...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend
und deshalb erfahren wir vielleicht irgendwann auch noch etwas genaueres über die Toten von Marienburg (Malbork) ...
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