Schweinegrippe Im Griff der Influenza
Täglich 100.000 H1N1-Infizierte in England bis September, so die Prognose der Behörden. Doch sorgen sollten wir uns um die Länder der Südhalbkugel – dort ist bald Winter.

© Daniel Garcia/AFP/Getty Images
Sorge auf der Südhalbkugel: Ein Passagier auf dem Ezeiza Flughafen in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires bindet sich einen Mundschutz um. Das Land geht mittlerweile von 100.000 unbestätigten H1N1-Infizierten aus
Schulen wurden geschlossen und das Medikament Tamiflu gleich massenweise unters Volk gebracht: Eher wie im Schweinsgalopp hatten die Behörden im Vereinigten Königreich versucht, die Ausbreitung der Amerikagrippe zu verhindern. Doch die aggressive Strategie Großbritanniens gegen den als Schweinegrippe-Virus bekannt gewordenen Influenzaerreger H1N1 scheint sich nicht ausgezahlt zu haben. Am Donnerstag gab der britische Gesundheitsminister Andy Burnham im Unterhaus bekannt, dass das Virus nicht mehr einzudämmen sei: "Die Zahl der Fälle verdoppelt sich Woche für Woche, bleibt es bei diesem Trend, könnten wir Ende August 100.000 neue Fälle pro Tag zählen."
Diese neue Entwicklung klingt bedrohlich, doch sie ist es nicht. Nach wie vor verläuft die Amerikagrippe in den allermeisten Fällen milde. Viele Erkrankte erholen sich rasch von den Symptomen wie Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und einer allgemeinen Abgeschlagenheit. Noch dazu benötigen sie in den allermeisten Fällen nicht einmal Medikamente. Bislang zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 90.000 Fälle in mehr als 100 Ländern. Fast 400 Menschen sind gestorben. Diese Zahlen sind im Vergleich zu den jährlich auftretenden Grippewellen in der Winterzeit sehr gering. So sterben weltweit jedes Jahr etwa eine halbe Million Menschen an der saisonalen Influenza, allein in Deutschland sind es jährlich zwischen 8000 und 11.000.
Die Amerikagrippe überträgt sich leicht, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich Kontinent übergreifend ausbreitet. Eine Tatsache, die die WHO dazu veranlasste, die Influenza als weltumspannende Seuche zu definieren, wenngleich sie noch sehr harmlos ausfällt. Das die Zahlen nun in die Höhe schnellen, ist nicht verwunderlich. Viele Menschen wissen oft nicht, ob sie sich angesteckt haben oder nicht. Die Labore kommen kaum hinter her, die gemeldeten Fälle im Labor als H1N1-Erkrankungen zu bestätigen. So sagte Magaret Chan, die Direktorin der WHO auf einer Tagung zur Amerikagrippe im mexikanischen Cancún erneut: "Die internationale Ausbreitung ist nicht zu stoppen."
Derzeit zählt keine andere europäische Nation so viele Neuerkrankungen wie Großbritannien. Bestätigt sind derzeit rund 7500 Infektionen und drei Todesfälle. Die tatsächliche Zahl der Infizierten liege laut den Behörden allerdings weit höher. Deshalb tritt jetzt die "Behandlungs-Phase" des britischen Pandemieplans in Kraft. Ärzte sind nunmehr dazu aufgerufen, Verdachtsfälle nicht mehr auf den Erreger zu testen, sondern Patienten mit Grippesymptomen medizinisch zu versorgen und sie zu ermahnen, zu Hause zu bleiben. Der Schritt der britischen Regierung sei ausschließlich damit zu erklären, dass das Virus nicht mehr einzudämmen sei. Keineswegs werde die Amerikagrippe gefährlicher oder gar tödlicher.
Der Virologe John Oxford vom Royal London Hospital reagierte allerdings skeptisch auf die Zahl der vom britischen Gesundheitsministerium prognostizierten Neuerkrankungen. 100.000 neue Fälle pro Tag ab Ende August klängen mehr nach "viel mathematischer Rumrechnerei" als nach "gesundem Menschenverstand", sagte er der New York Times. Solche Zahlen könne man nur raten, ohnehin erwartet Oxford, dass die Grippe durch das warme Wetter im Sommer abflauen werde. Ob dies eintrete, bleibt abzuwarten, denn noch haben Forscher keine Erklärung dafür, warum in vielen Ländern, in denen zurzeit warme Temperaturen herrschen, sich noch viele Menschen mit H1N1 anstecken.
Kritik von Virologen und Influenza-Experten erntete indes der wochenlange Versuch der britischen Behörden, die Amerikagrippe durch den großzügigen Einsatz des Grippemedikaments Tamiflu einzudämmen. Ein solches Vorgehen verschwende nicht nur Mittel zur Bekämpfung der Erkrankung, sondern könne gar Resistenzen gegen den H1N1-Erreger fördern. Gestern erklärte Gesundheitsminister Burnham dann auch, man wolle antivirale Medikamente nur noch an Leute verteilen, die sich dem Anschein nach mit der Amerikagrippe infiziert haben.
In Dänemark und nun auch in Japan und im chinesischen Hongkong haben Erkrankte bereits eine Resistenz gegen das Grippemittel Tamiflu des Herstellers Roche entwickelt. Die drei betroffenen Personen seien allerdings wieder gesund und konnten mit dem Medikament Relenza behandelt werden. Eine Sprecherin des Berliner Robert-Koch-Instituts sagte ZEIT ONLINE, dass es sich hierbei vermutlich um Einzelfälle handele. Zudem seien Resistenzen gegen Tamiflu nicht ungewöhnlich. Diese treten auch bei der saisonalen Grippe auf. Auch der Hersteller Roche bestätigte das.
- Datum 04.07.2009 - 11:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die größte Pandemie ist der Hunger, an dem jeden Tag Tausende sterben.
Das ist aber nicht so interessant, weil die Pharmaindustrie an denen nichts verdienen kann.
Die groesste Pandemie ist der Mensch! Und zwar besonders der Ungebildete und/oder Religioese! Weiteres ist hierzu nicht hinzuzufuegen.
Die groesste Pandemie ist der Mensch! Und zwar besonders der Ungebildete und/oder Religioese! Weiteres ist hierzu nicht hinzuzufuegen.
Schweinegrippe durch Trinkwasser übertragbar
Schweinegrippe ist weit verbreitet. Schweinebestände sind, wie in Fachkreisen bekannt ist, jahreszeitlich unterschiedlich mit 40% (Sommer) bis 90% (Winter) mit Influenza durchseucht, auch in Deutschland. Aber 5.000 bis 30.000 Influenza-Tote im Jahr gibt es in Deutschland nicht. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind es in Deutschland etwa 100 labordiagnostisch nachgewiesene Tote je Winter. Die hohen Zahlen ergeben sich nur, weil das Robert Koch-Institut die Toten durch bakterielle Lungenentzündungen zu den Influenza-Toten addiert. Der Influenza-Schnelltest kostet rund 15 Euro und kann in jeder Arztpraxis innerhalb von 20 Minuten durchgeführt werden. Er erfasst auch die neue H1N1 Schweinegrippe. Es ist unwahrscheinlich, dass gerade in schweren, tödlich verlaufenden Influenza-Fällen der Schnelltest nicht durchgeführt wird.
Die Influenza kann sich durch kaltes Trinkwasser ausbreiten. Menschen scheiden das H1N1 Schweinegrippenvirus mit Erbrochenem und Fäkalien aus. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Ultrafiltration des Trinkwassers für 0,50 Euro je Person und Monat ist erforderlich.
soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/s...
in Tierfabriken, wo Leben nur noch als Schlachtgewicht einen Wert hat, genau auf dem Wege wie #2 es beschrieb.
Eine Win/Win -Situation für internationale Konzerne, die so nicht nur am Abfüttern der Menschenmassen verdienen, sondern auch noch an den Medikamenten, die die Nebenwirkungen dieser unethischen Produktionsweisen bekämpfen.
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
in Tierfabriken, wo Leben nur noch als Schlachtgewicht einen Wert hat, genau auf dem Wege wie #2 es beschrieb.
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Die groesste Pandemie ist der Mensch! Und zwar besonders der Ungebildete und/oder Religioese! Weiteres ist hierzu nicht hinzuzufuegen.
um auch noch eine Begründung zu Ihrer Hypothese zu schreiben?
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk)
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in Tierfabriken, wo Leben nur noch als Schlachtgewicht einen Wert hat, genau auf dem Wege wie #2 es beschrieb.
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Hätte "pu_king81 »" seinerseits seine Erwiderung auf Beitrag #1 nicht mit der respektlosen Abqualifizierung "Bloedsinn" übertitelt, ich hätte seine sinnfreie Replik schlicht ignoriert.
Bitte beachten Sie außerdem, daß mein Begriff "Bildungsniveau" direkt aus dem Wort "Ungebildete" des "pu_king81 »" abgeleitet ist, ihn daher schlecht beleidigen kann, da jener dieses Kriterium höchstselbst thematisiert.
Sehr geehrter Johannes Kuhn, kritisieren Sie nicht den Falschen?
Daß "pu_king81 »" "Ungebildete und/oder Religioese" als eine Krankheit*
klassifiziert, könnte durchaus als Volksverhetzung, d.h. als "zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe" aufstachelnd, gewertet werden.
http://dejure.org/gesetze...
*http://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie
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Bitte beachten Sie außerdem, daß mein Begriff "Bildungsniveau" direkt aus dem Wort "Ungebildete" des "pu_king81 »" abgeleitet ist, ihn daher schlecht beleidigen kann, da jener dieses Kriterium höchstselbst thematisiert.
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klassifiziert, könnte durchaus als Volksverhetzung, d.h. als "zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe" aufstachelnd, gewertet werden.
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Hätte "pu_king81 »" seinerseits seine Erwiderung auf Beitrag #1 nicht mit der respektlosen Abqualifizierung "Bloedsinn" übertitelt, ich hätte seine sinnfreie Replik schlicht ignoriert.
Bitte beachten Sie außerdem, daß mein Begriff "Bildungsniveau" direkt aus dem Wort "Ungebildete" des "pu_king81 »" abgeleitet ist, ihn daher schlecht beleidigen kann, da jener dieses Kriterium höchstselbst thematisiert.
Sehr geehrter Johannes Kuhn, kritisieren Sie nicht den Falschen?
Daß "pu_king81 »" "Ungebildete und/oder Religioese" als eine Krankheit*
klassifiziert, könnte durchaus als Volksverhetzung, d.h. als "zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe" aufstachelnd, gewertet werden.
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Jemand der gleich Godwins Gesetz rausgekramt wenn Religioesitaet mit Unwissen gleichgesetzt wird bzw. wenn er sich selbst angegriffen fuellt, gerade solch eine Person hat sich doch als Diskussionspartner, besonders bei diesem Thema, selbst disqualifiziert.
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Auch hierzu ist nichts weiter hinzuzufuegen.
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