Atomausstieg Milliarden-Schlacht um die Stromgewinnung

In Sachen Atomenergie steht Deutschland nach der Bundestagswahl vor einer Richtungsentscheidung, deshalb ist es gut, dass jetzt darüber gestritten wird

Es war ein Kurzschluss, der am Samstag das Atomkraftwerk Krümmel lahmgelegt hat, ein Kurzschluss mit Folgen. Plötzlich ist das Thema Atomenergie wieder in aller Munde, plötzlich wird wieder über die Gefahren der umstrittenen Technologie diskutiert und über die zukünftige Energiepolitik in Deutschland. Vorgeprescht ist vor allem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Der SPD-Politiker warf dem Betreiber von Krümmel, dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall, Unzuverlässigkeit vor und rückte dafür den Kurzschluss in Krümmel zumindest rhetorisch in die Nähe eines Super-GAUs.

"Wahlkampf" rufen nun diejenigen empört, die lieber erst nach der Bundestagswahl über die Zukunft der Atomenergie und über die Verlängerung von Laufzeiten diskutiert hätten. Jetzt klagen sie über ein "durchsichtiges Manöver" des Bundesumweltministers.

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Dabei hat den Bundestagswahlkampf, dem Störfall in Krümmel sei Dank, endlich ein Thema erreicht, bei dem die Wähler am 27. September tatsächlich über eine Richtungsentscheidung abstimmen können. Es geht in der Auseinandersetzung allerdings nur am Rande um die Frage, ob Vattenfall in das AKW-Krümmel besser neue Transformatoren eingebaut hätte, ob die Kraftwerksbetreiber ausreichend zuverlässig sind und ob die Atomaufsicht besser beim Bund statt bei den Ländern aufgehoben ist.

Es geht um sehr viel mehr. Bei der Bundestagswahl entscheiden die Wähler über nicht weniger als über die Zukunft des Atomausstieges sowie über die Frage, ob in den kommenden vier Jahren insgesamt mindestens fünf Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen, weil sie ihre Reststrommengen aufgebraucht haben. Sie entscheiden zudem darüber, wie in Deutschland zukünftig Strom produziert werden soll, ja, sie entscheiden über die Struktur einer ganzen Wirtschaftsbranche. Und sie entscheiden über Milliardeninvestitionen und über die Verteilung von Milliardengewinnen.

Hinzu kommt: Die Atomenergie ist eine der wenigen politischen Fragen, bei denen die Parteien der Großen Koalition grundsätzlich unterschiedlicher Meinung sind. Die SPD und ihr Umweltminister wollen am Atomausstieg unbedingt festhalten, der im Jahr 2000 zwischen der damaligen rot-grünen Bundesregierung und der Energiewirtschaft vereinbart und anschließend im Atomgesetz festgeschrieben wurde. Die Union mit Kanzlerin Angela Merkel an der Spitze hingegen plädiert für die Verlängerung der Restlaufzeiten der Atomkraftwerke um 10 bis 15 Jahre. Das letzte Atomkraftwerk würde dann nicht im Jahr 2021, sondern erst 2035 abgeschaltet.

In dem Streit wird mit harten Bandagen und allen verfügbaren PR-Tricks gekämpft, auf beiden Seiten. Denn es geht nicht nur um ideologische Gegensätze, sondern auch um Geld, um sehr viel Geld. Zwischen 40 und 200 Milliarden Euro zusätzliche Gewinne könnten die großen Energiekonzerne insgesamt zusätzlich einstreichen, wenn die Laufzeiten ihrer Atomkraftwerke verlängert würden. Die Baukosten der Anlagen sind längst abgeschrieben, Kredite sind zurückgezahlt. Somit sind vor allem die alten Atomanlagen für die Betreiber eine Lizenz zum Gelddrucken. Vorsorglich hat die Atomlobby bereits angeboten, die Strompreise deutlich zu senken, wenn die Laufzeiten verlängert werden. Mit dem Milliarden-Geschenk soll die Akzeptanz der umstrittenen Technologie beim Verbraucher wachsen.

Klar ist andererseits, dass der Strompreis steigen wird, wenn stattdessen die regenerativen Energien weiter ausgebaut werden. Die Befürworter des Atomausstieges wissen dies, und sie brauchen den höheren Strompreis sogar, um Anreize für Investitionen in alternative Energien zu schaffen. Sie setzten vor allem auf eine Effizienzrevolution, auf deutlich sparsamere Elektrogeräte, den Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung und bessere Wärmedämmung. Nur so sind die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung ohne Atomstrom erreichbar. Diese Ziele sehen vor, dass der CO2-Ausstoß in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gesenkt und gleichzeitig der Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung auf 30 Prozent erhöht wird.

Leser-Kommentare
    • Chali
    • 07.07.2009 um 15:52 Uhr
    1. Häh?

    Und sie entscheiden [ .. ] über die Verteilung von Milliardengewinnen.

    Seit wann denn das?

    - - - - - - - - -


    "Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
    A Fish called Wanda

    • otto_B
    • 07.07.2009 um 17:01 Uhr

    Deutscher Nobelpreisträger hält Atomenergie für unverzichtbar.
    http://www.zeit.de/online/2009/28/nobelpreis-ertl

    Wind in der Grundlast braucht Gas.
    Mit Fischer kommt jetzt nach Schröder der der zweite Gas-Lobbyist aus Rotgrün.
    http://www.zeit.de/online/2009/28/fischer-berater-gas

    Paßt doch irgendwie. Gas scheint ja sowieso das Zaubermittel aller Atomaussteiger zu sein (...Kohle am besten gleich noch mit....). Offenbar ist diese Ressource unbegrenzt verfügbar, grenzenlos billig, abprodduktfrei, in der Gewinnung nur blühende Tulpenfelder hinterlassend......

    Daß dieser "Strukturwandel" den Strompreis in die Höhe treibt, wird dem verwunderten Zeitungsleser scheibchenweise mitgeteilt.
    Viel Spaß für die Leute mit elektromotorischer Erdwärmeheizung.
    Auch das Heizgas wird durch die zusätzliche Nachfrage sicher auch nicht billiger.

    Was ist denn eigentlich gegen die Atommeiler als Gelddruckmaschinen einzuwenden? Ist das jetzt eine Sozialneiddebatte, Marke "rot, klassische Ausführung"? Ich denke, wir leben in einem hochentwickelten Gemeinwesen ("soziale Marktwirtschaft") - soll es da nicht möglich sein, die Allgemeinheit am Gewinn angemessen teilhaben zu lassen, sei es über dne Strompreis, oder Steuerzahlungen der "Atomkonzerne"?

    Daß das politisch motivierte Dichtmachen "brauchbarer" Atommeiler eine massive Geldvernichtung darstellt, befindet sich als Aussage nicht erst seit heute und gestern auf dem Meinungsmarkt.

    Bis jetzt ist am Preis wenig spürbar, die meisten Meiler laufen ja noch. In der kommenden Legislaturperiode könnte es ernst werden, wenn der "Ausstieg" an einer Anlage nach der anderen vollzogen wird. Und der Ausbau von Wind+Gas vorankommt, was, wie wir jetzt wissen, ja garnicht billig ist.

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    Wenn Sie, oder ihr Nobelpreisträger, ein Lösung für den Atommüll haben, die besser ist als nur wegschließen, dann können wir wieder über Atomkraft reden. Bis dahin ist sie einfach unverantwortlich.

    das sie einmal nach Tschernobyl kommen!!! Ich war dort und in den umliegenden Dörfern und wenn dann ihr schönes Haus, mit Hund und schönem Garten vollkommen verstrahlt sind dann werden Leute wie Sie lauthals losschimpfen das dass die Schuld der Politiker ist, da die ja nie was gemacht haben und nie die Gefahr der Atomkraft thematisiert haben.
    Wenn man endlich Milliardenpakete in die Entwicklung der regenerativen Energiegewinnung stecken würde, wie man es in die Entwicklung der Atomtechnologie gesteckt hat, dann würde man wahrscheinlich schnell zu noch besseren Ergebnissen kommen und endlich zukunftsfähige Technologie unterstützen und nicht weiter im 20 Jahrhundert herummurksen (und gleichzeitig jedemenge Arbeitsplätze schaffen und Deutschland als Technologieland erhalten oder etablieren).
    Aber solange Leute wie sie noch "möchtegern-politische Meinung" von sich geben, die seit 80 Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, solange muss man auch mit Politikern leben die denken solche Leute vertreten zu müssen.

    Seien sie doch mal ein bisschen Weltoffen, und eventl. können sie ein wenig Idealismus entwickeln.

    • Manul
    • 07.07.2009 um 19:04 Uhr

    Was ist denn eigentlich gegen die Atommeiler als Gelddruckmaschinen einzuwenden?

    An sich nichts, aber kleine Gegenfrage: was soll mit dem strahlenden Atommüll passieren und wer soll für die Entsorgung eigentlich aufkommen? Bisher nämlich freuen wir uns zwar über den billigen Atomstrom, ohne zu wissen, dass wir für die Entsorgung bezahlen werden. Wir haben ja auch schon das 'Endlager' Asse II, was nach nur 30 Jahren absäuft wohl noch uns teuer zu stehen kommen wird. Achja und die Gelddruckmaschinen sind dummerweise auch kaum versichert, dass wir auch im Falle eines Supergaus für den grössten Teil der Schäden bezahlen.

    Ich halte es jedenfalls für nicht sehr verantwortungsvoll eine Technologie einzusetzen, die gefährlichen Abfall hinterlässt dessen Entsorgung, bzw. Endlagerung ungeklärt ist. Hinzu kommt, dass hier wieder das altbekannte Muster wieder hoch kommt, wo Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden - und das bei eh schon überzogenen Strompreisen.

    Wenn Sie, oder ihr Nobelpreisträger, ein Lösung für den Atommüll haben, die besser ist als nur wegschließen, dann können wir wieder über Atomkraft reden. Bis dahin ist sie einfach unverantwortlich.

    das sie einmal nach Tschernobyl kommen!!! Ich war dort und in den umliegenden Dörfern und wenn dann ihr schönes Haus, mit Hund und schönem Garten vollkommen verstrahlt sind dann werden Leute wie Sie lauthals losschimpfen das dass die Schuld der Politiker ist, da die ja nie was gemacht haben und nie die Gefahr der Atomkraft thematisiert haben.
    Wenn man endlich Milliardenpakete in die Entwicklung der regenerativen Energiegewinnung stecken würde, wie man es in die Entwicklung der Atomtechnologie gesteckt hat, dann würde man wahrscheinlich schnell zu noch besseren Ergebnissen kommen und endlich zukunftsfähige Technologie unterstützen und nicht weiter im 20 Jahrhundert herummurksen (und gleichzeitig jedemenge Arbeitsplätze schaffen und Deutschland als Technologieland erhalten oder etablieren).
    Aber solange Leute wie sie noch "möchtegern-politische Meinung" von sich geben, die seit 80 Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, solange muss man auch mit Politikern leben die denken solche Leute vertreten zu müssen.

    Seien sie doch mal ein bisschen Weltoffen, und eventl. können sie ein wenig Idealismus entwickeln.

    • Manul
    • 07.07.2009 um 19:04 Uhr

    Was ist denn eigentlich gegen die Atommeiler als Gelddruckmaschinen einzuwenden?

    An sich nichts, aber kleine Gegenfrage: was soll mit dem strahlenden Atommüll passieren und wer soll für die Entsorgung eigentlich aufkommen? Bisher nämlich freuen wir uns zwar über den billigen Atomstrom, ohne zu wissen, dass wir für die Entsorgung bezahlen werden. Wir haben ja auch schon das 'Endlager' Asse II, was nach nur 30 Jahren absäuft wohl noch uns teuer zu stehen kommen wird. Achja und die Gelddruckmaschinen sind dummerweise auch kaum versichert, dass wir auch im Falle eines Supergaus für den grössten Teil der Schäden bezahlen.

    Ich halte es jedenfalls für nicht sehr verantwortungsvoll eine Technologie einzusetzen, die gefährlichen Abfall hinterlässt dessen Entsorgung, bzw. Endlagerung ungeklärt ist. Hinzu kommt, dass hier wieder das altbekannte Muster wieder hoch kommt, wo Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden - und das bei eh schon überzogenen Strompreisen.

  1. Wenn Sie, oder ihr Nobelpreisträger, ein Lösung für den Atommüll haben, die besser ist als nur wegschließen, dann können wir wieder über Atomkraft reden. Bis dahin ist sie einfach unverantwortlich.

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    die einzig heute bekannte Lösung für dieses Problem, was ja schon da ist und durch das Abschalten der Meiler damit nicht gelöst ist, sind Transmutationstechnologien, die aus mehreren Gründen sowieso zu entwickeln sind. Oder sind sie auch gegen die medizinische Nutzung von radioaktiven Materialien?

    die einzig heute bekannte Lösung für dieses Problem, was ja schon da ist und durch das Abschalten der Meiler damit nicht gelöst ist, sind Transmutationstechnologien, die aus mehreren Gründen sowieso zu entwickeln sind. Oder sind sie auch gegen die medizinische Nutzung von radioaktiven Materialien?

  2. das sie einmal nach Tschernobyl kommen!!! Ich war dort und in den umliegenden Dörfern und wenn dann ihr schönes Haus, mit Hund und schönem Garten vollkommen verstrahlt sind dann werden Leute wie Sie lauthals losschimpfen das dass die Schuld der Politiker ist, da die ja nie was gemacht haben und nie die Gefahr der Atomkraft thematisiert haben.
    Wenn man endlich Milliardenpakete in die Entwicklung der regenerativen Energiegewinnung stecken würde, wie man es in die Entwicklung der Atomtechnologie gesteckt hat, dann würde man wahrscheinlich schnell zu noch besseren Ergebnissen kommen und endlich zukunftsfähige Technologie unterstützen und nicht weiter im 20 Jahrhundert herummurksen (und gleichzeitig jedemenge Arbeitsplätze schaffen und Deutschland als Technologieland erhalten oder etablieren).
    Aber solange Leute wie sie noch "möchtegern-politische Meinung" von sich geben, die seit 80 Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, solange muss man auch mit Politikern leben die denken solche Leute vertreten zu müssen.

    Seien sie doch mal ein bisschen Weltoffen, und eventl. können sie ein wenig Idealismus entwickeln.

  3. Angesichts der Tatsache, dass die Krise uns Automodelle auf den markt gezaubert hat, von denen Umweltschützern - wenn nicht träumten - mit denen sie aber dann doch zufriedener sein konnten, bin ich der Meinung, dass die deutsche Wirtschaft viel flexibler ist, als Politiker und große Bosse uns glauben machen wollen.
    Die Forschung alternativer Energien (nicht nur Windkraft, von größerer Wichtigkeit ist für mich die Photovoltaik) steckte schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen, sie schreit gerade zu nach einer größeren Nummer, wenn man ihr nur Geld und Chancen gäbe, sich zu entwickeln.
    Auf Atomkraft können und sollten wir in Zukunft verzichten und unser Geld anderen, zukunftsträchtigeren Sachen geben. Andernfalls räumt die nächste Krise (welcher katastrophalen Art auch immer) schon damit auf. Und weiser ist der, der dem entgegenzuwirken vermag!

    - trotz aller Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ende idealistisch ist -

    • Crest
    • 07.07.2009 um 17:42 Uhr

    Diese Aussage erhält meine uneingeschränkte Zustimmung.

    Und wenn es in dieser Legislaturperiode nicht klappt, dann in der nächsten oder übernächsten.

    Eine Zustimmung zur Kernenergie ist nicht nur eine Entscheidung über die Art der Energiegewinnung, sondern zeigt, dass die Gesellschaft wieder die Kraft gewinnt, sich aktiv der Zukunft zu stellen, und sich nicht irrationalen Ängsten und/oder Vorstellungen hingibt. Kurz, eine Gesellschaft, die ja zur Kernenergie sagt, hat wieder Biss.

    Herzlichst Crest

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Lyaran
    • 07.07.2009 um 18:18 Uhr

    Meiner Meinung nach hat eine Gesallschaft wieder "Biss" wenn sie engültig Nein zur Atomenergie sagt und aufhört über höhere Strompreise zu jammern und statt dessen ihre Einsparmöglichkeiten wahrnimmt.

    Zu ihren "irationalen Ängsten" sage ich jetzt mal nichts. Ich könnte dann versucht sein polemisch die Abschaffung der Bundeswehr, der Polizei, der Versicherungen und Ärzte zu fordern. Alles Ergebnis der "irrationalen Ängste" überfallen, krank oder durch Schicksalsschläge getroffen zu werden.

    Irrational ist es, zu glauben, dass die Atomkraft und ihre Abfallprodukte beherrschbar sind! Das ist mitnichten der Fall. Darüber hinaus gefährdet die Atomkraft die Energiesicherheit in fahrlässigster Weise: Gibt es auch nur einen GAU in Europa, ist die Atomkraft auf ewig diskreditiert und es besteht noch keine Alternative!!
    Harrisburg, Tschernobyl, Herstellung von waffenfähigem Plutonium, keine Konzepte für sichere Lagerung der Abfälle (siehe das Desaster von Asse), die Endlichkeit von Uranvorkommen etc. pp.
    Es ist altbekannte, leicht durchschaubare Demagogie der Atomlobbyisten, die berechtigten Ängste und das Benennen von realen Gefahren als "emotional" oder "irrational" darzustellen. Soweit - so offensichtlich.
    Wem nützt die Kampagne? Den vier Energiekonzernen, die mit den Reaktoren eine Lizenz zum Gelddrucken in der Landschaft stehen haben - und deren Aktionären und den korrupten Helfershelfern in der Politik!
    Eine Gesellschaft, die sich aktiv der Zukunft stellt, entwickelt neue Technologien und Konzepte, die umweltunschädlich und gefahrlos sind sowie der Allgemeinheit dienen.
    Sie hängt sich jedenfalls garantiert nicht an Konzepte von vorgestern, die ausschließlich der Bereicherung Weniger dienen und eine massive Bedrohung der gesamten Bevölkerung darstellen!

    • th
    • 15.07.2009 um 17:28 Uhr

    die radioaktiven Müll für mehrere 10000 Jahre erzeugt, um 30-40 Jahre lang billigen Strom zu haben, lebt auf Kosten kommender Generationen in weit schlimmerem Masse, als alle augenblickliche Staatsverschuldung.

    • th
    • 15.07.2009 um 17:32 Uhr

    Atomkraftwerke und die dazugehörige Brennelemente-Industrie ebenso wie die Zwischen- und Endlager ausschliesslich privat sich gegen Risiken in unbegrenzter Höhe versichern lassen (vgl Tchernobyl - aber zu "westlichen" Schadens-Kosten, oder z.B. Sanierungskosten der Asse für Wiederherstellung des vorherigen Zustandes) - und das Problem erledigt sich von selbst.

    Übernimmt die Allgemeinheit das Risiko, so liegen natürlich unzulässige versteckte Subventionen vor.

    • th
    • 15.07.2009 um 17:32 Uhr

    [wegen Doppelpostings entfernt. Die Redaktion/ew]

    • Lyaran
    • 07.07.2009 um 18:18 Uhr

    Meiner Meinung nach hat eine Gesallschaft wieder "Biss" wenn sie engültig Nein zur Atomenergie sagt und aufhört über höhere Strompreise zu jammern und statt dessen ihre Einsparmöglichkeiten wahrnimmt.

    Zu ihren "irationalen Ängsten" sage ich jetzt mal nichts. Ich könnte dann versucht sein polemisch die Abschaffung der Bundeswehr, der Polizei, der Versicherungen und Ärzte zu fordern. Alles Ergebnis der "irrationalen Ängste" überfallen, krank oder durch Schicksalsschläge getroffen zu werden.

    Irrational ist es, zu glauben, dass die Atomkraft und ihre Abfallprodukte beherrschbar sind! Das ist mitnichten der Fall. Darüber hinaus gefährdet die Atomkraft die Energiesicherheit in fahrlässigster Weise: Gibt es auch nur einen GAU in Europa, ist die Atomkraft auf ewig diskreditiert und es besteht noch keine Alternative!!
    Harrisburg, Tschernobyl, Herstellung von waffenfähigem Plutonium, keine Konzepte für sichere Lagerung der Abfälle (siehe das Desaster von Asse), die Endlichkeit von Uranvorkommen etc. pp.
    Es ist altbekannte, leicht durchschaubare Demagogie der Atomlobbyisten, die berechtigten Ängste und das Benennen von realen Gefahren als "emotional" oder "irrational" darzustellen. Soweit - so offensichtlich.
    Wem nützt die Kampagne? Den vier Energiekonzernen, die mit den Reaktoren eine Lizenz zum Gelddrucken in der Landschaft stehen haben - und deren Aktionären und den korrupten Helfershelfern in der Politik!
    Eine Gesellschaft, die sich aktiv der Zukunft stellt, entwickelt neue Technologien und Konzepte, die umweltunschädlich und gefahrlos sind sowie der Allgemeinheit dienen.
    Sie hängt sich jedenfalls garantiert nicht an Konzepte von vorgestern, die ausschließlich der Bereicherung Weniger dienen und eine massive Bedrohung der gesamten Bevölkerung darstellen!

    • th
    • 15.07.2009 um 17:28 Uhr

    die radioaktiven Müll für mehrere 10000 Jahre erzeugt, um 30-40 Jahre lang billigen Strom zu haben, lebt auf Kosten kommender Generationen in weit schlimmerem Masse, als alle augenblickliche Staatsverschuldung.

    • th
    • 15.07.2009 um 17:32 Uhr

    Atomkraftwerke und die dazugehörige Brennelemente-Industrie ebenso wie die Zwischen- und Endlager ausschliesslich privat sich gegen Risiken in unbegrenzter Höhe versichern lassen (vgl Tchernobyl - aber zu "westlichen" Schadens-Kosten, oder z.B. Sanierungskosten der Asse für Wiederherstellung des vorherigen Zustandes) - und das Problem erledigt sich von selbst.

    Übernimmt die Allgemeinheit das Risiko, so liegen natürlich unzulässige versteckte Subventionen vor.

    • th
    • 15.07.2009 um 17:32 Uhr

    [wegen Doppelpostings entfernt. Die Redaktion/ew]

    • Lyaran
    • 07.07.2009 um 18:18 Uhr

    Meiner Meinung nach hat eine Gesallschaft wieder "Biss" wenn sie engültig Nein zur Atomenergie sagt und aufhört über höhere Strompreise zu jammern und statt dessen ihre Einsparmöglichkeiten wahrnimmt.

    Zu ihren "irationalen Ängsten" sage ich jetzt mal nichts. Ich könnte dann versucht sein polemisch die Abschaffung der Bundeswehr, der Polizei, der Versicherungen und Ärzte zu fordern. Alles Ergebnis der "irrationalen Ängste" überfallen, krank oder durch Schicksalsschläge getroffen zu werden.

  4. Können Sie sich vorstellen, was passieren könnte, wenn eine unterirdische C02-Kaverne, in die das Gas unter Druck gepumpt wurde, undicht wird und das Gas beispielsweise in ein bewohntes Tal hineinläuft. Da C02 schwerer ist als Luft, bildet sich über dem Boden eine tödliche Atmosphäre. Wie groß wäre das Unglück, wenn das Leck nachts entsteht und niemand etwas bemerkt? Vergleichen Sie dieses Risiko mal mit den potentiellen Gefährdungen eines unterirdischen Atomendlagers.

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    • otto_B
    • 07.07.2009 um 18:49 Uhr

    Guckst Du hier: http://de.wikipedia.org/w...
    Ich würd mich ja freuen, wenn die Debatte endlich mal in Gang käme. Stimmung aufkäme, wie vor 30 Jahren in Brokdorf........
    Ein bischen geht es ja immerhin schon los.
    Herr Scheer aus Ypsilantis Mannschaft ist parlamentarisch aktiv. Und weicht dabei sogar von der Parteilinie ab!!! Er ist dabei sogar noch grüner als die Grünen......

    • otto_B
    • 07.07.2009 um 18:49 Uhr

    Guckst Du hier: http://de.wikipedia.org/w...
    Ich würd mich ja freuen, wenn die Debatte endlich mal in Gang käme. Stimmung aufkäme, wie vor 30 Jahren in Brokdorf........
    Ein bischen geht es ja immerhin schon los.
    Herr Scheer aus Ypsilantis Mannschaft ist parlamentarisch aktiv. Und weicht dabei sogar von der Parteilinie ab!!! Er ist dabei sogar noch grüner als die Grünen......

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