Auslandssemester Mach es wie die RömerSeite 3/3
Die fünf Monate gehen schnell vorüber. Die Gräfin ruft an: "Maria, ich komme morgen zurück und bringe meinen brasilianischen Zahnarzt mit, er wird ab morgen auf Vittorio aufpassen. Räum die Wohnung auf und halte dich bereit für unseren Abschied." Als Vittorio hört, dass ich die Wohnung säubern soll, engagiert er schnell für 200 Euro eine echte Putzkraft.
Meine Kommilitonen wollten schon immer den Swimmingpool auf der Terrasse in Augenschein nehmen. Ich lade sie zum Essen ein, es gibt Pasta. Meine Gäste amüsieren sich über die Goldstühle und Porzellanstatuen und schießen Fotos. Plötzlich kommt Vittorio angerannt: "Die Gräfin ist früher mit ihrem Zahnarzt angekommen! Deine Freunde müssen abhauen!"
"Wir haben Hunger, für den ersten Gang ist doch noch Zeit", entgegnen diese. "Die Pasta brauchen doch nur zehn Minuten." Ich trage schnell meine Koffer die Treppe herunter, die Gäste entwenden derweil die Pfanne mit dem heißen Öl. "Für den zweiten Gang."
Als ich am Hauptbahnhof in Rom stehe, um mich auf den Weg nach Berlin zu machen, klingelt das Handy. "Vittorio hat mir alles erzählt", bellt die Gräfin. "Maria, du musst Italien sofort verlassen, sonst wirst du große Probleme bekommen."
- Datum 08.07.2009 - 15:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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bizarre Geschichte, finde ich. Herrlich. :-)
sehr cool. grossartig. eine richtige Geschichte. Sowas gibts selten heute, und in Deutschland schon gar nicht. Mehr wert als 5 BaFögs zusammen.
die sich an das Absurde gewöhnt haben, finden sich in diesen Zeiten leicht zurecht.
Maria hat einen tollen Beweis dafür hier geliefert!
;-)
so das Volk??? Nein, ich will ja nicht alle über einen Kamm scheren, aber was in dem Artikel beschrieben wird, ist wirklich wahnsinn. Auch cool ist der Punkt mit dem Professor. Luftige Kleidung, schlechtes Italienisch und schon hat mans. Da fragt man sich doch, was das soll mit Bechalor und Master. Vergleichbarkeit ist eh nicht gegeben.
Ja ja lustig ist das Lotterleben.
Ein herrlicher kleiner Beitrag, richtig unterhaltsam. Ich kann nur hoffen, dass dies nicht Marias letzter Auslandsaufenthalt bleibt, sondern dass sie noch viele andere Orte mit ihren Besonderheiten und Absonderlichkeiten kennenlernt, um den ZEIT-Lesern davon zu berichten. Eine wunderbare Miniatur.
Ob wirklich erlebt oder gut erfunden, die Geschichte ist wunderbar erzählt. Man kann die Italiener um ihr Dolce vita nur beneiden. Tip an den PR-Chef von Berlusconi: Er sollte die Autorin auch mal für fünf Monate in seine Villa einladen, damit den prüden Deutschen italienische Lebensart positiver vermittelt wird.
kann wohl kaum als Beispiel für "italienische Lebensart" herhalten, diese Gräfin im Artikel sicher auch nicht.
Mal ins Hinterland fahren und sich anschauen, wie die Menschen in den Dörfern so leben - das ist dann wirkliche "italienische Lebensart"...
Nicht immer nur auf die obersten Zehntausend schauen. ;-)
kann wohl kaum als Beispiel für "italienische Lebensart" herhalten, diese Gräfin im Artikel sicher auch nicht.
Mal ins Hinterland fahren und sich anschauen, wie die Menschen in den Dörfern so leben - das ist dann wirkliche "italienische Lebensart"...
Nicht immer nur auf die obersten Zehntausend schauen. ;-)
kann wohl kaum als Beispiel für "italienische Lebensart" herhalten, diese Gräfin im Artikel sicher auch nicht.
Mal ins Hinterland fahren und sich anschauen, wie die Menschen in den Dörfern so leben - das ist dann wirkliche "italienische Lebensart"...
Nicht immer nur auf die obersten Zehntausend schauen. ;-)
drum schrieb ich auch, dass ich eben nciht alle über einen Kamm scheren will. Es ist mir schon bewusst, dass das Leben in Kampanien oder sonst wo in Italien durchaus gesitteter abläuft. Es war bloß sehr lustig, dass aufd er Seite der Zeit zur gleichen Zeit über zwei Italiener und ihr Leben geschrieben wird, wenn auch nicht ganz unmittelbar.
drum schrieb ich auch, dass ich eben nciht alle über einen Kamm scheren will. Es ist mir schon bewusst, dass das Leben in Kampanien oder sonst wo in Italien durchaus gesitteter abläuft. Es war bloß sehr lustig, dass aufd er Seite der Zeit zur gleichen Zeit über zwei Italiener und ihr Leben geschrieben wird, wenn auch nicht ganz unmittelbar.
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