Benzinpreise Der Urlaubsfrust beginnt an der Zapfsäule
Urlaubszeit und Wochenenden – die Spritanbieter wittern ihr Geschäft. Das Preistreiben lässt das Kartellamt hilflos zurück. Denn die Ölkonzerne sind bereits zu mächtig
Es scheint ein ehernes Gesetz zu sein: Jedes Jahr zur Ferienzeit steigen die Benzinpreise – auch in diesem Jahr. Als "stark überhöht" bezeichnete der ADAC vor einigen Tagen die Preise, die Tankstellen für Diesel und Benzin verlangen.
1,34 Euro müssen Autofahrer derzeit im Durchschnitt für einen Liter Super in Deutschland zahlen, rechnet das Onlineportal clever-tanken.de vor. Der Liter Diesel kostet demnach 1,12 Euro. Und das, obwohl sich laut ADAC der Mineralölpreis in den letzten Monaten nicht wesentlich geändert hat. Mutmaßungen, die großen Mineralölkonzerne würden Preise absprechen, gibt es wegen solcher Vorgänge schon lange.
Seit Mai geht das Bundeskartellamt erneut den Vorwürfen nach. Nun liegt ein erster Zwischenbericht vor. Fazit der Wettbewerbsbehörde: Anzeichen für unzulässige Absprachen gebe es nicht. Die hohen Preise entstünden eher deshalb, weil die großen Konzern zu einem "gleichförmigen Preissetzungsverhalten" neigten. Das sei nicht verboten. Im Klartext heißt das: Wenn jeder Konzern aus Erfahrung weiß, dass die anderen den Preis vor den Ferien nach oben setzen, dann tut man es der Konkurrenz eben stillschweigend gleich.
Marktbeobachtung wird bei den Konzernen groß geschrieben. Und sie ist einfach, denn die aktuellen Preise stehen schließlich in großen Lettern an jeder Tankstelle. Die Konzerne haben ihre Pächter dazu verpflichtet, die lokale Konkurrenz im Auge zu behalten und Preisänderungen an die Zentrale zu melden. Die reagiert dann und passt ebenfalls die Preise an, manchmal mehrmals am Tag.
Das Bundeskartellamt berichtet von Fällen, in denen sich Tankstellenbetreiber verschiedener Marken deshalb einfach gegenseitig per Telefon über Änderungen informiert hätten. Dagegen wollen die Wettbewerbshüter nun einschreiten. Recherchiert ein Betreiber die Preise der Konkurrenz allerdings im Internet oder schreibt sie direkt an der Tankstelle des Mitbewerbers ab, dann ist das legal, das Kartellamt ist machtlos.
Zugleich gewährt der Zwischenbericht Einblicke in die Strukturen in der Kraftstoffbranche. Und er lässt erahnen, wie ohnmächtig die Wettbewerbshüter sind. Beherrscht wird der deutsche Markt von fünf Gesellschaften, einem Oligopol aus den Konzernen BP/Aral, ConocoPhilips/Jet, ExxonMobil/Esso, Shell und Total. Die Konzerne kontrollieren die gesamte Produktionskette, vom Einzelhandel bis zu den Beschaffungsmärkten. Zudem betreiben sie gemeinsam Raffinerien, Pipelines und Tanklager.
- Datum 21.07.2009 - 14:23 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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...und nebst all dem eher bekannten zu den mehr oder weniger gleichen Treibstoffpreisen dann noch die weiteren, in diesem Artikel, nicht erwähnten Mitspieler. Besonders diesen Traders müsste ja nach bestem Wissen und Gewissen einfach die Handelsplatform geschlossen werden.
Spekulant bringt Ölmarkt durcheinander, TA, Zürich, 3 Juli
Oder gibt es da tatsächlich irgendwas systemisch relevantes bei dieser Art sich die Butter auf das tägliche Brot zu verdienen?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
"Oder gibt es da tatsächlich irgendwas systemisch relevantes bei dieser Art sich die Butter auf das tägliche Brot zu verdienen?"
Marktgesetze sind im Kapitalismus durchaus systemisch, welche Überraschung.
"Oder gibt es da tatsächlich irgendwas systemisch relevantes bei dieser Art sich die Butter auf das tägliche Brot zu verdienen?"
Marktgesetze sind im Kapitalismus durchaus systemisch, welche Überraschung.
"Oder gibt es da tatsächlich irgendwas systemisch relevantes bei dieser Art sich die Butter auf das tägliche Brot zu verdienen?"
Marktgesetze sind im Kapitalismus durchaus systemisch, welche Überraschung.
also das muss mir mal einer erklären, letztes Jahr zur Urlaubszeit ein Ölpreis von 147 $ und der Liter Sprit kostete ca. 1,559 EUR, dieses ein Ölpreis von ca. 70 $ und einen Literpreis von ca. 1.339 EUR irgendwas passt da nicht, riecht ganz gewaltig nach Abzocke und keiner Unternimmt etwas.
Steuern+Abzocke durch die Ölkonzerne
Steuern+Abzocke durch die Ölkonzerne
Diese Aussage illustriert aufs Prächtigste eine Kapitulation vor dem Kapital. Hoffen wir, dass sich diese Sichtweise nicht bei denen durchsetzt, die uns vor solchen Auswüchsen bewahren müssen, z. B. bei unseren gewählten Repräsentanten.
es gäbe eine Massenbewegung von kranken Menschen, die sich einbilden, sogar auf dem Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit ihr Wohnzimmer mit sich führen zu müssen, und die sich so unsicher fühlen, das sie ihre gewohnte Umgebung ohne 1 Tonne Blech und eine Verbrennungsmaschine von 100 kW Leistung nicht verlassen können, und eine Gemeinschaft falscher Prediger wie Shell oder Aral würde anfangen, diesen armen, gehetzten Wesen das Geld systematisch aus der Tasche zu ziehen, würde man das doch als sehr tragische, aber auch durch den Kapitalismus und die freie Marktwirtschaft gerechtfertigte Sache sehen.
1 Tonne Blech? Oh ein derartiges Wohnzimmer wiegt in 90 % der Fälle wesentlich mehr. 1 Tonne im Durchschnitt das wäre ein Traum!
Unsere Effizienzhungrige Gesellschaft braucht ca.1,5 Tonnen Blech um 70kg Frischfleich zu transportieren. Wahrhaft ein blinder Fleck.
1 Tonne Blech? Oh ein derartiges Wohnzimmer wiegt in 90 % der Fälle wesentlich mehr. 1 Tonne im Durchschnitt das wäre ein Traum!
Unsere Effizienzhungrige Gesellschaft braucht ca.1,5 Tonnen Blech um 70kg Frischfleich zu transportieren. Wahrhaft ein blinder Fleck.
Steuern+Abzocke durch die Ölkonzerne
Ich finde für Deutschland http://www.clever-tanken.de
und für das Ausland http://www.benzinpreis.de/international.phtml
Wer konkreteres weiß, bitte hinzufügen!
warum EAutos, Klima- und Ökosphärenschutz so wenig Zuspruch von Seiten der Ölkonzerne erhalten und in Folge davon auch von politischen Parteien erhalten.
Im Moment lässt sich die Gesellschaft mit Öl finanziell noch Ausbluten und wenns dann Aufgrund der Nebenwirkungen kein Morgen mehr gibt, was solls. Ab einem gewissen Einkommensniveau innerhalb der Strukturen hat man dann ohnehin seinen privaten Bunker oder zieht sich für den Rest seines Lebens in Gebiete zurück die langsamer vor die Hunde gehen. Was kümmern solche Leute kommende Generationen?
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