Kreditvergabe Die Politik bedrängt die BankenSeite 2/2
So hatte die EZB in der vergangenen Woche erstmals auf einen Schlag den Kreditinstituten mehr als 400 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, und das gleich für ein Jahr und zu einem Zinssatz von lediglich einem Prozent. "Niemand schreibt den Banken vor, sämtliche Risikobewertungen über den Haufen zu werfen. Aber sie haben genügend Spielraum", heißt es im Finanzministerium.
Kein Zweifel, dass in der Kritik an den Banken und ihrer angeblichen oder tatsächlichen Kreditzurückhaltung auch ein Stück Wahlkampf mitschwingt. Denn Klagen über geldgierige Manager und Banker sind populär. Doch dahinter steckt ganz offensichtlich eine reale Furcht. In der Regierung wird deshalb für den Fall, dass die Banken auf die Appelle nicht reagieren, bereits über neue Maßnahmen nachgedacht. So wird offensichtlich überlegt, gegebenenfalls sämtliche Banken zu verpflichten, das Bad-Bank-Modell zu nutzen, also alle faulen Anlagen in ein neues Institut auszulagern. Dadurch würde bei ihnen wieder mehr Eigenkapital frei, auf dessen Grundlage sie dann neue Kredite vergeben könnten.
Verwiesen wird auch auf den Vorschlag von Bundesbank-Chef Axel Weber, dass die Notenbank notfalls die Banken umgeht und die Wirtschaft direkt mit zinsgünstigen Krediten versorgt, indem sie zum Beispiel Unternehmensanleihen aufkauft. Ähnlich haben es bereits die amerikanische und die britische Notenbank gemacht. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat allerdings bereits zu erkennen gegeben, dass er davon nicht viel hält.
Auch Unions-Mann Meister ist "zunächst" dagegen, dass sich die Notenbank direkt in die Kreditvergabe einschaltet und den Banken damit Konkurrenz macht - aus "ordnungspolitischen Gründen". Schließlich mussten die Wirtschaftspolitiker in der Union in der Krise schon eine ganze Reihe von Kröten schlucken, wie bei der Verstaatlichung der Hypo Real Estate.
Der Zusatz "zunächst" zeigt jedoch, dass selbst Meister so etwas nicht völlig ausschließt. Und er plädiert dafür zu überlegen, ob die Förderbanken von Bund und Ländern wie die KfW nicht künftig Darlehen direkt an Firmen vergeben – unter Ausschaltung der Hausbanken. Denn die müssen sonst einen Teil des Risikos übernehmen und bremsen daher zurzeit oft.
Weil all die Milliarden-Hilfen für die Banken noch nicht so recht da ankommen, worum es der Politik vor allem geht, nämlich in der Realwirtschaft und bei den Unternehmen, prüft die Koalition also schon wieder neue Maßnahmen. Die Opposition macht die Regierung allerdings für die Probleme zum Teil mit verantwortlich, weil sie bislang nicht genügend Druck auf die Geldinstitute ausgeübt habe. Der Grünen-Finanzexperte Dieter Schlick fordert deshalb einen Strategiewechsel und vor allem mehr Transparenz: "Banken, die das Bad-Bank-Gesetz nutzen oder Eigenkapitalhilfen bekommen, müssen gezwungen werden, die Verwendung offenzulegen."
- Datum 07.07.2009 - 11:48 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Zum Beispiel Sparkasse Köln/Bonn
Eingeräumter Dispo-Kredit 13,99% (kein Schreibfehler), Überziehung 19,24% (auch kein Schreibfehler)
Online Geldmarktkonto 1,61% (Tagesgeld)
Von den 2% (ist ein Schreibfehler) schrumpft sie sich gesund.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Die Politik hat das Ganze doch erst ermöglicht !
seit langem ! Die Banken bestimmen die Politik und nicht andert! Wieso bekommen die sonst die Milla. hinterher geworfen? Am System hat sich nichts geändert.
Gibt es keine Bewertung mehr für Kommenteare, dann Melde ich mich ab. Ich hoffe das alle anderen auch streiken. Ihr braucht diese Meldung nicht auf Eng.?
Das war eh Unsinn. Erheischen von Bestätigung von chronischen Forumsnörglern, mehr nicht.
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[entfernt, bitte vermeiden Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
kein Wert auf Wert gelegt wird " NULL PUNKTE" !
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kein Wert auf Wert gelegt wird " NULL PUNKTE" !
Auszug aus einem Interview mit dem Weltwirtschaftsexperten Prof.Dr.Dr. Franz Josef Radermacher mit dem österreicherischen "Standard":
"Der Standard: Wie muss sich das Verhalten der Menschen ändern, damit sich eine Krise wie diese nicht wiederholen kann?
Radermacher: Die Menschen spielen fast keine Rolle. Es ist das Steuerungs- und Regelungssystem in unserer Gesellschaft, das Ungerechtigkeiten zementiert. Erinnern wir uns: Schon beim G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm wurde die Regulierung der Finanzmärkte und Hedgefonds gefordert [...]
Der Standard: Den wild gewordenen Finanzmärkten Zügel anlegen - ein hoffnungsloses Unterfangen?
Radermacher: Wir brauchen eine richtig brutale Krise, sonst haben wir keine Chance. Wenn nicht etwas Fundamentales passiert, haben wir in spätestens zehn bis zwölf Jahren einen Finanzkollaps auf staatlicher Seite. Dann werden Notstandsmaßnahmen notwendig sein, um die Finanzmärkte zu stabilisieren.
[...]
Radermacher: Ich hatte die Hoffnung, dass die G-20 rigoros durchgreifen. Es hat gut begonnen, sowohl das Washingtoner als auch das Londoner Meeting waren ein großer Schritt nach vorn, vor allem auch die Thematisierung der Steuerparadiese. Meine Sorge jetzt ist, dass die Kraft, dass der Schwung nachlässt, weil man sich einbildet, aus dem Ärgsten wieder heraus zu sein. Und die Lobbyisten sind längst ausgeschwärmt, eine strengere Regulierung zu verhindern. "
Quelle: Der Standard, Ausgabe 24.06.2009
[Bitte setzen Sie im Sinne des Urheberrechts künftig wenn möglich einen Link/ Redaktion; svb]
IKB bekommt neue Milliardenhilfen
Bei "Lone Star" knallen die Korken!
"Lone Star to buy IKB, the German subprime casualty", New York Times 21 August 2008, http://www.nytimes.com/20...
"Kaum ein Journalist regt sich auf. Die Verantwortlichen überstehen die Milliarden Geschenke ohne Ansehensverlust. Die Sanktionen bleiben aus. Wie ist das möglich?"
Hintergründe hier: http://www.nachdenkseiten...
Ich finde übrigens auch, daß Bewertungen kindisch sind; wer kritisieren will, soll sich nicht zu bequem sein, einige Sätze zu formulieren!
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
IKB bekommt neue Milliardenhilfen
Bei "Lone Star" knallen die Korken!
"Lone Star to buy IKB, the German subprime casualty", New York Times 21 August 2008, http://www.nytimes.com/20...
"Kaum ein Journalist regt sich auf. Die Verantwortlichen überstehen die Milliarden Geschenke ohne Ansehensverlust. Die Sanktionen bleiben aus. Wie ist das möglich?"
Hintergründe hier: http://www.nachdenkseiten...
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
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