Birma

Bilder aus einem unsichtbaren Land

Krämerladen im Irrawaddy-Delta im Zentrum des Landes  |  © Dominik Asbach

Das südasiatische Birma ist eine der restriktivsten Militärdiktaturen weltweit. Seit 1962 ist die Junta im gesamten Land präsent, sie beherrscht den Staatsapparat, alle entscheidenden Positionen in Wirtschaft und Verwaltung werden von Militärs besetzt. Die Opposition wird brutal unterdrückt. 2007 trauten sich Tausende Mönche, öffentlich zu protestieren. Die Junta reagierte mit Verhaftungen, Deportationen und extremer Gewalt. Die prominente Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist seit vielen Jahren unter Arrest und war zeitweilig auch in Haft.

Im Mai 2008 verwüstete der Zyklon "Nargis" das Irrawaddy-Delta im Zentrum Birmas. Mehr als 100.000 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche der ohnehin schon bettelarmen Dörfer wurden zerstört. Die Regierung geriet hier erneut in den Fokus der Kritik, weil sie sich zunächst weigerte, internationale Helfer ins Land zu lassen.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von etwa 330 Dollar pro Einwohner gehört Birma zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein Großteil der 55 Millionen Einwohner leben vor allem von der Landwirtschaft. Der Staat ist international isoliert, nur zwei Länder stützen die Regierung: Indien und vor allem China. Das hat einen guten Grund: Birma bietet nämlich attraktive Rohstoffe.

Für eine Reportage des ZEITmagazins über eine deutsche Skatrunde in Rangun fotografierte Dominik Asbach eine Woche lang in dem Land, über das außerhalb seiner Grenzen nur wenig bekannt ist.

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