Ordensverleihung Tapfer in Afghanistan
Mit den veränderten Aufgaben der Bundeswehr verändert sich auch ihre Symbolik. Am Montag wurde erstmals ein neu geschaffener Orden für Tapferkeit verliehen

© Sean Gallup/Getty Images
Ausgezeichnet für Tapferkeit: Kanzlerin Merkel verlieh vier Bundeswehrsoldaten den neuen Orden für ihren Einsatz in Afghanistan
Den 20. Oktober 2008 wird Hauptfeldwebel Henry Lukacz wohl in seinem ganzen Leben nicht mehr vergessen. Zusammen mit anderen Kameraden sicherte er in Nordafghanistan nahe Kundus eine Straßensperre, als er die Nachricht erhielt, dass ein anderer Wachtposten von einem Selbstmordattentäter angegriffen worden war. Als Lukacz mit seinen Kameraden an den Anschlagsort kam, explodierte rund um sie Munition. Es roch nach verbranntem Fleisch. Ihn selbst, sagt Lukacz heute, habe damals nur ein Gedanke beherrscht: „Ich muss die Jungs da rausholen.“
Zusammen mit drei anderen Kameraden mühte er sich um die Bergung von Soldaten und Zivilisten, von denen er nicht wissen konnte, ob sie noch lebten. Hinterher war klar, dass für zwei der Soldaten und vier afghanische Kinder bereits jede Hilfe zu spät kam. Ein weiteres Kind und ein Soldat waren schwer verwundet und konnten gerettet werden.
Neun Monate später sitzen Lukacz und seine Kameraden von damals zusammen mit ihren Frauen und Freundinnen im Foyer des Bundeskanzleramtes und schütteln Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hand. Lukacz sowie Oberfeldwebel Markus Geist, Hauptfeldwebel Jan Berges und Hauptfeldwebel Alexander Dietzen erhalten als Erste in der Geschichte der Bundesrepublik die neue Ehrenmedaille der Bundeswehr – für besonders tapferes Verhalten bei außergewöhnlicher Gefährdung für Leib und Leben.
Die Kanzlerin selbst steckt den Soldaten, von denen keiner älter ist als 33, die Medaillen – goldene Kreuze an schwarz-rot-goldenem Band mit einem goldenen doppelten Eichenlaub – an die grauen Uniformen, in Zukunft wird das wohl der Minister machen.
Für Merkel, das macht sie in ihrer kurzen Rede deutlich, ist der Orden eine notwendige Konsequenz aus den veränderten Aufgaben, denen sich die Bundeswehr zu stellen hat. "Eine Armee im Einsatz braucht eine solche Auszeichnung", sagt die Kanzlerin. Und zählt dann auf, was die Bundeswehr von heute von der von vor 20 Jahren unterscheidet: Zehntausende Soldaten waren bereits im Auslandseinsatz. Im Balkan, in Afghanistan, vor der Küste Libanons, in Georgien und am Horn von Afrika – überall sind deutsche Soldaten präsent. "Der bewaffnete Einsatz ist mittlerweile Alltag", sagt Merkel.
Auf das, was die vier nun Ausgezeichneten geleistet hätten, könnten nicht nur sie selbst stolz sein, sondern das ganze Land, betont Merkel. "Sie sind Vorbild für weitere Helfer geworden. Ihr Engagement und Mut ist Ansporn für uns alle."
Ankunft in einer europäischen Normalität also, in der ähnliche Orden gang und gäbe sind? So wollen Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), der die Einführung des Ordens seit einem Jahr vorangetrieben hat, und Merkel die Medaille wohl verstanden wissen.
- Datum 06.07.2009 - 19:54 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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ich kann da was nicht ab ! Kennt man "Steiner das eiserne Kreutz nicht"
Teil 1 und 2?
Braucht die Obrigkeit wieder Kanonenfutter für die Rüstungsindustrie?
So hat Hitler schon Arbeitsplätze geschaffen. Die Geschichte wiederholt sich, weil das System der Wirtschaft sich nicht ändert !
Wir können froh und glücklich sein eine so nüchterne Kanzlerin zu haben.
[entfernt, bitte bleiben Sie sachlich/ Redaktion; svb]
[entfernt, bitte bleiben Sie sachlich/ Redaktion; svb]
In Zeiten der Globalisierung ist die ganze Welt unsere Heimat. Auch Afghanistan. Überall wo es Konflikte gibt ist die Bundeswehr im Einsatz. Da ist Reiselust gefragt - und die ist ja eh enorm. Viele wollen schon auswandern. Reisende soll man nicht aufhalten. Gut organisiert ist das aber noch nicht. Eigentlich wären die Afghanen und ihre Polizei selbst für Ruhe und Frieden in ihrem Land zuständig. Anscheinend klappt das aber noch nicht so richtig - jedenfalls nach Meinung von NATO und UN-Sicherheitsrat. Hoffen wir auf eine bessere Zukunft. Vielleicht beginnt sie schon nach der nächsten Wahl.
Relikte aus alten kriegsherrlichen Zeiten neu zu praktizieren. Das ist doch wohl die billigste Nummer, die man als Staatsmann - oder Frau abliefern kann, ein Gemetzel auf Leben und Tod mit Orden zu dekorieren. Entweder man gibt der ganzen BRD-Truppe jeweils einen Orden und den Talibans einen dazu, die sich so tapfer und mit dem vollen Einsatz des Leben (als Selbstmordattentäter) dem "Feind" und Besatzer in den Weg stellen, oder man schämt sich und hält sich zurück, überhaupt an so einem grausamen Spiel mitzumachen. In D wird überlegt, ob es verboten werden soll, mit Farbkugel zu schießen, in Afghanistan fliegt die echte Munition, zerstückelt und zerfetzt Körper und die Kanzlerin belohnt das mit Tapferkeitsorden. Nicht, dass ich diesen ausgezeichneten Herren besonderen Mut absprechen will, aber cool lächelnd und stolz Orden zu verleihen, ohne dass man Zeichen der eigenen Scham und Schande sieht - das ist doch wohl ein Akt aus ganz schlimmen Zeiten, die man schon hinter sich geglaubt hat.
unsere Bunderskanzlerin der Gedankenwäsche der DDR wohl zu verdanken. Dort waren Orden an der Tagesordnung und wenn diese der sozialistischen Brigade galten! Brigade 7. Oktober u.s.w.. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
unsere Bunderskanzlerin der Gedankenwäsche der DDR wohl zu verdanken. Dort waren Orden an der Tagesordnung und wenn diese der sozialistischen Brigade galten! Brigade 7. Oktober u.s.w.. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
Wie so kann man Kommentare verfassen aber keinen Bewerten? Ich bin registriert und angemeldet?
unsere Bunderskanzlerin der Gedankenwäsche der DDR wohl zu verdanken. Dort waren Orden an der Tagesordnung und wenn diese der sozialistischen Brigade galten! Brigade 7. Oktober u.s.w.. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
Tapferkeitsmedaille angeschafft,
Kommentarsternchen abgeschafft.
irgendwie lustige koinzidenz
Schreibt Hannelore Kraft jetzt bei der Zeit unter dem Pseudonym Katharina Schuler?
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