G-8-Gipfel Chinas Präsident Hu sagt ab
Chinas Präsident Hu nimmt wegen der Uiguren-Unruhen nicht am G-8-Gipfel teil. Sein Land und Indien haben sich bereits vor dem Treffen dazu bekannt, die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzen zu wollen

© Frederic J. Brown/AFP/Getty Images
Peking unter Smog: Die Metropolenregionen in den aufstrebenden Ländern hinterlassen besonders viel Abgase
Die wichtigsten Schwellenländer haben kurz vor Beginn der G-8-Gespräche zum Klimaschutz nach Informationen der ARD das Ziel einer maximalen Erderwärmung von zwei Grad akzeptiert. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) habe den Durchbruch nach einem Treffen zwischen Vertretern der Industrie- und Schwellenländer bestätigt und als großen Fortschritt bezeichnet, hieß es in einem Bericht der ARD.
Die Schwellenländer hätten zudem erstmals akzeptiert, wesentlich weniger des für die Klimaerwärmung verantwortlichen Kohlendioxid zu emittieren. Gabriel habe jedoch eingeräumt, dass es bislang noch keine Vereinbarungen dazu gebe, wie diese Ziele genau erreicht werden sollen.
Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen kommen die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands im italienischen L'Aquila zu ihrem Gipfeltreffen zusammen. Mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit 70 Jahren wollen sich die Staatenlenker für eine verlässliche weltweite Finanzordnung stark machen, außerdem für ein globales Klimaabkommen. Dieses soll im Dezember in Kopenhagen besiegelt werden.
Das Treffen sei eine "einmalige Chance", eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagten die Präsidenten der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates, Josè Manuel Barroso und Fredrik Reinfeldt. Zum Auftakt des G-8-Gipfels rief die EU die Entwicklungsländer zu substanziellen Anstrengungen beim Klimaschutz auf. Sie sollten die Emissionen bis 2020 um 15 bis 30 Prozent verringern im Vergleich zur Entwicklung ohne Maßnahmen zur Emissionsminderung. Erstmals legte die EU damit einen konkreten Minderungsvorschlag für die ärmeren Länder vor.
Experten machen sich für die Nutzung von Sonnenstrom stark. Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber forderte das Wüstenstrom-Projekt Desertec zu unterstützen, das Elektrizität nach Europa liefern soll. Der Chef des Club of Rome in Deutschland, Max Schön, forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, das von einem Firmenkonsortium getragene Projekt Desertec zur Chefsache zu machen.
Bis Freitag werden in L'Aquila knapp 28 Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt beraten. Chinas Staatspräsident Hu Jintao sagte wegen der Unruhen in der westchinesischen Provinz Xinjiang seine Teilnahme ab. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, Hu habe sich wegen der gewaltsamen ethnischen Auseinandersetzungen auf den Heimweg gemacht.
Der Gipfel will unter anderem ein Signal für eine verstärke Hilfe für Afrika geben, das besonders unter der Wirtschaftskrise leidet. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte das Spitzentreffen – angeblich als Zeichen der Solidarität – von Sardinien in die Abruzzenregion verlegt, die im April von einem schweren Erdbeben getroffen wurde. Über 300 Menschen starben damals.
Es wird der erste G-8-Gipfel für US-Präsident Barack Obama sein. Obama errang zu Wochenbeginn einen anderen Teilsieg: Er und die russische Führung vereinbarten in Moskau, bei der atomaren Abrüstung vorankommen zu wollen. Ein wichtiges Thema in Italien wird auch die politische Krise in Iran sein.
Zur G-8-Gruppe gehören neben Gastgeber Italien die USA, Russland, Kanada, Japan, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. In ganz Italien sind mehr als 15.000 Polizei- und Militärkräfte im Einsatz, um den Gipfel zu sichern. Es wird mit zahlreichen Protesten gerechnet.
- Datum 08.07.2009 - 14:27 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Sie können die Zockerei der Banken und Börsen nicht kontrollieren, sie können den Atommüll nicht sicher lagern, sie können ihre selbst aufgestellten "Masstricht"-Kriterien nicht einhalten, sie können noch nicht einmal ein paar Piraten aus der Dritten Welt an die Kandare nehmen - aber sie retten jetzt das Klima. Da kommt natürlich sofort Vertrauen auf!
Die Entwicklungsländer verlangen für ihre Mitarbeit bei einer Begrenzung eines Zuwachses an CO2 jährlich 100 Milliarden Euros, und dies permanent mit der Betgründung, dass man sich die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Volkswirtschaften nicht nehmen lassen will.
Russland hat gerade angekündigt, dass es ein Zuwachs an CO2 bis zum Jahre 2020 von 20 % plant. Jüngste Verhandlungen zwischen den USA und China haben zu keinem Ergebnis geführt. Indien lehnt jede Kontrolle seiner Emissionen ab. In den USA passierte im Repräsentantenhaus mit äußerst geringer Mehrheit ein in Europa gefeiertes Gesetz mit dem bemerkenswerten Zusatz, Zölle auf die Waren zu erheben, die aus Ländern stammen, die den angeblichen Kampf gegen die globalen Erwärmung nicht mitmachen, ein sichtbarer Beginn einer globalen Begrenzung von Dienst- und Handelsleistung. Voraussetzung ist eine Ratifikation des Senates, dass dem Gesetz in dieser Form nicht zustimmen wird.
Es geht vor allem um Wirtschaftsinteressen, denn die wissenschaftlichen Grundlagen werden immer löchriger.
So wird bei den Simulationen der Klimarechenmodelle ein Einfluss der Sonne bei globalen Temperaturveränderungen ausgeschlossen, was vollkommen unverständlich ist. Die globale Wolkenbedeckung ist nicht nur von globalen Temperaturen abhängig, sondern wird aufgrund neuester Satellitenmessungen von externen Einflussgrößen bestimmt. Bei CERN findet derart ein Großversuch statt mit dem tendenziellen Ergebnis, dass die Sonne einen maßgleichen Einfluss auf Veränderungen dss globale Klima hat.
Die globalen Temperaturen steigen seit 2008 nicht mehr, sondern haben eine leicht fallende Tendenz, worüber die Klimaforscher aber offensichtlich nicht reden wollen. Die Meere, mit Ausnahme des Atlantiks, zeigen seit 3 Jahren keine Erwärmung mehr an, und dies alles bei stetig steigenden CO2-Emissionen.
Angesichts solcher Grundlagen ist es eher unwahrscheinlich, dass es in Kopenhagen zu substantiellen Beschlüssen kommen wird. Mit einiger Sicherheit wird es zu Wichi-Wachi Beschlüssen kommen mit einer Festlegung auf das Jahr 2050 als Referenzjahr.
Jeder wird dabei das Gesicht wahren können.
Nur das eigentliche Ziel, Energie in großem Umfang einzusparen, wird natürlich darunter leiden.
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