Film "Ich liebe den Ruhm!"
Ab heute ist der schwule Modereporter Brüno nicht nur auf den Laufstegen der Welt unterwegs, sondern auch in den deutschen Kinos. Ein Gespräch über Mode und weitere Promi-Sünden
Er schockierte Designer mit unmöglichen Auftritten auf dem Laufsteg, er fragte rechtsradikale Briten auf einem Hardcore-Konzert, ob alle Nazis schwul seien und er posierte im rosa Ganzkörper-Kostüm vor dem Brandenburger Tor. Brüno, der schwule österreichische Modereporter, ist nach Ali G. und Borat die neue Kunstfigur des britischen Komikers Sacha Baron Cohen. Da Cohen es mit seinen Alter Egos sehr genau nimmt, gibt es auch nur Interviews mit "Brüno". Da der englisch-österreichische Akzent das Markenzeichen dieser Figur ist, möchten wir Ihnen die Originalversion nicht vorenthalten. Die deutsche Übersetzung des Interviews lesen Sie hier.
ZEIT ONLINE: What are your thoughts concering the upcoming "boyfriend"-look?
Brüno: Ich find it incredibly offensive. Ich am not going to be defined by mein partner. Who vants to look as though you’re vearing someone else’s clothes, especially vhen zat person knows nothing about fashion! Nein, ich vear vas ich vant, und mein boyfriends vear vhat ich lay out for zhem.
ZEIT ONLINE: You have gained a lot of experience in charity work all over the world. How would you help Germany and the Germans?
Brüno: You’re right, Bruno has alvays done a lot for charity. In Austria each year on St. Arnold’s Day my show Funkyzeit pays for one hundred vorthless beggars to get zeir teeth vhitened und ve’re currently raising money to send Sammy Casalli – ze stylist of Der Pussycat Dolls -, to an African village to give one lucky girl a super sexy makeover! I don’t really vant to help ze Germans – ze last time an Austrain did zat, it didn’t turn out so well.
ZEIT ONLINE: Rumours say your performance in front of the Brandenburger Tor, where several school classes have been seen amidst the audience, was actually a test launch for your forthcoming series of Brüno-Action-Figures for little boys (to save them in time from the burden of being heterosexual). Is that true?
Brüno: Zis is nicht true. Ze only merchandise ich am considering is ze vorld’s first Eating Disorder DVD. You know, instructions on how to throw up discreetly in public (Prada zip-up sunglasses cases are perfect), which foods taste best on ze vay back up (profiteroles, peach yogurt, spaghetti carbonara, bananas und Haagen Dazs Dolce de Leche) und what to eat to bulk you out und stave off hunger pangs (tampons – heavy flow).
ZEIT ONLINE: How would you react if you were to discover one day that your son O.J. is interested in girls?
Brüno: Ich vould sit him down und tell him zat it vas just ein phase he vas going through, but zat ich vould be happy mit vhatever he chose. Zen ve vould vatch Gladiator mit ze sound turned down und Kylie on full blast just to make sure he underschtands zat ich vould nicht be happy mit vhatever he chose.
- Datum 09.07.2009 - 11:50 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 7
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Die Einleitung zum Interview hat schon gezeigt, wie es um die Kenntnis der geschätzten Redaktion über diverse Subkulturen steht:
Glatze - Hardcore -> Nazi.
Liebe ZEIT, bitte informiert euch doch etwas genauer über diese Szene, denn solche einfachen Formeln haben noch nie funktioniert!
Genau die Kombination Hardcore Musik und Skinhead ist mit großer Wahrscheinlichkeit eben nicht rechts, zumindest nicht originär rechts - und in GB (wo beides herstammt) erst recht nicht.
Aber wen interessiert schon die ursprüngliche Idee hinter einer Sache?! Mein erster Kontakt zum Hardcore war über eher nicht-rechte Themen wie Veganismus, Anti-Alkohol, Anti-Drogen und Anti-Politik. Da assoziiert man doch eher Wollpullis und Birkenstock statt gruseliger Skinheads auf Hardcore-Konzerten, oder?
Ich gebe gern zu, den Film noch nicht gesehen zu haben und - nicht zuletzt - dass Ausnahmen die Regel bestätigen, dürfte bekannt sein. Der Versuch, sich den Hardcore-Begriff für die rechte Seite zu sichern, gehört wohl dazu.
Es soll aber auch nicht-glatzköpfige Nazis geben, die klassische Musik hören.
Vielleicht sollte die ZEIT-Redaktion Äußerlichkeiten nicht qua Schnellschuss in politische Ecken stellen, dass würde ihrem hohen Anspruch wohl eher gerecht werden!
das entsprechende Video, das in der Einleitung angesprochen wird, gesehen hätten, wüßten Sie, was Sache ist. Wenn jemand beim Begriff Homosexualität auf den Boden spuckt und vor der Kamera den Hitler-Gruß macht, dann würde ich sagen, ist er was? Genau...
das entsprechende Video, das in der Einleitung angesprochen wird, gesehen hätten, wüßten Sie, was Sache ist. Wenn jemand beim Begriff Homosexualität auf den Boden spuckt und vor der Kamera den Hitler-Gruß macht, dann würde ich sagen, ist er was? Genau...
Erstens kam im "Interview" nicht das geringste zum Thema Transvestiten, Transgender oder Transsexuelle, zweitens hat Transwasauchimmer nichts mit sexueller Orientierung und damit auch nichts mit Cohens Impersonisation zu tun und zweitens verstehen viele Betroffene den Begriff als etwa so beilidegend wie menschen dunkler Hautfarbe "Nigger".
Setzen, Sechs
das entsprechende Video, das in der Einleitung angesprochen wird, gesehen hätten, wüßten Sie, was Sache ist. Wenn jemand beim Begriff Homosexualität auf den Boden spuckt und vor der Kamera den Hitler-Gruß macht, dann würde ich sagen, ist er was? Genau...
Wie es scheint haben Sie meinen Kommentar nicht ganz gelesen...
Mich stört: Die Gleichsetzung der Hardcore-Szene mit Rechtsradikalismus. Aber Schubladendenken ist leider auch bei der ZEIT Mode geworden.
Von einem Video, welches in der Einleitung des Interviews angesprochen wird, habe ich nichts gelesen. Wo steht das nochmal? Verlinkt ist nur die deutsche Übersetzung.
Wie es scheint haben Sie meinen Kommentar nicht ganz gelesen...
Mich stört: Die Gleichsetzung der Hardcore-Szene mit Rechtsradikalismus. Aber Schubladendenken ist leider auch bei der ZEIT Mode geworden.
Von einem Video, welches in der Einleitung des Interviews angesprochen wird, habe ich nichts gelesen. Wo steht das nochmal? Verlinkt ist nur die deutsche Übersetzung.
Wie es scheint haben Sie meinen Kommentar nicht ganz gelesen...
Mich stört: Die Gleichsetzung der Hardcore-Szene mit Rechtsradikalismus. Aber Schubladendenken ist leider auch bei der ZEIT Mode geworden.
Von einem Video, welches in der Einleitung des Interviews angesprochen wird, habe ich nichts gelesen. Wo steht das nochmal? Verlinkt ist nur die deutsche Übersetzung.
gibt es Videos bspw. auf Youtube. Mir scheint sich die Einleitung des Artikels direkt auf dieses Video (das ich Ihnen hier mangelns Zeitgründen nicht verlinken kann) bezogen zu haben.
Eine allgemeine Verbindung zwischen Hardcore-mucke und Nazitum schien mir hieraus nicht hervoorzugehen.
Es ging vielmehr um Neos, die er bei einem Hardrockkonzert interviewte. So steht es dort und so war es auch. Wenn es Faschos bei einem Indiekonzert gewesen wären, hätte es dort genauso gestanden.
Reagieren Sie hier nicht vielleicht ein wenig zu empfindlich?
gibt es Videos bspw. auf Youtube. Mir scheint sich die Einleitung des Artikels direkt auf dieses Video (das ich Ihnen hier mangelns Zeitgründen nicht verlinken kann) bezogen zu haben.
Eine allgemeine Verbindung zwischen Hardcore-mucke und Nazitum schien mir hieraus nicht hervoorzugehen.
Es ging vielmehr um Neos, die er bei einem Hardrockkonzert interviewte. So steht es dort und so war es auch. Wenn es Faschos bei einem Indiekonzert gewesen wären, hätte es dort genauso gestanden.
Reagieren Sie hier nicht vielleicht ein wenig zu empfindlich?
gibt es Videos bspw. auf Youtube. Mir scheint sich die Einleitung des Artikels direkt auf dieses Video (das ich Ihnen hier mangelns Zeitgründen nicht verlinken kann) bezogen zu haben.
Eine allgemeine Verbindung zwischen Hardcore-mucke und Nazitum schien mir hieraus nicht hervoorzugehen.
Es ging vielmehr um Neos, die er bei einem Hardrockkonzert interviewte. So steht es dort und so war es auch. Wenn es Faschos bei einem Indiekonzert gewesen wären, hätte es dort genauso gestanden.
Reagieren Sie hier nicht vielleicht ein wenig zu empfindlich?
Das es "Brüno" nicht darum geht irgendwelche vergleiche zu ziehen .... sondern das Publikum zu unterhalten oder ??
_________________
[...]
[Entfernt. Bitte verzichten Sie auf herabwürdigende Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Nein, bewußt ist mir nur, wie, teilweise, genial er die bigotten Seiten unserer Gesellschaft aufdeckt. Ungeschönt und mit großem persönlichen Einsatz.
Dazu: Ein Freund erzählte mir, dass er bisher bei keiner seiner bisherigen Rollen verprügelt wurde, erst mit Brüno hat er einiges einstecken müssen.
Ich habe das Gefühl, ihm geht es um weit mehr als unterhaltung. Allerdings habe ich mich mit seiner Person noch nicht wirklich befasst...
Nein, bewußt ist mir nur, wie, teilweise, genial er die bigotten Seiten unserer Gesellschaft aufdeckt. Ungeschönt und mit großem persönlichen Einsatz.
Dazu: Ein Freund erzählte mir, dass er bisher bei keiner seiner bisherigen Rollen verprügelt wurde, erst mit Brüno hat er einiges einstecken müssen.
Ich habe das Gefühl, ihm geht es um weit mehr als unterhaltung. Allerdings habe ich mich mit seiner Person noch nicht wirklich befasst...
Nein, bewußt ist mir nur, wie, teilweise, genial er die bigotten Seiten unserer Gesellschaft aufdeckt. Ungeschönt und mit großem persönlichen Einsatz.
Dazu: Ein Freund erzählte mir, dass er bisher bei keiner seiner bisherigen Rollen verprügelt wurde, erst mit Brüno hat er einiges einstecken müssen.
Ich habe das Gefühl, ihm geht es um weit mehr als unterhaltung. Allerdings habe ich mich mit seiner Person noch nicht wirklich befasst...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren