IWF-Prognose Weltwirtschaft erholt sich schneller als erwartet
Der Internationale Weltwährungsfonds erwartet ein Wachstum von 2,5 Prozent im kommenden Jahr. Für Deutschland sind die Aussichten weiter düster

© Oli Scarff/Getty Images
Die Weltwirtschaft soll 2010 stärker wachsen als bislang erwartet. Die positive Prognose gilt aber nicht für die Eurozone (hier die Londoner City)
Die Experten des IWF rechnen weltweit mit einem Wachstum von 2,5 Prozent, nach einer Prognose von 1,6 Prozent noch vor drei Monaten. "Die Finanzierungsbedingungen haben sich verbessert, weil der beispiellose Eingriff der Politik die Gefahr eines systemischen Zusammenbruchs verringert und die Aussichten für eine Konjunkturerholung verbessert haben", hieß es. Die globale Wirtschaft bleibe aber verwundbar.
Für Deutschland sind die Aussichten deutlich schlechter als global: Die deutsche Wirtschaft werde in diesem Jahr um 6,2 und im nächsten Jahr um 0,6 Prozent schrumpfen, heißt es in einem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Konjunkturbericht.
In der Eurozone schrumpfe die Wirtschaft dieses Jahr um 4,8 Prozent, im nächsten Jahr werde es ein Minus von 0,3 Prozent geben. Am weitaus stärksten sei das Wachstum
2010 in Asien.
"Die globale Wirtschaft beginnt sich aus einer seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellosen Rezession zu bewegen", schreibt der IWF. Allerdings verlaufe die Stabilisierung "uneinheitlich und schleppend", heißt es. Zudem gebe es nach wie vor Risiken. Oberste politische Priorität habe weiterhin die Stabilisierung der Finanzmärkte.
- Datum 14.07.2009 - 10:58 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Hört sich nett an: 2,5% Wachstum, so wie: "alles (wieder) gesund!"
Und das ist die Botschaft, die man hier zum Wahlkampf haben möchte.
Nur passen die deutsche (und europäischen) Zahlen so gar nicht dazu.
Der Wahrheit näher kommt man, wenn man von der "deutschen Krankheit" spricht, die Ökonomie betreffend. Krumm und buckelig gespart. Nur wenn man schnell mal ein paar hundert Milliarden braucht, um spielsüchtige Banker freizuhalten, wird man großzügig.
Wenn die Weltwirtschaft wieder auf die Beine kommt, haben wir das vor allem den Chinesen zu verdanken: die sind nicht von Verstocktheit und Lernresistenz besessen, Exportweltmeister zu sein, auf Teufel komm raus, wie Angela Merkel & Co..
Statt profitgeile Banker zu retten, haben die Chinesen hunderte Milliarden in ihren Binnenökonomie gesteckt, und sich damit rational verhalten.
Sowas könnte bei uns nicht passieren: uns steht noch ein langes Siechtum bevor, besonders im Fall der (zu befürchtenden) Wiederwahl Angela Merkels.
"Glaub keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast"
Dem IWF zu glauben, der tatenlos dabei zusah - und es weiterhin tut - wie sich die Finanzstarken dieses Planeten auf Grundlage der Arbeitskraft und Ignoranz der Unterschicht bereichert ist mehr als Leichtgläubig.
Wir werden ja sehen wo die Weltwirtschaft in einem Jahr steht, aber andauernd Zahlen zu veröffentlichen nur damit die gleichgeschalteten Medien der westlichen Zivilisation was zu berichten haben sorgt nicht unbedingt für Zufriedenheit bei der denkenden Bevölkerung.
Wir - die Wähler - müssen endlich die Regierenden dazu zwingen Grundlagen für die Wirtschaft zu erarbeiten die die Begriffe Nachaltigkeit und soziale Gerechtigkeit verdienen. Dieses Gewäsch ob von Seiten der internationalen Aufsichtsbehörden oder den nationalen Politikern ist unerträglich.
Solange Banken und änliche Institutionen stärkeren Einfluss auf die Gestaltungsmacht der Regierenden haben wird sich aber leider wenig ändern. Etwas mehr Revolution könnte uns nicht schaden ...
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Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-
*Asche auf mein Haupt *
*Asche auf mein Haupt *
*Asche auf mein Haupt *
Der Churchill war hart im Nehmen, der hat ja auch lebenslangen Drogenkonsum ganz gut weggesteckt und wegen einem Schreibfehler wird er (hoffentlich) nicht wieder auferstehen.
Ich wundere mich nur, dass Sie nicht ein anderes Zitat verwendet haben: "I have nothing to offer except for blood, toil, tears and sweat." ("Ich habe nichts anzubieten, ausser Blut, Mühen, Tränen und Schweiß.")
Das passt bei der Prognose für Deutschland wohl eher.
Obwohl: "Glaube keiner Statistik ..." -- genau das wird gerade für Angela in´s Redemanuskript geschrieben.
Alles Gute
Kai Hamann
PS: Churchill war auch gut im Austeilen. Während eines Streits fauchte ihn einmal eine Dame an: "Sir, wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen Gift geben!" Darauf Churchill: "Madame, wenn Sie meine Frau wären, würde ich es nehmen!"
Medienpropaganda und Unsinn - im besten Fall einfach nur Wunschdenken.
Welcher solvente und vertrauenswürdige Geschäftspartner soll den die ganzen Produkte erwerben, die unsere Industrieunternehmen produzieren (können)? Die meisten Konsumenten können sich dank Billigjobs und Arbeitslosigkeit noch nicht einmal das nötigste Leisten. Zusätzlich fallen, dank Prod. Fortschritts, jedes JAhr weitere Arbeitsplätze weg. Die Lösung bisher war - zumindest für die Angelsachsen - die Rettung in den "Dienstleistungssektor" - d.h. Finanzsektor und "Einzelhandel".
Der Finanzsektor wurde seit Jahren massiv aufgeblasen - nun wird offensichtlich wie unproduktiv, ja sogar kontraproduktiv dies ist.
Es gibt nun 2 Möglichkeiten diese Krise zu beenden - entweder wir schaffen Massenkaufkraft oder wir führen einen großen Krieg.
Wie diese Massenkaufkraft geschaffen wird ist egal - vielleicht durch eine neue Bubble? Bis 2001 erzählten viele Kommentatoren öffentlich - die old Economy wird von der New Economy überrollt. Bis 2008 wurde erzählt: Die Häuserpreise wachsen bis in alle Ewigkeit in den USA und es ist alles solide!
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