Demenz
Fünf Tassen Kaffee gegen Alzheimer
Im Tierversuch besserte Koffein das Leiden. Die vorbeugende Wirkung war bereits bekannt – jetzt könnte der Wirkstoff auch zur Demenz-Therapie eingesetzt werden

© steffne/Photocase
Dass Kaffee entwässert ist ein Mythos – nun schreiben Mediziner dem Heißgetränk sogar heilende Kräfte zu
Kaffeetrinker brauchen schon lange kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, weil sie angeblich einem schädlichen Laster frönen. Genauso wie Tee hat das schwarze Gebräu einige durchaus günstige Auswirkungen auf die Gesundheit. Möglicherweise schützt Kaffee – und in geringerem Maße auch Tee – sogar vor Alzheimer. Das ergaben Tierversuche amerikanischer Forscher, bei denen sich die Symptome von alzheimerkranken Mäusen deutlich besserten, wenn die Tiere Koffein in ihr Trinkwasser bekamen.
Würde ein Mensch entsprechend seinem Körpergewicht die gleiche Menge Koffein zu sich nehmen wie die Mäuse im Labor, müsste er täglich fünf Tassen Kaffee oder 14 Tassen Tee trinken, berichten die Forscher um Gary Arendash von der Universität von Südflorida. Darin ist etwa ein halbes Gramm Koffein.
Die genetisch veränderten Tiere waren 18 bis 19 Monate alt, vergleichbar etwa einem Menschen mit 70, und hatten bereits deutliche Zeichen von Gedächtnisschwäche. Die eine Hälfte bekam mit Koffein versetztes Trinkwasser, die andere pures Wasser.
Nach zwei Monaten schnitten die Koffein-Mäuse bei Leistungstests deutlich besser ab, ihr Gedächtnisvermögen entsprach sogar wieder dem normal gealterter Mäuse. Bemerkenswert war außerdem, dass der krankmachende Eiweißmüll namens Beta-Amyloid im Hirn der Tiere um die Hälfte verringert wurde.
Die zwei Studien, die online im Fachblatt Journal of Alzheimer’s Disease veröffentlicht wurden, bestätigen frühere Ergebnisse. Die Forscher konnten bereits belegen, dass rechtzeitig gegebenes Koffein das Entstehen von Alzheimer-Symptomen bei Mäusen verhüten kann. Ging es damals um Vorbeugung, so steht bei den neuen Untersuchungen die "Behandlung" mit Koffein im Vordergrund.
"Die jetzigen Ergebnisse liefern Hinweise darauf, dass Koffein eine sinnvolle ‘Therapie’ für eine bereits ausgebrochene Alzheimer-Krankheit sein kann, nicht nur einfach eine Schutzstrategie", sagt der Studienleiter Gary Arendash. "Das ist wichtig, weil Koffein für die meisten Menschen sicher ist, leicht ins Gehirn gelangt und hier anscheinend direkt den Krankheitsprozess beeinflusst."
- Datum 7.7.2009 - 12:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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schöne PR für Kaffee......
Was auffällt, ist das Fehlen von Daten! Was heisst „deutlich verbessert“? 500%? 90%? 20%? Warum fehlen Daten? Vielleicht, weil deutlich auch 20% heißen könnte?
Und dann:
„Nach zwei Monaten schnitten die Koffein-Mäuse bei Leistungstests deutlich besser ab, ihr Gedächtnisvermögen entsprach sogar wieder dem normal gealterter Mäuse.“
Wieso, waren sie nicht „normal“ gealtert?!
Ganz offensichtlich nicht!
„Die genetisch veränderten Tiere waren 18 bis 19 Monate alt, vergleichbar etwa einem Menschen mit 70, und hatten bereits deutliche Zeichen von Gedächtnisschwäche.“
Das heisst, es wurden Versuche an gentechnisch veränderten Tieren gemacht!
Und damit reduziert sich das Ergebnis auf folgende Aussage:
Bei Mäusen genetisch erzeugte Gedächtnisstörungen können durch Koffein (es wurde Koffein und nicht Kaffee verwendet) verringert werden.
Tipps
1. Alzheimer – ursächlich handeln:
- 78% verringertes Alzheimer-Risiko durch Vitamin C und E nach 5 Jahren
/Runow „Wenn Gifte auf die Nerven gehen“/
- Beseitigung von Schwermetallvergiftungen
/Karstädt „Entgiften statt vergiften“
-Senkung des Homocysteins
/Karstädt „Das Dreieck des Lebens/
2. /Bruker „Vom Kaffee und seinen Wirkungen“/
Harald Münzhardt
Gesundheits-und Ernährungsberatung
"...amyloid-β (Aβ) levels due to suppression of both β-secretase (BACE1) and presenilin 1 (PS1)/g-secretase expression." "...deposition in hippocampus (down 40%) and entorhinal cortex (down 46%)..."
Genetisch veränderte (transgen) Mäuse zu verwenden ist annerkanntes wisschenschaftliches Vorgehen und liefert sehr genaue und differenzierte Ergebnisse.
Hier geht es um hochbrisante Ergebnisse aus langjähriger Grundlagenforschung an denen wenigstens ein dutzend Biochemiker, Molekularbiologen und wer weiß noch alles gearbeitet haben. Die gewonnen Erkenntnisse gehen weit weit über das hinaus, was ein ein Umweltmediziner auf 176 Seiten zusammengefasst hat.
"...78% verringertes Alzheimer-Risiko durch Vitamin C und E nach 5 Jahren..." Hier geht es um Alzheimer Risiko. Die Studienergebnisse hemmen einen akutes Krankheitsbild. Also ganz so Trivial ist das alles nicht.
Die Auswirkungen von erhöhtem Koffeingenuss auf das Herz Kreislaufsystem, gerade bei älteren Menschen, sollte man dabei allerdings auch nicht ganz vergessen.
Vielleicht sollte mal ein findiger Journalist einen Überblick zusammenschreiben aus den letzten dreißig Jahren "wissenschaftlicher" Erkenntnisse und Empfehlungen zu bestimmten Nahrungsmitteln. Wäre garantiert lustig. Manche Produkte dürften wahre Berg- und Talfahrten von "ganz toll für die Gesundheit" über "extrem krebserzeugend / herzinfarktfördernd" bis wieder "ganz toll für die Gesundheit" hinter sich haben....
Wer sich von den Anektdoten der Presse verwirren lässt, ist selber schuld. Ich ignoriere Beiträge komplett , wenn ich keine Zeit habe den Qualität der zugrundeliegenden Daten zu prüfen. Es gab sicherlich eine Menge Geschwätz zum Thema Kaffee. Wer sich aber die Mühe macht den Quellenangaben des Beitrages zu folgen, kann sich davon überzeugen, dass dies Nachricht zum Thema Kaffee (bzw. genauer Koffein) dieses Mal doch beachtenswert ist.
"...amyloid-β (Aβ) levels due to suppression of both β-secretase (BACE1) and presenilin 1 (PS1)/g-secretase expression." "...deposition in hippocampus (down 40%) and entorhinal cortex (down 46%)..."
Genetisch veränderte (transgen) Mäuse zu verwenden ist annerkanntes wisschenschaftliches Vorgehen und liefert sehr genaue und differenzierte Ergebnisse.
Hier geht es um hochbrisante Ergebnisse aus langjähriger Grundlagenforschung an denen wenigstens ein dutzend Biochemiker, Molekularbiologen und wer weiß noch alles gearbeitet haben. Die gewonnen Erkenntnisse gehen weit weit über das hinaus, was ein ein Umweltmediziner auf 176 Seiten zusammengefasst hat.
"...78% verringertes Alzheimer-Risiko durch Vitamin C und E nach 5 Jahren..." Hier geht es um Alzheimer Risiko. Die Studienergebnisse hemmen einen akutes Krankheitsbild. Also ganz so Trivial ist das alles nicht.
1. Ihre zitierte Quelle: ” ... (down 40%) and entorhinal cortex (down 46%)..." Übersetzt: „... Ablagerungen im Hippocampus (minus 40%) und entorhinalen Kortex (minus 46%)….” Das heisst lediglich, Ablagerungen haben sich verringert!
Wie sich die Hirnleistung tatsächlich in % geändert hat, fehlt immer noch!
2. Ihre Behauptung: „Genetisch veränderte (transgen) Mäuse zu verwenden ist annerkanntes wisschenschaftliches Vorgehen und liefert sehr genaue und differenzierte Ergebnisse“ Fragen: Von wem anerkannt? Wo sind die genauen Ergebnisse in Bezug auf Alzheimer? Wo sind die differenzierten Ergebnisse in Bezug auf Alzheimer? Von Bedenken gegen Tierversuche ganz abgesehen!
In der von mir aufgeführten Literatur äußern sich bekannte Heilpraktiker und Ärzte unter Einbeziehung verschiedener internationaler Studien.
Während dieser Studien nahmen Menschen(!) verschiedene Vitamine zu sich. Und es werden mehrere schädliche Einflussgrößen aufgezeigt, z.B. erhöhte Aluminium- und Quecksilberbelastung, erhöhter Homocysteinwert, Mangel an Silizium, erhöhte Entzündungsbelastung. Und es werden vor allem Erklärungen zur Entstehung dieser Belastungen gegeben, z.B. Konservierungsstoffe in Lebensmitteln, Fertiggerichte, Genussmitteln etc.!
Und Sie wollen angesichts dieser bekannten Zusammenhänge allen Ernstes mit Mäuseexperimenten, die Sie auch noch als „....hochbrisante Ergebnisse...“ bezeichnen, der schleichenden Vergiftung durch ungesunde Produkte mit Kaffee entgegen treten?
Ein fataler Irrtum!
Und noch einmal: Die Versuche wurden nicht mit Kaffee, sondern mit Koffein durchgeführt. Die Empfehlung von Kaffee ist daher schlicht falsch!
Und hier zu den möglichen Schäden durch Kaffee
http://freenet-homepage.d... !!!
3. Zu Ihrer Darstellung: „Hier geht es um Alzheimer Risiko.“ Na klar, denn es ist sinnvoll, ursächlich vorzubeugen!
Ich zitiere aus „Wenn Gifte auf die Nerven gehen“, K.-D. Runow : „Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurden 5000 Personen untersucht. Diejenigen, die Vitamin C und Vitamin E regelmäßig eingenommen hatten, zeigten ein um 78 Prozent (!) vermindertes Alzheimer-Risiko. Warum solche Veröffentlichungen nicht in die Schlagzeilen kommen, ist mir rätselhaft.“
Mir auch. Na, ja, vielleicht macht diese Zeitung den Anfang?
Ich zitiere weiter aus „Wenn Gifte auf die Nerven gehen“, K.-D. Runow : „Nach den Ergebnissen einer Langzeitstudie mit Senioren über 65 Jahren von Dr. Martha Morris erkrankten vor allem diejenigen an Demenz vom Alzheimer-TyP die am wenigsten Niacin zu sich nahmen (im Durchschnitt täglich nur 12,6 Milligramm). Sie trugen ein um 80 Prozent erhöhtes Alzheimer-Risiko gegenüber denjenigen Probanden, die viel Niacin zu sich nahmen (im Durchschnitt 22,4 Milligramm).“
Welche Ergebnisse sind hier wohl beeindruckend!
Dass an genveränderten Mäusen experimentiert wird, um zu zeigen, dass sich Ablagerungen an bestimmten Stellen verringern lassen?
Oder, dass Menschen bewiesen haben, dass sie über Ernährung und Nahrungsergänzung diese schwere Krankheit vermieden haben.
4. Sie schreiben „Die Studienergebnisse hemmen einen akutes Krankheitsbild“. Ja, richtig, wenn überhaupt, dann hemmen! Ich zitiere aus „Optimale Ernährung für die Psyche“, P. Holford : „Die Moral dieser Geschichte ist, dass Alzheimer nicht unvermeidbar ist, dass es mit ziemlicher Sicherheit die langfristige Folgeerscheinung von Falschernährung und Lebensstil ist, dass es verhindert werden kann und in gewissem Ausmaß mit optimaler Ernährung umkehrbar ist.“
Hier wird von Umkehrung (!) gesprochen.
Und in „Die Praxis der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie“, H. Krebs finden Sie dann auch, dass Vitamin C nicht nur vorbeugend sondern im Fall von Morbus Alzheimer therapeutisch erfolgreich eingesetzt werden kann.
Harald Münzhardt
Gesundheits-und Ernährungsberatung
Wer sich von den Anektdoten der Presse verwirren lässt, ist selber schuld. Ich ignoriere Beiträge komplett , wenn ich keine Zeit habe den Qualität der zugrundeliegenden Daten zu prüfen. Es gab sicherlich eine Menge Geschwätz zum Thema Kaffee. Wer sich aber die Mühe macht den Quellenangaben des Beitrages zu folgen, kann sich davon überzeugen, dass dies Nachricht zum Thema Kaffee (bzw. genauer Koffein) dieses Mal doch beachtenswert ist.
Leider gibt es diese Woche keine Sternchenbewertungen bei ZEIT-Online mehr, deshalb gebe ich Ihnen so Ihre fünf Sternchen: *****! Schön, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, diese interessante Meldung aus der Gehirnforschung nochmals nachzuprüfen und mit einer Prozentzahl zu verdeutlichen. Gut zu wissen, daß man Genuß und Prophylaxe (und für Betroffene auch Therapie!) mit Hilfe der guten alten Kaffeebohne verbinden kann.
Leider gibt es diese Woche keine Sternchenbewertungen bei ZEIT-Online mehr, deshalb gebe ich Ihnen so Ihre fünf Sternchen: *****! Schön, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, diese interessante Meldung aus der Gehirnforschung nochmals nachzuprüfen und mit einer Prozentzahl zu verdeutlichen. Gut zu wissen, daß man Genuß und Prophylaxe (und für Betroffene auch Therapie!) mit Hilfe der guten alten Kaffeebohne verbinden kann.
Sie meinen also, dass
anhand der Experimente an genveränderten Mäusen und der „...Mühe...“ von Kommentator Lord Knuth „...nochmals nachzuprüfen und mit einer Prozentzahl zu verdeutlichen...“
aus Ihrer Sicht
„...Prophylaxe (und für Betroffene auch Therapie!) mit Hilfe der guten alten Kaffeebohne...“ für den Menschen freigegeben werden sollten?!
Klingt etwas naiv für eine Kommentatorin mit Dr. Titel, oder?
Aber vielleicht wurden Sie gerade durch „...Genuß...der guten alten Kaffeebohne...“ zu Ihrem Kommentar „beflügelt“? Ganz im Sinne von "Der Kaffee machts!"?
Mein Tipp. Schauen Sie in meinen ausführlichen Kommentar und erfahren Sie mehr über Alzheimer und vor allem Kaffee.
Harald Münzhardt
Gesundheits-und Ernährungsberatung
...einfach feststellen, wieviel Kaffe oder andere koffeinhaltige Nahrungsmittel derzeit aktuell an Alzheimer erkrankte Menschen in ihrem Vorleben zu sich genommen haben, und ob sich aus dem Verbrauch ein Einfluß auf den Verlauf der Krankheit ergibt.
...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend
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