Robert McNamara Vom Falken zur Taube
Als Verteidigungsminister war Robert McNamara verhasst – später verehrten die Linken ihn als Kämpfer für eine atomwaffenfreie Welt. 93-jährig ist McNamara gestorben
Den ganzen Sonnabend hatte das Telefon bereits geklingelt. Den Kurzurlaub bei einem Freund konnte der amerikanische Verteidigungsminister Robert McNamara an diesem Dezemberwochenende im Jahr 1965 vergessen, denn der Stab von Präsident Johnson war unerbittlich: Immer wieder war die Meinung des 49-jährigen McNamara gefragt. Gegen Mitternacht legte der Politiker sich endlich schlafen.
Kurz darauf klingelte wieder das Telefon. Der Hausherr eilte zum Apparat, um zu verhindern, dass der prominente Gast aufwachte. Eine Telefonistin des Weißen Hauses bat dringend, dass McNamara zum Telefon kommen möge. Der Gastgeber fragte genervt, ob das Gespräch nicht bis zum nächsten Tag Zeit habe. Doch eine Stimme mit texanischem Akzent verlangte: "Ich will ihn jetzt sprechen." Präsident Johnson telefonierte seinem damals wichtigsten Minister persönlich hinterher.
Nicht nur in seiner Zeit als Verteidigungsminister von 1961 bis 1968, auch in den späteren Jahren war McNamara ein gefragter Gesprächspartner. Heute ist der ehemalige Verteidigungsminister im Alter von 93 Jahren in seinem Haus im Nordwesten Washington gestorben.
McNamara leitete während des Vietnamkrieges das Verteidigungsressort. Er wurde von Präsident John F. Kennedy 1961 ins Amt geholt – McNamara war zunächst nur zweite Wahl, denn in der Politik hatte er bis dahin keine Erfahrung vorzuweisen. Doch als Vorsitzender des Autobauers Ford hatte McNamara bewiesen, dass er ein fähiger Stratege und Macher war.
Im Pentagon krempelte er die Militärbürokratie um und machte die Verwaltung effizienter. Im Ministeramt und vorher in der Wirtschaft profitierte er von seiner Ausbildung an den Universitäten Berkeley und Harvard.
Militärische Erfahrung hatte er im Zweiten Weltkrieg als Offizier gesammelt. 1943 trat er in die amerikanische Luftwaffe ein und half unter anderem bei der Planung des Luftkrieges gegen Japan. Nach dem Krieg begann er eine Karriere bei Ford, die ihn 1960 an die Spitze des Unternehmens führte – als erster Präsident, der nicht aus der Gründerfamilie stammte.
Als Verteidigungsminister stimmte er mit Kennedys Politik überein, den Kommunismus mit aller Härte zu bekämpfen. Zum Beginn seiner Amtszeit versuchten Exil-Kubaner von den USA aus, ihre Heimat zu erobern, und scheiterten in der Schweinebucht.
- Datum 06.07.2009 - 20:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Johnson wollte damals Krieg und Robert McNamara bestätigte später selbst das die Tonking Affäre eine Fake Nummer war, um einen Krieg zu inzenieren. Das war aber lange vorher bekannt durch die US Marine, denn in den Log Büchern der angeblich angegriffenen US Schiffe, fand sich kein Eintrag.
Damit begann auch das Finanz Chaos der Amerikaner und der Niedergang der Demokratie in den USA:
http://www.youtube.com/wa...
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
http://www.youtube.com/wa...
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
ist diese Szene => http://www.youtube.com/wa...
aus dem großartigen Dokumentarfilm (2003) von Errol Morris mit Soundtrack von Philip Glass:
The Fog of War: Eleven Lessons from the Life of Robert S. McNamara
Hinweis: Der Fliegergeneral LeMay, auf den McNamara sich bezieht, wird in Kubrick's Film "Dr Seltsam... aka Dr. Strangelove, or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb" von George C. Scott persifliert.
McN: was there a rule, that you shouldn't burn 100000 zivilians in one night?
LeMay: if we had lost the war we would have all been prosecuted as war criminals.
McN: what makes it immoral when you loose and not immoral when you win?
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
http://www.youtube.com/wa...
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Ehre vor seinem biblischen Alter.
"„Wir standen so nah am nuklearen Abgrund. Und verhinderten den atomaren Schlagabtausch nicht etwa durch ein gekonntes Management, sondern durch schieres Glück. Keiner von uns begriff damals wirklich, wie nah wir am Rand der Katastrophe standen.“ -- Robert McNamara, US-Verteidigungsminister zur Zeit der Krise"
http://de.wikipedia.org/w...
An diesem Glück hatte er gewissen Anteil. Dafür ein Danke.
Es ist erschreckend zu erfahren dass sich Führer, die die Welt regieren wollen auf das Glück und nicht auf ihre gestalterische Vernunft und ihr Verhandlungsgeschick verlassen. Mir wird echt mulmig wenn ich so was wie "wir standen vor dem nuklearen Abgrund" höre. Wie die an die Spitze eines Staates geraten ist mir ein Rätsel. Es hätte sicher bessere Staatenlenker gegeben als McNamara - im übrigen ein Schotte. Und danach fallen sie dann in lebenslange Depressionen. Wahnsinn.
Es ist erschreckend zu erfahren dass sich Führer, die die Welt regieren wollen auf das Glück und nicht auf ihre gestalterische Vernunft und ihr Verhandlungsgeschick verlassen. Mir wird echt mulmig wenn ich so was wie "wir standen vor dem nuklearen Abgrund" höre. Wie die an die Spitze eines Staates geraten ist mir ein Rätsel. Es hätte sicher bessere Staatenlenker gegeben als McNamara - im übrigen ein Schotte. Und danach fallen sie dann in lebenslange Depressionen. Wahnsinn.
Für eine Autobiographie mit kritischen Abstand sehr lesenswert: In Retrospect: The Tragedy and Lessons of Vietnam.
Es ist erschreckend zu erfahren dass sich Führer, die die Welt regieren wollen auf das Glück und nicht auf ihre gestalterische Vernunft und ihr Verhandlungsgeschick verlassen. Mir wird echt mulmig wenn ich so was wie "wir standen vor dem nuklearen Abgrund" höre. Wie die an die Spitze eines Staates geraten ist mir ein Rätsel. Es hätte sicher bessere Staatenlenker gegeben als McNamara - im übrigen ein Schotte. Und danach fallen sie dann in lebenslange Depressionen. Wahnsinn.
Herr Seitz,
McNamara ist kein Schotte gewesen. Er wurde in San Francisco geboren und war amerikanischer Staatsbürger. Wenn Sie sich auf seine Herkunft beziehen - Seine Großeltern waren Einwanderer. Allerdings Iren.
Ich weiß ganz abgesehen davon allerdings nicht, was das für eine Rolle spielt.
Ich bin mir nicht sicher ob McNamara depressiv geworden ist. Ich habe allerdings Respekt vor Personen egal welchen Alters, die erkennen Fehler gemacht zu haben und dies auch öffentlich zugeben können.
Wenn er dann noch darüber nachdenkt, wie in Zukunft solche Fehler zu vermeiden sind, und sich damit beschäftigt was man aus ihnen lernen kann, dann finde ich das bewundernswert.
Herr Seitz,
McNamara ist kein Schotte gewesen. Er wurde in San Francisco geboren und war amerikanischer Staatsbürger. Wenn Sie sich auf seine Herkunft beziehen - Seine Großeltern waren Einwanderer. Allerdings Iren.
Ich weiß ganz abgesehen davon allerdings nicht, was das für eine Rolle spielt.
Ich bin mir nicht sicher ob McNamara depressiv geworden ist. Ich habe allerdings Respekt vor Personen egal welchen Alters, die erkennen Fehler gemacht zu haben und dies auch öffentlich zugeben können.
Wenn er dann noch darüber nachdenkt, wie in Zukunft solche Fehler zu vermeiden sind, und sich damit beschäftigt was man aus ihnen lernen kann, dann finde ich das bewundernswert.
Herr Seitz,
McNamara ist kein Schotte gewesen. Er wurde in San Francisco geboren und war amerikanischer Staatsbürger. Wenn Sie sich auf seine Herkunft beziehen - Seine Großeltern waren Einwanderer. Allerdings Iren.
Ich weiß ganz abgesehen davon allerdings nicht, was das für eine Rolle spielt.
Ich bin mir nicht sicher ob McNamara depressiv geworden ist. Ich habe allerdings Respekt vor Personen egal welchen Alters, die erkennen Fehler gemacht zu haben und dies auch öffentlich zugeben können.
Wenn er dann noch darüber nachdenkt, wie in Zukunft solche Fehler zu vermeiden sind, und sich damit beschäftigt was man aus ihnen lernen kann, dann finde ich das bewundernswert.
"Mc" ist eindeutig ein schottisches Adelsprädikat. Er verfiel genauso in Depressionen wie der Atomphysiker Max Born als er vom Abwurf der Atombomben in Japan erfuhr - das hat später Franz Josef Strauss bestätigt.
McNamara ist der verantwortliche Militär für den Vietnamkrieg. Ohne seinen Kaiser Wilhelm wären die USA nicht in Vietnam einmarschiert. Zugegebenermassen hatten die Franzosen den "Indochinakrieg" schon vorher vom Zaun gebrochen. Genauso wie die Russen schon vor den USA in Afghanistan einmarschiert waren. Sehen Sie da nicht ein System dahinter? Ich verstehe dieses System jedenfalls nicht.
Bei uns hiess es früher: "Erst lassen die USA uns ausbluten, dann marschieren sie ein und gewinnen die Kriege".
Kriege sind generell Arbeitsbeschaffungsmassnahmen für gelangweilte Soldaten - mehr nicht.
Friedenssicherung ist eine innere Angelegenheit jedes einzelnen Staates - und von der Polizei zu garantieren. Wir brauchen keine US-Soldaten als Weltpolizisten.
Mein Respekt vor Militärs hält sich generell in Grenzen. Mir ist eine Krankenschwester lieber. Ich hätte McNamara gerne live in seinen Generalstabssitzungen erlebt. Er soll ja als aggressiver Hardliner verhasst gewesen sein. Solche Leute gibt es in der Tat. Nur schlecht wenn die Verteidigungsminister oder gar US-Präsident werden. Die würden sogar auf den roten Atomknopf drücken. Weltuntergangsstimmung haben die eh...8-)
"Mc" ist eindeutig ein schottisches Adelsprädikat. Er verfiel genauso in Depressionen wie der Atomphysiker Max Born als er vom Abwurf der Atombomben in Japan erfuhr - das hat später Franz Josef Strauss bestätigt.
McNamara ist der verantwortliche Militär für den Vietnamkrieg. Ohne seinen Kaiser Wilhelm wären die USA nicht in Vietnam einmarschiert. Zugegebenermassen hatten die Franzosen den "Indochinakrieg" schon vorher vom Zaun gebrochen. Genauso wie die Russen schon vor den USA in Afghanistan einmarschiert waren. Sehen Sie da nicht ein System dahinter? Ich verstehe dieses System jedenfalls nicht.
Bei uns hiess es früher: "Erst lassen die USA uns ausbluten, dann marschieren sie ein und gewinnen die Kriege".
Kriege sind generell Arbeitsbeschaffungsmassnahmen für gelangweilte Soldaten - mehr nicht.
Friedenssicherung ist eine innere Angelegenheit jedes einzelnen Staates - und von der Polizei zu garantieren. Wir brauchen keine US-Soldaten als Weltpolizisten.
Mein Respekt vor Militärs hält sich generell in Grenzen. Mir ist eine Krankenschwester lieber. Ich hätte McNamara gerne live in seinen Generalstabssitzungen erlebt. Er soll ja als aggressiver Hardliner verhasst gewesen sein. Solche Leute gibt es in der Tat. Nur schlecht wenn die Verteidigungsminister oder gar US-Präsident werden. Die würden sogar auf den roten Atomknopf drücken. Weltuntergangsstimmung haben die eh...8-)
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