Nach der Wahl Merkel setzt auf neue Gesichter
Schavan raus, Pofalla rein: Bisher galt Merkels Kabinett als ungewöhnlich stabil. Nach der Wahl plant die Kanzlerin aber einen großen Personalumbau.

© JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images
Blick auf die Ministerbank: Wer wird in der nächsten Legislaturperiode noch dabei sein?
Nur drei Mal wurde in der vergangenen Legislaturperiode die Spitze eines Bundesministeriums neu besetzt. "Das liegt daran, weil ich so nett bin", pflegt Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel diese ungewöhnliche Kontinuität auf Nachfrage für gewöhnlich zu erklären.
Tatsächlich hat Merkel in den vergangenen vier Jahren nie aktiv einen Minister ausgetauscht, weil sie mit seiner Leistung nicht zufrieden gewesen wäre. Horst Seehofer, Franz Müntefering und Michael Glos gingen mehr oder weniger freiwillig. Dabei gab es gerade auf Unionsseite etliche Kandidaten, die als eher farblos galten.
Die Zäsur der Bundestagswahl will Merkel nun nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel aber zu einem größeren Personalumbau nutzen – immer vorausgesetzt, dass sie dann überhaupt noch über Ministerposten zu entscheiden hat, natürlich.
Weggelobt werden soll demnach offenbar Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Sie gilt zwar als enge Vertraute Merkels. Dennoch gehörte sie zu jenen Unionsministern, die in den vergangen vier Jahren kaum Profil gewannen. Und das, obwohl die Partei das Bildungsthema beispielsweise mit einem mit großem Aufwand inszenierten nationalen Bildungsgipfel in den Vordergrund rückte und dies auch in Zukunft tun will.
Schavan solle stattdessen künftig den Vorsitz der parteinahen Konrad-Adenauer-Stiftung übernehmen, heißt es. Die Amtszeit des derzeitigen Vorsitzenden, des ehemaligen thüringischen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel, werde nicht verlängert. Schavan habe intern bereits Bereitschaft für einen Wechsel erkennen lassen.
Nach Einschätzung des Spiegels wird dadurch auch der Wechsel von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble als EU-Kommissar nach Brüssel wahrscheinlicher, denn auch Schäuble sei als Chef der Konrad-Andenauer-Stiftung im Gespräch gewesen.
Im Gegensatz zu Schavan gehörte Schäuble durchaus zu den Schwergewichten im bisherigen Kabinett Merkel. Breite Beachtung in der Öffentlichkeit fand beispielsweise die von ihm initiierte Islamkonferenz, mit der erstmals ein Dialog zwischen den Spitzen des Staates und den in Deutschland lebenden Muslimen angestoßen wurde. Auf der anderen Seite hat er Sicherheitsgesetzte wie die neuen Befugnisse für das Bundeskriminalamt auf den Weg gebracht, um die ihn sein SPD-Amtsvorgänger Otto Schily nach eigenen Angaben beneidet.
- Datum 04.07.2009 - 14:43 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie wahlen
- Quelle ZEIT ONLINE, ks, dpa
- Kommentare 11
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Ronald Pofalla als Arbeitsminister?
Dann haben wir endlich die Chance zur "Vollbeschäftigung" - zwar nur im Niedrig- o. Kombilohn, aber wie hieß doch der Spruch: "Lieber Arbeit ohne Geld als keine Arbeit"
Das müsste im Sinne von Herrn Pofalla ein Grund zur Freude sein - er kann es kaum erwarten sich dann gegen die Geschassten auszutoben. Dann kommt richtig Freude auf im Land.
Arbeit für alle, vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang - der Gerichtsvollzieher muss dann eben bis Sonntagfrüh warten.
Wurde etwa schon gewählt??? Habe ich was verpaßt.
Ein sehr arogantes Verhalten was da von Merkel ausgeht. Jetzt schon die Posten zuverteilen ohne die Wahl abzuwarten.
Genau das habe ich auch gedacht. Ich meine, wenn das alles schon fest steht und schon jetzt die Posten zugeteilt werden, wozu überhaupt wählen.
Die Scheindemokratie ist endlich aus dem Sack...wurde auch ZEIT.
Genau das habe ich auch gedacht. Ich meine, wenn das alles schon fest steht und schon jetzt die Posten zugeteilt werden, wozu überhaupt wählen.
Die Scheindemokratie ist endlich aus dem Sack...wurde auch ZEIT.
Warum nicht, Peinlichkeit hat viele Namen.
Ein neoliberaler als Arbeitsminister ist natuerlich ein Graus, das sieht man ja am jetzigen, aber in wessen Namen die Statistik gefaelscht wird, ist doch egal.
Genau das habe ich auch gedacht. Ich meine, wenn das alles schon fest steht und schon jetzt die Posten zugeteilt werden, wozu überhaupt wählen.
Die Scheindemokratie ist endlich aus dem Sack...wurde auch ZEIT.
In der Union geht man auf Grundlage der Umfragen der Meinungsforscher bereits fest von einem grandiosen Wahlsieg der bürgerlichen Parteien aus... Und seinen Finanziers und edlen Spendern muss man ja bereits Zeichen setzen, welches Mietmaul man auf welchen Posten zu setzen beabsichtigt.
Die union verteilt wieder einmal das Fell des Bären bevor er erlegt wurde. Offenbah hat man seit der Bundestagswahl 2005 nichts dazugelernt.
In der Union geht man auf Grundlage der Umfragen der Meinungsforscher bereits fest von einem grandiosen Wahlsieg der bürgerlichen Parteien aus... Und seinen Finanziers und edlen Spendern muss man ja bereits Zeichen setzen, welches Mietmaul man auf welchen Posten zu setzen beabsichtigt.
Die union verteilt wieder einmal das Fell des Bären bevor er erlegt wurde. Offenbah hat man seit der Bundestagswahl 2005 nichts dazugelernt.
wenn es die alten Charaktermasken bleiben?
Herr Dr. Schäuble nach Brüssel!! Dann haben wir in spätestens 5 Jahren in Europa den totalen Überwachungsstaat.
Seine "Future Group" hat er ja bereits installiert.
Armes Europa, armes Deutschland.
Liebe ZEIT, nehmen Sie sich des Themas "Future Group" einmal an. Es lohnt sich.
In der Union geht man auf Grundlage der Umfragen der Meinungsforscher bereits fest von einem grandiosen Wahlsieg der bürgerlichen Parteien aus... Und seinen Finanziers und edlen Spendern muss man ja bereits Zeichen setzen, welches Mietmaul man auf welchen Posten zu setzen beabsichtigt.
Die union verteilt wieder einmal das Fell des Bären bevor er erlegt wurde. Offenbah hat man seit der Bundestagswahl 2005 nichts dazugelernt.
1. CDU/CSU 42% und FDP 10% dann CDU-FDP
2. CDU/CSU 38% und SPD 19% dann CDU-SPD wie gehabt
Das Problem ist, dass zwar viele einen Wechsel wollen aber Angst haben ihre Stimme zu verschenken falls die "neue Partei" die 5% nicht schafft.
Ich jedenfalls werde es "riskieren".
Was die neuen Gesichter von Frau Merkel betrifft .... Nicht aufregen ... es bleibt alles beim alten ....
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
1. CDU/CSU 42% und FDP 10% dann CDU-FDP
2. CDU/CSU 38% und SPD 19% dann CDU-SPD wie gehabt
Das Problem ist, dass zwar viele einen Wechsel wollen aber Angst haben ihre Stimme zu verschenken falls die "neue Partei" die 5% nicht schafft.
Ich jedenfalls werde es "riskieren".
Was die neuen Gesichter von Frau Merkel betrifft .... Nicht aufregen ... es bleibt alles beim alten ....
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Früher war es peinlich, wenn man
nicht rechtzeitig zur Toilette kam,
ein Kind bekam, ohne zu wissen, wer der Vater ist,
im Sommer zu fragen, ob es Bananen oder andere Südfrüchte gibt,
... .
Heute muss man die "Peinlichkeit" neu definieren:
Pofalla!
Den hätte Angie erst einmal richtig unter ihre "Agit-Prop" - Fittiche nehmen sollen.
Dann hätte er wenigstens gelernt, die Menschen zu "überzeugen" oder auch nicht.
Mich jedenfalls überzeugt weder die Eine noch der Andere - vielleicht weil ich mal über Jahre in der FDJ mitarbeitete und an vorderster front mitbekam, wie "Agitation" wirklich funktionierte.
Aber genauso wenig überzeugen mich solche Leute wie Wagenknecht oder Westerwelle - viel "Gesülze", aber kein Konzept - jedenfalls nicht für "Otto Normalverbraucher"!
Die Ökonomischen Gesetze in ihrem Lauf, die halten unsere Parteien auch nicht auf.
Kein Mensch hat jemals vor, nach der Wahl die Steuern zu erhöhen - wir begründen nur einen weiteren solidarischen Zuschlag für unsere Banken - damit Sie, liebe Bürger, auch weiterhin ihr Geld, wenigstens für uns Banken, gewinnbringend anlegen können.
Das Kapital mit seiner Macht
am Ende wieder glücklich lacht.
Verliert doch der deutsche Steuerzahler
nach der Wahl (auch noch) seine letzten Taler.
Mit FDP,CD- und CSU
steht das Kapital dann wieder stolz auf Du und Du.
Und die Mär von der Geschicht':
Traue bloß den "Volksparteien" nicht.
Die machen weiter, schön und munter
und wir lassen wieder unsre Hosen runter!
Ist die "Krise" dann vorbei
kommt schone das nächste Wehgeschrei.
Und am Ende dieser Summe
ist der Wähler wieder mal der Dumme.
So geht es immer wieder weiter,
mal wolkig und mal heiter.
So ist nun mal die Politik:
Es reiht sich immer Trick an Trick.
Es wird das Volk belogen und betrogen,
aber mit Gott Vertrauen glätten sich die Wogen.
Der Mensch hat sich bereits daran gewöhnt
und so wird die Politik auch weiterhin geschönt.
Was soll das alles, frage ich,
im Ernstfall lässt mich die Politik ja eh im Stich!
Wenigstens bin ich in diesem bundesdeutschen "Sein"
nicht ganz auf mich gestellt und nur für mich allein.
Also werde ich mich wieder geistig quälen,
zum Wahltag einen "Volksvertreter" auszuwählen!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren