Parlamentswahlen in Mexiko Die alten Herren Mexikos sind zurückSeite 2/2

Die Transparenz der Parlamentswahlen am Sonntag gilt, so berichten internationale Beobachter, als sicher. Sorgen bereiten sollte aber die niedrige Wahlbeteiligung. Der Skandal um den vermutlichen Wahlbetrug im Jahre 2006 und die alles beherrschende schlechte soziale Lage haben die Gemüter der Wähler stark beeinträchtigt.

Und so konzentrierte sich die regierende PAN in den vergangenen Jahren politisch auf soziale Versprechen und die Zusage, die Rauschgiftbanden zu bekämpfen. Doch Mexikos Wirtschaft schrumpft dieses Jahr noch um acht Prozent und auch der Drogenkrieg ist derzeit blutiger denn je: Allein im Juni fielen ihm 800 Menschen zum Opfer.

Auch die neuen Kommunalabgeordneten und Gouverneure der PRI kommen nun unter ähnlichen Versprechen an die Macht. Die Menschen im Land werden jedoch gar keinen Unterschied zu der Zeit davor merken. Die Rückkehr zur PRI verweist auf ein allgemeines Gefühl der Niederlage. "Da wird sich kaum etwas ändern", denkt der normal sterbliche Mexikaner.

 
Leser-Kommentare
  1. Das Problem in Mexiko ist eher, daß die alten Herren der PRI eigentlich nie ganz fort waren. Die, wie Sie richtig schreiben, Parteieliten PRI und PAN waren und sind eng miteinander verknüpft. Die Tatsache, daß rund 7 % der Wähler gestern in die Wahllokale gegangen sind, um ihre Stimme auch noch offiziell zurückzuziehen, spricht Bände.

    Der Ex-Präsidentschaftskandidat der PRI, der vor zwei Jahren frech grinsend beim Berlin-Marathon gemogelt und eine Abkürzung genommen hatte, ist übrigens in mehreren Videos bei Youtube zu bewundern...

  2. Anbei noch der Link zu Madrazos Marathon-Mogelei im Gewand eines Hunderennens. Damit werden weitere Kommentare zum gestrigen Wahlausgang überflüssig...

    http://www.youtube.com/wa...

  3. ist der mexikanische Waehler gar nicht in der Lage, zwischen Gut un Boese zu unterscheiden. Der waehlt immer noch nach der Farbe der Wahlplakate, abgesehen mal von den grossen Staedten, wo ein bisschen mehr Bildung da ist. Und von den Wahlplaketen hatte die PRI nun mal am meisten. Bei uns hier in Huixquilucan haette die PRI auch ohne Wahlkampf gewonnen.
    Politik ist in Mexiko immer noch das beste Geschaeft, und damit is so bleibt, wir das Volk weiter betrogen. Es ist ja so einfach.

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    Die Frage ist aber doch, ob es im Fall dieser Parlamentswahl tatsächlich politische Alternativen gab. Die meisten Mexikaner sehen kaum einen Unterschied zwischen PRI und PAN; es ist also kein Wunder, daß sie sich an der Farbe der Wahlplakate orientieren...

    Die Frage ist aber doch, ob es im Fall dieser Parlamentswahl tatsächlich politische Alternativen gab. Die meisten Mexikaner sehen kaum einen Unterschied zwischen PRI und PAN; es ist also kein Wunder, daß sie sich an der Farbe der Wahlplakate orientieren...

  4. Die Frage ist aber doch, ob es im Fall dieser Parlamentswahl tatsächlich politische Alternativen gab. Die meisten Mexikaner sehen kaum einen Unterschied zwischen PRI und PAN; es ist also kein Wunder, daß sie sich an der Farbe der Wahlplakate orientieren...

    Antwort auf "Leider, Gabrijel,"
  5. Redaktion

    Die "lang herbeigesehnte Wende" fand am 3. Juli 2000 statt (nicht 2002).
    Gruß, Steffen Richter, ZEIT ONLINE

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