Michael Jackson Das Weltwunderkind

Überall wird Michael Jackson betrauert, gefeiert, verehrt. Ein Popstar löst ein emotionales Erdbeben aus. Wie kommt das?

Michael Jacksons Fans empfinden seinen frühen Tod als narzisstische Kränkung

Mitten im Gespräch verlor die Leiterin des Kölner Neverland-Fanclubs, Monika Petzold, ihre Fassung und konnte, mit andrängenden Tränen kämpfend, nicht weiterreden. Es war der Tag nach der Nachricht. Taktvoll brach die Radiomoderatorin das Interview ab. Offensichtlich hatten die Trauer um Michael Jacksons Tod und die Empörung über alle, die in der Stunde der Not "nicht für ihn da waren", die Fanclub-Chefin vollends überwältigt.

Das Erstaunlichste daran ist, dass es Abermillionen Monikas gibt, überall auf der Welt. Sie klagen, als habe sie ein universeller Sinnstifter verlassen. Von Sydney bis Seoul, von Tokio bis Toronto ist der Trauerchor zu hören, milliardenfach tanzt und moonwalkt der Star über die Bildschirme, bis zur Trauerfeier am Dienstag in Los Angeles wird das nicht abreißen. Jacksons Rhythmen und Melodien erklingen in New Yorker Apartments, in afrikanischen oder lateinamerikanischen Wellblechbehausungen, in irakischen und malaysischen Straßencafés. "Von Riga bis Rio", schreibt der Economist, tanzen sie seine Moves. Auf einer Philippineninsel reinszenieren die Insassen einer Haftanstalt ihre zum Jacksons-Hit Thriller entstandene, militärisch anmutende Choreografie. Es kondolieren "Freunde" Jacksons wie Steven Spielberg, Elizabeth Taylor, Liza Minnelli, Elton John, Diana Ross, Sophia Loren, Tina Turner oder der Löffelverbieger Uri Geller. Tausendfach hinterlassen Fans dem überlasteten Internet ihr "Michael, wir vermissen dich" als Refrain ihrer Sehnsucht nach dem Idol.

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Warum in aller Welt wird ein Popstar in aller Welt gefeiert? Was macht Michael Jackson zur globalen Ikone von derart beispiellosem Ausmaß?

Der Prozess der Vermittlung zwischen dem Publikum und diesem Star läuft über zahllose Strömungen. Anteil am Erfolg hat sicherlich Jacksons musikalische Fusion aus Soul, Funk und Pop, die ästhetische Spannweite, mit der er viele Geschmacksrichtungen aufsog. Außerdem ist Jacksons weltweite, durch den plötzlichen Tod noch einmal massiv anschwellende Wirkung ohne die massenmediale Globalisierung durch Musiksender wie MTV nicht denkbar. Aber all das erklärt das Phänomen noch nicht. Schließlich vermarktet MTV Hunderte von Stars.

Jacksons Fangemeinden tun kund: Er war ein Genie an Perfektion, Präzision, Disziplin! Schwereloser Tanz, totale Konzentration, totale Hingabe! Er war der King, der Größte, der Beste! Im selben Tenor staunte Martin Scorsese, den Jackson für die Produktion von Bad engagiert hatte: "Jeder Schritt von ihm war absolut präzise und zugleich flüssig. Es war, als sähe man Quecksilber in Bewegung." Beim späteren Jackson konnte man meinen, einen Androiden mit nahezu roboterhaft einstudierten Bewegungsabläufen zu erleben, die Suggestion der vollen Kontrolle über jeden Muskel und jede Sehne. Seine Wandlung vom schwarzen Wunderkind zur halbstarken Glamourfigur und weiter zur weißen, kindlich-androgynen Diva addierte neue Bilderwelten zum Prisma. Indem sich Michael Jackson scheinbar mühelos zum Spielzeug seiner selbst, zum Verwirklicher von Fantasien machte, schien er zu beweisen: Ich kann alles mit mir und aus mir machen! Du kannst alles mit dir, aus dir machen.

In der hochbeweglichen, internationalen Sphäre der Märkte sollen Individuen zunehmend stark konturierte Einzelkämpfer sein, und zu gleicher Zeit bereit sein zu jeder Anpassung, Veränderung. Über diesen agonalen Widerspruch schien sich Jacksons Körper hinwegzusetzen, indem er es als Ideal propagierte, ihn zu akzeptieren, eben als könnte man so mit sich und anderen spielen, dass selbst die aus ihren Gräbern ausgebrochenen, Lust verbietenden Toten in Formation mittanzen, wie in dem erstaunlichen Video zu Thriller. Ununterbrochen änderte der Star seinen Phänotyp, seinen Auftrittsstil. Was ist das Verführerische einer Vorführung von physischem und psychischem Morphing? Woher die bis zur Hysterie reichende Verzückung der Fans?

Es ist, als wäre ein Kind gestorben, schrieb ein Kommentator über die Reaktionen auf den Tod des Fünfzigjährigen. In der zutreffenden Beobachtung liegt vielleicht der Schlüssel für das Geheimnis der massenhaften, weltweiten Rezeption Michael Jacksons. Irgendwo im Lebensalter von fünf bis fünfzehn hielt er sich auf, selbst noch als Autor und Komponist der eigenen Hits. Nur beim Verhandeln mit Musikproduzenten und Konzertagenturen griff er offenbar Aspekte der väterlichen Businesshärte auf.

Während Michael Jackson Aufmerksamkeit und Huldigungen mit Liebe verwechselte, schossen seine Botschaften hin und her, zwischen präpolitischem Kitsch wie in Heal the World oder Heal the Kids oder brachialer, jugendlicher Tobsucht wie in Why you Wanna Trip on Me auf dem Dangerous-Album von 1991. Direkt oder indirekt blieb das Infantile, Adoleszente immer Jacksons alles bestimmendes Thema. Genau hier aber begegnete ihm in aller Welt sein Publikum. Was den Star universell kompatibel macht, das ist sind die Dispositive und Fantasien von ewiger Kindheit und vermeintlicher Freiheit, die als seine implizite Botschaft verstanden werden.

"Die Geschichte der Kindheit ist ein Alptraum, aus dem wir gerade erst erwachen", schrieb der kanadische Historiker Lloyd de Mause 1974. "Je weiter wir in die Geschichte zurückgehen, desto unzureichender wird die Pflege der Kinder, die Fürsorge für sie, und desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder getötet, ausgesetzt, geschlagen, gequält und sexuell missbraucht werden." Seit seiner Erfindung im 18. Jahrhundert wird der Kontinent der Kindheit überhaupt erst, Fragment für Fragment, entdeckt. Weil Kindheit generell der Amnesie unterworfen ist, weil ihr Potenzial an Genuss so tabuisiert wurde, wie man ihre enorme Verletzbarkeit leugnete, ist es mit dem universellen Schutz der Kindheit, den internationale Konventionen nach dem Zweiten Weltkrieg zu versprechen begannen, noch nicht weit her. Bisher haben 24 von 192 Staaten der Erde den Schutz der Kinder vor Gewalt gesetzlich verankert, noch längst ist die zivilisatorische Kluft nicht geschlossen, die in Jahrhunderten der Grausamkeit entstand. Unzählige Generationen Erwachsener entwarfen ihre Biografien, gezielt oder unbewusst, als Rache am verweigerten Glück der Kindheit als Glücksverhinderer ihres Nachwuchses.

Mit der Entdeckung der Kindheit im 18. Jahrhundert wurde dieser Kontext erstmals ruchbar. Eigens für Kinder gedachte Narrative entstanden, vor allem im anglophonen und skandinavischen Sprachraum. Bevölkert waren sie, wie schon die Kinder- und Hausmärchen, von auffällig vielen Waisenkindern, Tierkindern und monströsen Erwachsenen. Charles Dickens’ Oliver Twist (1827) wählte, wie Mark Twains Prinz und Bettelknabe (1881), einen Jungen ohne Eltern zum Helden. 1865 tauchte Lewis Carolls kindliche Alice in ihrem einsamen, absurden Unterwelt, einem Wunderland voller Paradoxien auf. Rudyard Kiplings kolonialistisches Dschungelbuch schloss 1894 an Wolfskindmythen an und 1902 erfand der Schotte James Matthew Barrie mit Peter Pan den Jungen, der nicht erwachsen werden wollte, und nach dessen Fantasieort Michael Jackson seine Traumranch taufte. Sogar die vergnügte Pippi Langstrumpf, die 1945 erschien, lebt ohne Eltern und mit einem Affen nach ihren eigenen Gesetzen. Heute werden all diese klassischen Kindernarrative zusätzlich und hauptsächlich als Filme oder Comics übermittelt, für die Schicht, der Jackson entstammte, gilt das erst recht – und es galt für seine Generation als erste.

Millionenfach medial vervielfältigt wirkt die Erwachsenenwelt der Jetztzeit noch überwältigender, unübersichtlicher, übermächtiger als je zuvor. Neben faszinierenden Konsumtempeln und Turbotechnik finden sich hier pausenlos Katastrophen, Kriege, Konkurrenz, Korruption, Arbeitslosigkeit. Der Kindheit wird vielfach ein Kitschkosmos der Niedlichkeit zugeschrieben (sie sind "süüüß!"), worin sie weder ihre Ängste noch ihre gesunden Wünsche wiederfinden.

Nur physische und finanzielle Potenz scheint das Aufschließen zur erwachsenen Ebene begehrenswert zu machen, die Jüngeren wollen Superstars werden, Bodyguards, Models, ihren Jargon versetzen sie mit Superlativen wie "total", "krass", "voll", "mega". Wenn schon groß werden, dann bitte allmächtig. Aber Omnipotenz existiert nur in der magischen Sphäre der Kindheit, wo sie wenigstens in der Fantasie Schutz bietet.

Michael Jackson, der wie unzählige Kinder in aller Welt solchen Schutz nie besaß, inszenierte die absolut gewordene Sehnsucht danach und die Illusion, ihn magisch herstellen, jeder Gefahr entrinnen zu können. Er gleicht darin übrigens dem wohl einzigen anderen globalen Kinder- und Jugendstar, dem fiktiven Zauberlehrling Harry Potter. Jackson streute, schleuderte einen wahren Überschuss an infantilen und adoleszenten Zeichen in die Öffentlichkeit, im Angebot war er als Junge, Mädchen, Zwitterwesen, Fabelgestalt, kindliche Diva, brutaler Macho, als Maske, Statue, Guerillero, Held, Zauberer, Märchenprinz; für Videos ließ er sich zur Raubkatze morphen oder zum Totenschädel mit Vampirgebiss. Du kannst dich selber herbeiträumen, wie du willst, lautete die Botschaft. Im selbst entworfenen Neverland teilte er mit einem Schimpansen, manchmal auch mit Kindern, Bett und Bad, in seinem Privatzoo grasten Giraffen und drehten sich Karussells.

Auf einem Territorium voller Accessoires, Fetische und Spielzeug, wo keinerlei Reife und Erwachsenwerden nötig schien, katapultierte er sich ins Jenseits der Realität. Neverland-Besuch bestand aus Kindern, Quacksalbern, Hollywoodstars und Sektierern. Bei seinen Auftritten trug Jackson Glitzerkostüme und Uniformen einer eigenen Fantasiearmee. Beim Tanzen fasste er sich für Sekundenbruchteile in den Schritt. Ungeniert wie ein Kind, ostentativ provokant wie ein Teenager deutete er mitten in der fast mechanisch glatten Präzision auf Trieb wie Getriebenheit. 1992 brach dabei im postsozialistischen Bukarester Publikum vollends Hysterie aus.

Dann wieder verlor er für Augenblicke alle Macht, wie vor dem Präsidentenpaar Ronald und Nancy Reagan. Da hauchte Jackson mit Mädchenstimme seinen Dank an Mr. President, ins Zwergenhafte geschrumpft. In beiden Seiten dieser öffentlichen Figur konnte sich das Publikum wiedererkennen, im vermeintlich magischen, omnipotenten Bühnenheld wie im zerbrechlichen Kind. Der eine tat, was das andere sich wünschte.

Statt der Rache des Erwachsenen an Kindern und Kindheit nachzugeben, zelebrierte er eine Fusion aus Fantasie und Kommerz, in der er das zentrale, zerbrechliche, ewige Weltwunder und Wunderkind blieb. Als solches aber war Jackson den Fans unsterblich, er durfte nicht älter werden, einer von "denen". Dass er dennoch gealtert, kollabiert und viel zu früh gestorben ist, stellt eine narzisstische Kränkung für die Fangemeinde da. Jetzt sieht sie ihre einzige Chance darin, das Objekt für immer in den akustischen und visuellen Konserven zu erhalten und aufrufen zu können, mit denen es sie und sich belieferte.

Der reale Michael Jackson war, soweit wir wissen, real gequält vom Trauma einer Kindheit in einem kommerziell musizierenden Familienzirkus, den der profitgierige Vater mit Prügelstrafe und Liebesentzug am Laufen hielt. Aus den phantasmatischen, den traumatischen, größenwahnsinnigen und sehnsüchtigen Regungen und Erfahrungen der Kinderzeit gewann Jackson Energie und Material. Und genau das wiederum – der geahnte, durch die Performanz und Perfektion schimmernde, reale Hintergrund von Wut, Hass und Weigerung – verlieh ihm bei Auftritten auf allen fünf Kontinenten das Quantum an sogenannter "Authentizität", auf die sein Publikum Hunger hatte.

Den brutalen Vater hat Jackson nicht wegzaubern können aus seiner Erinnerung. Aus dem Testament streichen konnte er ihn immerhin. Kaum jemanden hört man dieser Tage, Fan oder Nichtfan, den das nicht freut.

 
Leser-Kommentare
  1. Michael Jackson ist zum warnenden Beispiel, vor allem aber auch zum Symbol nicht nur einer Generation geworden, die in seinen Darbietungen den Glanz und den Reichtum genialer Kunst wiederfinden, die die Qualitäten der menschlichen Natur in ihren faszinierenden und schönen Farben zeigt und gleichzeitig die Themen, die Menschen wirklich berühren, lebendig werden lässt.
    Gleichgültig, wozu Michael Jackson verführt, benutzt und missbraucht worden ist. In seinen Liedern und seinen Tänzen hat er jedesmal die Fesseln einer Menschen verachtenden Konsumindustrie abgestreift.
    Die Bewunderung ist berechtigt, unabhängig davon, in welchen Farben und Formen sie sich jetzt zeigt.
    Michael Jackson wird in seinen Liedern und Tänzen für uns weiterleben, gleichgültig wie er gestorben ist.

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    • Akka1
    • 05.07.2009 um 14:01 Uhr

    "Gleichgültig, wozu Michael Jackson verführt, benutzt und missbraucht worden ist. In seinen Liedern und seinen Tänzen hat er jedesmal die Fesseln einer Menschen verachtenden Konsumindustrie abgestreift."

    Mir kommen die Tränen, aber vor Lachen!

    Jackson war nun wirklich die fleischgewordene Kommerzialisierung der POP-Industrie, die Anfang der achtziger Jahre zusammen mit "Madonna" die amerikanistische Dummheit und Sinnfreiheit der Reagen-Ära musikalisch begleitet hat.
    Es ist wirklich erschreckend, welche "Idole" (Idol von lateinisch idolum ‚Abgott) viele Menschen haben bzw. haben müssen. Werft nur weiter Euer Geld in den Rachen dieser Industrie und Familie.

    Liebe Zeit-Redakteure: Is nu gut?

    Kant ist gross!

    • Akka1
    • 05.07.2009 um 14:01 Uhr

    "Gleichgültig, wozu Michael Jackson verführt, benutzt und missbraucht worden ist. In seinen Liedern und seinen Tänzen hat er jedesmal die Fesseln einer Menschen verachtenden Konsumindustrie abgestreift."

    Mir kommen die Tränen, aber vor Lachen!

    Jackson war nun wirklich die fleischgewordene Kommerzialisierung der POP-Industrie, die Anfang der achtziger Jahre zusammen mit "Madonna" die amerikanistische Dummheit und Sinnfreiheit der Reagen-Ära musikalisch begleitet hat.
    Es ist wirklich erschreckend, welche "Idole" (Idol von lateinisch idolum ‚Abgott) viele Menschen haben bzw. haben müssen. Werft nur weiter Euer Geld in den Rachen dieser Industrie und Familie.

    Liebe Zeit-Redakteure: Is nu gut?

    Kant ist gross!

  2. "Indem sich Michael Jackson scheinbar mühelos zum Spielzeug seiner selbst, zum Verwirklicher von Fantasien machte, schien er zu beweisen: Ich kann alles mit mir und aus mir machen! Du kannst alles mit dir, aus dir machen."

    Aber bekanntlich trügt der Schein.

    Die Realität beweist: Nicht MJ, sondern alle anderen konnten mit ihm und aus ihm machen, was sie wollten - sein Vater, seine "Berater"-Profiteure, die Musikindustrie, die Gesellschaft...

    Im Kern war er ein armer Tropf: Ein in der Jugend misshandeltes Kind, ein als Erwachsener fremdbestimmter Infantilist ohne festen Halt, Identität und Orientierung am wirklichen Leben...

    ...in einer US-amerikanischen Kommerzwelt aus Plastik, Mammon, Schein und innerer Leere.

    Gott bewahre D und die Welt vor derartigen Verhältnissen!

  3. wie viele unnütze artikel, in denen ihr einen drogenjunkie und selbstverstümmler zum wunderkind verklärt, wollt ihr eigentlich noch in dieser zeitung veröffentlichen? ;-)

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    • Mirow
    • 05.07.2009 um 14:11 Uhr

    ich frage mich warum sie die zeitung lesen, oder artikel über michael jackson lesen. sie sind frei so wie wir alle, können schreiben und lesen was wir wollen. ihre bemerkung kommt aus einer wohl schlecht erzogenen elternheim. sie sollten sich einfach gut benehmen und die menschen hier oder in ihrer naiven umgebung ihre freiheit lassen. nur menschen wie sie haben, wenn man ihren dumpfen beitrag weiter spinnen würde. solche rassitischen und diktatorischen elite geformt, in der alles glänzt. blond und blau äugig war.......

    wir haben alle unsere duklen seiten, ihre haben wir jetzt gelesen und leider erlebt, wer immer sie sind , es ist gut, dass solche einfachen menschen wie sie existieren, denn dann erinnern wir uns an unsere zivilisation, in der vieles nicht stimmt, und über die wir besser schreiben und lesen sollten.....

    benehmen sich und erweitern sie ihre gedanken, lassen sie einbißchen luft in den verstaubten hirnregionen, in der gefühle, liebe und handlung zu einer einheit werden.

    • Mirow
    • 05.07.2009 um 14:11 Uhr

    ich frage mich warum sie die zeitung lesen, oder artikel über michael jackson lesen. sie sind frei so wie wir alle, können schreiben und lesen was wir wollen. ihre bemerkung kommt aus einer wohl schlecht erzogenen elternheim. sie sollten sich einfach gut benehmen und die menschen hier oder in ihrer naiven umgebung ihre freiheit lassen. nur menschen wie sie haben, wenn man ihren dumpfen beitrag weiter spinnen würde. solche rassitischen und diktatorischen elite geformt, in der alles glänzt. blond und blau äugig war.......

    wir haben alle unsere duklen seiten, ihre haben wir jetzt gelesen und leider erlebt, wer immer sie sind , es ist gut, dass solche einfachen menschen wie sie existieren, denn dann erinnern wir uns an unsere zivilisation, in der vieles nicht stimmt, und über die wir besser schreiben und lesen sollten.....

    benehmen sich und erweitern sie ihre gedanken, lassen sie einbißchen luft in den verstaubten hirnregionen, in der gefühle, liebe und handlung zu einer einheit werden.

    • Gafra
    • 05.07.2009 um 12:50 Uhr

    seit seinem Tod (mindestens) 30 Artikel.
    Es muss der Welt ja ziemlich gut gehen, wenn sie keine anderen Sorgen hat!

    • Akka1
    • 05.07.2009 um 14:01 Uhr

    "Gleichgültig, wozu Michael Jackson verführt, benutzt und missbraucht worden ist. In seinen Liedern und seinen Tänzen hat er jedesmal die Fesseln einer Menschen verachtenden Konsumindustrie abgestreift."

    Mir kommen die Tränen, aber vor Lachen!

    Jackson war nun wirklich die fleischgewordene Kommerzialisierung der POP-Industrie, die Anfang der achtziger Jahre zusammen mit "Madonna" die amerikanistische Dummheit und Sinnfreiheit der Reagen-Ära musikalisch begleitet hat.
    Es ist wirklich erschreckend, welche "Idole" (Idol von lateinisch idolum ‚Abgott) viele Menschen haben bzw. haben müssen. Werft nur weiter Euer Geld in den Rachen dieser Industrie und Familie.

    Liebe Zeit-Redakteure: Is nu gut?

    Kant ist gross!

    • Mirow
    • 05.07.2009 um 14:11 Uhr
    6. ...tja

    ich frage mich warum sie die zeitung lesen, oder artikel über michael jackson lesen. sie sind frei so wie wir alle, können schreiben und lesen was wir wollen. ihre bemerkung kommt aus einer wohl schlecht erzogenen elternheim. sie sollten sich einfach gut benehmen und die menschen hier oder in ihrer naiven umgebung ihre freiheit lassen. nur menschen wie sie haben, wenn man ihren dumpfen beitrag weiter spinnen würde. solche rassitischen und diktatorischen elite geformt, in der alles glänzt. blond und blau äugig war.......

    wir haben alle unsere duklen seiten, ihre haben wir jetzt gelesen und leider erlebt, wer immer sie sind , es ist gut, dass solche einfachen menschen wie sie existieren, denn dann erinnern wir uns an unsere zivilisation, in der vieles nicht stimmt, und über die wir besser schreiben und lesen sollten.....

    benehmen sich und erweitern sie ihre gedanken, lassen sie einbißchen luft in den verstaubten hirnregionen, in der gefühle, liebe und handlung zu einer einheit werden.

    Antwort auf "nur aus neugier ... ;-"
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    Kommentar Nr. 3 mag ja etwas krass formuliert sein, inhaltlich ist er sicher korrekt: Michael Jackson war vollgepumpt mit allen möglichen Medikamenten und von oben bis unten ein Meisterwerk plastischer Chirurgie.´Bis auf die Nase, die wohl ständig abzufallen drohte. Und warum auch immer, aber der Mann war sicher psychisch auch nicht mehr ganz auf der Höhe.
    Warum Sie dann die Eltern des Schreibers ins Heim stecken wollen und ihn in die Nazi-Ecke stellen möchten, ist mir nicht ganz klar...

    Und ich stimme dem Autor von Kommentar Nr. 3 inhaltlich voll zu, dass ich es völlig unnötig finde, dass "Die Zeit" in diesem Umfang über seinen Tod und alles drumherum berichtet. Das könnte man beruhigt der "Bravo" und der "Bild" überlassen. Aber es passt zum auch an anderer Stelle festzustellenden, ständig sinkenden Niveau dieser Zeitung.

    Deshalb ist es schön, dass es dieses tolle, kostenfreie Online-Angebot gibt, bei dem man sich die paar Artikel runterlädt, die noch lesenswert sind. Früher habe ich die Zeit mal mehr oder weniger regelmäßig gekauft. Jetzt kann ich mir die 3,50 Euro sparen. Auch, weil der Preis pro brauchbarem Artikel leider konstant ansteigt. Schneller, als die Nase von Michael Jackson zu Boden fällt ;-)

    Kommentar Nr. 3 mag ja etwas krass formuliert sein, inhaltlich ist er sicher korrekt: Michael Jackson war vollgepumpt mit allen möglichen Medikamenten und von oben bis unten ein Meisterwerk plastischer Chirurgie.´Bis auf die Nase, die wohl ständig abzufallen drohte. Und warum auch immer, aber der Mann war sicher psychisch auch nicht mehr ganz auf der Höhe.
    Warum Sie dann die Eltern des Schreibers ins Heim stecken wollen und ihn in die Nazi-Ecke stellen möchten, ist mir nicht ganz klar...

    Und ich stimme dem Autor von Kommentar Nr. 3 inhaltlich voll zu, dass ich es völlig unnötig finde, dass "Die Zeit" in diesem Umfang über seinen Tod und alles drumherum berichtet. Das könnte man beruhigt der "Bravo" und der "Bild" überlassen. Aber es passt zum auch an anderer Stelle festzustellenden, ständig sinkenden Niveau dieser Zeitung.

    Deshalb ist es schön, dass es dieses tolle, kostenfreie Online-Angebot gibt, bei dem man sich die paar Artikel runterlädt, die noch lesenswert sind. Früher habe ich die Zeit mal mehr oder weniger regelmäßig gekauft. Jetzt kann ich mir die 3,50 Euro sparen. Auch, weil der Preis pro brauchbarem Artikel leider konstant ansteigt. Schneller, als die Nase von Michael Jackson zu Boden fällt ;-)

  4. Die Marke Michael Jackson war ein industrielles Produkt, angefangen von seinem entstellten Körper bis hin zu seinen Shows. Wer der einsame Mensch Michael Jackson war, wissen wir nicht. Daß die Vermarktung dieses Kunstproduktes eine solche Massenbegeisterung hervorrufen konnte und kann, ist traurig und bedenklich. Musik ist doch in erster Linie Kommunikation von Mensch zu Mensch. Aber wäre Michael Jackson allein mit Gitarre auf einer Bühne denkbar gewesen, einfach als Mensch, der singt? Kaum. Ist der Jackson-Hype Symptom einer entpersonalisierten Kunststoffwelt?

  5. Kommentar Nr. 3 mag ja etwas krass formuliert sein, inhaltlich ist er sicher korrekt: Michael Jackson war vollgepumpt mit allen möglichen Medikamenten und von oben bis unten ein Meisterwerk plastischer Chirurgie.´Bis auf die Nase, die wohl ständig abzufallen drohte. Und warum auch immer, aber der Mann war sicher psychisch auch nicht mehr ganz auf der Höhe.
    Warum Sie dann die Eltern des Schreibers ins Heim stecken wollen und ihn in die Nazi-Ecke stellen möchten, ist mir nicht ganz klar...

    Und ich stimme dem Autor von Kommentar Nr. 3 inhaltlich voll zu, dass ich es völlig unnötig finde, dass "Die Zeit" in diesem Umfang über seinen Tod und alles drumherum berichtet. Das könnte man beruhigt der "Bravo" und der "Bild" überlassen. Aber es passt zum auch an anderer Stelle festzustellenden, ständig sinkenden Niveau dieser Zeitung.

    Deshalb ist es schön, dass es dieses tolle, kostenfreie Online-Angebot gibt, bei dem man sich die paar Artikel runterlädt, die noch lesenswert sind. Früher habe ich die Zeit mal mehr oder weniger regelmäßig gekauft. Jetzt kann ich mir die 3,50 Euro sparen. Auch, weil der Preis pro brauchbarem Artikel leider konstant ansteigt. Schneller, als die Nase von Michael Jackson zu Boden fällt ;-)

    Antwort auf "...tja"
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    "Warum Sie dann die Eltern des Schreibers ins Heim stecken wollen und ihn in die Nazi-Ecke stellen…"

    das nennt sich "Godwins Gesetz" und hat auch für die kommentarspalten von zeitungen geltung ;-)

    Sorry, aber für mich bewegt sich Ihr Kommentar ganz auf dem Niveau von "Bild" &. Co, nicht die Berichterstattung in "Die Zeit", deren Rezeption Sie schließlich vermeiden können. Sie kaprizieren sich nämlich genau wie die Sensationspresse nur auf zwei Aspekte der Person MJ, seine Medikamentenabhängigkeit und seine Schönheitsoperationen. In diesem Kontext werden Sie sogar beleidigend, was Sie, wie ich dem Emotikon entnehme, selbst sogar witzig finden. Vielleicht meinen Sie, das sei nicht weiter tragisch, da es sich ja "nur" um eine öffentliche Person handelte, auf deren Kosten man ohne weiteres müde Scherze machen könne. Ich meine das nicht und ziehe daher aus Ihrem Kommentar den Schluss, dass Sie selbst, was Ihr Taktgefühl, Ihre Menschlichkeit und Ihr Beurteilungsvermögen angeht, nicht ganz auf der Höhe sind.

    "Warum Sie dann die Eltern des Schreibers ins Heim stecken wollen und ihn in die Nazi-Ecke stellen…"

    das nennt sich "Godwins Gesetz" und hat auch für die kommentarspalten von zeitungen geltung ;-)

    Sorry, aber für mich bewegt sich Ihr Kommentar ganz auf dem Niveau von "Bild" &. Co, nicht die Berichterstattung in "Die Zeit", deren Rezeption Sie schließlich vermeiden können. Sie kaprizieren sich nämlich genau wie die Sensationspresse nur auf zwei Aspekte der Person MJ, seine Medikamentenabhängigkeit und seine Schönheitsoperationen. In diesem Kontext werden Sie sogar beleidigend, was Sie, wie ich dem Emotikon entnehme, selbst sogar witzig finden. Vielleicht meinen Sie, das sei nicht weiter tragisch, da es sich ja "nur" um eine öffentliche Person handelte, auf deren Kosten man ohne weiteres müde Scherze machen könne. Ich meine das nicht und ziehe daher aus Ihrem Kommentar den Schluss, dass Sie selbst, was Ihr Taktgefühl, Ihre Menschlichkeit und Ihr Beurteilungsvermögen angeht, nicht ganz auf der Höhe sind.

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