Killerspiel-Debatte Onlinepetition gegen Verbot von "Action-Computerspielen"
ePetitionen scheinen ins Bewusstsein der Internetnutzer gerückt zu sein. Eine neue, die ein Ende der Diffamierung als "Killerspieler" fordert, hat schon 3000 Mitzeichner
Computerspieler wehren sich gegen die Diffamierung als "Killerspieler" und gegen ein möglicherweise drohendes Herstellungs- und Verbreitungsverbot der Spiele: Auf der offiziellen Petitionsseite des Deutschen Bundestages können sie eine Onlinepetition unterschreiben, die bereits über 3.000 Mitzeichner gefunden hat.

Die Politik möchte die sogenannten Killerspiele verbieten, die Gamer sind entsetzt - hier finden Sie die Texte zur Debatte
Auf der Petitionsseite des Bundestages ist seit dem 7. Juli 2009 eine Petition online, die sich gegen ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Action-Computerspielen wendet, wie es die Innenminister der Länder am 5. Juni 2009 gefordert haben. Innerhalb weniger Stunden haben über 3.000 Unterzeichner (Stand 8. Juli 2009 um 10 Uhr) dem Text zugestimmt - für Onlinepetitionen ist das sehr viel. Die Zeichnungsfrist endet am 19. August 2009.
Die Petition erkennt das derzeit geltende Jugendschutzsystem ausdrücklich an und fordert sogar, dass der Vollzug bestehender Gesetze verbessert wird, um zu "gewährleisten, dass Kindern und Jugendlichen nur Computer- und Videospiele entsprechend der USK-Jugendfreigabe zugänglich gemacht werden". Sie fordert aber auch, den laut Meinung von Initiator Peter Schleußer "irreführenden und diskriminierenden Begriff 'Killerspiele' aus der politischen Diskussion zu nehmen", "das Vertrauen der Öffentlichkeit in die bestehenden staatlichen Jugendschutzmechanismen zu stärken" und "Eltern, Pädagogen sowie erzieherisch verantwortliche Personen bei der Förderung der Medienkompetenz zu unterstützen". Außerdem soll die "Computer- und Videospiele-Branche in Deutschland und insbesondere die Ausbildung in diesen zukunftsträchtigen Berufen" gefördert werden.
Die momentane gesellschaftliche Diskussion sieht die Petition äußerst kritisch: Die Debatte sei auf Seiten der Politik von "Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen geprägt". Ein prinzipielles Herstellungs- und Vertriebsverbot von "Filmen und Computerspielen für Erwachsene" steht aus Sicht von Schleußer "im Widerspruch zu Artikel 5 unseres Grundgesetzes ('Eine Zensur findet nicht statt')."
Die letzte Onlinepetition, die auf großes Echo in der Bevölkerung und in den Medien gestoßen ist, war die gegen von Franziska Heine gestartete Petition "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" mit über 130.000 Unterzeichnern. Faktisch hat die Petition zwar nichts geändert, aber durch sie ist das Instrument der Onlinepetition und vor allem die große Gruppe der Internetnutzer und webaffinenen Wähler wohl auch beim ein oder anderen Politiker ins Bewusstsein gerückt.
Der Text erschien zuerst bei golem.de
- Datum 03.09.2009 - 11:48 Uhr
- Serie Killerspiel-Debatte
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 16
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"faktisch hat die Petition nichts geändert"
Sicherlich ist stillsitzen verkehrt und je mehr Bürger sich engagieren umso besser. Aber sei es die Petition gegen das Zensurgesetz oder in Frankreich das Ignorieren des Gerichts (ich meine den Fall über die Internetsperrung für Copyrightverletzter).
Eines zeigt sich immer öfter: Die Politiker ignorieren den Bürger, Demokratie findet nicht statt... und das geht immer so weiter, immer extremer und nachher wundert man sich, wenn auf einer es nicht mehr beim Reden bleibt...
So ist es, früher oder später werden sich die Bürger fragen, mit welchem Recht sich diese Parteibonzen selbstinstzenieren und grossartige Gehälter einstecken gleichzeitig aber ihren Arbeitgeber, das Volk, gängeln und nicht beachten.
So ist es, früher oder später werden sich die Bürger fragen, mit welchem Recht sich diese Parteibonzen selbstinstzenieren und grossartige Gehälter einstecken gleichzeitig aber ihren Arbeitgeber, das Volk, gängeln und nicht beachten.
So ist es, früher oder später werden sich die Bürger fragen, mit welchem Recht sich diese Parteibonzen selbstinstzenieren und grossartige Gehälter einstecken gleichzeitig aber ihren Arbeitgeber, das Volk, gängeln und nicht beachten.
"Herstellungsverbot" für Action-Spiele? Aber im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr bloß nicht das Wort "Krieg" in den Mund nehmen wollen.
"Eines Tages wird man wieder Arbeitgeberpräsidenten in Kofferräumen auffinden. Einer perversen Logik folgend werden daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen verschärft."
--
der geist in der maschine
also meine Stimme haben sie auf jeden Fall
Wer ständig Killerspiele verbieten will -
aber kein Problem mit Jugendlichen in Schützenvereinen hat -
und sich um das Wort "Krieg" in Afghanistan herumlügt -
so jemand ist unwissen oder verlogen.
Wenn sich Politiker/innen aus irgendwelchen verquasten Gründen oder aus schierer Ahnungslosigkeit so verhalten - geben sie sich selbst der Lächerlichkeit preis.
Warum müssen Politiker/innen ständig negativen Vorurteile bestätigen ?
Masochismus?
Dummheit ?
Machtgier,
mit daraus resultierendem
Populismus
und dem Glauben das Volk würde schon stillhalten.
Falls doch nicht bekommt halt der Schäuble seine Bundeswehr im Inneren und die mündigen Bürger Gummigeschosse bis sie klein bei geben.
hasta la victoria siempre revolution
PS: ist eigentlich jemandem aufgefallen, das China in Sachen der Rechtfertigung von Zensursoftware tatsächlich noch was von unserer Bundesregierung lernen konnte ?? = unheimlich !!!!
_________________
Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-
Machtgier,
mit daraus resultierendem
Populismus
und dem Glauben das Volk würde schon stillhalten.
Falls doch nicht bekommt halt der Schäuble seine Bundeswehr im Inneren und die mündigen Bürger Gummigeschosse bis sie klein bei geben.
hasta la victoria siempre revolution
PS: ist eigentlich jemandem aufgefallen, das China in Sachen der Rechtfertigung von Zensursoftware tatsächlich noch was von unserer Bundesregierung lernen konnte ?? = unheimlich !!!!
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Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-
Machtgier,
mit daraus resultierendem
Populismus
und dem Glauben das Volk würde schon stillhalten.
Falls doch nicht bekommt halt der Schäuble seine Bundeswehr im Inneren und die mündigen Bürger Gummigeschosse bis sie klein bei geben.
hasta la victoria siempre revolution
PS: ist eigentlich jemandem aufgefallen, das China in Sachen der Rechtfertigung von Zensursoftware tatsächlich noch was von unserer Bundesregierung lernen konnte ?? = unheimlich !!!!
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Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-
Ich stelle diese Frage, weil sie immer wieder in Diskussionen gerade mit Nicht-Spielern auftaucht: Was bringen uns diese Spiele?
- der tatsächliche Kontakt zu anderen Mitmenschen (ausser Chat) wird durch die Nutzung von Computerspielen eingeschränkt (mehr als das Fernsehen?).
- man kann nicht wirklich abschalten, wenn man (fordernde Aktion-)Computerspiele spielt; im Gegenteil, es wird ein hohes Ausmaß an Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert.
- einige Mitmenschen munkeln (bzw. schreien!), das Nachspielen von Gewalt stumpfe gegen tatsächlich erlebte Gewalt ab; durch das Nicht-Erleben von Körperlichkeit werden Konsequenzen von gewalttätigen Aktionen auch im realen Leben nicht mehr richtig wahrgenommen.
Warum machen diese Spiele trotzdem Spass?
- man kann sich ständig an anderen Spielern messen.
- man verbessert sich durch intensives Spielen recht schnell (von der Spitzgruppe, wo es um Nuancen geht, rede ich nicht).
- man ist nicht auf die Freizeitgestaltung anderer Menschen angewiesen (wie z.B. in Sportvereinen, etc.pp.).
Also zusammengefaßt (und sicherlich provokant), spielen wir diese Spiele als Ausdruck unserer individualisierten Gesellschaft, Rückzugsraum einerseits, Kontaktpflege (Chat) und Ausdruck von (spielerischer) Konkurrenz andererseits. Ist das wirklich erhaltenswert und wichtig? Oder ist das Spiel doch nur die Weigerung unsererseits, uns mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen?
Ist das wirklich erhaltenswert und wichtig? Genau das muss jeder für sich selbst entscheiden und daher gehört das Verbot verboten...
Die Frage, ob das "Erhaltenswert und wichtig" ist, wird nicht gestellt. Hingegen wird debattiert ob diese Spiele verboten werden sollen.
Das ist doch ein himmelweiter Unterschied!
Ich arbeite nun einfach der Reihe nach ihre Punkte ab:
1. Dumm nur das ich wenige Leute habe die dieselben Hobbies haben wie ich, wer sagt eigentlich das eine Diskussion über eine VOIP-Leitung nicht genausogut sein kann wie ein Gespräch? Seit wann ist räumliche Nähe eine unabdingbares Kriterium für eine Unterhaltung?
2. Doch kann man, man darf eben nur nicht den Anspruch haben gut zu spielen.
3. Ja einige Mitmenschen schreien, einige Mitmenschen die in ihren Beweggründen dermaßen fragwürdig und ihren Aussagen dermaßen polemisch und ignorant sind, dass man ihnen schon vor längerer zeit den Doktortitel aberkennen hätte sollen.
Es ist eine Schande wie Leute wie Pfeiffer durch die Talkshows zum Thema tingeln mit ihren seltsamen Theorien und fragwürdigen Aussagen und sich selber als "Killerspielexperte" deklarieren, gleichzeitig Kollegen die anderer Meinung sind ohne Ende runtermachen und diffamieren und deren wissenschaftlichen Ruf zerstören nur um sich selbst mehr Gewicht zu verleihen.
Ob erhaltenswert oder richtig ist KEINE Grundlage für eine Debatte, denn das was sicher nicht richtig ist, ist wenn sie mir aufgrund ihrer Vorstellungen von richtig und falsch meine Hobbies vorschreiben ohne das ich ihnen oder irgendwem anders was getan habe.
Sie vermischen hier zu vieles miteinander. Nur weil einige Menschen Medienaufmerksamkeit erhalten, heisst das nicht das sie die einzigen sind die zu dem Thema was zu sagen haben. Die Medien (speziell die ÖR) stürzen sich nur auf alles was gegen Computerspiele läuft, teilweise aus persönlichen Gründen der Verantwortlichen im Aufsichtsrat, teilweise auch aus purer Lust an der Sensation und weil sie wissen das sie mit diesen Themen hohe Einschaltquoten erhalten.
Ich wüsste auch nicht inwiefern sie wissen ob ein Gespräch mit einem Menschen am anderen Ende der Welt mit einem realen vergleichbar ist, wenn sie der Meinung sind es sei nicht vergleichbar, so bringen sie Argumente dafür.
Meistens erhalte ich auf diese Frage nämlich nur sinngemäß die Antwort :" Weil es eben real ist, das kann man nicht vergleichen." Das ist kein Argument. Das ist dasselbe wie: " Wieso ist der Tisch flach und nicht rund? Weil er eben flach ist..."
Ist das wirklich erhaltenswert und wichtig? Genau das muss jeder für sich selbst entscheiden und daher gehört das Verbot verboten...
Die Frage, ob das "Erhaltenswert und wichtig" ist, wird nicht gestellt. Hingegen wird debattiert ob diese Spiele verboten werden sollen.
Das ist doch ein himmelweiter Unterschied!
Ich arbeite nun einfach der Reihe nach ihre Punkte ab:
1. Dumm nur das ich wenige Leute habe die dieselben Hobbies haben wie ich, wer sagt eigentlich das eine Diskussion über eine VOIP-Leitung nicht genausogut sein kann wie ein Gespräch? Seit wann ist räumliche Nähe eine unabdingbares Kriterium für eine Unterhaltung?
2. Doch kann man, man darf eben nur nicht den Anspruch haben gut zu spielen.
3. Ja einige Mitmenschen schreien, einige Mitmenschen die in ihren Beweggründen dermaßen fragwürdig und ihren Aussagen dermaßen polemisch und ignorant sind, dass man ihnen schon vor längerer zeit den Doktortitel aberkennen hätte sollen.
Es ist eine Schande wie Leute wie Pfeiffer durch die Talkshows zum Thema tingeln mit ihren seltsamen Theorien und fragwürdigen Aussagen und sich selber als "Killerspielexperte" deklarieren, gleichzeitig Kollegen die anderer Meinung sind ohne Ende runtermachen und diffamieren und deren wissenschaftlichen Ruf zerstören nur um sich selbst mehr Gewicht zu verleihen.
Ob erhaltenswert oder richtig ist KEINE Grundlage für eine Debatte, denn das was sicher nicht richtig ist, ist wenn sie mir aufgrund ihrer Vorstellungen von richtig und falsch meine Hobbies vorschreiben ohne das ich ihnen oder irgendwem anders was getan habe.
Sie vermischen hier zu vieles miteinander. Nur weil einige Menschen Medienaufmerksamkeit erhalten, heisst das nicht das sie die einzigen sind die zu dem Thema was zu sagen haben. Die Medien (speziell die ÖR) stürzen sich nur auf alles was gegen Computerspiele läuft, teilweise aus persönlichen Gründen der Verantwortlichen im Aufsichtsrat, teilweise auch aus purer Lust an der Sensation und weil sie wissen das sie mit diesen Themen hohe Einschaltquoten erhalten.
Ich wüsste auch nicht inwiefern sie wissen ob ein Gespräch mit einem Menschen am anderen Ende der Welt mit einem realen vergleichbar ist, wenn sie der Meinung sind es sei nicht vergleichbar, so bringen sie Argumente dafür.
Meistens erhalte ich auf diese Frage nämlich nur sinngemäß die Antwort :" Weil es eben real ist, das kann man nicht vergleichen." Das ist kein Argument. Das ist dasselbe wie: " Wieso ist der Tisch flach und nicht rund? Weil er eben flach ist..."
Ist das wirklich erhaltenswert und wichtig? Genau das muss jeder für sich selbst entscheiden und daher gehört das Verbot verboten...
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