Autokrise Weitere Geldgeber interessieren sich für Porsche
Der Sportwagenbauer hat neben Qatar fünf weitere Interessenten für den Einstieg am Unternehmen und den Aktienoptionen an Volkswagen
"Wir verhandeln exklusiv mit Qatar über einen Einstieg bei der Porsche SE, aber wir haben fünf weitere Interessenten für unser Optionspaket an VW", zitiert Das Handelsblatt einen Porsche-Sprecher.
Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, ein russischer und ein chinesischer Staatsfonds sowie ein Hedgefonds interessieren sich für den Einstieg am Unternehmen. Der Financial Times Deutschland zufolge ist zwischen den Banken von Porsche ein Streit darüber entbrannt, wie die Geldprobleme des Autobauers gelindert werden sollen. Während sich die eine Seite für den Einstieg des umworbenen Emirats Qatar einsetzt, fordert ein Großteil des Kreditkonsortiums eine Sacheinlage der Eigentümerfamilie Porsche und Piëch, um das Eigenkapital zu stärken. Sie sollten demnach ihr Salzburger Autohandelshaus Porsche Holding GmbH in den Stuttgarter Konzern einbringen. Auch Das Handelsblatt zitiert einen Sprecher des Unternehmens mit den Worten, Porsche habe "fünf weitere Interessenten für unser Optionspaket an VW".
Porsche dementiert den Zeitungsbericht des Handelsblatts. "Wir weisen dieses Zitat zurück", sagte ein Porsche-Sprecher in Stuttgart. Diese Aussage sei nicht getroffen worden, sagte der Sprecher. Fakt sei, dass Porsche exklusiv mit dem Emirat Katar über einen Einstieg bei dem Sportwagenbauer und die Übernahme von Optionen auf VW-Aktien verhandele. Zu weiteren Spekulationen äußere sich das Unternehmen nicht.
Als Porsche im März einen Kredit von zehn Milliarden Euro bewilligt bekam, hätten sich die Gläubigerbanken einen solchen Schritt zusichern lassen. Das berichtet die Financial Times Deutschland unter Berufung auf Finanzkreise. Ein Teil der 15 Institute fordere nun den Vollzug. Die betreffenden Banken argumentieren, dass der Porsche-Konzern mit dem Kapital der Salzburger Holding seine Bilanz verbessern und damit seine Position gegenüber VW stärken würde.
- Datum 06.07.2009 - 10:55 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, aku, Reuters
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