Arcandor-Tochter Einigung über Quelle-Kredit erzielt

Der rettende Massekredit über 50 Millionen Euro für den insolventen Konzern Quelle kann fließen. Die Verhandlungen sind abgeschlossen

Banken und der Insolvenzverwalter einigten sich auf den 700-seitigen Kreditvertrag, wie Focus Online aus Regierungskreisen erfuhr. "Die Verhandlungen sind beendet", hieß es. Die insolvente Arcandor-Tochter Quelle könne nun mit der dringend benötigten Finanzspritze über 50 Millionen Euro rechnen. Voraussetzung sei zwar, dass die obersten Entscheidungsgremien der beteiligten Kreditinstitute dem Vertrag zustimmen. Dabei dürfte es sich aber um eine Formsache handeln, berichtet Focus Online.

Zwar haben Bund und Länder inzwischen einen Massekredit über 50 Millionen Euro zugesagt, doch hat Quelle das Geld noch nicht erhalten und kann daher seine Lieferanten nicht bezahlen. Die Einzelheiten des umfangreichen Vertragswerks waren weiter von den Beteiligten besprochen worden. Die Kunden zögern, bei dem zahlungsunfähigen Versandhändler zu bestellen. Die Bestellungen brachen zuletzt stark ein. Frühestens Ende der Woche sei mit der Freigabe des Geldes für Quelle zu rechnen, bestätigte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters.

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Der Druck des Hauptkatalogs von Quelle ruht, weil Zulieferer um die Bezahlung ihrer Leistungen fürchten. Ein kleinerer Teil der Auflage des für das Überleben des Versandhändlers wichtigen Katalogs war in den vergangenen Tagen bereits ausgeliefert worden.

Thomas Schulz, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, widersprach dieser Darstellung nicht. Er sagte vielmehr zu den Informationen: "Diese Einschätzung begrüßen wir sehr." Die vorläufige Insolvenzverwaltung werde aber erst Stellung nehmen, wenn die Verträge unterschrieben sind.
 

 
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