Rezeptor Frisur für Feinschmecker

Capellini sind haardünne Nudeln - serviert mit Schinken und Zitrone bilden sie das perfekte Sommergericht, finden unsere beiden Kolumnisten

Engelshaar zum Essen: Capellini sind die dünnsten aller Nudelsorten - hier serviert mit Prosciutto und Limone

Engelshaar zum Essen: Capellini sind die dünnsten aller Nudelsorten - hier serviert mit Prosciutto und Limone

Capellini con prosciutto e limone: Dieses leichte, feine Pastarezept passt ausgezeichnet zum schönen Wetter. Also Markise runter und Weißweinkorken raus!

Per due persone:
200 g Mehl
2 Eier
100 g Kochschinken (hauchdünn geschnitten)
1/2 Bund Petersilie
1 Bio-Zitrone
35 g Parmesan
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Mittlerweile haben sich die Supermärkte auf die Italienisierung der deutschen Küche eingestellt und verkaufen auch andere Sorten neben Spaghetti, Maccheroni und Lasagne.

Manche speziellen Gerichte erfordern aber spezielle Nudeln, im vorliegenden Fall braucht man Capellini, was übersetzt "Engelshaar" bedeutet. Auf der deutschen Barillaseite findet man diese Sorte zwar beschrieben, aber ob und wo man die kaufen kann … notfalls tun's auch Spaghettini, also die dünnen Spaghetti mit 5 Minuten Kochzeit.

Aber Pasta schmeckt ja am besten selbst gemacht - wie das geht, steht hier. Den Nudelteig am Schluss auf dünnster Stufe durchwalzen, dann eine Viertelstunde antrocknen lassen und mit einem großen scharfen Messer längs hauchdünne Capellini abschneiden. Zu Nestern geformt auf einem Küchentuch parken.

Die ungespritzte Bio-Zitrone mit einer Reibe oder einem speziellen Zestenreißer malträtieren und die Zesten beiseite stellen. Petersilie waschen, wieder trocken schleudern, die Blätter abzupfen und klein schneiden, den Parmesan fein reiben.

In einer Pfanne, einem Schuss Olivenöl und auf voller Hitze den Schinken behutsam goldbraun anbraten, er soll nicht noch weiter zerfallen. Von der Herdplatte nehmen und beiseite stellen. Dann einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln entweder nach Packungsaufschrift (gekauft) oder 90 Sekunden (selbst gemachte Capellini) al dentieren und mit einer Schöpfkelle in die Pfanne zum Schinken geben.

Zitronenschale, Parmesan und Petersilie dazu, alles unterheben und auf Salz abschmecken. Man kann noch eine Kelle Kochwasser dazugeben, falls die Sache zu trocken wird. Mit gekühltem Weißwein draußen servieren.

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Leser-Kommentare
  1. Geht's eigentlich noch geschraubter?

  2. Die Sprache dieser Kolumne ist wirklich aufgeblasen. Dieses doch sehr einfache (und bestimmt leckere) Gericht hat das nicht verdient. "...auf dem Küchentisch parken." - "Die ungespritzte Bio-Zitrone ... malträtieren" - Und Cappellini heißt auch nicht "Engelshaar", sondern einfach Härchen. Da muss man nicht ein stahlgrauer Sprachkritiker sein um das lächerlich zu finden.

    Das ist bloß dickes Geschwafel und hat nichts mit einem guten Kochrezept zu tun.

    • Nori
    • 07.07.2009 um 10:19 Uhr

    An alle, die mit solch ausgefallenen, hochgestochenen Worten wie "malträtieren" und "al dentieren" nicht zurechtkommen, empfehle ich traditionelle Koch-Web-Sites wie www.daskochrezept.de! Da findet man gute, nüchterne... vielleicht etwas langweilige Kochanleitungen.

    Zum Rezeptor kann ich nur sagen: weiter so!
    Nori

  3. ... und wenn schon "per due persone" auf Italienisch dastehen muss, dann haltet euch doch bitte sehr an die italienische Rechtschreibung. Es dürfte bekannt sein, dass fast keine andere Sprache Substantive wie das Deutsche groß schreibt - dies gilt auch für das Italienische! Al dentieren - tzzzzzzzzzzz!

  4. 5. aber..

    neben all dieser supjektiven aufgeblasenheitsempfindungen, das Gericht ist mal wieder ein super Tip und besticht doch gerade hier wieder in seiner Einfachheit! - was ja sprachlich "Primitivität" bedeuten würde, aber hier sicher nicht gemeint ist...

  5. wenn man sich aus der Nähe des "Zünder" in den Dunstkreis des Feuilletons begibt.
    Ansonsten:
    - mir gefällt der Stil
    - das Gericht ist wirklich lecker
    - Capellini kann man z. B. beim Edeka bekommen (zumindest im Kreis Ense, ratet mal wo das ist)

  6. ... für die Worte und die Anregung, die mich gestern meine Nudelmaschine nach langem Verweilen im Hochschrank wieder aktivieren liess. Seitdem weiß ich, wieso das Engelshaar heißt - lecker und wundervoll und mit nichts gekauftem von Barilla oder ähnlichem zu vergleichen.

    ... und das Gekurbel ist eine Entspannung nach Feierabend :-).

    Bravo und bitte macht weiter - in jeder Beziehung

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  7. 8. *****

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