Bürgerkrieg Hunderttausende in Somalia auf der Flucht
Im afrikanischen Krisenstaat hat sich die Zahl der Flüchtlinge auf über 200.000 erhöht. Die medizinische Versorgung der Opfer ist unmöglich geworden
Mehr als 100 Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu getötet, fast 400 verletzt. Die Zahl der Vertriebenen und heimatlos gewordenen Menschen wird auf 1,2 Millionen geschätzt. Das teilte das UN Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit.
Die seit Anfang Mai laufende Offensive der radikal-islamischen Al Shabab-Miliz habe zur größten Flüchtlingswelle aus Mogadischu seit der äthiopischen Intervention 2007 geführt. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) appellierte an die Konfliktparteien in dem Krisenstaat, ihre medizinischen Einrichtungen und somalische Helfer zu respektieren.
Aufgrund des andauernden Beschusses und der Risiken für die Mitarbeiter habe die MSF in der vergangenen Woche ein Kinderkrankenhaus und drei Gesundheitszentren im Norden Mogadischu schließen müssen, teilte eine Sprecherin in Nairobi mit. Vor allem in den vergangenen zwei Wochen habe sich die Zahl der Toten und Verletzten drastisch erhöht, sagte die Koordinatorin der Arbeit in Somalia, Monica Camacho. "Es ist unmöglich, für diejenigen medizinische und humanitäre Hilfe zu leisten, die sie benötigen", sagte sie.
- Datum 07.07.2009 - 19:49 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, aku, dpa
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