Politik erhöht Druck auf Banken
Die Banken erhalten billiges Geld, doch sie geben es nicht weiter. Die SPD will darauf notfalls mit Zwangsmaßnahmen reagieren. Auch aus der Union kommt scharfe Kritik

© Tim Brakemeier dpa
Vizekanzler Steinmeier und Finanzminister Steinbrück (beide SPD) wollen die Banken notfalls zwingen, Kredite zu vergeben
Nach der Bundestagsentscheidung zur Einrichtung sogenannter Bad Banks hat SPD-Kanzlerkandidat Frank- Walter Steinmeier den Geldinstituten mit staatlichen Eingriffen gedroht, sollten sie die Wirtschaft in Zukunft nicht besser mit Krediten versorgen.
Dem Tagesspiegel am Sonntag sagte Steinmeier: „Wenn wir in einigen Wochen sehen, dass die Banken noch immer nicht bereit sind, ihre Aufgabe als Dienstleister der Wirtschaft zu erfüllen, dann müssen wir über weitere Schritte nachdenken. Ich will nicht, dass gesunde Unternehmen und mit ihnen Arbeitsplätze verschwinden, nur weil Banken ihr Geld horten.“
Steinmeier antwortete damit auf die Frage, ob der Staat notfalls mit Zwangsmaßnahmen dafür sorgen müsse, dass die Kreditvergabe wieder in Gang kommt. Die ausreichende Versorgung der Wirtschaft mit Darlehen gilt als Schlüssel bei der Bekämpfung der Rezession.
Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) schloss staatliche Zwangsmaßnahmen nicht aus. „Wenn es im zweiten Halbjahr zu einer echten Kreditklemme kommen sollte, wird sich die Bundesregierung mit der Bundesbank zusammensetzen und nach Lösungen suchen müssen“, sagte er der Bild am Sonntag. „Dabei müsste man dann über Maßnahmen nachdenken, die es noch nicht gegeben hat.“
Auf die Frage, ob er an die Einführung von Zwangskrediten denke, sagte Steinbrück: „Ich will darüber jetzt nicht spekulieren. Aber wir werden alle Anstrengungen unternehmen müssen, die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten sicherzustellen.“
Mit der bisherigen Vergabepraxis der Banken gingen beide SPD-Politiker hart ins Gericht. Trotz massiver staatlicher Hilfen für die Institute würden viele Unternehmen „abgewimmelt“ oder bekämen Kredite nur zu „unverschämten Zinssätzen“, kritisierte Steinmeier. Es empöre ihn zutiefst, dass einige „Manager an der Spitze der deutschen Finanzwirtschaft“ Geschäfte mit der Krise machten.
So habe die Europäische Zentralbank in der vergangenen Woche erneut 442 Milliarden in den Markt gegeben. Doch anstatt Kredite an Unternehmen zu vergeben, werde ein beträchtlicher Teil des Geldes „irgendwo in Europa oder Übersee angelegt, um höhere Zinsen zu kassieren“.
- Datum 04.07.2009 - 21:49 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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bevor man Banken Bundeshilfen gibt, Geld zu extrem günstigen Zinsen leiht und nun auch noch eine Bad Bank für das bequeme Aufpolieren von Bilanzen einrichtet.
Banker sind keine Gutmenschen und nehmen jeden noch so kleinen Vorteil mit. Für 1 Euro mehr Gewinn lassen sie ein Unternehmen ohne Rücksicht auf die Folgen über die Klinge springen, sonst wären sie keine Banker.
Wenn die Regierung erst jetzt merkt, mit wem es da zu tun hat, dann muss ich sagen: Sind da Amateure am Werk, die noch nicht einmal ansatzweise informiert haben, mit wem sie da Geschäfte machen? Und das nach einem dreiviertel Jahr (offizieller) Wirtschaftskrise und mehreren hundert Milliarden Hilfen für die Finanzindustrie?
Praxisbeispiele gefällig?
Ich höre von Radiologen, die eine neue Praxis eröffnen wollen und dafür einen knapp siebenstelligen Betrag von einer Bank bekommen sollen. Am Tag bevor die Praixisausstattung geliefert wird, nimmt die Bank die Kreditzusage zurück und will mehr Sicherheiten.
Eine Rechtsanwältin möchte/muss wegen des Wachstums ihrer Kanzlei expandieren und Mitarbeiter einstellen. Den dafür benötigten Kredit erhält sie von ihrer Bank nicht, weil sie keine entsprechenden Sicherheiten bieten kann.
Ein Autor beantragt zum ersten Mal einen Überbrückungskredit bei seiner Hausbank, die nach 20 Jahren Zusammenarbeit bei der Umbuchung auf ein Geschäftskonto und der damit verbundenen aufwändigen Basel 2 Prüfung feststellt, dass er nicht kreditwürdig ist. Womit er auch Privatkunde nicht mehr gerne gesehen ist.
Liebe Regierung: Wenn ihr den Banken Steuergelder schenken wolltet, steht wenigsten dazu! Wenn aber Eure Hilfen eigentlich in der Realwirtschaft ankommen sollten, erklärt bitte, ob ihr einfach nur betriebsblind, oder aber unfähig seid, Verträge so abzuschließen, dass die Verwendung von Steuergeldern festgeschrieben ist.
Alles Gute
Kai Hamann
"Wenn ihr den Banken Steuergelder schenken wolltet, steht wenigsten dazu!"
Ich denke genau das war tatsächlich ein wesentlicher Beweggrund für einige Politiker, aber das lässt sich dem Volk ziemlich schwer vermitteln. Also tut man öffentlich so, als seien alle Banken systemisch und man habe doch nur das Wohl der Bürger im Blick. Außerdem kann man dann hinterher sagen man habe doch alles getan, um unsere Wirtschaft zu retten und so den eigenen Machterhalt sichern.
Wie lächerlich dieses Theater ist zeigt am Besten die Reaktion von Horst Köhler: "Ich bitte die Banken zu prüfen, ob sie nicht jetzt etwas entschlossener sein können, beim Aufschwung zu helfen"
Glaubt er ernsthaft auch nur ein einziger kleiner Sachbearbeiter in irgendeiner Bank wird sich jetzt hinsetzen und das wirklich prüfen? Diese Vorstellung halte ich für völlig absurd.
So etwas werden jetzt einige niedlich finden (ich glaube diese Menschen unterschätzen unseren Bundespräsidenten), aber ich bin fest davon überzeugt, dass er genau weiss, was er da tut. Mit Banken müsste er sich doch auskennen.
Ihr Beispiel des jungen Radiologen ist nachdenkenswert:
Da kommt ein junger Radiologe zum Kreditsachbearbeiter und will mal locker 1-2 Millionen Kredit für High-Tech-Investitionen. Als Banker wäre ich da äusserst vorsichtig - ja ängstlich. Kann der Radiologe nicht am Markt vorbei planen? Haben wir wirklich zu wenige Radiologen und lohnt sich die Investition oder ist er in 3 Jahren insolvent? Da die Vernetzung in nahezu allen Bereichen der Gesellschaft schon weit vorangeschritten ist sind Entscheidungen da echt schwierig und es kann zu Fehlentscheidungen kommen. Kein Banker ist Prophet der in die Zukunft schauen kann.
Gruss
"Wenn ihr den Banken Steuergelder schenken wolltet, steht wenigsten dazu!"
Ich denke genau das war tatsächlich ein wesentlicher Beweggrund für einige Politiker, aber das lässt sich dem Volk ziemlich schwer vermitteln. Also tut man öffentlich so, als seien alle Banken systemisch und man habe doch nur das Wohl der Bürger im Blick. Außerdem kann man dann hinterher sagen man habe doch alles getan, um unsere Wirtschaft zu retten und so den eigenen Machterhalt sichern.
Wie lächerlich dieses Theater ist zeigt am Besten die Reaktion von Horst Köhler: "Ich bitte die Banken zu prüfen, ob sie nicht jetzt etwas entschlossener sein können, beim Aufschwung zu helfen"
Glaubt er ernsthaft auch nur ein einziger kleiner Sachbearbeiter in irgendeiner Bank wird sich jetzt hinsetzen und das wirklich prüfen? Diese Vorstellung halte ich für völlig absurd.
So etwas werden jetzt einige niedlich finden (ich glaube diese Menschen unterschätzen unseren Bundespräsidenten), aber ich bin fest davon überzeugt, dass er genau weiss, was er da tut. Mit Banken müsste er sich doch auskennen.
Ihr Beispiel des jungen Radiologen ist nachdenkenswert:
Da kommt ein junger Radiologe zum Kreditsachbearbeiter und will mal locker 1-2 Millionen Kredit für High-Tech-Investitionen. Als Banker wäre ich da äusserst vorsichtig - ja ängstlich. Kann der Radiologe nicht am Markt vorbei planen? Haben wir wirklich zu wenige Radiologen und lohnt sich die Investition oder ist er in 3 Jahren insolvent? Da die Vernetzung in nahezu allen Bereichen der Gesellschaft schon weit vorangeschritten ist sind Entscheidungen da echt schwierig und es kann zu Fehlentscheidungen kommen. Kein Banker ist Prophet der in die Zukunft schauen kann.
Gruss
...wie der vorherige Kommentator erwähnt, wurden die Geschenk ja nun leider bereits verteilt. "Starke Männer" reparieren nun ihren eigenen Bockmist, wunderbar.
Gar keine Finanzhilfen und dafür 2-3 Jahre Steuerfreiheit wären aus meiner Sicht sicher sinnvoller und vor allem erheblich günstiger gewesen. Da hätten viele Firmen auch gut auf "systemisch relevante" Banken (Unwort 2009) verzichten können.
Wir haben zu viele Bankfilialen wie wir stellenweise zu viele Arztpraxen oder zu viele Rechtsanwaltskanzleien haben. Das ist die Folge des Wettbewerbs in einer freien Marktwirtschaft. Aber: Besser zu viel als zu wenig. Wenn wir zu wenig Ärzte oder Banken hätten würden wir auch jammern. Abbauen kann man immer und es gehen eben einige in Insolvenz. Auch das gehört zum Wesen der Marktwirtschaft.
Einem Beobachter von ausserhalb kommt das etwas spanisch vor. Wer wirklich eine Praxis aufbaut hat es am Anfang zwar schwer aber er ist dann ein Leben lang abgesichert. Im Notfall sucht er sich etwas anderes. Man sollte auch diese Dinge mit der notwendigen Gelassenheit sehen. Die Suppe wird nicht so heiss gegessen wie sie gekocht wird. Und das Leben sollten wir uns eh nicht durch diese Lappalien vermiesen lassen.
Wenn die Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt ansonsten gut funktioniert ist allen auf Dauer am besten geholfen. Das gibt auch persönliche Sicherheit.
Wir haben zu viele Bankfilialen wie wir stellenweise zu viele Arztpraxen oder zu viele Rechtsanwaltskanzleien haben. Das ist die Folge des Wettbewerbs in einer freien Marktwirtschaft. Aber: Besser zu viel als zu wenig. Wenn wir zu wenig Ärzte oder Banken hätten würden wir auch jammern. Abbauen kann man immer und es gehen eben einige in Insolvenz. Auch das gehört zum Wesen der Marktwirtschaft.
Einem Beobachter von ausserhalb kommt das etwas spanisch vor. Wer wirklich eine Praxis aufbaut hat es am Anfang zwar schwer aber er ist dann ein Leben lang abgesichert. Im Notfall sucht er sich etwas anderes. Man sollte auch diese Dinge mit der notwendigen Gelassenheit sehen. Die Suppe wird nicht so heiss gegessen wie sie gekocht wird. Und das Leben sollten wir uns eh nicht durch diese Lappalien vermiesen lassen.
Wenn die Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt ansonsten gut funktioniert ist allen auf Dauer am besten geholfen. Das gibt auch persönliche Sicherheit.
Das das Vertrauen zwischen Geschäftsbanken und Privatkunden/Unternehmen durch die Wirtschaftskrise massiv geschädigt wurde. Abhilfe wäre eine wirkliche Bestandsaufnahme ALLER von der Finanzkrise betroffenen Unternehmen in einer offiziellen Liste, denn nur so kann eine derartige Katastrophe bzw. ein derartiger finanzieller Verlust für die Banken verhindert werden;
Noch wissen wir nicht einmal die genauen Auswirkungen. Keine Bank vergibt freiwillig derartige Risikopapiere, vor allem nach dieser Krise.
Auch eine wie in der FR geforderte "Zwangskreditausgabe" FR-Link wird keinem helfen; Im schlimmsten Fall ist der Steuerzahler noch weiter der Dumme wenn in nicht tragfähige Konzepte investiert wird. Die Banken können im Moment selbst nichts anderes als abwarten.
Gleichzeitig muss man aber auch das Verhalten der Banken in diesem Zusammenhang kritisieren weil es so nie aus einer Rezession hinausgehen wird und vor allem die immer noch vorhandene Raffgier der Banken dafür sorgt, dass das Geld erst zur Selbstrefinanzierung gebraucht wird. Statt des eigentlich erhofften "Aufschwungs" geht es so nur in eine immer weiter gehende Abwärtsspirale dessen Ende unabsehbar ist.
Aber im Endeffekt befürchte ich "the same procedure as every cicle": Gewinne werden privatisiert, Verluste werden sozialisiert...was leider schon der Fall ist.
Hallo Stefan T.
Immerhin sind die Steuerzahler die Besserverdienenden. Da kann von Dummheit keine Rede sein - das sind die Leistungsträger der Gesellschaft. Sie können sich glücklich schätzen überhaupt noch Steuern bezahlen zu können. 6 Millionen Hartzempfänger sind dazu heute schon nicht mehr in der Lage. Das sind bedauernswerte Menschen.
Im internationalen Vergleich steht D. entgegen anderslautenden Meinungen bei der Steuerbelastung gut da. Bei der regen Steuerdiskussion wird das oft nicht berücksichtigt. Niemand kennt die Pro-Kopf-Steuerbelastung wirklich.
Sollten die Steuerzahler nicht froh sein, dass ihre Solidarbeiträge vom Staat gut investiert werden - etwa in die Bezahlung von Polizisten oder Lehrer?
Gruss
Hallo Stefan T.
Immerhin sind die Steuerzahler die Besserverdienenden. Da kann von Dummheit keine Rede sein - das sind die Leistungsträger der Gesellschaft. Sie können sich glücklich schätzen überhaupt noch Steuern bezahlen zu können. 6 Millionen Hartzempfänger sind dazu heute schon nicht mehr in der Lage. Das sind bedauernswerte Menschen.
Im internationalen Vergleich steht D. entgegen anderslautenden Meinungen bei der Steuerbelastung gut da. Bei der regen Steuerdiskussion wird das oft nicht berücksichtigt. Niemand kennt die Pro-Kopf-Steuerbelastung wirklich.
Sollten die Steuerzahler nicht froh sein, dass ihre Solidarbeiträge vom Staat gut investiert werden - etwa in die Bezahlung von Polizisten oder Lehrer?
Gruss
Warum ist es nicht möglich die Institution Bank zu überspringen und eigene Werzeuge zu erzeugen, die mit gleicher Funktion ausgestattet sind. Ich sehe es nämlich nicht ein, dass diejenigen, die für die Krise verantwortlich sind, die Ersten sind, die wieder regeneriert sind bevor auch nur ein penny beim Handwerker um die Ecken ankommt. Bitte liebe gehörigen Finanzexperten, erklärt mir warum auf die konventionelle Bank nicht verzichtet werden kann und warum der Staat nicht selbst Postbote spielt...
euer Soahc
_______________________________________________________________
Gib einem Menschen alles, was er sich wünscht, und im gleichen Moment wird
alles nicht alles sein.
(IMMANUEL KANT)
was auch nicht so toll ist.
Das Bankwesen ist eine alte und ehrwürdige Institution. Es wäre nicht sinnvoll sie wegen des "Handwerkers um die Ecke" in Frage stellen zu wollen. Könnte es sein dass dieser Handwerker keine Aufträge mehr bekommt und er deshalb umschulen muss oder andere Arbeiten macht - etwa die Produktion von Solaranlagen? Das sollte sich dieser Handwerker gut überlegen. Generell ist die Marktwirtschaft unberechenbar. Wer Glück hat ist in einer florierenden Branche beschäftigt - wer Peck hat geht in Insolvenz.
Was soll man "eigene Werkzeuge" erfinden wo wir jetzt schon einen unüberschaubaren Werkzeugkasten haben? Es geht nicht um die Erfindung neuer Werkzeuge sondern um das Aufräumen des Werkzeugkastens.
Gruss
was auch nicht so toll ist.
Das Bankwesen ist eine alte und ehrwürdige Institution. Es wäre nicht sinnvoll sie wegen des "Handwerkers um die Ecke" in Frage stellen zu wollen. Könnte es sein dass dieser Handwerker keine Aufträge mehr bekommt und er deshalb umschulen muss oder andere Arbeiten macht - etwa die Produktion von Solaranlagen? Das sollte sich dieser Handwerker gut überlegen. Generell ist die Marktwirtschaft unberechenbar. Wer Glück hat ist in einer florierenden Branche beschäftigt - wer Peck hat geht in Insolvenz.
Was soll man "eigene Werkzeuge" erfinden wo wir jetzt schon einen unüberschaubaren Werkzeugkasten haben? Es geht nicht um die Erfindung neuer Werkzeuge sondern um das Aufräumen des Werkzeugkastens.
Gruss
Kann man die Kredite nicht über die KfW und landeseigenen Banken laufen lassen? Wenn sich die Banken so unsozial verhalten, sollte man ihnen nach der nächsten Zuteilung einfach nichts mehr geben. Im Moment ist es wie eine gigantische Sozialhilfe für Banken, die am Ende an die reichen Aktionäre ausgezahlt wird. Politiker, die dem Zustimmen handeln nicht mehr zum Wohle des Volkes, sondern nur zum Wohle der Bankaktienbesitzer. Und das massiv zum Schaden Deutschlands.
Die im Artikel genannten Reaktionen sind wieder mal bezeichnent. Alle sind natürlich dagegen, was die Banken machen. Aber etwas tun will nur die SPD. Die FDP sieht unbestimmten Handlungsbedarf (heißt: irgendwann irgendwie soll irgendwer irgendwas machen, aber nicht sie selbst). Die CDU will es noch mal mit einer Ins-Gewissen-Reden-Aktion versuchen und in einem halben oder auch ganzen Jahr noch mal ganz unverbindlich nachschauen ob sich etwas verbessert hat. CDU und FDP wurden ja auch gegründet um die Interesser firmenanleihenbesitzenden Oberschicht zu vertreten. Dass sie (dank Springer-Presse) auch und in erster Linie von den Opfern dieser Interessenpolitik gewählt werden bezeugt einiges. Vielleicht sollten diese mal darüber nachdenken.
Sicher ist die KfW eine Bank wie jede andere auch. Das Kernproblem sind - wie Sie richtig angesprochen haben - die überdimensionierten Ausgaben für Dividenden - die Managergehälter würde ich daneben ebenfalls in Betracht ziehen.
Bei der "Sozialhilfe für Banken" ist zu sehen ob sie Arbeitsplätze erhält. Danach ist die Frage ob wir zu viele oder zu wenige Bankkaufleute haben. Wenn die arbeitslos werden zahlt der Staat eh das Arbeitslosengeld - für das Nichtstun der arbeitslosen Banker. Ausserdem ist die Frage ob es wirklich sinnvoll ist den ganzen Tag in einer Bank zu sitzen wenn keine Kunden kommen. Da bin ich lieber arbeitslos und sitze in Internet-Communities herum. Das ist wenigstens selbstbestimmt und macht Spass.
Sicher ist die KfW eine Bank wie jede andere auch. Das Kernproblem sind - wie Sie richtig angesprochen haben - die überdimensionierten Ausgaben für Dividenden - die Managergehälter würde ich daneben ebenfalls in Betracht ziehen.
Bei der "Sozialhilfe für Banken" ist zu sehen ob sie Arbeitsplätze erhält. Danach ist die Frage ob wir zu viele oder zu wenige Bankkaufleute haben. Wenn die arbeitslos werden zahlt der Staat eh das Arbeitslosengeld - für das Nichtstun der arbeitslosen Banker. Ausserdem ist die Frage ob es wirklich sinnvoll ist den ganzen Tag in einer Bank zu sitzen wenn keine Kunden kommen. Da bin ich lieber arbeitslos und sitze in Internet-Communities herum. Das ist wenigstens selbstbestimmt und macht Spass.
Wurde sie nicht hauptsächlich durch die Vergabe von Wirtschaftskrediten begründet?
Private Einlagen sind schließlich durch den Einlagensicherungsfonds geschützt und überleben die Pleite von Banken.
Wurde das Finanzmarktstabilisierungsgesetz, inklusive Soffin, nicht ausdrücklich daraufhin geschaffen die Vergabe von Wirtschaftskrediten aufrecht zu halten?
Es macht jedoch mehr und mehr den Eindruck als diente dieses Gesetz lediglich dazu das Parlament zu entmachten, damit es keinen Einfluss auf die intransparente Vergabe von Staatshilfen aus dem 480 Millarden Steuergelder schweren Soffin hat. Ein Selbstbedienungsladen für Banken ohne parlamentarische Kontrolle. Nur die Regierung entscheidet nach dem Willen der Kanzlerinflüsterer. Ein bedingungsloses "Wünsch Dir was". Und die Abgeordneten der GroKo haben sich natürlich fleißig selbstentmachtet.
Wer hat darunter zu leiden? Der Mittelstand und Kleinunternehmer, denn Konzerne haben entweder eine Hausbank oder beantragen direkt beim Staat Hilfen, welche auch wohlwollender und bevorzugt bewilligt werden.
Ist nicht der Bundesfinanzminister der Hauptverantwortliche für dieses Gesetz und die Folgen? Zieht er irgendwelche persönlichen Konsequenzen aus seiner offensichtlichen Überforderung? Nein, er kaschiert mit markigen unverbindlichen Worten die eigens herbeigeführte Ohnmacht. Jetzt ist es zu spät, genau wie bei der HRE als Staatshilfen einen Tag nach Ablauf der Gewährleistungspflicht der Hypo Vereinsbank beschlossen wurden.
Und unser verehrter Herr Bundespräsident glaubt, als verstaatlichter Banker, immer noch, dass seine früheren Kollegen freiwillig wieder den Weg der Redlichkeit beschreiten werden. Und so etwas von unserem Staatsoberhaupt.
BRD = Bananenrepublik Deutschland.
Die einzigen Banken, die wirklich noch etwas taugen und nicht von der Krise betroffen sind, sind die früher gern belächelten Genossenschaftsbanken. Sie erwirtschaften geringere aber gesündere Renditen, denn in Genossenschaften angelegtes Kapital wird hauptsächlich vor Ort in Unternehmen investiert. So wie es sein sollte.
die forsch vorgetragene Bitte unseres Präsidenten an die Banken läßt mich erschaudern. Was riskiert dieser Mann doch für den Standort und die Menschen draußen im Lande! Er provoziert durch die Vermeidung des Wortes "untertänigst" und riskiert so den Verlust von Arbeitsplätzen und Beitragszahlungen an die Sozialkassen!
Es grenzt doch schon an Frechheit - erst dreht der Staat den Banken minderwertiges Geld an, mit dem sie seit der Lehmann-Pleite nicht wissen, was sie damit machen sollen, dann nervt man noch mit unverschämten Bittstellereien ....!
Horst, ich mach' mir Sorgen! Sorgen um deine Beraterverträge nach der Amtszeit, auch du mußt deine Miete zahlen, oder? Nicht, daß du so endest wie dein Vor-Vorgänger, der am Ende noch eine abgestandene Adelige ehelichen mußte .... Das würde mir echt leid tun ...... für die alte Dame!
Die meisten unserer großen Banken sind Pleite - und das schon vor der eigentlichen Krise mit Kreditausfällen etc.
Würde die Banken und Versicherungen und alle Firmen gezwungen, sofort, ihre Aktien, Fonds, Wertanlagen auf den aktuellen Marktwert abzuschreiben, dann wären wohl alle Firmen Insolvent wegen Überschuldung.
Sicherlich gibt es für viele Produkte keinen Markt mehr, dass hat doch allerdings einen einfachen Grund: Der Preis den der Verkäufer verlangt ist zu hoch. Geschenkt würde eine wenigstens im Bestfall positive Anlage jeder nehmen, einen geringen Preis würde auch jeder zahlen - klassische Wirtschaftswissenschaft eben. Nur sind die zukünftigen Erträge eben so unsicher, dass man den wahren Wert der Anlagen (abdiskontierte Zahlungsströme) nicht bestimmen kann.
Im Schnitt muss man jedoch davon ausgehen, dass ohne den Staatseingriff die "Werte" ins bodenlose gefallen wären - wenn die Wertanlagen der Bank, die mit diesem Wert in den Bilanzen stehen, plötzlich nur noch ein Bruchteil des Wertes hätten, müssten alle Institute diese theoretisch auch dem Marktwert anpassen. Auf einen Schlag hätten die Unternehmen Milliraden / Billiardenlöcher und morgen Bankrott. Mit diesen Insolvenzen würden aber auch die andere Seite der Medallie offenbar werden:
Die vermögenden Privatpersonen bzw. Besitzer von Bankeinlagen wären auf einen Schlag ebenfalls ohne Vermögen. Viele Versicherungspolizen wären wertlos, weil die Firma und sogar die Rückversicherer Insolvent wären. Kapitalgedeckte Rente? Weg. Etc. Siehe USA, siehe GB - Firmenrenten - weg!
Der Staat hat mit den Veränderungen der Bilanzierungsregeln und den "Notkrediten" also 3 Seiten geholfen - den Vermögensbesitzern, allen Versicherunsnehmern und dem System Bank/Versicherung/Finanzbranche.
Damit sind auch die Gehälter der Bank(st)er gesichert, sowie die Verdienststrukturen der Aktionäre und innerhalb der Unternehmen. Defakto ist die ganze Branche abhängig von des Staates Gnade. Würde der Staat die Garantien aufheben und sich zurückziehen, in Zukunft die Zentralbank die Landesschuldtitel direkt verkaufen (Bundesanleihen etc.) - würde das System Finanzunternehmen (u. Versicherungen) sofort zusammenbrechen. Allerdings würde in dem Chaos auch die Realwirtschaft kräftig unter die Räder kommen:
"Wem gehört jetzt mein Kredit? Was machen meine Einlagen? (der "Sicherungsfonds ist wie ein Seil bei einer Gruppe von Bergsteigern. Fällt einer, dann halten ihn die anderen, fallen zu viele reisen sie die ganze Gruppe mit in den Abgrund.) Auf einen Schlag würden sehr viele Menschen ihr Vermögen verlieren und plötzlich arbeitslos werden. Das gesamte Gesellschaftssystem müsste sich schlagartig wandeln (Wer gibt den ganzen Vorstandsvorsitzenden und Managern der Finanzbranche arbeit?)
Sagen wir der Sektor erfüllt eine volkswirtschaftliche Funktion - aber auch in der jetzigen Dimension? Vielleicht reicht auch 1/4 der Kapazität. Vielleicht erhöhen PC, Internet, Handelssystem etc. die Produktivität auch in der Finanzbranche? Aber wieso wächst die Beschäftigung in dieser "Dienstleistungsbranche" für die Realwirtschaft unaufhörlich entgegen dem allgemeinen Trend? Entgegen allen anderen etablierten Branchen? Brauchen wir wirklich soviel mehr Versicherungen als früher? Können wir uns nicht vielmehr viel besser als früher online informieren? Werden die Prozesse nicht innerhalb der Unternehm
sclanker dank IT?
Wir müssen einfach der Tatsache ins Auge fassen, dass die Finanzbranche keine Branche wie andere ist, sondern eigentlich nur durch staatliche Regelungen funktionieren kann. Misswirtschaft wird auch nicht sofort sichtbar, sondern erst nach Jahren und macht dann ein staatliches Eingreifen notwendig. Ansonsten droht der Verlust der gesamten Einlagen. Das System ist eigentlich Planwirtschaftlich! Was macht der "Bankmanager" anderes als PLanwirtschaftlich zu denken? Er liest den Business Plan - und rechnet sich die Chancen aus. Mit dem eigenen Vermögen haftet er zudem ebenfalls nicht, sondern mit dem seiner Kunden, wenn überhaupt.
Für diese Prozesse brauchen wir keine riesigen, internationalen Banken. Da reichen regionale Insitute, die mit größeren Spezialisten im Investmentbereich zusammenarbeiten. Auch die Gehaltsstrukturen sollten staatlicher Kontrolle unterliegen, sind die Unternehmen im Zweifel doch auf Staatshilfe angewiesen - jedes "Systemrelevante" Unternehmen ist quasi auch ein Unternehmen der Gemeinschaft. Es unterliegt keinen Marktwirtschaftlichen regeln mehr. Daher müssen hier besondere Gesetze gelten. Denkbar wäre eine Struktur wie bei den Mobilfunkanbietern - Wettbewerb und Regulierung. Grundversorger eben. Was ist daran für die Gesellschaft nicht erstrebenswert? Wir brauchen keine Gehaltsexzesse und 10000 Finanzmarktinnovationen und realitätsferne Ratings und "Risikomodelle"!
Das Problem ist nur, wenn wir diesen Weg beschreiten werden wir viele andere Bereiche, wie z.B. die reine kapitalgedekte Rente oder das Geldmengenprivileg der Banken ebenfalls in Frage stellen müssen. Beides ist für eine Gesellschaft nicht erstrebenswert und wohlstandsfeindlich.
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