Störfall in Krümmel

Vattenfall wiederholt die alten Fehler

Erneut wird der Betreiber des Kernkraftwerks Krümmel scharf kritisiert. SPD-Umweltminister Gabriel will nun alle Meiler überprüfen lassen und drängt die Union zum Umdenken

Nach dem erneuten Störfall im Kernkraftwerk Krümmel setzen Bundes- und Landesbehörden den Betreiber Vattenfall und die gesamte deutsche Stromwirtschaft stärker unter Druck. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kündigte in mehreren Zeitungsinterviews an, er werde die Elektronik in allen deutschen Atommeilern untersuchen lassen.

Am Samstag hatte sich der Reaktor des erst vor zwei Wochen wieder hochgefahrenen Atomkraftwerks abgeschaltet. Dabei fiel unter anderem auch ein Kühlsystem stundenlang aus. Ursache war ein Kurzschluss in einem Transformator. Vattenfall könne sich die Panne bislang nicht erklären, wolle den Transformator aber einer "sorgfältigen Schadensanalyse" unterziehen. Die Sicherheit der Anlage sei jedoch nicht gefährdet gewesen, versicherte das Unternehmen.

In der nahe gelegenen Millionenstadt Hamburg kam es infolge der Reaktorabschaltung zu massiven Störungen und Einschränkungen. Ein Großteil der Ampelanlagen fiel vorübergehend aus, zudem platzten im Westen der Stadt Wasserrohre, weil die Pumpen nicht mehr arbeiteten. Tausende Hamburger waren in der Nacht ohne Wasser. Mittlerweile läuft der Betrieb überall wieder normal.

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Gitta Trauernicht (SPD), als Sozialministerin von Schleswig-Holstein zuständig für Krümmel, will den Störfall zum Anlass nehmen, um Vattenfall als Betreiber von Kernkraftwerken erneut prüfen zu lassen. Denn schon im Sommer 2007 hatte der Brand eines Transformators die Abschaltung der Anlage zur Folge. Zwei Jahre stand Krümmel danach still, der Stromkonzern investierte Millionensummen und gelobte die Verbesserung seiner damals zurückhaltenden und deshalb scharf kritisierten Informationspolitik.

Doch auch diesmal lief es nicht vorschriftsmäßig: Anders als eigentlich vorgesehen war die Atomaufsicht in Kiel gestern zuerst von der Polizei und nicht vom Betreiber selbst über den Zwischenfall informiert worden. "Inakzeptabel" bezeichnete das der Geschäftsführer von Vattenfall Europe Nuclear Energy, Ernst Michael Züfle. Er entschuldigte sich für den mangelhaften Informationsfluss. Vattenfall werde aus dem Ablauf klare Konsequenzen ziehen.

Diese forderte auch Trauernicht. "Warum es nicht möglich war, binnen 40 Minuten auf dem fest vereinbarten und vorgeschriebenen Weg eine kurze Erstinformation über die Reaktorschnellabschaltung an das Lagezentrum und die Atomaufsicht zu geben, ist mir völlig unverständlich", sagte die Kieler Sozialministerin.

Der Vattenfall-Manager Züfle sieht trotzdem keine Bedenken für ein erneutes Hochfahren des Atommeilers. "Ich bin überzeugt davon, dass das Kernkraftwerk Krümmel sicher betrieben werden kann", sagte er. Daran gebe es keinerlei Zweifel, auch wenn die Ursache für den erneuten Störfall noch nicht geklärt sei. Gut acht Jahre wolle man die Anlage noch betreiben.

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Leser-Kommentare

  1. Man spürt die überragende "Sicherheit" deutscher Atomkraftwerke.

    Dieses Kraftwerk wurde 2 Jahre lang überholt und nun passiert schon wieder fast der gleiche Fehler wie vorher?

    Diese Zustände zeigen, dass die Atomkraft ein Glücksspiel ist - auch mit den sichersten Reaktoren der Welt.

    Wenn die Reaktoren so sicher wären, dürfte dieses Vorfall nie vorgekommen sein. Der Vorfall zeigt, dass das Werk die Betreiber im Griff hat und nicht die Betreiber ihr Werk.

    Erschreckend.

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    Unisnn.   Kraligor

    Unsinn. Ein Transformator ist kein Sicherheitssystem. Im Gegenteil zeigt dieser Vorfall, dass die Sicherheitssysteme dieses AKW zu diesem Zeitpunkt korrekt gearbeitet haben.
    Ihre seltsamer induktiver Schluss ist wirklich gänzlich an den Haaren herbeigezogen.

    Zweimal hintereinander derselbe Störfall spricht weniger gegen das AKW als vielmehr gegen die Betreiber.

    (kein Sarkasmus)

    Ein Transformator ist eine Maschine, welche zwangsläufig in jeder Art von Kraftwerk zu finden ist, sogar in Windrädern. Nehmen wir einmal eine Analogie zum Auto an. Als Analoges Bauteil möchte ich einen Transformator (Ja, sogar in Autos werden diese "hochbrisanten" Bauteile verbaut.) an. Nehmen wir nun an, dieser Transformator fiele aus. Den Schluss, den Sie nun ziehen, ist, dass wir keine weiteren Autos (und keine weiteren Atomkraftwerke) bauen sollten. Die Tatsache, dass sich der Reaktor abschaltete, ist ein Beweis für die hohen Sicherheitsstandards in der Kerntechnik.

    Legitimstes Argument gegen die Nutzung der Kerntechnik ist, wenn dann die bisher ungeklärte Endlagersituation, auch wenn es dafür ein paar verfolgenswerte Ansätze (Gorleben ist m.M. nach keiner davon) gibt.

  2. Unsinn. Ein Transformator ist kein Sicherheitssystem. Im Gegenteil zeigt dieser Vorfall, dass die Sicherheitssysteme dieses AKW zu diesem Zeitpunkt korrekt gearbeitet haben.
    Ihre seltsamer induktiver Schluss ist wirklich gänzlich an den Haaren herbeigezogen.

    Zweimal hintereinander derselbe Störfall spricht weniger gegen das AKW als vielmehr gegen die Betreiber.

    Antwort auf "man merkt"
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    ... das Problem nun am AKW selbst liegt oder am Betreiber, die Tatsache, dass es überhaupt regelmäßig Probleme gibt, spricht gegen den status quo.
    Im Zweifelsfall wird es den Opfern auch nichts nützen, da einen Unterschied zu machen bzw. einen Schuldigen zu suchen. Es reicht, dass offensichtlich ein Sicherheitsrisiko für die Allgemeinheit besteht.
    Vattenfall gehört die Lizenz fürs Betreiben von Kernkraftwerken entzogen, und zwar augenblicklich. Dass sie ständig Störfälle haben, ist schlimm genug, aber dass sie sie nicht einmal melden (oder nur dann, wenn sie sich beim besten Willen nicht mehr vertuschen oder herunterspielen lassen...) ist völlig inakzeptabel.
    (Übrigens: Ich gehöre zu den Leuten in Hamburg, die heute Morgen kein Wasser hatten. Und kann nur sagen, schön, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Aber eben reines Glück.)

    • 05.07.2009 um 20:13 Uhr
    • Arril

    ... das Problem nun am AKW selbst liegt oder am Betreiber, die Tatsache, dass es überhaupt regelmäßig Probleme gibt, spricht gegen den status quo.
    Im Zweifelsfall wird es den Opfern auch nichts nützen, da einen Unterschied zu machen bzw. einen Schuldigen zu suchen. Es reicht, dass offensichtlich ein Sicherheitsrisiko für die Allgemeinheit besteht.
    Vattenfall gehört die Lizenz fürs Betreiben von Kernkraftwerken entzogen, und zwar augenblicklich. Dass sie ständig Störfälle haben, ist schlimm genug, aber dass sie sie nicht einmal melden (oder nur dann, wenn sie sich beim besten Willen nicht mehr vertuschen oder herunterspielen lassen...) ist völlig inakzeptabel.
    (Übrigens: Ich gehöre zu den Leuten in Hamburg, die heute Morgen kein Wasser hatten. Und kann nur sagen, schön, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Aber eben reines Glück.)

    Antwort auf "Unisnn."
    • 05.07.2009 um 20:15 Uhr
    • PGMN

    (kein Sarkasmus)

    Ein Transformator ist eine Maschine, welche zwangsläufig in jeder Art von Kraftwerk zu finden ist, sogar in Windrädern. Nehmen wir einmal eine Analogie zum Auto an. Als Analoges Bauteil möchte ich einen Transformator (Ja, sogar in Autos werden diese "hochbrisanten" Bauteile verbaut.) an. Nehmen wir nun an, dieser Transformator fiele aus. Den Schluss, den Sie nun ziehen, ist, dass wir keine weiteren Autos (und keine weiteren Atomkraftwerke) bauen sollten. Die Tatsache, dass sich der Reaktor abschaltete, ist ein Beweis für die hohen Sicherheitsstandards in der Kerntechnik.

    Legitimstes Argument gegen die Nutzung der Kerntechnik ist, wenn dann die bisher ungeklärte Endlagersituation, auch wenn es dafür ein paar verfolgenswerte Ansätze (Gorleben ist m.M. nach keiner davon) gibt.

    Antwort auf "man merkt"
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    es mag sein   Darkysteam

    Es mag sein, dass es nur ein unbedeutender Transformator war.

    Aber die Tatsache, dass das Atomkraftwerk einen "Notstop" macht, ist doch Grund genug an der Befähigung der Betreiber zu zweifeln, ein solches Objekt zu kontrollieren.

    Zum Glück gab es die funktionierenden Sicherheitssysteme - aber was ist denn, wenn es mal ein wichtiges Sicherheitssystem ist? Sagen wir dann auch - och diesmal war es ausnahmsweise halt mal wichtig...

    Ein Atomkraftwerk ist nicht mit einem anderen technischen Werk zu vergleichen (PKW). Es steht hier so viel auf dem Spiel - da ist es schon was anderes, wenn hier mal irgendwas zum Brand führen könnte.

    Man kann doch nicht bei einem Kraftwerk, dass das Potential hat, GANZ DEUTSCHLAND UNBEWOHNBAR zu machen die Maßstäbe wie bei einem Spielzeugtrafo anlegen!

    Es entsteht der Eindruck, dass viele diese "Notaus-Phasen" als Beleg für die tolle Sicherheit des Kernkraftwerks sehen.

    Das ist aber nicht so - normalerweise darf so etwas eben nicht passieren.

  3. Es mag sein, dass es nur ein unbedeutender Transformator war.

    Aber die Tatsache, dass das Atomkraftwerk einen "Notstop" macht, ist doch Grund genug an der Befähigung der Betreiber zu zweifeln, ein solches Objekt zu kontrollieren.

    Zum Glück gab es die funktionierenden Sicherheitssysteme - aber was ist denn, wenn es mal ein wichtiges Sicherheitssystem ist? Sagen wir dann auch - och diesmal war es ausnahmsweise halt mal wichtig...

    Ein Atomkraftwerk ist nicht mit einem anderen technischen Werk zu vergleichen (PKW). Es steht hier so viel auf dem Spiel - da ist es schon was anderes, wenn hier mal irgendwas zum Brand führen könnte.

    Man kann doch nicht bei einem Kraftwerk, dass das Potential hat, GANZ DEUTSCHLAND UNBEWOHNBAR zu machen die Maßstäbe wie bei einem Spielzeugtrafo anlegen!

    Es entsteht der Eindruck, dass viele diese "Notaus-Phasen" als Beleg für die tolle Sicherheit des Kernkraftwerks sehen.

    Das ist aber nicht so - normalerweise darf so etwas eben nicht passieren.

    Antwort auf "genau, Unsinn"
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    Nö   PGMN

    Einerseits ist es bei modernen Atomkraftwerken mechanisch unmöglich, dass selbst bei einer Kernschmelze Radioaktivität austritt. Sprich: Jedes Sicherheitssystem könnte komplett ausfallen, eine Kernschmelze (Bei einem Druckwasserreaktor so gut wie unmöglich) könnte stattfinden und es würde noch immer keine Radioaktivität austreten.

    Übrigens bin ich dann der Ansicht, dass auch Transformatorversagen in Kohlekraftwerken in den Medien aufgegriffen werden sollte, denn wenn ein solches einmal in die Luft fliegt (Kohlestaub - weniger Strahlung, mehr "Bumm"), ist das auch nicht lustig.

    Ein Kernkraftwerk hat übrigens nicht das Potential, "GANZ DEUTSCHLAND UNBEWOHNBAR zu machen". Wohl unerwartetes Beispiel aus dem realen Leben: Tschernobyl.
    Eine schlimme Sache, die man nicht verharmlosen sollte, keine Frage, aber die Gefahrenzone dort hat einen Durchmesser von ca. 50 km. Das ist keinesfalls so groß wie Deutschland. Ich will damit nicht sagen, dass ein solches Unglück ungefährlich wäre, sondern, dass Ihre Rhetorik in meinen Augen etwas übertrieben ist.

    Dass dieser Vorfall die Inkompetenz Vattenfalls zeigt, steht außer Frage und dass Konsequenzen angebracht sind, auch. Jedoch sofort verhältnismäßig unreflektiert die Atomtechnik zu verteufeln, die, das gebe ich ja zu, auch ihre Probleme hat, hilft niemandem weiter.

    Also hierauf möchte ich jetzt nochmal extra Antworten. Ich bitte hier wirklich um Sachlichkeit.

    "Es mag sein, dass es nur ein unbedeutender Transformator war."

    Nein das war kein unbedeutender Trafo, sondern einer der die Leistung ins Netz bringt, deswegen führte dieser Ausfall ja auch dazu, das der Reaktor abgeschaltet wurde.

    " Aber die Tatsache, dass das Atomkraftwerk einen "Notstop" macht, ist doch Grund genug an der Befähigung der Betreiber zu zweifeln, ein solches Objekt zu kontrollieren."

    Dass der Reaktor einen "Notstop" macht, da kann der Betreiber nichts für oder wider machen. Es kommt zu einem Störfall, der Rest läuft Automatisch ab.

    " Zum Glück gab es die funktionierenden Sicherheitssysteme - aber was ist denn, wenn es mal ein wichtiges Sicherheitssystem ist? Sagen wir dann auch - och diesmal war es ausnahmsweise halt mal wichtig..."

    Aus diesem Grund sind die Sicherheitssysteme redundant aufgebaut, sogar mit unterschiedlichen Herstellern, damit kein konstruktionsbedingter Fehler zu einem Ausfall aller Sicherheitssysteme führen kann.

    "Man kann doch nicht bei einem Kraftwerk, dass das Potential hat, GANZ DEUTSCHLAND UNBEWOHNBAR zu machen die Maßstäbe wie bei einem Spielzeugtrafo anlegen!"

    Es wurde schon mehrfach nun erwähnt das auf keinen Fall ganz Deutschland unbewohnbar wäre, selbst wenn es zu einer Kettenreaktion wie bei Tschernobyl kommen würde, was technisch aber überhaut nicht möglich ist in Deutschen Anlagen. Bitte hierzu meinen vorigen Kommentar lesen.

    "Es entsteht der Eindruck, dass viele diese "Notaus-Phasen" als Beleg für die tolle Sicherheit des Kernkraftwerks sehen.

    Das ist aber nicht so - normalerweise darf so etwas eben nicht passieren."

    Sie haben Recht, soetwas darf normalerweise nicht passieren. Aber es ist doch gut zu Wissen, das, wenn etwas passiert, nicht an der Sicherheit gespart wurde.

    [entfernt wegen Doppelposting/ Redaktion; svb]

    das sicherheitssystem kann in diesem falle nicht "nicht funktionieren"
    das problem in tschernobyl war wie wir ja heute wissen dass das sicherheitssystem für tests deaktiviert wurde...(nur im dieses argument gleich vorweg zu negieren)

    kernreaktion passiert ja indem neutronen auf uran geschossen wird wodurch energie frei wird (um es mal in laien-sprache zu vereinfachen)
    um dies zu stoppen gibt es steuerstäbe, die durch ihren bestimmten chemischen aufbau diese neutronen auffangen können sodass kein weiteres reaktormaterial (uran) beschossen werden kann also stoppt die reaktion und keine energie wird mehr frei.
    jetzt kann man davon ausgehen dass sollte irgendwas kaputt gehen (größtes risiko: elektronischer kurzschluss, stromausfall: WIE AUCH IM FALL KRÜMMEL) fallen die steuerstäbe automatisch zw die brennstäbe (aus uran bestehend) und stoppen die reaktion da sie nur mechanisch hochgehalten werden wofür eben strom notwendig ist
    und solange die gravitationskraft vernünftig funktioniert kann in dieser hinsicht nichts passieren.

  4. Schön dass die Betreiber sagen, dass "Die Sicherheit der Anlage sei jedoch in keinem der Fälle gefährdet gewesen" wäre. Allerdings fällt es schwer den Betreibern zu glauben, wenn man die Pannenchronologie der AKW Krümmel und Brunsbüttel betrachtet.
    http://www1.ndr.de/nachri...
    Natürlich ist es verständlich, dass die Betreiber die AKW so lange wie möglich laufen lassen möchten, denn es geht um viel Geld. Einer nichtöffentlichen Studie der Landesbank Baden-Württemberg würden allein E.ON, RWE und EnBW Zusatzerlöse von über 200 Milliarden Euro erzielen, falls die Kraftwerke 25 Jahre länger laufen dürfen.
    Mir stellt sich natürlich direkt die frage, wie es denn mit den Sicherheitsbestrebungen der Betreiber aussehen würde, wenn sie die Verlängerungen genehmigt bekämen. Jetzt probieren sie ja wenigstens noch eine gute Reputation zu erlangen, damit CDU und FDP diese Laufzeitverlänguerung nach der Wahl beschließen können.

    • 05.07.2009 um 20:49 Uhr
    • PGMN
    7.

    Einerseits ist es bei modernen Atomkraftwerken mechanisch unmöglich, dass selbst bei einer Kernschmelze Radioaktivität austritt. Sprich: Jedes Sicherheitssystem könnte komplett ausfallen, eine Kernschmelze (Bei einem Druckwasserreaktor so gut wie unmöglich) könnte stattfinden und es würde noch immer keine Radioaktivität austreten.

    Übrigens bin ich dann der Ansicht, dass auch Transformatorversagen in Kohlekraftwerken in den Medien aufgegriffen werden sollte, denn wenn ein solches einmal in die Luft fliegt (Kohlestaub - weniger Strahlung, mehr "Bumm"), ist das auch nicht lustig.

    Ein Kernkraftwerk hat übrigens nicht das Potential, "GANZ DEUTSCHLAND UNBEWOHNBAR zu machen". Wohl unerwartetes Beispiel aus dem realen Leben: Tschernobyl.
    Eine schlimme Sache, die man nicht verharmlosen sollte, keine Frage, aber die Gefahrenzone dort hat einen Durchmesser von ca. 50 km. Das ist keinesfalls so groß wie Deutschland. Ich will damit nicht sagen, dass ein solches Unglück ungefährlich wäre, sondern, dass Ihre Rhetorik in meinen Augen etwas übertrieben ist.

    Dass dieser Vorfall die Inkompetenz Vattenfalls zeigt, steht außer Frage und dass Konsequenzen angebracht sind, auch. Jedoch sofort verhältnismäßig unreflektiert die Atomtechnik zu verteufeln, die, das gebe ich ja zu, auch ihre Probleme hat, hilft niemandem weiter.

    Antwort auf "es mag sein"
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    die Zone hat einen Radius von ca. 50 km, das ändert die Sache aber nicht sehr stark.

    Die Auswirkungen waren bis in die bayrische Milch mit erhöhten Strahlen-werten zu messen, ganz zu schweigen von den erhöhten Krebsleiden z.B. in Kiew etc.....................................und sie sprechen von 50 Km .... unverantwortliche Verniedlichung! Deutschland währe nach so einem Gau ein Entwicklungsland!!! Ich komme aus Biblis und gerne sollen die Ihnen ungefragt ein Kernkraftwerk vor die Haustür stellen. Unverschämtheit.

    -----------------------------------------------------
    www.globalmarshallplan.org

    balance the world
    with an ecosocial market economy
    -----------------------------------------------------

    • 05.07.2009 um 20:55 Uhr
    • PGMN

    die Zone hat einen Radius von ca. 50 km, das ändert die Sache aber nicht sehr stark.

    Antwort auf ""
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    da sich die fläche zu A= pi*r² berechnen lässt macht das schon einen erheblichen unterschied :D aber ich versteh schon was sie aussagen wollten und bin da auch völlig ihrer meinung

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  • Von rf
  • Datum 8.7.2009 - 14:27 Uhr
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  • Quelle ZEIT ONLINE, rf, dpa, Reuters 5.7.2009
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