Türkei Ankara attackiert die Macht der Generäle
Die Regierung Erdoğan will das politisch starke Militär der Türkei in die Schranken weisen. Helfen tut ihr dabei ein vermeintlicher Putschplan der Armee

© Adem Altan/AFP/Getty Images
Sehen ihre politische Macht schwinden: Der türkische Generalstabschef Ilker Basbug (links) und seine Generäle
Das türkische Militär ist dieser Tage ernsthaft beleidigt. Seine wöchentlichen Pressekonferenzen zu politischen Fragen aller Art hatte der Generalstab vorläufig abgesagt. Dort bezog das Militär gern öffentlich Stellung und sprach dann auch oft das politisch letzte Wort. Glaubt man Generalstabschef Ilker Basbug, mischt sich heute aber nicht das Militär ungehörig in die Politik ein, sondern umgekehrt, die Politik in das Soldatenleben.
Grund für die Klage Basbugs ist ein Beschluss des türkischen Parlaments, der die Verurteilung türkischer Offiziere vor den zivilen Strafgerichten dann möglich macht, wenn sie neben anderen Straftaten Verschwörungen gegen die gewählte Regierung schmieden, verfassungswidrig tätig sind oder innerhalb des Militärs bewaffnete Banden bilden. Die Regierung begründete die Änderung der Strafprozessordnung (StPO) mit Forderungen der Europäischen Union.
Doch ausgelöst hatte den Schritt ein Plan aus dem Herzen des Generalstabs, der Punkt für Punkt vorgab, wie Spannungen zwischen Frommen und Säkularen geschürt werden sollten, wie die sunnitische Mehrheit gegen die alewitische Minderheit aufzubringen sei, wie Kreise um einen einflussreichen Prediger mit Namen Fethullah Gülen durch Waffenunterschiebung zu Terroristen erklärt werden sollten und wie aufgrund von alledem die Regierung von Recep T. Erdoğan zu schwächen und schließlich zu stürzen sei.
"Nur ein Fetzen Papier" war das in Form einer Fotokopie vorliegende Schriftstück für Generalstabschef Ilker Basbug, der sich auf die entsprechende Einschätzung eines Militärgerichts berief. "Jetzt ist die Ziviljustiz an der Reihe", sagte dagegen der türkische Premier Recep T. Erdoğan, und prompt wurde Oberst Dursun Çiçek, dessen Unterschrift unter dem besagten Strategiepapier prangte, von Staatsanwälten vorgeladen und anschließend verhaftet. Der Streit um das Schriftstück, datiert mit April 2009, ist nur ein weiterer Akt im Kampf zwischen dem Militär und der Regierung. Letztere fürchtet, dass Kreise innerhalb des Militärs einen neuen Putsch vorbereiten.
Beide Parteien kämpfen in dem Streit mit harten Bandagen und suchen gleichzeitig ihr "demokratisches" Gesicht zu wahren. Und am Für und Wider gegen die Reform der Strafprozessordnung bilden sich heute die längst bekannte Fronten neu, die zwischen der alten kemalistischen Staatselite und den muslimisch-konservativen Reformern in der Regierung verlaufen. Denn die alte Elite aus der Führung der Volkspartei, den Generälen, der hohe Bürokratie und großen Teilen der Professoren- und der Richterschaft glaubt, dass nur das Militär kann ihre politischen und kulturellen Privilegien sichern könne. Und die jüngste Reform ist, unabhängig von dem Fall des Obersten Dursun Çiçek, ein erster tiefer Einschnitt in die faktische Autarkie des Militärs von der Regierung. Oberst Çiçek befand sich übrigens nicht einmal 24 Stunden in der Gewalt der zivilen Justiz, dann wurde er auf freien Fuß gesetzt.
Tatsächlich regiert sich das Militär in der Türkei noch immer selbst, bestimmt seine Beförderungen, die Gestaltung seines Budgets, hat seinen eigenen Rechnungshof und untersteht nicht dem Verteidigungsminister. Dieser gilt als der Repräsentant des Militärs im Kabinett und nicht als politischer Chef der Generäle. Ein "Gesetz für den Dienst im Inneren" gewährt dem Militär das Recht, die Republik auch gegen den inneren Feind zu schützen, eine Vorschrift, mit der die Generäle ihre politische Rolle legitimieren.
- Datum 07.07.2009 - 14:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Nachdem die islamistische Wohlfahrtspartei nach und nach alle Positionen in Politik und Wirtschaft besetzt hat, will sie jetzt auch noch die letzte Bastion des Kemalismus und Laizismus der Türkei schleifen. Wenn ihr das gelingt, dann ist der Weg für die Islamisierung des Landes frei.
sie machen ihren Namen alle Ehre.
sie machen ihren Namen alle Ehre.
Auch Josef Stalin hat mit vermeintlichen Putschvorwürfen die Armee verfolgt. Anschließend war das Land dem Angriff der Nazis ausgeliefert.
Heute will die EU, dass die Türkei die Rechte, die ihr die nach wie vor gültigen Verträge über iohr eigenes Territorium aber auch z.B über Zypern geben, abtritt. Eine territorial verkleinerte Türkei soll zu einer kolonie der EU werden, die man dann priviligierter Partner nennt. Jeder weiß, dass dies mit einer intakten türkischen Armee nicht machbar ist. Also muss sie mit "Putschplänen" kriminalisert und entmachtet werden.
Im Gegenzug kann die AKP in dieser kleineren Türkei den säkulären Staat beseitigen.
Denken manche.
von seinen Generälen und Beamten,die natürlich nur alleine wissen was das beste für die Türkei (und für sie selber ) ist. Es ist sehr erstaunlich dass die Generäle einem Volk vorstehen,dass sich durch sie nicht bevormunden lassen will.Darum dieses "Beleidigtsein".Man weiß nicht wie man damit damit umgehen soll,berührt doch diese Forderung eine zentrales Dogma des Kemalismus.Und die Zeit läuft den Kemalisten davon,wenn der Staatspräsident nämlich Mitglieder des Verfassungsgerichts neu besetzen muss werden sie mit Sicherheit nicht aus dem kemalistischen Lager kommen. Der Druck auf das Militär wird also eher wachsen.
sie machen ihren Namen alle Ehre.
Die AKP ist eine islamistische Partei. Daran gibt es nichts, aber auch garnichts schönzureden. Islamisch-konservativ ist ein lächerlicher euphemismus.
Jetzt wird die Armee geschwächt und die EU klatscht Beifall. Morgen marschiert die Türkei in richtung Gottesstaat mit schönen Burkas für Frauen und einer tollen Verfassung mit dem namen Koran.
Die Armee ist die letzte Bastion gegen die Islamisten.
Wer nicht sehen kann oder nicht sehen will, daß die türkische Armee der einzig wahre Pfeiler des türkischen, laizistischen Staates ist, der sollte sich mit Urteilen über die Vorgänge dort zurückhalten. Genau das empfehle ich diesen vernagelten EU-Außenpolitikern, die mit Begeisterung zusehen, wie die islamistische regierende Partei diesen letzten Pfeiler im Namen der Demokratisierung demontiert.
Die AKP ist eine islamistische Partei. Daran gibt es nichts, aber auch garnichts schönzureden. Islamisch-konservativ ist ein lächerlicher euphemismus.
Jetzt wird die Armee geschwächt und die EU klatscht Beifall. Morgen marschiert die Türkei in richtung Gottesstaat mit schönen Burkas für Frauen und einer tollen Verfassung mit dem namen Koran.
Die Armee ist die letzte Bastion gegen die Islamisten.
Wer nicht sehen kann oder nicht sehen will, daß die türkische Armee der einzig wahre Pfeiler des türkischen, laizistischen Staates ist, der sollte sich mit Urteilen über die Vorgänge dort zurückhalten. Genau das empfehle ich diesen vernagelten EU-Außenpolitikern, die mit Begeisterung zusehen, wie die islamistische regierende Partei diesen letzten Pfeiler im Namen der Demokratisierung demontiert.
Die AKP ist eine islamistische Partei. Daran gibt es nichts, aber auch garnichts schönzureden. Islamisch-konservativ ist ein lächerlicher euphemismus.
Jetzt wird die Armee geschwächt und die EU klatscht Beifall. Morgen marschiert die Türkei in richtung Gottesstaat mit schönen Burkas für Frauen und einer tollen Verfassung mit dem namen Koran.
Die Armee ist die letzte Bastion gegen die Islamisten.
ich werde mir nicht die Mühe machen ihnen die Grautöne zu erläutern.Wahrscheinlich haben sie auch Bushs Gefasel von "Islamofaschismus" insgeheim geglaubt und keine Ahnung davon was für fürchterliche Konsequenzen es eine solche Politik gehabt hätte.
ich werde mir nicht die Mühe machen ihnen die Grautöne zu erläutern.Wahrscheinlich haben sie auch Bushs Gefasel von "Islamofaschismus" insgeheim geglaubt und keine Ahnung davon was für fürchterliche Konsequenzen es eine solche Politik gehabt hätte.
ich werde mir nicht die Mühe machen ihnen die Grautöne zu erläutern.Wahrscheinlich haben sie auch Bushs Gefasel von "Islamofaschismus" insgeheim geglaubt und keine Ahnung davon was für fürchterliche Konsequenzen es eine solche Politik gehabt hätte.
Wer nicht sehen kann oder nicht sehen will, daß die türkische Armee der einzig wahre Pfeiler des türkischen, laizistischen Staates ist, der sollte sich mit Urteilen über die Vorgänge dort zurückhalten. Genau das empfehle ich diesen vernagelten EU-Außenpolitikern, die mit Begeisterung zusehen, wie die islamistische regierende Partei diesen letzten Pfeiler im Namen der Demokratisierung demontiert.
Der "Türkische, laizistische Staat"... was hat er seinem Volk denn bisher gebracht außer Kummer und Sorgen?
Ein ideologisches Vollversagen war er, ein Mix aus viel Militarismus, blindem Nationalismus und stark faschistischen Tendenzen.
Ja, das Militär ist die Stütze dieser Ordnung. Und das sagt schon viel aus über diese "demokratische" Republik. Eine Republik, deren kemalistische Eliten sich Nachts vor Angst im Bett rumwälzen, weil ihre Paranoier und ihre Arroganz keine Antwort auf die gehäuften Probleme des Landes bieten.
Der "Türkische, laizistische Staat"... was hat er seinem Volk denn bisher gebracht außer Kummer und Sorgen?
Ein ideologisches Vollversagen war er, ein Mix aus viel Militarismus, blindem Nationalismus und stark faschistischen Tendenzen.
Ja, das Militär ist die Stütze dieser Ordnung. Und das sagt schon viel aus über diese "demokratische" Republik. Eine Republik, deren kemalistische Eliten sich Nachts vor Angst im Bett rumwälzen, weil ihre Paranoier und ihre Arroganz keine Antwort auf die gehäuften Probleme des Landes bieten.
Der "Türkische, laizistische Staat"... was hat er seinem Volk denn bisher gebracht außer Kummer und Sorgen?
Ein ideologisches Vollversagen war er, ein Mix aus viel Militarismus, blindem Nationalismus und stark faschistischen Tendenzen.
Ja, das Militär ist die Stütze dieser Ordnung. Und das sagt schon viel aus über diese "demokratische" Republik. Eine Republik, deren kemalistische Eliten sich Nachts vor Angst im Bett rumwälzen, weil ihre Paranoier und ihre Arroganz keine Antwort auf die gehäuften Probleme des Landes bieten.
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