Afghanistan Studie sieht wachsenden Einfluss der Taliban
Die afghanische Bevölkerung wendet sich einer Studie zufolge wieder verstärkt den Taliban zu. Sie ist verärgert über die ausländischen Truppen und die eigene Regierung
Die Kämpfe in Afghanistan könnten sich zu einem landesweiten Aufstand ausweiten. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Forschungsgruppe "Afghan Analysts Network".
Demnach sollen die Taliban auch außerhalb der paschtunischen Bevölkerung, die traditionell mit den Islamisten verbunden ist, an Einfluss gewinnen. So habe der zunehmende Ärger über das Verhalten der ausländischen Truppen dazu geführt, dass sich auch solche Gruppen den Taliban angenähert hätten, die früher das internationale Engagement in Afghanistan unterstützten.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen, dann hätten die aktuellen Kämpfe "das Potenzial, sich über ethnische Grenzen und religiöse Differenzen hinweg zu einer noch breiteren afghanisch-nationalistischen Bewegung zu entwickeln", schreibt der Autor der Studie, der deutsche Afghanist Thomas Ruttig.
Neben dem zunehmenden Eindruck einer "Besatzung" durch ausländische Soldaten trügen auch andere Faktoren dazu bei, dass sich Nicht-Paschtunen zu den Taliban hingezogen fühlten. Ruttig zählt dazu eine anti-westliche Gefühlslage und die steigende internationale Solidarität unter Muslimen.
Einer militärischen Lösungsstrategie für den schwelenden Konflikt erteilt Ruttig eine Absage. Stattdessen schlägt er eine langfristige "Versöhnungsstrategie" mit den aufständischen Gruppen vor. Diese müsse aber über bloße Gespräche hinausgehen und sich auf die gesamte afghanische Gesellschaft beziehen.
Die bisherigen Versuche der "Versöhnung" mit den Aufständischen seien an falschen Annahmen gescheitert, heißt es in der Studie. "Individuen und Gruppen wurden dazu gedrängt, sich der vorhandenen Regierung anzuschließen. Das übersieht die Tatsache, dass der Charakter des Regimes selber einer der Gründe für viele Aufständische ist, zu den Waffen zu greifen." Die afghanische Regierung könne daher nicht als neutraler Vermittler auftreten, da sie als Vertreter ihrer westlichen Alliierten gesehen werde. Stattdessen solle die Uno sowie die zwischenstaatliche Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) eine tragende Rolle übernehmen.
- Datum 14.07.2009 - 17:02 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, rf, dpa
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Die afghanische Bevölkerung wendet sich einer Studie zufolge wieder verstärkt den Taliban zu. Sie ist verärgert über die ausländischen Truppen und die eigene Regierung
Also. Fahren wir wieder heim! Sollen sich die (entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk) doch wieder ins Mittelalter begeben.
ich entschuldige mich vielmals bei euch, dass ich euch im Affekt als "Kameltreiber" bezeichnet habe! Menschen machen Fehler, ich habe einen Fehler gemacht!
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