Mexiko

Tote für Kokain und Marihuana

Ein mexikanischer Soldat bewacht 823.925 Kilogramm beschlagnahmtes Kokain in Yucatan  |  © Ronaldo Schemidt/AFP/Getty Images

Am Wochenende hatte das Drogenkartell "La Familia" Sicherheitskräfte angegriffen, nachdem einer der Mafia-Anführer festgenommen worden war. Dabei kamen mehrere Soldaten und Polizisten ums Leben. Die Aufklärungsrate von Verbrechen liegt in Mexiko generell sehr niedrig, bei einem Prozent etwa, und die Korruption ist hoch. Doch die Polizei arbeitet im Drogenkrieg mit dem Militär zusammen und hat auch Erfolge vorzuweisen.

Die Sicherheitskräfte beschlagnahmen riesige Mengen an Kokain, Marihuana und Amphetaminen und nehmen Clanchefs fest. Doch diese Führungspositionen in den Drogen-Kartellen werden meist schnell wieder besetzt. Sieben Kartelle gibt es und etliche freischaffende Banden. Die Drogenmafia tötet Polizisten, Mafiabosse anderer Clans, Drogenkuriere und Unbeteiligte. Allein im Jahr 2009 wurden bis jetzt mehr als 2400 Menschen im Drogenkrieg ermordet.

Viele Mexikaner halten die Kartelle für mächtiger als die Regierung.

Leser-Kommentare
  1. Die mexikanischen Behörden sind voll drauf reingefallen. Im Bild 7 hält der Wachtmeister einen "Drogendetektor", was absoluter quatsch ist. Es handelt sich um einen Quadro QRS 250G "Detector" von Quadro Corporation, South Carolina, USA. Das Internetz ist voll mit Beweisen dass das Teil nicht funktioniert. Einfach danach suchen mit irgendeiner Suchmaschine.

    Hier noch ein Video dazu http://www.youtube.com/wa...

    Das Teil funktioniert in 50% der Fälle. D.h. man könnte genausogut eine Münze werfen um Drogen zu "detektieren".

    Die ganze Sache in Mexiko ist eine Bevölkerungsunterdrückung. Das Militär, also die Regierung nutzt den Drogenkrieg nebenbei um die Indios zu unterdrücken, foltern und aus ihren Heimatsiedlungen wegzutreiben.

  2. 2. was...

    ...ist das, eine polizeiuniformmodenschau?

    • Buker
    • 15.07.2009 um 12:08 Uhr

    Wann werden die mächtigen der Welt endlich begreifen, dass sie mit ihrer Politik der Prohibition mehr als gescheitert sind???
    Was spricht dagegen, den Bauern in Mexico und sonstwo eine wirtschaftliche Perspektive im Marijuana-Anbau zu bieten?

    Drogen sind so alt die die Menschheitsgeschichte. Es gab sie schon immer und es wird sie immer geben. Durch die Verbote schafft man nur ein Monopol für die Mafia und entzieht den Staatskassen jede Menge Geld durch fehlende Steuereinnahmen und kostenspielige Polizei- und Justizaktionen...

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