Gipfel-Ergebnisse Die Weltpolitik bewegt sich
Klima, Welthandel, Iran: Auf dem G-8-Gipfel wird tatsächlich globale Politik gemacht. Möglich macht das US-Präsident Obama
© Saul Loeb/AFP/Getty Images

Dank US-Präsident Obama ist Bewegung in den G-8-Gipfel von L'Aquila gekommen
Ob Totgesagte länger leben, muss sich im Fall der G 8 erst noch erweisen. Sicher ist aber seit Donnerstag, dass das Forum der führenden Industrienationen doch noch so Einiges bewegt. Zwar fehlt dem Treffen, das Bundeskanzlerin Angela Merkel noch vor ihrer Abreise nach Italien perspektivisch in der Bedeutungslosigkeit versinken sah, bislang die ganz große Sensation. Doch bei erstaunlich vielen wichtigen Themen drehen die Gipfelgespräche der Regierungschefs in L´Aquila die Weltpolitik in die richtige Richtung – beim Klima, beim Welthandel, in der atomaren Sicherheit oder bei dem kollektiven Umgang mit Iran.
Möglich macht das ein Mann. Seit der amerikanische Präsident Barack Obama heißt, hat sich ganz offensichtlich das Klima unter den großen Regierungen gewandelt. Das bewirkt zwar keine Wunder. Doch es macht den Umgang miteinander freundlicher und vor allem auch konstruktiver. Obama will in der Weltpolitik durch Kooperation etwas erreichen – und trifft dabei auf Europäer, die das schon ganz lange im Sinn haben.
Besonders deutlich wird das beim Klimathema. Auch wenn die Ergebnisse des L`Aquila-Gipfel hinter den Wünschen der Umweltbewegung zurück bleiben, zudem die Form von Lippenbekenntnissen haben und die harten Verhandlungen noch kommen müssen: Sie weisen endlich in die richtige Richtung. Sie werden von einem Amerikaner mitgetragen, der sie nicht nur international verspricht, sondern auch noch zu Hause durchkämpfen will. Und sie werden seit heute auch von den Schwellenländern mitgetragen.
Die globale Politik bewegt sich doch – langsam zwar, zu langsam möglicherweise, aber sie bewegt sich. Da wirkt der beleidigte Ton, mit dem sich die Russen nun schon wieder vorsichtig von den Zielen distanzierten, unglaublich gestrig.
Doch selbst die Russen können sich der neuen Gemeinsamkeit in L´Aquila nicht ganz entziehen. Auch sie tragen den strengen Rüffel der Regierungschef an die Adresse der iranischen Regierung mit. Das wird die Machthaber in Teheran nicht zur Einsicht bringen, doch es erhöht den internationalen Druck erheblich.
Selbst in Fragen des Welthandels, man mag es nach Jahren der erfolglosen Handelsrunden kaum noch glauben, haben sich die Regierungschefs wieder neue Ziele gesteckt. Schon bald sollen sich mit Zustimmung der Schwellenländer die zuständigen Minister wieder treffen – um spätestens im kommenden Jahr die Runde abzuschließen. Bedenkt man, welcher Widerstand im amerikanischen Kongress oder auch im indischen Parlament gegen weitere Liberalisierung besteht, ist das ein sehr mutiges Vorhaben.
Mag sein, dass G 8 irgendwann nicht mehr existiert. Doch in Italien hat sie für ihr Überleben gearbeitet, auch weil sich der Club wandelt – vom exklusiven Zirkel zum Kern ständig wechselnder Kreis. Allein, das wissen die Chefs der G 8, können sie sich vielleicht einigen – wirklich bewegen werden sie bei vielen globalen Problemen erst etwas gemeinsam mit anderen. Mal treffen sich die G 8 daher mit den Schwellenländern, um beim Klimathema weiter zu kommen, mal mit den Afrikanern oder den anderen Industrienationen.
- Datum 09.09.2009 - 18:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Obama, Obama, Obama, Obama, Obama, Obama, Obama...
Obamen.
Was ist der Unterschied zwischen Jesus und Obama?
Obama kann nocht nicht auf dem Wasser laufen!
"Ich habe keine Angst vor der globalen Erwärmung, aber vor der globalen Verblödung!" (Lisa Fitz - bayr. Kabarettistin)
Obamen.
Was ist der Unterschied zwischen Jesus und Obama?
Obama kann nocht nicht auf dem Wasser laufen!
"Ich habe keine Angst vor der globalen Erwärmung, aber vor der globalen Verblödung!" (Lisa Fitz - bayr. Kabarettistin)
Da strotzt ja überall Optimismus heute in den Nachrichten - wie schön, wenn das alles auch nur annähernd wahr wäre! Der Obama-Effekt, zum Beispiel, ist leider nur ein Kontrasteffekt. Nach Kanzler Hitler wirkte Kanzler Adenauer ja auch auf der internationalen Bühne "freundlicher und konstruktiver". Beiden historischen Situationen gemeinsam ist, dass der freundliche und konstruktive Regierungschef um ein paar Jahre zu spät ans Ruder gekommen ist.
Was ist denn jetzt konkret passiert? Es gibt nicht ein einziges Abkommen, dass realpolitische Konsequenzen hat. Weniger Protektionismus...na toll! In den nächsten 40 Jahren muss die Erderwärmung unter 2 % bleiben...na toll! In 39 Jahren merkt man dann, dass man bei 2,0 % ist...was nun? Alles abschalten?
Bitte lasst doch diese optimistischen Artikel weg...das ist verlogen...mehr nicht!
Alles Banane ;-))
Alles Banane ;-))
Zumindest hat sich meine Vermutung bestätigt, dass das Änschie neben das Barack eher farblos wirkt, trotz Blau-Weißem Hosenanzug. Das Glitter blättert von unserer Glänzerin und offenbart das triste Grau ihrer Konzeptionslosigkeit.
G-8 ist doch wie Wahlkampf. Es wird viel versprochen ohne nachher etwas umzusetzen. Darin ist unser Uckermerkel Profi. So oft wollte sie an wichtigen Themen der Welt- und Bundespolitik gemessen werden, dass heute nicht mal die kleinste Einheit "Yokto" mehr als Maßstab herhalten kann.
Gute Nacht Welt
Ich finde es äußerst positiv, dass gerade Italien den G8 Gipfel austrägt. Denn jetzt sind die Scheinwerfer eingeschalten, jetzt muss sich Italien von der besten Seite zeigen und Berlusconi muss sich benehmen und politische Erfolge erzielen. Sicherlich ist dieser G8 Gipfel nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Ich denke, auf Dauer würde sich so wirklich was bewegen. Die Welt wartet immer auf die großen Entscheidungen, die großen Erfolge, aber viel zu oft zerplatzen diese dann jämmerlich. Ich will mich hier mal für die deutschen Spenden an die Erdbebenopfer bedanken und hoffe, dass wir Italiener auch den Deutschen zur Seite stehen können, wenn sie von einem ähnlichen Ereignis betroffen sind.
mfG,
Pietro de Angelis, Milano
Dieser Artikel ist rein Zeitverschwendung. Hier wird wieder einmal angenommen, dass durch Obama sich die Weltpolitik bewegt, aber langsam, zu langsam, vielleicht. Das führt uns zu den fehlenden Aussage des Artikels. Weder gibt es Kritik, eine Analyse, Faktenaufzählung noch zumindestens ein Lob, an dem festhält.
So oft wie die Zeit Obama schon gepriesen hat, fragt man sich ob nicht bald jemand wegen Schleichwerbung anruft.
Kein Wunder, dass so viele lieber Blogs lesen, wo immerhin eine klare Position gehalten wird.
M.E. sind die gesetzten Ziele durchaus etwas Positives für die Weltpolitik. Viele Faktoren führen dazu, dass viele sture Staaten nun so tun, als hätten sie Interesse sich zu rühren.
Das Problem ist bloß die Realität. Wenn man die jetztige Temp. nicht um mehr als 2° bis 2050 erhöhen will, dann müssen alle dafür notwendigen Treibhausbeschränkungen bis etwa 2030 durchgeführt worden sein.
Solange die Politik nur an Zielen und Ausblicken arbeitet, aber keine harten Bestimmungen für die Industrie durchsetzt, ist das alles nur Gelabber. Was bisher erreicht wurde, kann man nur zu einem sehr kleinem Anteil der Politik zusprechen. Bisher folgte vieles der natürlichen Entwicklung des Marktes.
Alles Banane ;-))
Die Russen machen es uns vor :)
http://www.nytimes.com/20...
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