Irak Attentate auf Christen
Mit dem Abzug der US-Kampftruppen haben die tödlichen Anschläge im Irak zugenommen. Am Sonntag traf es erneut die irakischen Christen

© Achmad Al-Rubaye/AFP/Getty Images
Tödlicher Anschlag gegen die Christen: vor der chaldäischen Kirche Notre Dame im Osten Bagdads
Im Irak hat eine neue Terrorserie gegen die christliche Minderheit unter den Gläubigen Angst und Schrecken ausgelöst. Sechs Bomben detonierten am Sonntag vor verschiedenen Kirchen in Bagdad. Auch in Kirkuk und Mossul kam es zu Angriffen. Der schwerste Anschlag ereignete sich vor der chaldäischen Kirche Notre Dame im Osten der Hauptstadt.
Wie Weihbischof Shlemon Warduni gegenüber unserer Zeitung bestätigte, tötete eine Autobombe vier Menschen und verletzte 25, als die Gläubigen nach der Abendmesse das Gotteshaus verließen. Waduni hielt sich während der Detonation noch in dem Gebäude auf. Nach seinen Angaben kam es am Montag früh in der nordirakischen Stadt Mossul zu einem weiteren Sprengstoffanschlag, der drei Kinder verletzte, eine schiitische Moschee sowie die Jungfrau-Maria-Kirche beschädigte. In Kirkuk wurde ein christlicher Politiker ermordet.
„Die Menschen sind sehr schockiert“, sagte Warduni. „Sie werden jetzt Angst haben, zur Kirche zu kommen und wieder einige werden versuchen, das Land zu verlassen“. Der Bischof übte entschiedene Kritik an dem bisherigen Schutz durch die irakischen Sicherheitskräfte. „Wir brauchen mehr Sicherheit – nicht nur einen Tag, eine Woche, einen Monat, sondern kontinuierlich.“ Er rechne damit, dass die Attentate auch in Zukunft weitergehen.
„Wir Christen fragen uns, wer tut das? Was wollen die Leute von uns? – wir wissen es nicht“, sagte er. Die Polizei in Bagdad riegelte unterdessen alle Zufahrtsstraßen zu Kirchen in der Stadt ab. Der Attentäter von Notre Dame hatte Wachleuten gegenüber angegeben, sein alter VW Passat sei kaputt, er wolle ihn nur kurz abstellen und einen Mechaniker holen.
Nach Angaben des Bischofs von Kirkuk, Louis Sako, sind seit dem Sturz von Saddam Hussein mehr als 200.000 Christen aus dem Zweistromland geflohen. Momentan leben noch etwa 500.000 Christen im Irak, von denen die meisten Chaldäer sind. Erst im letzten Oktober hatte eine Mordserie in Mossul dazu geführt, dass mehr als 10.000 Menschen – das war die Hälfte der christlichen Einwohner – aus der Stadt flohen und in Dörfern der Umgebung, in Klöstern, Schulen und Kirchen Unterschlupf suchten.
Am Sonntag entging auch der US-Botschafter im Irak, Christopher Hill, einem Anschlag, als sein Konvoi in der Provinz Si Kar im Süden unterwegs war. „Es gab einen Knall und wir fuhren durch eine dichte Rauchwolke“, sagte Hill der Zeitung USA Today. „Allen geht es gut.“ Hill ist seit Anfang April Botschafter in Bagdad, er löste Ryan Crocker ab. Ein Wagen, der vor dem gepanzerten Auto des Botschafters fuhr, wurde durch den offenbar eher kleinen Sprengsatz beschädigt.
- Datum 14.07.2009 - 13:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE 13.7.2009
- Kommentare 33
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Warum wird nicht klar gesagt, wer diese Attentate begeht und mit welchem Ziel?
Mich nicht!
Die gezielte Ermordung von Christen im Irak wäre doch auch mal ein Anlaß für unsere Kirchenoberen für Menschenrechte und Religionsfreiheit im islamischen Kulturkreis einzutreten. Aber man schweigt natürlich wieder.
[Entfernt, bitte bemühen Sie sich, zu einer sachlichen Debatte beizutragen. Danke. /Die Redaktion pt.]
[Entfernt, bitte bemühen Sie sich, zu einer sachlichen Debatte beizutragen. Danke. /Die Redaktion pt.]
in Deutschland, da sind sich die Muslime hier sehr einig.
Hass auf Christen durch
nur im Irak?
Oder auch ... in der Türkei? .... in Ägypten? ..... In Marokko? .... in ....
wo denn nicht, in welchem muslimischen Staat haben Christen gleiche, einklagbare Religionsrechte? Religionsunterricht?
Wäre das nicht eine Aufgabe auch der hier lebenden Muslime, sich für die Rechte der Christen in ihren Heimatländern offen und laut einzusetzen ...
sozusagen als Bringschuld für das, was Sie hier erhalten und weiter für sich einfordern?
Freie Kirchen, wo die versammelten Gläubigen nicht in Gefahr gehen samt Kirche verbrannt zu werden - auch für Christen in muslimischen Ländern...
Wenn Herr Schäuble meint, der Islam sei ein Teil Deutschlands
der Rat der Muslime aber aussagt Deutschland ist ein Teil des Islam
warum hört man dann nichts von den Offiziellen Glaubensvertretern zu den Untaten an der weltweiten Religionsgemeinschaft Ihrer Mitmenschen?
Wo sind die Protestzüge? Oder ganz einfach nur deutliche Stellungnahmen?
Wäre das nicht ein Punkt für das nächste Freitagsgebet - laut und offiziell?
Trauer und Beileid mit den Opfern der anderen Religion?
egal wie viele Christen oder Andersglaeubige aubgemurkst werden....
Vergessen Sie bitte nicht-es war ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg der USA.
Vergessen Sie bitte nicht, daß Herr Bush bei Kriegsbeginn sagte :Gott mit uns.
Vergessen Sie bitte nicht, daß unser Christentum seine Legitimation verloren hatte durch die Mißachtung seiner 10 Gebote.
Vergessen Sie nicht, daß evangelikale und andere Strömungen ihre Begehrlichkeiten sehr konsequent verfolgen und oft neben dem Kern der christlichen Botschaft - wie ich sie verstanden habe- agieren.
Vergessen Sie bitte nicht, daß auch Religionen von unseren Machteliten benutzt werden , um Einfluß in fremde Territorien zu erhalten, diese zu spalten und zu destabilisieren. Das ist leider zur Machtpolitk dieses Westens geworden und wir ahnen es, wenn wir die Scheidungsindustrie in Deutschland ansehen.
Andere zu verurteilen ist leichter als sich selbst zu erkennen
Wenn das Christentum aus Ihrer Sicht seine Legitimation verloren hat - wo ist die Legitimation des Islam? Und wenn Herr Bush gesagt hat "Gott mit uns" - was hat das mit den Christen im Irak zu tun? Was hat das Einsickern islamischer Gotteskrieger mit dem irakischen Volk zu tun? Meinen Sie, die finden das toll, wenn jeden Tag ein paar Menschen in die Luft gesprengt werden? Und dann: glauben Sie, Ihre Einwände rechtfertigen den Mord an Christen?
Wenn das Christentum aus Ihrer Sicht seine Legitimation verloren hat - wo ist die Legitimation des Islam? Und wenn Herr Bush gesagt hat "Gott mit uns" - was hat das mit den Christen im Irak zu tun? Was hat das Einsickern islamischer Gotteskrieger mit dem irakischen Volk zu tun? Meinen Sie, die finden das toll, wenn jeden Tag ein paar Menschen in die Luft gesprengt werden? Und dann: glauben Sie, Ihre Einwände rechtfertigen den Mord an Christen?
[Entfernt, bitte bemühen Sie sich, zu einer sachlichen Debatte beizutragen. Danke. /Die Redaktion pt.]
Das Chrisliche Krichen zerstört werden durch Entschuldigung von solchen Fatimas (Attentäter) zerstört werden finde ich einfach schlimm. Wie kann das sein hier in Deutschland werden die Muslime nicht so behandelt warum behandeln sie uns so?? Das bester kommt ja noch hier Bauen sie Moscheen aber in den Östlichen werden sie zerstört und keiner sagt was. Aber wenn man einen Moscheenbau blockiert wird man sofort als Islamophob bezeichnet oder als Nazi. <<
Croatiaboy, auch ich würde sie als 08/15 Nazi bezeichnen, wenn sie den Bau einer Moschee blockieren, oder wenigstens der Meinungs sind "dass die sich doch uns anpassen sollen, und sie gar nicht verstehen,warum die ein eigenes gebetshaus bekommen." Stimmt, Moscheen bzw. muslimische Gebetshäuser gibt es ja auch so viele in Deutschland. Und sie stören den Deutschen nicht Moslem auch so unglaublich in seiner Lebensfreiheit.
Wie kann das sein hier in Deutschland werden die Muslime nicht so behandelt warum behandeln sie uns so??
Was verstehen sie unter uns? Christen oder Deutsche. Ihnen ist bewusst, dass die christliche Bevölkerung im Irak keine Deutschen sind, sondern auch Iraker?
Und der Irka hat nun mal kein Grundgesetz, welches die Religionsfreiheit schützt, geschweige denn eine pluralistische Staatsauffasung. Sehr zum Leidwesen der meisten irakischen Bürgern. Vergessen sie nicht, dass die "Gotteskämpfer" von der Mehrheit der Moslems nicht unterstützt wird.
Allerdings gebe ich dem Punkt recht, dass zu wenig Solidarität unsere Krichenverbände und Regierungen ausgesprochen wird.
_______________________________
Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Croatiaboy, auch ich würde sie als 08/15 Nazi bezeichnen, wenn sie den Bau einer Moschee blockieren, oder wenigstens der Meinungs sind "dass die sich doch uns anpassen sollen, und sie gar nicht verstehen,warum die ein eigenes gebetshaus bekommen." Stimmt, Moscheen bzw. muslimische Gebetshäuser gibt es ja auch so viele in Deutschland. Und sie stören den Deutschen nicht Moslem auch so unglaublich in seiner Lebensfreiheit.
Wie kann das sein hier in Deutschland werden die Muslime nicht so behandelt warum behandeln sie uns so??
Was verstehen sie unter uns? Christen oder Deutsche. Ihnen ist bewusst, dass die christliche Bevölkerung im Irak keine Deutschen sind, sondern auch Iraker?
Und der Irka hat nun mal kein Grundgesetz, welches die Religionsfreiheit schützt, geschweige denn eine pluralistische Staatsauffasung. Sehr zum Leidwesen der meisten irakischen Bürgern. Vergessen sie nicht, dass die "Gotteskämpfer" von der Mehrheit der Moslems nicht unterstützt wird.
Allerdings gebe ich dem Punkt recht, dass zu wenig Solidarität unsere Krichenverbände und Regierungen ausgesprochen wird.
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Ich weiß, dass ich nichts weiß.
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