N97-Test Nokias N97 bleibt hinter Erwartungen zurückSeite 3/3
Ovi Store – App Store für Symbian
Der Ovi Store ist Nokias App Store für Symbian-Geräte. Im Ovi Store finden sich neben Symbian-Applikationen auch Videos und Podcasts sowie standortbasierte Dienste. Der Shop kann über einen normalen Webbrowser aufgerufen werden. Auf dem N97 ist eine Anwendung zum Zugriff auf den Ovi Store vorinstalliert. Wie auch beim Apple-Vorbild erhalten die Softwareanbieter 70 Prozent der Umsätze, die übrigen 30 Prozent behält der Shopbetreiber ein, in dem Fall also Nokia.
Nach einer Anmeldung können dann Inhalte heruntergeladen werden. Zu finden sind beispielsweise Programme wie der Browser Opera Mini. Hier fällt allerdings die Sortierung auf: Der Alternativbrowser ist unter "Hilfsprogramme" versteckt. Eine Kategorie wie "Internet" oder "Kommunikation" gibt es nicht.
Heruntergeladene Videos landen nicht im Downloadbereich der Videoapplikation, wie es zu erwarten wäre, sondern werden in den allgemeinen Clips-Bereich gelegt. Auf das Display des N97 sind diese Filme auch nicht ausgelegt. Spezielle Trailer für die Filme Ice Age 3 und Star Trek nutzen das Display nicht aus. Stattdessen erscheint nur ein kleiner Ausschnitt mit einem breiten schwarzen Rand. Die integrierte Zoomfunktion des Players vergrößert das Video dann aber bildschirmfüllend. Zudem kosten viele der angebotenen Filmschnipsel Geld.
Werden Anwendungen heruntergeladen, so ist nicht ersichtlich, wie lange die Installation läuft. Das ist unpraktisch. Positiv sind die Sortierfunktionen. So kann der Nutzer bei Bedarf nur kostenlose oder nur kostenpflichtige Inhalte aktivieren. Empfehlungen und oft geladene Programme sollen bei der Orientierung im Ovi Store helfen. Auch Suchen ist möglich.
Innere Werte
Die Ausstattung des N97 ist gut. 32 GByte Speicher bieten genügend Platz für Programme und Multimediadaten. Zusätzlich lassen sich Daten auf einer Micro-SD-Karte ablegen. Die muss allerdings unter der Akkuabdeckung eingelegt werden. Das hätte praktischer gelöst werden können. Hinzu kommt eine ordentliche 5-Megapixel-Kamera. Das UMTS-Gerät unterstützt Quadband-GSM, Datenübertragung per HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s, besitzt eine Mini-USB-Schnittstelle und unterstützt Bluetooth sowie WLAN nach 802.11b/g. Zudem ist das 117,2 x 55,3 x 15,9 mm messende N97 mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Trotz des Gewichts von rund 150 Gramm liegt das Nokia gut in der Hand. Das ordentlich verarbeitete Smartphone kostet rund 650 Euro ohne Vertrag.
Fazit: Mit dem N97 wollte Nokia einen großen Wurf landen, bleibt aber weit hinter den Erwartungen zurück. Zwar kann das Gerät mit seinen technischen Eigenschaften überzeugen. Leider hat Nokia das Smartphone bei der Softwareausstattung aber nicht entsprechend aufgemotzt. Statt grundlegender Änderungen an der Bedienung bekommt der Käufer ein S60-System mit dem Unterschied, dass er jetzt mit dem Finger navigieren kann. Gerade bei der Bedienung bleibt Nokia weit hinter iPhoneOS, Android und WebOS zurück, die allesamt deutlich innovativer bei der Touchbedienung sind. Das ist schade, weil das N97 ein N-Series-Gerät mit guter Ausstattung ist.
Das Original des Textes erschien bei golem.de
- Datum 15.07.2009 - 13:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Vor allem bei Nokia. Nokia war immer gut, wenn es um Akkuleistung ging, aber Tastatur, Menü und Handling sind mittel bis schlecht. Was immer über Apple sonst denken mag, das hat noch niemand getoppt.
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