Sauerland-Gruppe Verdacht der IJU-Mitgliedschaft erhärtet sich

Ein Mitglied der Sauerland-Gruppe hat vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ausgesagt, Mitglied in einer islamistischen Gruppe zu sein

Seit gestern sagen die Mitglieder der sogenannten Sauerland-Gruppe umfassend aus. Einer der Angeklagten, Daniel S., bestreitet laut seinem Anwalt Johannes Pausch nicht, dass er Teil einer ausländischen, islamistischen Gruppe ist. Er habe für sie auch "Brüder" rekrutiert. Allerdings habe er erst bei der Festnahme erfahren, dass der Name Islamische Dschihad Union (IJU) sein soll.

Die Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung ist einer der Hauptanklagepunkte gegen die vier mutmaßlichen Terroristen. Ihnen wird vorgeworfen, eine Terrorzelle der IJU in Deutschland gegründet und Anschläge mit Autobomben geplant zu haben.

Der Vorsitzende Richter Ottmar Breidling  hatte den Islamisten Straferlass versprochen, wenn sie umfangreich gestehen. Seitdem vernehmen die Beamten des Bundeskriminalamtes die Angeklagten getrennt. Bis Ende der Woche soll das Verhör abgeschlossen sein.

Über Monate überwachten deutsche Sicherheitsbehörden die Gruppe, bevor das Bundeskriminalamt drei der vier Angeklagten im September 2007 im Sauerland festnahm. Einer wurde später in der Türkei verhaftet. Bei den mutmaßlichen Terroristen waren mehr als 700 Liter Wasserstoffperoxid entdeckt worden. Damit hätten sie Bomben mit einer Sprengkraft von mehr als 400 Kilogramm TNT bauen können.
 

Anzeige
 
Leser-Kommentare
  1. Nach dem den "Terroristen" eine Strafmilderung zugesprochen wurde, war auf einmal einer Mitglied einer islamistischen Terrorgruppe und der gute Mann hat erst von den Ermittlern erfahren, dass es sich um die IJU handelte? Na zum Glück hatte derjenige sich nicht aus Versehen bei der IRA eingeschrieben, denn diese bomben nicht im Auftrag des heiligen Tschiad. Jedenfalls haben die Ermittler ganze Arbeit geleistet , denn als Terrorist gilt nur, wer eine terroristische Vereinigung gründet, oder einer solchen Gruppe angehört.

    Und wann hört man endlich auf die 700 Liter dreiprozentige Wasserstoffperoxydlösung mit einer Sprengkraft von 400kg TNT gleichzusetzen? Eine dreiprozentige Lösung langt nicht einmal aus um sich die Haare zu blondieren. Es wird immer noch der gleiche Mist erzählt wie Ende 2007 und keinen interessiert es, dass die Herstellung von TATP (nicht TNT) ohne Laborbedingungen fast unmöglich ist und wenn es doch gelingen sollte, ist das Gemisch nicht transportfähig. Das ist auch der Grund, warum dieser Sprengstoff bis heute nicht wirtschaftlich genutzt wird, denn er wäre theoretisch sehr preiswert herstellbar.

    wer selbst lesen (und sich informieren) kann ist klar im Vorteil

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service