Unionsstreit Unions-Harmonie mit tiefen Rissen
Der Versuch von CSU und Kanzlerin Merkel in Kloster Banz einen Kompromiss in der Europapolitik zu finden, ist gescheitert. Sie sind aber wohl zum Erfolg verdammt
Vor den ehrwürdigen Klostermauern von Kloster Banz überschlug sich CSU-Chef Horst Seehofer am Dienstag mal wieder vor Loyalität. "Verehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela Merkel", begrüßte er die CDU-Vorsitzende, die extra aus dem fernen Berlin angereist war, um für einige Stunden an der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten teilzunehmen.
Von dem Streit in der Union, der mal wieder die Schlagzeilen beherrscht, wollte Seehofer nichts wissen. Das Verhältnis zwischen den Schwesterparteien sei sehr gut, ja man dürfe schon sagen freundschaftlich, betonte er vielmehr. "Liebe Angela, wir werden alles tun, damit Du Kanzlerin bleibst", versprach er der neben ihm stehenden Merkel.
Auch die CDU-Chefin gab sich verbindlich. Die Union wolle ein "starkes, aber auch bürgernahes Europa", versuchte sie die Gegensätze zu überbrücken, die sich in den vergangenen Tagen zwischen den Schwesterparteien in der Europapolitik aufgetan hatten. Die CSU verlangt, wegen der vom Bundesverfassungsgericht geforderten Nachbesserungen des Begleitgesetzes zum Lissabon-Vertrag einen optionalen Parlamentsvorbehalt auch bei alltäglichen EU-Entscheidungen einzuführen. Das lehnt die CDU ab. Sie will der Regierung möglichst viel Handlungsspielraum erhalten.
Hinter verschlossenen Türen wurde die Kanzlerin allerdings deutlicher. Dass die CSU, die sich von der schweren Schlappe bei den letzten Landtagswahlen schließlich noch lange nicht wieder endgültig erholt hat, im Bundestagswahlkampf mit harten Bandagen kämpfen muss und dass die Profilierung gegen die CDU Teil dieser Strategie ist, weiß Merkel selbstverständlich.
In Maßen ist das durchaus auch in ihrem Sinne. Schließlich ist sie auf ein gutes CSU-Ergebnis angewiesen, wenn sie Kanzlerin bleiben will. Doch zu zerstritten darf die Union eben auch nicht wirken. Der Ton der Auseinandersetzung ging Merkel in den vergangenen Tagen offenbar entschieden zu weit. CDU und CSU müssten zusammenarbeiten, forderte sie die Abgeordneten Teilnehmerangaben zufolge deswegen auf. Einige Äußerungen seien für das Bild der Union nicht förderlich gewesen.
Obwohl vor und nach der Sitzung viele Freundlichkeiten ausgetauscht wurden: In den entscheidenden Streitpunkten haben Seehofer, sein Berliner Statthalter Peter Ramsauer und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bisher nicht eingelenkt. Stattdessen hat die CSU auch am Dienstag wieder deutlich gemacht, dass sie Zugeständnisse von der CDU erwartet.
So verweigert sie Merkel bislang vor allem die Zusage, dass die CSU den Fahrplan für die Ratifizierung des Lissabon-Vertrags nicht gefährden wird. Stattdessen lautet ihre Devise: "Inhalt geht vor Schnelligkeit". Das bedeutet aber, dass die CSU nicht garantiert, dass die vom Bundesverfassungsgericht verlangten Änderungen des Begleitgesetzes wie geplant am 8. September verabschiedet werden können.
Der Vertrag muss allerdings bis zum Herbst in allen Ländern unter Dach und Fach sein, soll er Anfang kommenden Jahres in Kraft treten. Scheitert dies an Deutschland, wäre das nicht zuletzt eine Schlappe für die Kanzlerin, die das Abkommen, mit dem die EU auf eine neue Rechtsgrundlage gestellt werden soll, maßgeblich mit erarbeitet hat. Ihr stünde dann eine neue Diskussion über ihre Führungsfähigkeit ins Haus.
- Datum 15.07.2009 - 07:36 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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vom letzten Jahr mag ja auch niemand vergessen, dieses Sinnbild eines skrupellosen und korrupten Politikers, (entfernt. Bitte posten Sie derlei Unterstellungen nicht ohne Beweise. Die Redaktion/jk), und ich würde sagen, der Mann könnte Ananas auf Alaska züchten.
...ist ja auch die treibende Kraft hinter Angela Merkel und Horst Seehofer.
...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend
Oder anders ausgedrückt:
"Ihr macht was ich sage und nicht anders herum! Wo kämen wir denn da hin, wenn plötzlich die demokratisch gewählten Volksvertreter in Europa was zu melden hätten?"
Nicht vergessen, auch unsere Regierung ist nicht direkt gewählt. Der Bundeskanzler wir in der Regel vom Bundespräsidenten vorgeschlagen und anschließend vom Parlament gewählt. Hernach der Bundeskanzler seine Minister ernennt, welche vom Bundespräsidenten auf ihr Amt vereidigt werden.
Wer immer noch nicht erkennt, wie antidemokratisch das Änschie ausgerichtet ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
Ich wiederhole nochmals. Der letzte Kanzler, der Ermächtigung mit "Handlungsfähigkeit der Regierung" begründete, brach etwas mehr als sechs Jahre später den bisher verheerendsten Krieg vom Zaun. Gut, die Umstände sind heute anders. Es geht nicht mehr um Lebensraum im Osten, wohl aber um Ressourcenraum weltweit. Es geht auch nicht mehr gegen die Juden.
Worum es aber wiederum geht ist die völlige Entmündigung des eigenen Volkes zur diktatorischen Durchsetzung rein wirtschaftlicher Interessen.
Wer diese Vorgänge bagatellisiert oder begrüßt muss sich nicht fragen, wie das deutsche Volk sehenden Auges in die Katatstrophe Tausendjähriges Reich marschierte. Er muss nur in den Spiegel schauen.
Das kann doch alles nicht wahr sein:
Die "frei Heide" wird nicht zum "Bombodrom" und schon rufen andere Bundesländer ebenfalls den militärischen Notstand aus und fordern auch die Abschaffung ihrer "Spielwiesen" für unsere bundesdeutschen "Zinnsoldaten".
Das ist doch auch ihr gutes Recht, denn der Artikel 1 des Grundgesetzes gilt bekanntlich hier wie da, oder?
Der Bundeswehr braucht doch dabei nicht Angst und Bange werden, denn sie hat ja ihren "Truppenübungsplatz unter gefechtsnahen Bedingungen" schon nach Afghanistan verlegt.
Der ELOKA (elektronischen Kampfführung) mit ihren Aufklärungsflugzeugen folgen vielleicht schon die letzten deutsch - russischen MIG-Kampfflugzeuge; die kennen wenigstens die Afghanen schon, aber bisher nur mit russischen Tarnanstrich.
Somit hat sich wenigstens ein deutsches Problem gelöst - es werden keine weiteren Steuergelder für irgendwelche Gerichtskosten in den nächsten Jahren in den Sand gesetzt.
Das kann doch alles nicht wahr sein:
Die "frei Heide" wird nicht zum "Bombodrom" und schon rufen andere Bundesländer ebenfalls den militärischen Notstand aus und fordern auch die Abschaffung ihrer "Spielwiesen" für unsere bundesdeutschen "Zinnsoldaten".
Das ist doch auch ihr gutes Recht, denn der Artikel 1 des Grundgesetzes gilt bekanntlich hier wie da, oder?
Der Bundeswehr braucht doch dabei nicht Angst und Bange werden, denn sie hat ja ihren "Truppenübungsplatz unter gefechtsnahen Bedingungen" schon nach Afghanistan verlegt.
Der ELOKA (elektronischen Kampfführung) mit ihren Aufklärungsflugzeugen folgen vielleicht schon die letzten deutsch - russischen MIG-Kampfflugzeuge; die kennen wenigstens die Afghanen schon, aber bisher nur mit russischen Tarnanstrich.
Somit hat sich wenigstens ein deutsches Problem gelöst - es werden keine weiteren Steuergelder für irgendwelche Gerichtskosten in den nächsten Jahren in den Sand gesetzt.
Das kann doch alles nicht wahr sein:
Die "frei Heide" wird nicht zum "Bombodrom" und schon rufen andere Bundesländer ebenfalls den militärischen Notstand aus und fordern auch die Abschaffung ihrer "Spielwiesen" für unsere bundesdeutschen "Zinnsoldaten".
Das ist doch auch ihr gutes Recht, denn der Artikel 1 des Grundgesetzes gilt bekanntlich hier wie da, oder?
Der Bundeswehr braucht doch dabei nicht Angst und Bange werden, denn sie hat ja ihren "Truppenübungsplatz unter gefechtsnahen Bedingungen" schon nach Afghanistan verlegt.
Der ELOKA (elektronischen Kampfführung) mit ihren Aufklärungsflugzeugen folgen vielleicht schon die letzten deutsch - russischen MIG-Kampfflugzeuge; die kennen wenigstens die Afghanen schon, aber bisher nur mit russischen Tarnanstrich.
Somit hat sich wenigstens ein deutsches Problem gelöst - es werden keine weiteren Steuergelder für irgendwelche Gerichtskosten in den nächsten Jahren in den Sand gesetzt.
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