Trauer um Ägypterin Weiße Rosen für MarwaSeite 2/2
Gegen den 28-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Er war schon im ersten Prozess ausländerfeindlich aufgetreten, bestätigte am Samstag der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Avenarius. Der Täter soll Verbindungen zur NPD haben.
Gegen den Mann soll in einigen Monaten Anklage erhoben werden. Vorher will die Staatsanwaltschaft keine weiteren Details nennen. Der Prozess werde voraussichtlich Ende 2009 oder Anfang 2010 stattfinden. Sachsens Justizminister Geert Mackenroth (CDU) sagte: "Es
wird alles getan, um den Täter so schnell wie möglich vor einen Richter zu stellen."
Der Zentralrat der Muslime forderte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein deutliches Signal gegen Islamfeindlichkeit in
Deutschland. Sie möge sich "auch bitte direkt an die mehr als vier Millionen Muslime hierzulande wenden und den brutalen rassistischen
Mord aus islamfeindlichen Motiven verurteilen", sagte Generalsekretär Aiman Mazyek dem Tagesspiegel am Sonntag.
Versteckte und offene Islamphobie existiere in Deutschland bereits seit längerem, sagte Mazyek in Dresden. "Die Tat des Kopftuchmörders
offenbart nur eine neue Dimension."
In Teheran protestierten regierungstreue iranische Studenten gegen den Umgang mit Muslimen in der Bundesrepublik. Vor der deutschen Botschaft versammelten sich am Vormittag etwa 70 Menschen, um ihren Unmut über die Tat kundzutun. In einem Leitartikel forderte die erzkonservative Tageszeitung Kejhan die Ausweisung aller deutschen Botschafter in der islamischen Welt.
- Datum 14.07.2009 - 16:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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