Krümmel-Debatte Vattenfall "kein zuverlässiger Betreiber"
Der Druck auf Vattenfall wächst. Nach der Krümmel-Panne bezweifeln Politiker, dass der Energiekonzern Atommeiler sicher betreiben kann. Selbst in der CDU herrscht Verunsicherung
Auch nachdem der Energiekonzern Versäumnisse einräumte und einen Kraftwerkschef entließ, ist das Vertrauen in das schwedische Unternehmen gestört: Politiker von SPD und Grünen haben Vattenfall zum Rückzug aus allen seinen deutschen Atomkraftwerken aufgefordert. "Das Unternehmen ist offensichtlich nicht dazu in der Lage, diese Technologie zu beherrschen", sagte SPD- Fraktionsvize Ulrich Kelber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Das erneut durch Pannen in die Schlagzeilen geratene Kraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein liege als einzige neuere Anlage in der Pannenstatistik der Atommeiler mit an der Spitze.
Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn schloss auch den Energiekonzern E.on in die Kritik mit ein. "Es gibt starke Indizien, dass Vattenfall und E.on keine zuverlässigen Betreiber von Atomkraftwerken sind", sagte Höhn der Passauer Neuen Presse. Einem Gastwirt wäre bei entsprechendem Fehlverhalten schon längst die Betriebslizenz entzogen worden.
E.on ist alleiniger oder Mitbetreiber von elf Kernkraftwerken in Deutschland, darunter auch Krümmel, Brunsbüttel und Brokdorf, für die das Unternehmen zusammen mit Vattenfall die Verantwortung trägt. Der Krümmel-Reaktor war vergangenes Wochenende nur zwei Wochen nach Inbetriebnahme nach zweijähriger Pause durch einen Kurzschluss erneut lahmgelegt worden. Bei der Schnellabschaltung kam zudem heraus, dass ein Brennelement defekt war. Zudem war das Kühlsystem des Reaktorwasser-Reinigungssystems ausgefallen.
Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte sich – am Rande eines Besuchs des Unglücksreaktors von Tschernobyl in der Ukraine am Donnerstag – besorgt gezeigt und gedroht, das Atomgesetz zu verschärfen. Die jüngsten Vorfälle in Krümmel zeigten, dass der Betreiber offensichtlich größere Probleme hat, sagte er. Es wäre angemessen, den Reaktor endgültig vom Netz zu nehmen.
Der Minister erneuerte in Tschernobyl seine Kritik am energiepolitischen Kurs der Union. CDU und CSU machten sich zum verlängerten Arm der Atomwirtschaft, wenn sie an den im Atomkonsens mit der Energiewirtschaft ursprünglich vereinbarten Laufzeiten festhielten. Die Unternehmen sollten die älteren Meilen schneller schließen und die Laufzeiten auf die jüngeren, besser ausgestatteten Meiler übertragen.
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier fordert die Stilllegung von Krümmel. Nach den früheren Pannen in dem Atommeiler sei die Bewährungsprobe offensichtlich nicht bestanden. "Es ist an der Zeit, dass das Atomkraftwerk Krümmel jetzt abgeschaltet wird." Der Union warf Steinmeier vor, an einer gefährlichen Technologie festzuhalten.
Selbst aus der Union kam Kritik: Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust sagte der Hamburger Morgenpost, sein Vertrauen in die Stromversorgung durch Atomkraftwerke sei durch den Krümmel-Störfall "stark erschüttert".
Vattenfall wies jegliche Zweifel an seiner Eignung als Betreiber zurück. "Wir haben keinen Grund, unsere Kompetenz in der Nukleartechnik infrage zu stellen", sagte Vattenfall-Europe-Chef Tuomo Hatakka. Der Reaktor Krümmel bei Hamburg werde auch nicht endgültig abgeschaltet. Hatakka reagierte damit auch auf Vorwürfe der schwedischen Behörden, die das Unternehmen in seinem Heimatland zur Einhaltung der Vorschriften im AKW Ringhals ermahnt hatten.
- Datum 10.07.2009 - 08:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Als Berliner finde ich es nach wie vor seltsam, dass der Strom nicht mehr von der Berliner Gesellschaft Bewag geliefert wird, sondern von "Vattenfall Europe Berlin". Was habe ich denn mit Schweden am Hut? Nüscht!
Die Betreiber haben es verpatzt. Sie hatten schon mehr als eine Gelegenheit, ihre Kompetenz zu beweisen - und sie haben versagt. Was muss denn erst passieren, damit man ihnen die Lizenz entzieht? Muss erst Norddeutschland entvölkert und das Wattenmeer verstrahlt werden?
Wer nicht in der Lage ist, einen Trafo sicher zu betreiben, darüber hinaus vorgeschriebene Sicherheitssysteme verweigert oder einfach so vergisst, beweist das totale Unvermögen, ein Atomkraftwerk zu sichern. Vattenfall ist es nicht gelungen, Prozesse zu etablieren, die dieser immensen Verantwortung gerecht werden.
Man sollte nicht vergessen, dass sie ihre Chance bereits hatten. Jetzt ist es an der Zeit zu sanktionieren. Sigmar Gabriel macht es richtig, wenn er dabei an Tschernobyl erinnert. Die Öffentlichkeit vergisst viel zu schnell. Und das ist es auch, worauf die Lobbyisten von Vattenfall & Co immer wieder zählen.
Vattenfall ist inkompetent? Ja.
Die Betreiber sollten ausgewechselt werden? Ja.
Ansonsten wird Norddeutschland entvölkert? Schwachsinn.
Bitte lesen Sie sich wenigstens http://de.wikipedia.org/w... durch, dort wird auch immer wieder auf die Diskrepanz der gefühlten und der tatsächlichen Sicherheit eingegangen. Die größten Risiken sind Einwirkungen von außen, wie ein terroristischer Angriff mittels Passagierflugzeug. Durch menschliches Versagen eine Kernschmelze herbeizuführen dürfte nahezu unmöglich sein.
Der Vergleich Tschernobyl und Krümmel hinkt, wo er nur kann. Auch darauf wird in dem Wikipedia-Artikel, soweit ich mich entsinne, explizit eingegangen.
Diese übertriebene Panikmache beginnt zu nerven. Nach dem Regenwald, den Delfinen, FCKW und dem Ozonloch, dem Terrorismus, CO2, Feinstaub, Klimaerwärmung, Finanzkrise ist's nun die atomare Bedrohung durch Krümmel respektive Vattenfall, die aus der Panikkiste gegraben wird, um den Bürger bei der Stange zu halten. Sind ja auch bald Wahlen.
Vattenfall ist inkompetent? Ja.
Die Betreiber sollten ausgewechselt werden? Ja.
Ansonsten wird Norddeutschland entvölkert? Schwachsinn.
Bitte lesen Sie sich wenigstens http://de.wikipedia.org/w... durch, dort wird auch immer wieder auf die Diskrepanz der gefühlten und der tatsächlichen Sicherheit eingegangen. Die größten Risiken sind Einwirkungen von außen, wie ein terroristischer Angriff mittels Passagierflugzeug. Durch menschliches Versagen eine Kernschmelze herbeizuführen dürfte nahezu unmöglich sein.
Der Vergleich Tschernobyl und Krümmel hinkt, wo er nur kann. Auch darauf wird in dem Wikipedia-Artikel, soweit ich mich entsinne, explizit eingegangen.
Diese übertriebene Panikmache beginnt zu nerven. Nach dem Regenwald, den Delfinen, FCKW und dem Ozonloch, dem Terrorismus, CO2, Feinstaub, Klimaerwärmung, Finanzkrise ist's nun die atomare Bedrohung durch Krümmel respektive Vattenfall, die aus der Panikkiste gegraben wird, um den Bürger bei der Stange zu halten. Sind ja auch bald Wahlen.
Vattenfall ist inkompetent? Ja.
Die Betreiber sollten ausgewechselt werden? Ja.
Ansonsten wird Norddeutschland entvölkert? Schwachsinn.
Bitte lesen Sie sich wenigstens http://de.wikipedia.org/w... durch, dort wird auch immer wieder auf die Diskrepanz der gefühlten und der tatsächlichen Sicherheit eingegangen. Die größten Risiken sind Einwirkungen von außen, wie ein terroristischer Angriff mittels Passagierflugzeug. Durch menschliches Versagen eine Kernschmelze herbeizuführen dürfte nahezu unmöglich sein.
Der Vergleich Tschernobyl und Krümmel hinkt, wo er nur kann. Auch darauf wird in dem Wikipedia-Artikel, soweit ich mich entsinne, explizit eingegangen.
Diese übertriebene Panikmache beginnt zu nerven. Nach dem Regenwald, den Delfinen, FCKW und dem Ozonloch, dem Terrorismus, CO2, Feinstaub, Klimaerwärmung, Finanzkrise ist's nun die atomare Bedrohung durch Krümmel respektive Vattenfall, die aus der Panikkiste gegraben wird, um den Bürger bei der Stange zu halten. Sind ja auch bald Wahlen.
Sind wohl auch alles Bagatellen.
Das Erdklima wird sich erwärmen? Ach was.
Es hat sich erwärmt. Na und?
Ein intakter Regenwald könnte zumindest etwas gegensteuern? Dummes Zeug.
Meeresspiegel werden steigen? Schnickschnack!
Inseln versinken? Wo denn?
Unsichere Kernkraftwerke? Pff, nur Trafos, Brennstäbe - vielleicht.
Flugzeug auf Kernkraftwerk? Ach was, Phantasien.
Das bißchen Radioaktivität im Fall der Fälle? Pah!
Wie Sie die Panikmache nervt, so nervt mich mitunter das Herunterspielen aller Risiken und Schäden. Ist immer alles ganz easy.
Wenn's dann gerappelt hat, wissen immer alle Schlaumeier warum und wie es hat passieren können.
Verantwortlich fühlt sich natürlich keiner.
Nur alles unglückliche Verkettungen, unverhersehbares Geschehen, und dergleichen mehr.
Sind wohl auch alles Bagatellen.
Das Erdklima wird sich erwärmen? Ach was.
Es hat sich erwärmt. Na und?
Ein intakter Regenwald könnte zumindest etwas gegensteuern? Dummes Zeug.
Meeresspiegel werden steigen? Schnickschnack!
Inseln versinken? Wo denn?
Unsichere Kernkraftwerke? Pff, nur Trafos, Brennstäbe - vielleicht.
Flugzeug auf Kernkraftwerk? Ach was, Phantasien.
Das bißchen Radioaktivität im Fall der Fälle? Pah!
Wie Sie die Panikmache nervt, so nervt mich mitunter das Herunterspielen aller Risiken und Schäden. Ist immer alles ganz easy.
Wenn's dann gerappelt hat, wissen immer alle Schlaumeier warum und wie es hat passieren können.
Verantwortlich fühlt sich natürlich keiner.
Nur alles unglückliche Verkettungen, unverhersehbares Geschehen, und dergleichen mehr.
DAS also war der Sinn der Politik, überall in der Republik das Tafelsilber zu verscherbeln: Jetzt sind nicht mehr die Polit-Dödel an den Pannen schuld, sondern die "unzuverlässigen" Firmen! Auf die verbliebenen Staatsbetriebe (=> Deutsche Bahn) klebt man einfach das Etikett "AG" und "GmbH". Und schon kann man im Störfall publikumswirksam Managerschelte in die Pressemikrofone absondern.
Sind wohl auch alles Bagatellen.
Das Erdklima wird sich erwärmen? Ach was.
Es hat sich erwärmt. Na und?
Ein intakter Regenwald könnte zumindest etwas gegensteuern? Dummes Zeug.
Meeresspiegel werden steigen? Schnickschnack!
Inseln versinken? Wo denn?
Unsichere Kernkraftwerke? Pff, nur Trafos, Brennstäbe - vielleicht.
Flugzeug auf Kernkraftwerk? Ach was, Phantasien.
Das bißchen Radioaktivität im Fall der Fälle? Pah!
Wie Sie die Panikmache nervt, so nervt mich mitunter das Herunterspielen aller Risiken und Schäden. Ist immer alles ganz easy.
Wenn's dann gerappelt hat, wissen immer alle Schlaumeier warum und wie es hat passieren können.
Verantwortlich fühlt sich natürlich keiner.
Nur alles unglückliche Verkettungen, unverhersehbares Geschehen, und dergleichen mehr.
Es sind in der Tat keine Bagatellen. Aber die undifferenzierte Art und Weise und die Intensität der Berichterstattung sprechen Bände. Als gäb's keine anderen Brennpunkte mehr in der Welt bzw. in Deutschland, speziell der Innenpolitik.
So ein durchgeschmorter Trafo im AKW ist auch nicht viel schlimmer als einer im Kohlekraftwerk. Aber sobald irgendwas mit "Atom" in der Überschrift steht, ist scheinbar der ganze Planet am durchdrehen. Wie viele Atomkraftwerke sind denn bislang in der westlichen Hemisphäre in die Luft geflogen? Oh, richtig, kein einziges. Und das nach über 50 Jahren Kernenergienutzung. Das soll jetzt keine Lobrede auf die Kernenergie sein, die hat ihre eigenen Probleme und Schwierigkeiten (bspw. Endlagerung), aber nun häufen sich einige Pannen aufgrund eines inkompetenten Betreibers und schon ist anscheinend die Apokalypse nah. Das steht doch in überhaupt keinem Verhältnis!
Was das Flugzeug aufs AKW betrifft - da gebe ich Ihnen recht, das hatte ich ja auch explizit erwähnt, hier besteht tatsächlich ein - wenn auch geringes - Risiko.
Und Ihre letzten paar Sätze sind doch reine Hypothesen. Denn gerappelt hat's - außer in Tschernobyl und Majak noch nie, mal abgesehen von Three Miles Island.
Es sind in der Tat keine Bagatellen. Aber die undifferenzierte Art und Weise und die Intensität der Berichterstattung sprechen Bände. Als gäb's keine anderen Brennpunkte mehr in der Welt bzw. in Deutschland, speziell der Innenpolitik.
So ein durchgeschmorter Trafo im AKW ist auch nicht viel schlimmer als einer im Kohlekraftwerk. Aber sobald irgendwas mit "Atom" in der Überschrift steht, ist scheinbar der ganze Planet am durchdrehen. Wie viele Atomkraftwerke sind denn bislang in der westlichen Hemisphäre in die Luft geflogen? Oh, richtig, kein einziges. Und das nach über 50 Jahren Kernenergienutzung. Das soll jetzt keine Lobrede auf die Kernenergie sein, die hat ihre eigenen Probleme und Schwierigkeiten (bspw. Endlagerung), aber nun häufen sich einige Pannen aufgrund eines inkompetenten Betreibers und schon ist anscheinend die Apokalypse nah. Das steht doch in überhaupt keinem Verhältnis!
Was das Flugzeug aufs AKW betrifft - da gebe ich Ihnen recht, das hatte ich ja auch explizit erwähnt, hier besteht tatsächlich ein - wenn auch geringes - Risiko.
Und Ihre letzten paar Sätze sind doch reine Hypothesen. Denn gerappelt hat's - außer in Tschernobyl und Majak noch nie, mal abgesehen von Three Miles Island.
Es sind in der Tat keine Bagatellen. Aber die undifferenzierte Art und Weise und die Intensität der Berichterstattung sprechen Bände. Als gäb's keine anderen Brennpunkte mehr in der Welt bzw. in Deutschland, speziell der Innenpolitik.
So ein durchgeschmorter Trafo im AKW ist auch nicht viel schlimmer als einer im Kohlekraftwerk. Aber sobald irgendwas mit "Atom" in der Überschrift steht, ist scheinbar der ganze Planet am durchdrehen. Wie viele Atomkraftwerke sind denn bislang in der westlichen Hemisphäre in die Luft geflogen? Oh, richtig, kein einziges. Und das nach über 50 Jahren Kernenergienutzung. Das soll jetzt keine Lobrede auf die Kernenergie sein, die hat ihre eigenen Probleme und Schwierigkeiten (bspw. Endlagerung), aber nun häufen sich einige Pannen aufgrund eines inkompetenten Betreibers und schon ist anscheinend die Apokalypse nah. Das steht doch in überhaupt keinem Verhältnis!
Was das Flugzeug aufs AKW betrifft - da gebe ich Ihnen recht, das hatte ich ja auch explizit erwähnt, hier besteht tatsächlich ein - wenn auch geringes - Risiko.
Und Ihre letzten paar Sätze sind doch reine Hypothesen. Denn gerappelt hat's - außer in Tschernobyl und Majak noch nie, mal abgesehen von Three Miles Island.
dass sich das bald ändert.
Und wenn Sie das als Bagatelle bezeichnen, wenn einer der beiden Trafos durchschmort, der die im Kraftwerk erzeugte Energie ans Netz weiterleitet, dann haben Sie aber auch nicht so viel Ahnung.
dass sich das bald ändert.
Und wenn Sie das als Bagatelle bezeichnen, wenn einer der beiden Trafos durchschmort, der die im Kraftwerk erzeugte Energie ans Netz weiterleitet, dann haben Sie aber auch nicht so viel Ahnung.
dass sich das bald ändert.
Und wenn Sie das als Bagatelle bezeichnen, wenn einer der beiden Trafos durchschmort, der die im Kraftwerk erzeugte Energie ans Netz weiterleitet, dann haben Sie aber auch nicht so viel Ahnung.
In der Tat habe ich von der Technik eines AKW recht wenig Ahnung. Ich nehme an, Sie sind Ingenieur?
Dann können Sie mir bestimmt erläutern, welche Auswirkungen durch einen defekten Trafo entstehen, welche Unfallkette dadurch inGang gesetzt wird und wieso die letzten beiden Male nichts passierte, bzw. warum das AKW nach dem ersten Ausfall nicht sofort dauerhaft stillgelegt wurde, wenn auch nur die geringste Gefahr bestand dass ein Trafo wieder durchbrennen könnte (die ja offenbar vorhanden war).
Ganz ehrlich, ich gehe nicht davon aus, dass Sie mir diese Frage beantworten können (umso schöner wär's wenn doch). Ich kann meine Behauptungen auf einen umfangreichen Wikipedia-Artikel (der auch Quellenangaben enthält) stützen, worauf Sie Ihre?
Aber vielleicht ist auch meine Position etwas untergegangen: Ich bin dafür, dass Vattenfall die Betreiberlizenz entzogen wird. So etwas darf nicht vorkommen, zumal nicht zweimal hintereinander. Aber Fatalismus ist hier fehl am Platz, es werden nicht gleich alle sterben, nur weil ein Trafo durchschmort.
In der Tat habe ich von der Technik eines AKW recht wenig Ahnung. Ich nehme an, Sie sind Ingenieur?
Dann können Sie mir bestimmt erläutern, welche Auswirkungen durch einen defekten Trafo entstehen, welche Unfallkette dadurch inGang gesetzt wird und wieso die letzten beiden Male nichts passierte, bzw. warum das AKW nach dem ersten Ausfall nicht sofort dauerhaft stillgelegt wurde, wenn auch nur die geringste Gefahr bestand dass ein Trafo wieder durchbrennen könnte (die ja offenbar vorhanden war).
Ganz ehrlich, ich gehe nicht davon aus, dass Sie mir diese Frage beantworten können (umso schöner wär's wenn doch). Ich kann meine Behauptungen auf einen umfangreichen Wikipedia-Artikel (der auch Quellenangaben enthält) stützen, worauf Sie Ihre?
Aber vielleicht ist auch meine Position etwas untergegangen: Ich bin dafür, dass Vattenfall die Betreiberlizenz entzogen wird. So etwas darf nicht vorkommen, zumal nicht zweimal hintereinander. Aber Fatalismus ist hier fehl am Platz, es werden nicht gleich alle sterben, nur weil ein Trafo durchschmort.
In der Tat habe ich von der Technik eines AKW recht wenig Ahnung. Ich nehme an, Sie sind Ingenieur?
Dann können Sie mir bestimmt erläutern, welche Auswirkungen durch einen defekten Trafo entstehen, welche Unfallkette dadurch inGang gesetzt wird und wieso die letzten beiden Male nichts passierte, bzw. warum das AKW nach dem ersten Ausfall nicht sofort dauerhaft stillgelegt wurde, wenn auch nur die geringste Gefahr bestand dass ein Trafo wieder durchbrennen könnte (die ja offenbar vorhanden war).
Ganz ehrlich, ich gehe nicht davon aus, dass Sie mir diese Frage beantworten können (umso schöner wär's wenn doch). Ich kann meine Behauptungen auf einen umfangreichen Wikipedia-Artikel (der auch Quellenangaben enthält) stützen, worauf Sie Ihre?
Aber vielleicht ist auch meine Position etwas untergegangen: Ich bin dafür, dass Vattenfall die Betreiberlizenz entzogen wird. So etwas darf nicht vorkommen, zumal nicht zweimal hintereinander. Aber Fatalismus ist hier fehl am Platz, es werden nicht gleich alle sterben, nur weil ein Trafo durchschmort.
Ja, einige Sätze von mir sind Hypothese.
Bin auch froh, daß sie das bisher geblieben sind. Sollen auch nie eintreten.
Wäre ja durchaus geneigt, den Sicherheitsstandard per se als vertretbar zu befinden, wenn alles und alle funktionieren.
Nur, es leben Konzerne und Menschen vom Betrieb des Reaktors und dann beginnt des lieben Geldes wegen der Leichtsinn und das Verdrängen.
Ist ja auch schon so lange gut gegangen. Aus Routine wird dann schnell Leichtsinn.
Das Verhalten von Vattenfall demonstriert das doch sehr schön.
Sie plädieren da ja auch für den Lizenzentzug.
Mein Vertrauen ist allmählich sehr geschwunden, ich glaube der Atomlobby nicht mehr.
Das Geschehen um die Asse hat da auch seinen Beitrag geleistet.
Da wurde auch aus Eigeninteresse alles schön gelogen. Nun liegt der Dreck da.
Wenn die im Kraftwerk erzeugte Energie nicht über den Transformator ins Stromnetz abgeleitet werden kann, bleibt sie im Generator und der Turbine hängen, was dazu führt, dass die beiden Teile in kurzer Zeit zerstört werden. Da bei Siedewasserreaktoren das stark radioaktiv verseuchte Kühlwasser aus dem Reaktorkern direkt durch die Turbinen geleitet wird, tritt es dann in großen Mengen in die Umwelt aus. Außerdem wird durch den Druckabfall im Reaktorkern wahrscheinlich die Kühlung der Brennstäbe unterbrochen, was zu einer Kernschmelze führen kann.
Deswegen ist der Reaktor auch schnellabgeschaltet worden. Eine Schnellabschaltung ist mit der Notbremsung eines Zugs vergleichbar. Man nimmt ein gewisses Maß an Schäden in Kauf, um eine größere Gefahr zu verhindern. Sie wird deswegen auch nur dann durchgeführt, wenn sie wirklich notwendig ist. Die Armaturen des Reaktors werden dadurch sehr stark belastet und deswegen ist es schon allein deswegen besorgniserregend, wenn so was wie in Krümmel offensichtlich zum Normalfall wird.
Im übrigen bin ich zwar kein Ingenieur, aber immerhin Physiker.
Ja, einige Sätze von mir sind Hypothese.
Bin auch froh, daß sie das bisher geblieben sind. Sollen auch nie eintreten.
Wäre ja durchaus geneigt, den Sicherheitsstandard per se als vertretbar zu befinden, wenn alles und alle funktionieren.
Nur, es leben Konzerne und Menschen vom Betrieb des Reaktors und dann beginnt des lieben Geldes wegen der Leichtsinn und das Verdrängen.
Ist ja auch schon so lange gut gegangen. Aus Routine wird dann schnell Leichtsinn.
Das Verhalten von Vattenfall demonstriert das doch sehr schön.
Sie plädieren da ja auch für den Lizenzentzug.
Mein Vertrauen ist allmählich sehr geschwunden, ich glaube der Atomlobby nicht mehr.
Das Geschehen um die Asse hat da auch seinen Beitrag geleistet.
Da wurde auch aus Eigeninteresse alles schön gelogen. Nun liegt der Dreck da.
Wenn die im Kraftwerk erzeugte Energie nicht über den Transformator ins Stromnetz abgeleitet werden kann, bleibt sie im Generator und der Turbine hängen, was dazu führt, dass die beiden Teile in kurzer Zeit zerstört werden. Da bei Siedewasserreaktoren das stark radioaktiv verseuchte Kühlwasser aus dem Reaktorkern direkt durch die Turbinen geleitet wird, tritt es dann in großen Mengen in die Umwelt aus. Außerdem wird durch den Druckabfall im Reaktorkern wahrscheinlich die Kühlung der Brennstäbe unterbrochen, was zu einer Kernschmelze führen kann.
Deswegen ist der Reaktor auch schnellabgeschaltet worden. Eine Schnellabschaltung ist mit der Notbremsung eines Zugs vergleichbar. Man nimmt ein gewisses Maß an Schäden in Kauf, um eine größere Gefahr zu verhindern. Sie wird deswegen auch nur dann durchgeführt, wenn sie wirklich notwendig ist. Die Armaturen des Reaktors werden dadurch sehr stark belastet und deswegen ist es schon allein deswegen besorgniserregend, wenn so was wie in Krümmel offensichtlich zum Normalfall wird.
Im übrigen bin ich zwar kein Ingenieur, aber immerhin Physiker.
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