Atomlager Hoch radioaktiver Müll in Asse?
Briefe sollen belegen, dass die Einlagerung von stark strahlendem Abfall in dem Bergwerk genehmigt wurde. Unklar ist, ob sich der Atomschrott wirklich in Asse befindet
Der Tagesspiegel berichtet von einer Zusage des Bundesforschungsministeriums an die Siemens AG aus dem Jahr 1966, die dem Unternehmen die Einlagerung von bis zu 25 Fässern mit hoch radioaktivem Abfall erlaube. Das belegten Briefe, die dem Blatt vorlägen. Offizielle Stellen hatten bisher stets beteuert, stark strahlender Müll sei nicht nach Asse gelangt.
Dem Jugend-Umwelt-Netzwerk in Niedersachsen zufolge könnten die 25 Fässer Kernbrennstoffe aus dem bayrischen Atomkraftwerk Niederaichbach enthalten. Siemens gibt an, nicht zu wissen, ob der Atommüll damals im Stollen gelagert wurde. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für die Akten sei bereits abgelaufen, deshalb könne man nichts zu dem Vorgang sagen. Zudem könnten die Abfälle aus verschiedenen Abteilungen des Unternehmens stammen, was die Suche nach Papieren zusätzlich erschwere.
Die Linksfraktion in Niedersachsen kritisierte das Verschwinden der Akten heftig. In Asse selbst lässt sich kaum noch nachprüfen, was sich in den dort eingelagerten Fässern befindet. Der Müll ist einbetoniert, die Fässer liegen in verschlossenen, teils kaum noch zugänglichen Kammern.
- Datum 28.07.2009 - 12:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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An 12 Standorten produzieren in Deutschland noch immer Atomkraftwerke radioaktiven Müll, ohne dass dessen sichere Endlagerung für Jahrtausende geklärt wäre. Abgesehen davon kann es jederzeit in einem der 17 Reaktoren zu einem Störfall kommen, der ganze Landstriche unbewohnbar macht. Die einzig sichere Alternative: Abschalten!
Alle reden immer noch über die Sicherheit der Atomkraftwerke. Es mag durchaus nett sein, darüber zu diskutieren, ob und wann so ein AKW hochgehen kann.
Viel schlimmer ist aber das verdrängen der MÜLLPROBLEMATIK seit mehr als 30 Jahren, denn die Erkenntnisse, die heute vorliegen, waren auch schon vor 30 Jahren bekannt.
Im Gegensatz zu anderen wissenschaftlichen Themen sind die Gefahren der Atomenergie seit den 1940igern insbesondere auch durch die Verdienste Albert Einsteins bestens bekannt.
Leider meinen heute viele Leute der jüngeren Generationen, dass das mit der Atomkraft gar nicht so schlimm sei! Naja, die werden dann aus ihren Fehleinschätzungen in den nächsten Jahrzehnten einiges lernen!
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