Finanzkrise Die Banken sollen die Lasten tragen
Die Institute haben die Krise verursacht und wurden vom Staat gerettet. Es ist nur fair, wenn sie jetzt die Kosten begleichen. Zugleich begrenzt es künftige Risiken

© Alex Grimm/Getty Images
Sollen für die Krise zahlen: die deutschen Banken, hier in Frankfurt am Main
Die Finanzkrise lässt die deutsche Staatsverschuldung in den kommenden fünf Jahren um rund 500 Milliarden Euro anschwellen. Die Schuldenquote wird steigen, von 66 Prozent unserer Wirtschaftsleistung auf über 80 Prozent. Künftig muss der Staat eine riesige Last an Zins- und Tilgungszahlungen stemmen.
Das schränkt seine Möglichkeiten stark ein, den Bürgern Leistungen anzubieten. Jene, die Staatspapiere halten, werden sich eines sicheren Einkommens erfreuen. Da Geringverdiener selten Staatspapiere besitzen, haben sie davon nichts. Sie entrichten – wie andere auch – nur Steuern.
Wer bezahlt die Rechnung? Denkbar wäre, dass der Staat seine Ausgaben an anderer Stelle senkt, um Banken und Unternehmen weiter zu stützen, oder dass er die Steuern erhöht. Beides würde die Konjunktur nur noch weiter belasten. Eine Inflation, die den Wert der Verschuldung mindern würde, wird die Notenbank hoffentlich zu verhindern wissen.
Ein Lastenausgleich, der die Banken zur Finanzierung der öffentlichen Schuld heranzieht, könnte eine innovative Lösung sein. In Deutschland gab es ein solches Modell schon einmal: Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte er einen Ausgleich schaffen zwischen jenen, die der Krieg besonders hart getroffen hatte, vor allem den Vertriebenen aus dem Osten, und jenen, denen Vermögen geblieben war. Die Immobilienbesitzer – Landwirte, Unternehmer, Hauseigentümer – wurden durch diese Zwangsabgabe stark belastet. Verteilt auf 30 Jahre mussten sie einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hergeben.
Wie viel sie zu zahlen hatten, orientierte sich am sogenannten Ertragswert des Vermögens. Warfen etwa die Äcker eines Landwirts etwa jährlich einen Ertrag von 10.000 Mark ab, wurde diese Summe mit einem fixen Zinssatz verrechnet. Ergebnis war der Ertragswert: Die Summe, die den gleichen Gewinn brächte, würde sie als Geldvermögen angelegt. Die Hälfte dieses Vermögens ging an den Staat. Das war damals sehr viel Geld.
Jetzt müssten die Banken auf ähnliche Art belastet werden. Viele von ihnen wären ohne den staatlichen Schutzschirm insolvent geworden. Zugleich werden die faulen Wertpapiere, die sie noch in ihren Bilanzen halten, künftig wieder an Wert gewinnen. Deshalb bietet sich diese Vorgehensweise geradezu an. Um zu verhindern, dass die Institute ihre Gewinne buchhalterisch ins Ausland verschieben und dadurch ihrer Zahlungspflicht entgehen, muss ihre Last auf Grundlage des Eigenkapitals berechnet werden.
- Datum 22.07.2009 - 09:34 Uhr
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- Serie opi
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"Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)"
Das ist INSM, nicht wahr?
Ich muss mich outen ... ich bin ja Bank-Besitzer ... also, nicht allein ... Mit-Besitzer. Genauer gesagt, Genosse in einer Genossenschaftsbank.
Und: Wir haben nicht geferkelt! Und wir wurden auch nicht "gerettet", sondern wir haben gerettet, und zwar mehr als diese [... merkwürdige Gestalt ... ], der immer den Dienstwagen des Finanzministers benutzt.
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
A Fish called Wanda
wäre eine Möglichkeit, die Banken voll zur Rechenschaft zu ziehen. Je nach Streben um mehr Rendite muss die Haftung höher ausfallen, die die Bank zur vollen Absicherung ihres Risikos bereitstellen muss. Wie vom Finanzminister befürchtet wäre die Möglichkeit gewesen, dass die Sparer ihre Gelder vom Konto und Sparbuch geholt und für einen Monat unter das Kopfkissen gelegt hätten. Dann wäre das Zockerbankenland Deutschland gereinigt, die Bankenlandschaft gesäubert worden. Nun darf wie immer der Steuerzahler für deren Fehler haften. Nadelstreifen und V-Zeichen haben in Deutschland noch nichts zu suchen, die Regierung ist unfähig, sich abzukanzeln von den Lobbyisten.
In den letzten Wochen hatte ich 4 Gespräche bei 3 Banken, 2 davon in Deutschland, 1 in Spanien. Es handelt sich dabei um die die Hausbanken meiner Firmen u. von mir privat.
Ich bin aus allen 3 Gesprächen, ich nenne es mal vorsichtig enttäuscht, um nicht entsetzt sagen zu müssen, herausgegangen.
Es werden munter weiter für Privatpersonen hoch riskante Kombipapiere (z.B. kurzfristiges Festgeld + Immofonds) angeboten. Zu Aktien wird ebenfalls geraten, ohne dass ein fundiertes Wissen der Bankberater über die Lokal, Regional- und Weltwirtschaft vorhanden ist. Zeitung wird scheinbar sehr selten gelesen.
KK-Kredite wurden mir zu Zinssätzen angeboten, die man gut und gern als Wucher bezeichenen kann und das bei Absicherungen, die der Hinterlegung von Bargeld entsprechen.
Da ich selbst von Haus aus gelernter Banker bin, habe all die Angebot hinterfragt.
Die Antworten waren niederschmetternd. Keine Aufklärung der Banken gegenüber den Bankberater über die Details der angebotenen Produkte. Panische Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, wird durch unerreichbare Vertriebsziele verstärkt.
In Spanien konnte man bislang davon ausgehen, dass die Banken stabil sind, da Ihnen von Gesetz her verboten war, Subprime und ähnlich gelagerte Produkte zu verkaufen.
Nun erzählten mir die spansichen Banker, dass sie sich darauf einstellen, dass die ersten Banken in 8 bis 24 Monaten vor der Insolvenz stehen. Der Grund ist simpel. Es wurden Kredite für Immobilen rausgetan ohne Eigenkapital und bewußt zu hoch bewerteten Immobilienpreisen. Nur um Geschäft zu machen. Die Kreditverträge sind ausschließlich variable verzinst. Man geht von steigender Inflation aus, und damit von steigenden Zinsen, bei rasant steigenden Arbeitslosenzahlen in Spanien. Bis Ende 2009 rechnet man mit mehr als 18% Arbeitslosen. Dies wird zusätzliche viele Konsumkredite notleidend machen und weitere Ausfälle sind vorprogrammiert.
Ich könnte fortfahren, aber ich spare es mir einfach.
Anstatt neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Nachhaltigkeit beinhalten, wird so weiter gemacht wie früher, weil es eben alle so machen.
Nach meiner simplen Einschätzung werden die Jahre 2010 + 2011 für die europäischen Finanzinstitute noch deutlich härter als dieses Jahr.
Wenn ich das schon höre. Nach dem Krieg wollte die ganze Nation wieder auf die Beine kommen. Nach dem Krieg herrschte wirklich so etwas wie Geimeinsinn. Nach dem Krieg hatte man auch noch keine Wirtschaftsleistung, die für zwei Deutschlands gereicht hätte.
Heute sieht das ganz anders aus. Heute dreht es sich darum, wie man die Kapitalrenditen verbessern kann. Und falls man wirklich auf die Idee kommen sollte, es nicht von den Kleinen zu holen, dann wird Deutschland eben international abgehängt. Dann hat die ganze jahrzehntelange Strampelei nichts geholfen, dann sind wir wieder die Loser.
Die Frage heißt also nicht: wer soll bezahlen, sondern: wer kann international überleben. Man hat das damals schon mühevoll der rot-grünen Regierung beigebracht und Frau Merkel ist nicht halb so begriffsstutzig. Wer es scheint's noch nicht verstanden hat, sind gutmeinende Institutspräsidenten aus dem Osten.
Unglaublich, dass solches Gedankengut auf offiziellen Seiten veröffentlicht wird.
Wer bezahlt die Rechnung? Denkbar wäre, dass der Staat seine Ausgaben an anderer Stelle senkt, um Banken und Unternehmen weiter zu stützen, oder dass er die Steuern erhöht. Beides würde die Konjunktur nur noch weiter belasten. Eine Inflation, die den Wert der Verschuldung mindern würde, wird die Notenbank hoffentlich zu verhindern wissen.
Wer´s glaubt wird selig.
Die Inflation wird kommen; genau so wie die Senkung der Staatsausgaben in Verbindung mit der Erhöhung der Steuern.
Die Inflation wird unsere Einkommen real minimieren und unsere Sparguthaben ebenso real entwerten.
Die Reduzierung der Staatsausgaben bei gleichgeschalteter Erhöhung der Steuern wird die Lohn- und Gehaltseinkünfte weiter reduzieren, während die dem Bürger dienenden Ausgaben des Staates zurückgehen.
Aber macht ja nix; hauptsache das "System" und seine relevanten Finanzartisten haben überlebt.
dass in dieser Situation "der Staat" die behalten muss, das er heute noch verteilt!
Siehe zum Beispiel hier:
http://www.zeit.de/online...
Sozialausgaben für den Arbeitsmarkt, die Alters- und Grundsicherung sowie Gesundheit und Pflege in diesem Jahr voraussichtlich um fast 33 Milliarden auf 754 Milliarden Euro steigen werden – der höchste Anstieg seit 1996. Bis 2012 prognostiziert die Regierung 790 Milliarden Euro.
Damit muss jetzt auch mal Schluss sein! Das Geld, dass Sie für Arbeitslosen-oder Pflege- oder Kranken-Versicherung missbrauchen, muss mal denen zugeführt werden, die unter erbarmenswürdigem Elend leiden!
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
A Fish called Wanda
dass in dieser Situation "der Staat" die behalten muss, das er heute noch verteilt!
Siehe zum Beispiel hier:
http://www.zeit.de/online...
Sozialausgaben für den Arbeitsmarkt, die Alters- und Grundsicherung sowie Gesundheit und Pflege in diesem Jahr voraussichtlich um fast 33 Milliarden auf 754 Milliarden Euro steigen werden – der höchste Anstieg seit 1996. Bis 2012 prognostiziert die Regierung 790 Milliarden Euro.
Damit muss jetzt auch mal Schluss sein! Das Geld, dass Sie für Arbeitslosen-oder Pflege- oder Kranken-Versicherung missbrauchen, muss mal denen zugeführt werden, die unter erbarmenswürdigem Elend leiden!
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
A Fish called Wanda
dass in dieser Situation "der Staat" die behalten muss, das er heute noch verteilt!
Siehe zum Beispiel hier:
http://www.zeit.de/online...
Sozialausgaben für den Arbeitsmarkt, die Alters- und Grundsicherung sowie Gesundheit und Pflege in diesem Jahr voraussichtlich um fast 33 Milliarden auf 754 Milliarden Euro steigen werden – der höchste Anstieg seit 1996. Bis 2012 prognostiziert die Regierung 790 Milliarden Euro.
Damit muss jetzt auch mal Schluss sein! Das Geld, dass Sie für Arbeitslosen-oder Pflege- oder Kranken-Versicherung missbrauchen, muss mal denen zugeführt werden, die unter erbarmenswürdigem Elend leiden!
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
A Fish called Wanda
"...jetzt auch mal Schluss sein! Das Geld, dass Sie für Arbeitslosen-oder Pflege- oder Kranken-Versicherung missbrauchen, muss mal denen zugeführt werden, die unter erbarmenswürdigem Elend leiden!..."
Sie meinen all jene die, na sagen wir mal, weniger als 20% Rendite einfahren... oder jene die nicht so hohe Boni/Abgangsentschädigungen erhalten wie die "anderen"... oder jene die ganze Unternehmen mit überhöhten Mieten in Grund und Boden wirtschaften... oder jene die sich hinter Hedgefonds verstecken...
usw.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
dass Millionen Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und Krankenversicherung bezahlen, aber keine Leistung erhalten sollen. Guter Vorschlag. Haben Sie nicht bemerkt dass man schon dabei ist ihn umzusetzen. Sie haben nur die Rentenversicherung vergessen. Hier wird zunächst einmal jahrzehntelang eingezahlt und dann wird auf die Selbstverantwortung verwiesen. Am liebsten natürlich von Leuten, die nie eingezahlt haben, wie die verbeamteten Nebenverdienstkünstler und Rentenschwindelvorbereiten Rürup und Raffelhüschen.
"...jetzt auch mal Schluss sein! Das Geld, dass Sie für Arbeitslosen-oder Pflege- oder Kranken-Versicherung missbrauchen, muss mal denen zugeführt werden, die unter erbarmenswürdigem Elend leiden!..."
Sie meinen all jene die, na sagen wir mal, weniger als 20% Rendite einfahren... oder jene die nicht so hohe Boni/Abgangsentschädigungen erhalten wie die "anderen"... oder jene die ganze Unternehmen mit überhöhten Mieten in Grund und Boden wirtschaften... oder jene die sich hinter Hedgefonds verstecken...
usw.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
dass Millionen Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und Krankenversicherung bezahlen, aber keine Leistung erhalten sollen. Guter Vorschlag. Haben Sie nicht bemerkt dass man schon dabei ist ihn umzusetzen. Sie haben nur die Rentenversicherung vergessen. Hier wird zunächst einmal jahrzehntelang eingezahlt und dann wird auf die Selbstverantwortung verwiesen. Am liebsten natürlich von Leuten, die nie eingezahlt haben, wie die verbeamteten Nebenverdienstkünstler und Rentenschwindelvorbereiten Rürup und Raffelhüschen.
nach unseren rechtsstaatlichen Verursacherprinzipien,
Es kann doch wohl nicht sein, dass der ganze Reibach, selbstverständlich "Steuer optimiert", allein in die Taschen der Banken und ihrer Shareholder prall füllt, während die Verluste, obendrein auch noch hausgemacht verursacht durch überbordende, unersättliche Gier, auf dem Rücken des Steuerzahlers "solidarisiert" wird!
Jeder andere Möglichkeit, außer vielleicht noch der einer umgehenden Verstaatlichung der Banken ?! Ich glaub' mein Schwein pfeift!!
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"Dubito, ergo sum."
nun ist mir der Einleitungssatz Ihres Kommentars inhaltlich nicht recht verständlich.
Soweit Sie jedoch eine Ausgabenreduzierung des Staates für diejenigen fordern, die an ihm schmarotzen, will ich Ihnen sehr gern zustimmen. Damit aber eins klar ist: Unter Schmarotzern verstehe ich nicht die Alleinerziehenden oder die armen Omis; ich verstehe hierunter vielmehr die aufgeblähte Verwaltungsstrukturen, haltlos abkassierende Pharmaunternehmen, etc..
Da möchte ich Sie aber gar nicht nach Ihrer Meinung zur Abgeordenten-Besoldung befragen!
[Entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
A Fish called Wanda
Da möchte ich Sie aber gar nicht nach Ihrer Meinung zur Abgeordenten-Besoldung befragen!
[Entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
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