Bankenkrise Ökonomen zweifeln am Sinn von ZwangshilfenSeite 2/2
Andere Volkswirte halten die Debatte allerdings eher für ein Scheingefecht. Solange die Politik die Reform der Landesbanken vernachlässige, ziele sie am eigentlichen Problem vorbei, sagen sie. Tatsächlich haben die Landesbanken durch eigenes Missmanagement, für das auch der Staat die Verantwortung trägt, in der Krise besonders hohe Verluste erlitten. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken stehen hingegen vergleichsweise solide dar.
Und die Großbanken, die in Problemen stecken, sind längst teilweise verstaatlicht. Martin Hellwig, Forscher am Bonner Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, sagt: "Solange man die Problematik der Landesbanken nicht unter Kontrolle bekommt, wird es in Deutschland immer wieder Bankenkrisen geben."
- Datum 22.07.2009 - 09:16 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Natürlich ist es völlig sinnlos, wie Sherlock Holmes mit dem Vergrößerungsglas herum zu laufen, um nach einzelnen "grünen Sprossen" zu suchen. Dennoch mehren sich die Zeichen ohne jeden Zweifel. Statistiken und Prozente sind freilich bedeutungslos, doch seit gestern gibt es nun auch einen konkreten, wirklich beeindruckenden neuen Fakt: Die Rettung der CIT-Bank. Erstmals seit Lehman blieb die US-Regierung fest und weigerte sich absolut, eine weitere Großbank durch Staatsanleihen vor dem Bankrott zu bewahren. "Rettet Euch selbst" lautete die Parole, und siehe da, es fanden sich erstmals wieder normale private Milliardenkredite, um diese wichtige Großbank zu retten. Die Kreditkrise ist also nunmehr offensichtlich vorüber. Mit dem Einfrieren der Kredite fing ja die Katastrophe bekanntlich an. Freilich wird es noch Monate dauern, ehe sich die Lockerung der Kredite auf die Arbeitslosigkeit auswirken kann.
"Der IWH-Chef will die Kräfte des Marktes nutzen."
Dies entspricht etwa dem Versuch, die Kräfte der Beschleunigung eines Projektils zu testen, das kurz zuvor von einer an den Kopf gehaltenen Schusswaffe abgefeuert wurde. Dies allein kann nur der Schluss aller Weisheit sein, denn das Marktversagen wurde zu Tode debattiert, damit sein Zombie die Nachfolge antreten kann. Doch wie erklärt man einem Untoten die Reglen des Lebens? Die Meister dieser Marktmagie beziehen ihre verführerischen Kräfte aus dem Angstglauben der Leute heraus, es gäbe keine Alternative zu dieser Welt aus Grau und Dunkel. Besser im Halbdunkel leben als garkein Licht erhalten, so lautet die Warnung. Doch wer hat Zeit, sich dauernd zu ängstigen! und wer den Wunsch das Licht zu meiden! Nein, irgendwann verliert jede Verführung ihre Wirkung, dies ist ebenso gewiss.
Glauben Sie denn alles, was man Ihnen auftischt? Ungewogen? Unbedingt? Wollen Sie glauben? Dann suchen Sie sich einen Weltbildprovider aus dem Religionslager, die winken wenigstens noch mit dem Paradies.
Aber fallen Sie um Himmels willen nicht immerfort darauf herein, wenn jemand »Markt« schreit, ihn aber gar nicht meint. Behalten Sie die Füße trocken und die Dauerwelle toupiert!
Weshalb ausgerechnet in diesem Fall, werden Sie fragen.
Nun, das ist ganz einfach: Wäre der IWF (oder irgendeine andere staatliche Institution, die mit Geldbündeln um sich wirft) tatsächlich daran interessiert, die »Kräfte des Marktes« zu nutzen, wieso macht er es dann eigentlich nicht? Wieso wirft der IWF mit soviel Geld um sich, skandiert aber, nachdem die Sache über die Bühne ging, den Preisgesang auf den Markt?
Der IWF sagt zwar Markt, meint aber etwas anderes.
Der IWF ist ein Mieter eines Bürogebäudes in Washington. Nicht mehr.
Glauben Sie denn alles, was man Ihnen auftischt? Ungewogen? Unbedingt? Wollen Sie glauben? Dann suchen Sie sich einen Weltbildprovider aus dem Religionslager, die winken wenigstens noch mit dem Paradies.
Aber fallen Sie um Himmels willen nicht immerfort darauf herein, wenn jemand »Markt« schreit, ihn aber gar nicht meint. Behalten Sie die Füße trocken und die Dauerwelle toupiert!
Weshalb ausgerechnet in diesem Fall, werden Sie fragen.
Nun, das ist ganz einfach: Wäre der IWF (oder irgendeine andere staatliche Institution, die mit Geldbündeln um sich wirft) tatsächlich daran interessiert, die »Kräfte des Marktes« zu nutzen, wieso macht er es dann eigentlich nicht? Wieso wirft der IWF mit soviel Geld um sich, skandiert aber, nachdem die Sache über die Bühne ging, den Preisgesang auf den Markt?
Der IWF sagt zwar Markt, meint aber etwas anderes.
Der IWF ist ein Mieter eines Bürogebäudes in Washington. Nicht mehr.
Glauben Sie denn alles, was man Ihnen auftischt? Ungewogen? Unbedingt? Wollen Sie glauben? Dann suchen Sie sich einen Weltbildprovider aus dem Religionslager, die winken wenigstens noch mit dem Paradies.
Aber fallen Sie um Himmels willen nicht immerfort darauf herein, wenn jemand »Markt« schreit, ihn aber gar nicht meint. Behalten Sie die Füße trocken und die Dauerwelle toupiert!
Weshalb ausgerechnet in diesem Fall, werden Sie fragen.
Nun, das ist ganz einfach: Wäre der IWF (oder irgendeine andere staatliche Institution, die mit Geldbündeln um sich wirft) tatsächlich daran interessiert, die »Kräfte des Marktes« zu nutzen, wieso macht er es dann eigentlich nicht? Wieso wirft der IWF mit soviel Geld um sich, skandiert aber, nachdem die Sache über die Bühne ging, den Preisgesang auf den Markt?
Der IWF sagt zwar Markt, meint aber etwas anderes.
Der IWF ist ein Mieter eines Bürogebäudes in Washington. Nicht mehr.
Leider ist der mehr als ein Büromieter.
Ich weiß jetzt aus den Kalten im Einzelnen nicht, wieviele Volkswirtschaften für paar Mrd. Spielgeld (=Dollar) sich dem unterworfen haben.
Leider ist der mehr als ein Büromieter.
Ich weiß jetzt aus den Kalten im Einzelnen nicht, wieviele Volkswirtschaften für paar Mrd. Spielgeld (=Dollar) sich dem unterworfen haben.
Leider ist der mehr als ein Büromieter.
Ich weiß jetzt aus den Kalten im Einzelnen nicht, wieviele Volkswirtschaften für paar Mrd. Spielgeld (=Dollar) sich dem unterworfen haben.
wieso sollte uns in diesen Zeiten noch die Meinung irgendwelcher Ökonomen interessieren? Tatsache ist das die beschenkten Banken, das staatliche Ausfallsrisiko ist x-fach größer, als jenes, das die Banken tragen, zur Zeit das Geld am Spieltisch verlieren, wie ein suchtkranker Spieler im Kasino und an der "Restwirtschft" kein Interesse zeigen. Es ist absolut anwidernd wie Präpotent die Banken agieren und dem gehört Einhalt geboten; die Regulierung des Casinokapitalismus hat nicht statt gefunden und wird auch nicht statt finden, hoffen doch schon alle auf die nächste Hausse. Wahrlich es droht der "Endsieg des Kapitalismus" durch zurücklassen eines Drümmerfeldes an gedachtem Geld.
ist natürlich Schilda gemeint.
Der Staat sollte die neoliberalen Ideologen, die uns die ganze Suppe eingebrockt haben, beim Wort nehmen:
Den Banken alle Sicherungen entziehen (...das darf man dann auch Deregulierung nennen...) und diese freigewordenen hunderte von Milliarden nehmen um eine staatliche, völlig unbelastete "Good Bank" zu gründen, der das Zocken an den Finanzmärkten verboten ist.
Ich prophezeihe: Der Markt wird es ganz schnell richten!
Der Zauberlehrling und der Meister
Minister Steinbrück könnte die Banken genauso gut auffordern, auf dem Frankfurter Römer Bargeld zu verbrennen.
Wenn ein Bauer viel Dünger hat, aber nicht düngen kann, weil der Pächter den Vertrag gekündigt hat oder das Wetter zu schlecht ist oder die falsche Jahreszeit ist, dann müßte er erst neues Land hinzu pachten, die Folgen des Wetterumsturzes beseitigen, auf die richtige Jahreszeit warten.
Minister Steinbrück erweckt den Eindruck, die Banken müßten nur die Unternehmen mit Geld überschütten und alles wird gut.
Nur zur Erinnerung: Die Automobilindustrie befand sich schon vor der Finanzkrise in einer strukturellen Krise. Deutschland hat sich vor der Finanzkrise als Exportweltmeister feiern lassen. Die Schwäche des Binnenmarktes wurde im Rausch der Exporte übersehen. Die Finanzkrise hat lediglich die Schwachstellen aufgedeckt.
Minister Steinbrück hätte mit seinem planwirtschaftlichen Verständnis von Volkswirtschaft in der Kommandowirtschaft der DDR sicher Karriere gemacht. Für die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik ist er der falsche Mann.
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