Birma USA warnen vor Kooperation mit Nordkorea

Hillary Clinton befürchtet eine militärische Zusammenarbeit der beiden Länder. Daher bieten die USA Birma eine "produktivere Partnerschaft" an

Eine Zusammenarbeit der Streitkräfte Nordkoreas und Birmas würde die Region destabilisieren. "Sie bedeutete eine direkte Bedrohung für Birmas Nachbarn", sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Zudem müsse die Gewalt gegen ethnische Minderheiten aufhören, forderte sie bei einer Pressekonferenz in Bangkok. "Wir haben klar gesagt, dass wir eine faire Behandlung von (Friedensnobelpreisträgerin) Aung San Suu Kyi fordern, und wir haben die Art, wie das Regime mit ihr umgeht, verurteilt," sagte sie weiter.

Suu Kyi, die 14 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest verbracht hat, steht derzeit wegen Verletzung der Auflagen ihres Hausarrests vor Gericht. Am Freitag sind die Schlussplädoyers geplant. Regierungen in aller Welt haben die Verhandlung als Schauprozess verurteilt.

Nordkorea und Birma sind international isoliert und verarmt. Erst in der vergangenen Woche hatte der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Das Gremium reagierte damit auf die jüngsten Raketen- und Atomtests des kommunistisch regierten Landes. Die seit Anfang der 1960er Jahre regierenden Militärs in Birma gingen wiederholt mit großer Härte gegen Demokratiebestrebungen und Volkserhebungen vor.

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Clinton reist am Mittwoch zum regionalen Sicherheitsforum nach Phuket im Süden Thailands. Dort treffen sich die zehn Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaften (Asean), einschließlich Birma und Partnerländern aus der Region. Aus Nordkorea kommt eine Delegation ohne Außenminister. Clinton habe vor, dort unter anderem einen unverbindlichen Freundschaftsvertrag mit den südostasiatischen Ländern zu unterzeichnen.

Vor ihrer Weiterreise nach Phuket in Bangkok wollte Clinton den thailändischen Regierungschef Abhisit Vejjajiva treffen. US-Medien berichteten zuvor, dass die USA in Thailand ein geheimes Gefängnis für Terroristen unterhielten, in dem gefoltert worden sei. Abhisit dementierte diesen Bericht. Er entbehre jeder Grundlage, weil diese Regierung niemals zu solchen brutalen Maßnahmen greifen würde, sagte er.

Der nächste Asean-Gipfel findet nach Angaben der thailändischen Regierung vom 23. bis 25. Oktober auf der Ferieninsel Phuket statt.

 
Leser-Kommentare
  1. Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates sind eines der Hauptanliegen ihrer Aussenpolitik. Dennoch hilft ihnen dies nicht mehr vor dem endgültigen machtpolitischen Abstieg !

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