Bundesverdienstkreuz Köhler gerät über Vergabe unter Druck

Der jüdische Autor Ralph Giordano droht in seinem Zorn über die israelische Anwältin Felicia Langer nun mit der Rückgabe seines Bundesverdienstkreuzes

In einem veröffentlichen Brief an Bundespräsident Horst Köhler verlangte Giordano (86), die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Langer rückgängig zu machen. "Angesichts des konkreten Falles sehe ich mich zu etwas gezwungen, was mir nur schwer, sehr schwer aus der Feder geht - den Entschluss, meine Auszeichnungen für den Fall zurückzugeben, dass Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz nicht aberkannt wird."

Giordano bezeichnete die in Tübingen lebende Langer als eine "Feindin Israels, die in einem Land mit verbreiteter Gesinnung, sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten, nur von verheerender Wirkung sein kann." In Israel hatte die Ehrung Langers ebenfalls heftige Kritik hervorgerufen. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) verteidigte die 78-Jährige dagegen als "ehrliche und aufrechte Kämpferin für Frieden und Menschenrechte."

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Langer setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte palästinensischer Häftlinge in den von Israel besetzten Gebieten ein. Von mehreren Kritikern wird sie allerdings als Israel-Feindin angesehen. Nicht nur Giordano warf ihr vor, sie scheue auch vor Sympathien mit der Hamas und Bekenntnissen zum Iran nicht zurück. Spiegel Online berichtet, sie habe Israel schon einmal zum "Apartheidstaat" erklärt, über die "jüdisch-zionistische Lobby" philosophiert, sich im Antisemitismus-Streit um den inzwischen verstorbenen FDP-Politiker Jürgen Möllemann auf dessen Seite geschlagen – und noch im April dieses Jahres in einem Interview zum Boykott israelischer Produkte aus den Siedlungen aufgerufen. "Das alles mag wehtun, aber jemand muss es sagen", sagt Langer Spiegel Online.

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dietrich Graumann, sei ebenfalls geschockt. "Deutschland hat damit jemanden ausgezeichnet, der professionell, chronisch und obsessiv die Dämonisierung Israels betreibt", sagte er Spiegel Online. "Sie trägt ihr Jüdischsein als Fahne vor sich her – doch ihre jahrelange Israel-Hetze macht das nicht besser." Auch das American Jewish Committee in New York teilte Köhler schriftlich seine Bestürzung mit und forderte den Bundespräsidenten auf, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.

 
Leser-Kommentare
  1. ...zu kritisieren haben, sie beanspruchen stets apriorisches Recht.

    [...] (Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion /ft)

  2. Insofern war die Ordensverleihung an diese tapfere Jüdin eine gute Tat, auch wenn die Akteure nicht wußten, was für Zorn sie von der Seite der Israel-Lobbyisten erreichen würde. Wollen diese Lobbyisten denn bestimmen, was in D. gesagt werden darf? Leider fürchte ich, daß diese engstirnigen Leute damit durchkommen werden, man kennt doch die Charakterschwäche unserer Regierenden.
    Und Israel gegenüber wird es ein Bärendienst sein, die Abneigung diesem [...] Land gegenüber wird weiter wachsen. (Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion /ft)

  3. [...] (Bitte bleiben Sie sachlich und machen Sie Ironie ggf. als solche kenntlich. Vielen Dank, die Redaktion /ft)

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    Liebe ZEIT Redaktion,
    bitte halten Sie doch einen Moment inne und überlegen Sie grundsätzlich ob Sie bei diesem für Sie offenbar so unendlich heiklem Thema Leserkommentare wünschen oder nicht.
    Sie führen wirklich den Rest von Meinungsfreiheit ad absurdum, wenn Sie auch noch verlangen, Ironie als solche zu kennzeichen. Ich muss wirklich lachen, aber da nehm ichs mit dem alten Heine : ... Ironie verstehen die Leute nie...
    Ihnen fehlt ersichtlich eine gute Portion jüdischen Humors...

    Liebe ZEIT Redaktion,
    bitte halten Sie doch einen Moment inne und überlegen Sie grundsätzlich ob Sie bei diesem für Sie offenbar so unendlich heiklem Thema Leserkommentare wünschen oder nicht.
    Sie führen wirklich den Rest von Meinungsfreiheit ad absurdum, wenn Sie auch noch verlangen, Ironie als solche zu kennzeichen. Ich muss wirklich lachen, aber da nehm ichs mit dem alten Heine : ... Ironie verstehen die Leute nie...
    Ihnen fehlt ersichtlich eine gute Portion jüdischen Humors...

    • outis
    • 21.07.2009 um 19:52 Uhr

    dass über Vorfälle die die Kritik dieser mutigen Fürsprecherin der Menschenrechte rechtfertigen, kaum berichtet wird:
    Wo bleibt die Empörung hier?
    oder hier?
    Oder am neuen Mantra Bibi Netanjahus, Galiläa und Samaria dürfen nicht "judenrein" werden. Das kriegt auch schon mal Herr Steinmeyer zu hören, wenn er den Siedlungsbau, einen klaren Verstoss gegen die Genfer Konvention, anspricht!
    Wer so etwas kritisiert ist kein Feind Israels! Er ist sein Freund, denn es ist dabei seine unbestreitbare Legitimation zu verspielen. Im Übrigen würde es dann in Israel selbst nur so wimmeln von Feinden Israels.

    Dieu me pardonnera, c'est son metier.(Heine)

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    was genau ist daran mutig von einem land in dem die 'israelkritik' wie schon seit etlichen jahrzehnten nicht mehr blüht aus einem kleinen land das seit 60 jahren von hunderten millionen menschen belagert wird die sich nichts sehnlicher wünschen als die vernichtung dieses kleinen landes das recht auf selbstverteidigung abzusprechen ? was ist daran mutig, an einem kleinen land, das bereits 3 vernichtungskriege durch seine arabischen nachbarn erfolgreich abgewehrt hat, vorzuwerfen, dass es seine landesverteidigung nicht von europäischen soziologen sondern von israelischen militärs planen lässt, kein gutes haar zu lassen ?

    ich werd ihnen sagen was mutig ist: es ist mutig sich für israel auszusprechen und die schmähungen einer zwar nur vermeintlichen dafür aber umso selbstgerechteren und inzestuösen meinungselite zu ertragen. es ist mutig gegen rassismus auf die straße zu gehen und sich von der schutzstaffel der meinungshüter anrempeln und bespucken zu lassen (zuletzt vera lengsfeld*).

    in israel leben 1 million alleine in den letzten 60 jahren aus der islamischen welt vertrieben juden und deren nachfahren, es ist wirklich mehr als gerecht von den muslimischen brüdern der palästinenser zu verlangen, den heimatlosen eine heimat zu bieten, so wie wir das für aus wesentlich entfernteren gegenden flüchtende menschen tun.

    und dieser unehrliche obama entblödet sich tatsächlich nicht, zwar von den israelis die selbstentjudung zu fordern, besitzt aber nicht die größe von dem angeblich unverzichtbaren friedensverhandlungsteilnehmer hamas auch nur die anerkennung des existenzrechts israels einzufordern. das macht es den israelis schon aus reiner selbstachtung unmöglich, den auforderungen des gesalbten nachzukommen, ganz abgesehen davon, dass die letzten male als israel den palästinensern entgegen kam, nicht etwa frieden der dank war, sondern eine islamfaschistische theokratie als nachbar, aus der täglich raketen und granaten auf von zivilisten bewohntes gebiet geschossen werden.

    mutig ? dass ich nicht lache. wirklich mutig wäre es, wenn die gute frau langer mal mit einer israelfahne durch neukölln spazieren würde ;)

    * http://www.freiewelt.net/...

    was genau ist daran mutig von einem land in dem die 'israelkritik' wie schon seit etlichen jahrzehnten nicht mehr blüht aus einem kleinen land das seit 60 jahren von hunderten millionen menschen belagert wird die sich nichts sehnlicher wünschen als die vernichtung dieses kleinen landes das recht auf selbstverteidigung abzusprechen ? was ist daran mutig, an einem kleinen land, das bereits 3 vernichtungskriege durch seine arabischen nachbarn erfolgreich abgewehrt hat, vorzuwerfen, dass es seine landesverteidigung nicht von europäischen soziologen sondern von israelischen militärs planen lässt, kein gutes haar zu lassen ?

    ich werd ihnen sagen was mutig ist: es ist mutig sich für israel auszusprechen und die schmähungen einer zwar nur vermeintlichen dafür aber umso selbstgerechteren und inzestuösen meinungselite zu ertragen. es ist mutig gegen rassismus auf die straße zu gehen und sich von der schutzstaffel der meinungshüter anrempeln und bespucken zu lassen (zuletzt vera lengsfeld*).

    in israel leben 1 million alleine in den letzten 60 jahren aus der islamischen welt vertrieben juden und deren nachfahren, es ist wirklich mehr als gerecht von den muslimischen brüdern der palästinenser zu verlangen, den heimatlosen eine heimat zu bieten, so wie wir das für aus wesentlich entfernteren gegenden flüchtende menschen tun.

    und dieser unehrliche obama entblödet sich tatsächlich nicht, zwar von den israelis die selbstentjudung zu fordern, besitzt aber nicht die größe von dem angeblich unverzichtbaren friedensverhandlungsteilnehmer hamas auch nur die anerkennung des existenzrechts israels einzufordern. das macht es den israelis schon aus reiner selbstachtung unmöglich, den auforderungen des gesalbten nachzukommen, ganz abgesehen davon, dass die letzten male als israel den palästinensern entgegen kam, nicht etwa frieden der dank war, sondern eine islamfaschistische theokratie als nachbar, aus der täglich raketen und granaten auf von zivilisten bewohntes gebiet geschossen werden.

    mutig ? dass ich nicht lache. wirklich mutig wäre es, wenn die gute frau langer mal mit einer israelfahne durch neukölln spazieren würde ;)

    * http://www.freiewelt.net/...

    • a17
    • 21.07.2009 um 20:10 Uhr

    als der SS-Offizier Schleyer das Bundesverdienstkreuz bekam?

  4. Das zeigt der als "Isrealkritik" getarnte Antisemitismus gewisser Kreise. Giordano hat völlig recht. Man kann das Bundesverdienstkreuz nicht Leuten verleihen, deren Ansichten im besten Falle noch als vernagelt bezeichnet werden können. Die Verantwortlichen sollten sich schämen und müßten eigentlich von ihren Ämtern zurücktreten. Man kann nur hoffen, daß Horst Köhler die Reißlinie ziehen wird, damit das Ansehen unseres Landes nicht noch mehr Schaden nimmt.

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    • Katana
    • 21.07.2009 um 21:13 Uhr

    1) An Wen ein Bundesverdienstkreuz verliehen wird , bestimmt einzig und allein der deutsche Staat , ganz gewiss keine Privatperson noch die Interessenvertretung einer Religion in diesem Land .

    2) Man sollte nachdenken ob man nicht dem Herren Giordano sein Bundesverdienstkreuz wieder abnimmt , denn wer eine solche Ehrung als
    billiges Druckmittel verwendet , scheint seine Bedeutung nicht wirklich zu erfassen und ist in meinen Augen auch nicht wert es zu tragen .

    3) Es geht andere Träger des Bundesverdienstkreuzes nicht im mindesten etwas an , wer es außer ihnen noch bekommt , denn soweit ich mich entsinne wird es für die individuellen Verdienste des EINZELNEN Trägers verliehen .
    Ob diese nun ausreichen steht einem anderen Träger gar nicht an zu beurteilen , sowas hat für mich ein Niveau auf Höhe Kindergarten , Krabbelgruppe .

    Demnächst fangen dann noch SPD Anhänger an zu drohen , wenn ein CDU Mitglied es verliehen bekommt , sowas ist unwürdig und charakterschwach .

    MfG Katana

    Die Reißleine sollten besser jene ziehen, die meinen, sie hätten ein angeborenes Recht, sich zur moralischen Instanz aufzuschwingen.

    • Katana
    • 21.07.2009 um 21:13 Uhr

    1) An Wen ein Bundesverdienstkreuz verliehen wird , bestimmt einzig und allein der deutsche Staat , ganz gewiss keine Privatperson noch die Interessenvertretung einer Religion in diesem Land .

    2) Man sollte nachdenken ob man nicht dem Herren Giordano sein Bundesverdienstkreuz wieder abnimmt , denn wer eine solche Ehrung als
    billiges Druckmittel verwendet , scheint seine Bedeutung nicht wirklich zu erfassen und ist in meinen Augen auch nicht wert es zu tragen .

    3) Es geht andere Träger des Bundesverdienstkreuzes nicht im mindesten etwas an , wer es außer ihnen noch bekommt , denn soweit ich mich entsinne wird es für die individuellen Verdienste des EINZELNEN Trägers verliehen .
    Ob diese nun ausreichen steht einem anderen Träger gar nicht an zu beurteilen , sowas hat für mich ein Niveau auf Höhe Kindergarten , Krabbelgruppe .

    Demnächst fangen dann noch SPD Anhänger an zu drohen , wenn ein CDU Mitglied es verliehen bekommt , sowas ist unwürdig und charakterschwach .

    MfG Katana

    Die Reißleine sollten besser jene ziehen, die meinen, sie hätten ein angeborenes Recht, sich zur moralischen Instanz aufzuschwingen.

  5. Liebe ZEIT Redaktion,
    bitte halten Sie doch einen Moment inne und überlegen Sie grundsätzlich ob Sie bei diesem für Sie offenbar so unendlich heiklem Thema Leserkommentare wünschen oder nicht.
    Sie führen wirklich den Rest von Meinungsfreiheit ad absurdum, wenn Sie auch noch verlangen, Ironie als solche zu kennzeichen. Ich muss wirklich lachen, aber da nehm ichs mit dem alten Heine : ... Ironie verstehen die Leute nie...
    Ihnen fehlt ersichtlich eine gute Portion jüdischen Humors...

    Antwort auf "Das wäre alles nicht"
  6. 8. mutig

    was genau ist daran mutig von einem land in dem die 'israelkritik' wie schon seit etlichen jahrzehnten nicht mehr blüht aus einem kleinen land das seit 60 jahren von hunderten millionen menschen belagert wird die sich nichts sehnlicher wünschen als die vernichtung dieses kleinen landes das recht auf selbstverteidigung abzusprechen ? was ist daran mutig, an einem kleinen land, das bereits 3 vernichtungskriege durch seine arabischen nachbarn erfolgreich abgewehrt hat, vorzuwerfen, dass es seine landesverteidigung nicht von europäischen soziologen sondern von israelischen militärs planen lässt, kein gutes haar zu lassen ?

    ich werd ihnen sagen was mutig ist: es ist mutig sich für israel auszusprechen und die schmähungen einer zwar nur vermeintlichen dafür aber umso selbstgerechteren und inzestuösen meinungselite zu ertragen. es ist mutig gegen rassismus auf die straße zu gehen und sich von der schutzstaffel der meinungshüter anrempeln und bespucken zu lassen (zuletzt vera lengsfeld*).

    in israel leben 1 million alleine in den letzten 60 jahren aus der islamischen welt vertrieben juden und deren nachfahren, es ist wirklich mehr als gerecht von den muslimischen brüdern der palästinenser zu verlangen, den heimatlosen eine heimat zu bieten, so wie wir das für aus wesentlich entfernteren gegenden flüchtende menschen tun.

    und dieser unehrliche obama entblödet sich tatsächlich nicht, zwar von den israelis die selbstentjudung zu fordern, besitzt aber nicht die größe von dem angeblich unverzichtbaren friedensverhandlungsteilnehmer hamas auch nur die anerkennung des existenzrechts israels einzufordern. das macht es den israelis schon aus reiner selbstachtung unmöglich, den auforderungen des gesalbten nachzukommen, ganz abgesehen davon, dass die letzten male als israel den palästinensern entgegen kam, nicht etwa frieden der dank war, sondern eine islamfaschistische theokratie als nachbar, aus der täglich raketen und granaten auf von zivilisten bewohntes gebiet geschossen werden.

    mutig ? dass ich nicht lache. wirklich mutig wäre es, wenn die gute frau langer mal mit einer israelfahne durch neukölln spazieren würde ;)

    * http://www.freiewelt.net/...

    Antwort auf "Interessant ist,"
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    insofern ist es müßig, Ihre Seelennot hier vom Turm zu blasen, damit handeln Sie sich nur Ärger ein.

    • outis
    • 21.07.2009 um 22:37 Uhr

    Wenigstens hantieren sie nicht mit dem Begriff "judenrein", mit dem die israelische Rechte ihre makaberen Rhetorikspielchen treibt. Ich nehme an, wenn ihr Blutdruck sich auf unbedenklichem Niveau stabilisiert hat, können wir sachlich weiter diskutieren.

    Erklären sie mir mal den Unterschied zwischen der Strategie des kontinuierlichen Terrors und der fortgesetzten Landnahme Israels in den besetzten Gebieten: beide Seiten richten bei unschuldigen Zivilisten der Gegenpartei mit stetiger Boshaftigkeit immer nur soviel Unheil an, dass die Weltöffentlichkeit bereit ist drüber wegzusehen. Fanatiker und Theokraten finde ich auf beiden Seiten.

    Nein, werte Frauimmond, die Welt hat genug, von einem Konflikt in dem KEINE Seite konzessionsbereit ist und KEINE Seite es an hasserfüllter Propaganda und den, aus solcher immer und zwangsläufig hervorgehenden Gewalttaten fehlen lässt, und in dem jede Seite für sich göttgegebenes Recht beansprucht, aber menschenverachtendes Unrecht begeht.

    Vernunft,Herr,mehr Vernunft!(Ich)

    insofern ist es müßig, Ihre Seelennot hier vom Turm zu blasen, damit handeln Sie sich nur Ärger ein.

    • outis
    • 21.07.2009 um 22:37 Uhr

    Wenigstens hantieren sie nicht mit dem Begriff "judenrein", mit dem die israelische Rechte ihre makaberen Rhetorikspielchen treibt. Ich nehme an, wenn ihr Blutdruck sich auf unbedenklichem Niveau stabilisiert hat, können wir sachlich weiter diskutieren.

    Erklären sie mir mal den Unterschied zwischen der Strategie des kontinuierlichen Terrors und der fortgesetzten Landnahme Israels in den besetzten Gebieten: beide Seiten richten bei unschuldigen Zivilisten der Gegenpartei mit stetiger Boshaftigkeit immer nur soviel Unheil an, dass die Weltöffentlichkeit bereit ist drüber wegzusehen. Fanatiker und Theokraten finde ich auf beiden Seiten.

    Nein, werte Frauimmond, die Welt hat genug, von einem Konflikt in dem KEINE Seite konzessionsbereit ist und KEINE Seite es an hasserfüllter Propaganda und den, aus solcher immer und zwangsläufig hervorgehenden Gewalttaten fehlen lässt, und in dem jede Seite für sich göttgegebenes Recht beansprucht, aber menschenverachtendes Unrecht begeht.

    Vernunft,Herr,mehr Vernunft!(Ich)

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