Musikleben Eine Frage des TaktsSeite 2/2
Blickt man in die Gastdirigentenliste der Spielzeit 2009/10, entdeckt man attraktive Namen: von Valery Gergiev über Eivind Gullberg Jensen und Paavo Järvi bis Thomas Hengelbrock und Johannes Kalitzke. Paul Müller, dem Orchester und den Kommunalpolitikern mag wichtiger sein, wer hier alles nicht steht. Und noch wichtiger ist offenbar, was der Herr Generalmusikdirektor nebenher so treibt. Wagner dirigieren auf dem Grünen Hügel beispielsweise oder einen Beethoven-Zyklus mit den Wiener Philharmonikern aufnehmen. Neid und Eifersucht waren in der Kunst schon immer große Themen.
Die Dresdner Staatskapelle, heißt es, würde Thielemann heftige Avancen machen. Dort legt der wenig glückhafte Fabio Luisi 2012 den Stab nieder. Das passt doch. Auf der Suche nach einem jüngeren und billigeren GMD jedenfalls hat die Stadt München jetzt zwei Jahre Zeit, sich zu schämen.
- Datum 23.07.2009 - 12:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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"Wo bleibt der sprichwörtliche Münchner Charme"
Von einem sprichtwörtlichen Müncher Charme hab ich noch nie was gehört. (Und solchen auch nicht erfahren, als ich für zwei Jahre dort ansässig gewesen.) Ist das eine neue Entwicklung?
... kommt wohl am besten in Ludwig Thomas "Münchner im Himmel" zum Ausdruck, wenn der liebe Gott den von Petrus vor seinen Thron geschleppten Randalierer Engel Aloisius mit den Worten begrüßt: "Aha, ein Münchner."
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