Kontrollen Güter-Schienenverkehr droht Stillstand
Der ohnehin von der Wirtschaftskrise schwer getroffene Güterverkehr steht vor einem weiteren Rückschlag: Hunderttausend Waggons müssen in die Werkstatt
Nach Achs- und Radbrüchen bei ICEs und S-Bahnen sollen nun auch sämtliche Achsen von allen weit über 100.000 Güterwagen auf deutschen Schienen überprüft werden.
Nach dem schweren Kesselwagen-Unglück im italienischen Viareggio mit 22 Toten und weiteren Unfällen beabsichtige das Eisenbahn-Bundesamt eine "Verfügung zur Gewährleistung der Sicherheit" zu erlassen, hieß es auf der Internet-Seite der Behörde: "Sämtliche in Güterwagen eingesetzte Radsatzwellen sollen innerhalb einer die Sicherheit wahrenden Frist einer geeigneten zerstörungsfreien Prüfung zur Bestätigung der Rissfreiheit zugeführt werden." Darüber hinaus solle ein Intervall bestimmt werden, innerhalb dessen die Prüfung wiederholt werden müsse.
Wegen verkürzter Wartungsintervalle nach einem Radbruch mit entsprechenden Werkstattaufenthalten liegt derzeit ein großer Teil der Berliner S-Bahn-Flotte still. Nach einem Radbruch beim ICE-3 wurden auch die Wartungsintervalle bei den Hochgeschwindigkeitszügen verkürzt, Achsen sollen im großen Stil ausgetauscht werden.
Die Eisenbahn-Unternehmen erhielten bis Freitag eine Frist zur Stellungnahme. Eine Sprecherin der Güterbahn-Tochter der DB wollte noch nichts zur Reaktion des Unternehmens sagen.
- Datum 17.07.2009 - 16:10 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, 16.7.2009
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Da sollt ihr mal sehen, wie die Eisenbahn wieder in Schwung kommt!
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
A Fish called Wanda
Diese Frage ist wohl kaum zu verstehen, oder?
Wer nun den Herrn Mehdorn und Konsorten kennt, dem wird bald ein Licht aufgehen:
Waren es nicht gerade dieser Herr Mehdorn und die gesamte ihn unterstützende Politiker-Kaste, die für das jetzige Dilemma bei der Deutschen Bahn verantwortlich sind?
Mehdorn ist bei der Bahn schon Geschichte - die Polit-Bonzen sind geblieben und werden mit Sicherheit wieder bei der nächsten Wahl mit vollmundigen Versprechungen zu neuen Ufern aufbrechen.
Herr Mehdorn hat ja auch schon ein erfolgreiches Comeback hingelegt - diesmal geht er in die Luft, aber nicht weil er sich unschuldig der Bahn gegenüber fühlt, sondern
"Hartmut Mehdorn ist als neuer Non-Executive Director in das Board der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG berufen worden." (Quelle: TouristikPresse)
Einen entscheidenden Vorteil hat die Sache gegenüber der Bahn:
Die Bahn blieb oft auf freier Strecke liegen. Das kann ihm ja jetzt nicht mehr passieren, denn oben geblieben ist von den Jets noch keiner.
Es bleibt nur die Frage offen, wie viele von den Dingern kommen in Zukunft wie wieder auf die Erde?
Und schon kommt Schönefeld ins Spiel, denn da ist noch halbwegs mehr unbebaute Fläche, wenn es mal wieder kracht.
Billig hat eben auch seinen Preis und wie bei der Bahn, gehört auch beim Fliegen ein Quäntchen Glück dazu, überhaupt anzukommen.
Dank der jetzt eingeleiteten Kontrollen wird die Bahn vielleicht wieder sicherer.
Auf der anderen Seite müssten wir aber auch Herrn Mehdorn unseren Dank für seine "Sparwut" aussprechen:
So ein "Konjunkturpaket" für die derzeit angeschlagenen Speditionen hat nicht einmal die große Koalition auf die Beine gestellt.
Die Nachfrage nach LKW-Transporten auf der Straße wird zunehmen, genauso wieder der Güterverkehr durch die Städte und Dörfer.
Und wir Urlauber und Dienstreisende können uns wieder an den vor uns sich im "Elefantenrennen" übenden 40-Tonnern erfreuen.
Egal, wie man es nimmt:
Die Symbiose zwischen Politik, Verkehr, Profit und Sicherheit beschert uns doch immer die nötige Abwechslung in unserem tristen Alltag.
Wer den Schaden hat, der braucht jedenfalls für den Spott nicht zu sorgen.
GUTE FAHRT!
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