Längste Sonnenfinsternis Sechsminuten-Nacht fasziniert Millionen
Millionen Menschen in Asien verfolgten heute im Verlauf des frühen Morgens die längste totale Sonnenfinsternis des Jahrhunderts

© Rizwan Tabassum/AFP/Getty Images
So sah die Sechs-Minuten-Nacht in Karatschi aus
Um 1.58 Uhr deutscher Zeit, mit dem Sonnenaufgang 5.28 Uhr Ortszeit, schob sich über dem Arabischen Meer der Mond vor die Sonne.
Wenig später erreichte das Ereignis den direkt im Kernschatten der Sonnenfinsternis liegenden westindischen Bundesstaat Gujarat. Dichte Wolken und Monsunregen verhinderten dort jedoch den Blick auf das Naturschauspiel. In der Hauptstadt Neu-Delhi dagegen konnten die Menschen bei klarem Himmel miterleben, wie sich 80 Prozent des Mondes vor die Sonne schoben.
Insgesamt verfolgten in Asien Millionen Menschen die längste totale Sonnenfinsternis dieses Jahrhunderts. In Indien fürchten sich viele vor den angeblich negativen Auswirkungen der verdunkelten Sonne. So nahmen in der als heilig geltenden Stadt Varanasi Hunderttausende gläubige Hindus unmittelbar nach Ende der Finsternis ein reinigendes Bad im Ganges.
Von Indien zog der Mondschatten über Nepal, Bangladesch und Bhutan nach China und Japan. Die totale Sonnenfinsternis war unter anderem in der zentralchinesischen Stadt Chongqing zu sehen. Die Behörden hatten damit gerechnet, dass etwa 300 Millionen Menschen im Tal des Jiangtse das Naturschauspiel miterleben können.
Vielerorts behinderte jedoch schlechtes Wetter den Blick auf das Ereignis. In Japan war die Sonnenfinsternis auf der weit im Süden gelegenen Insel Akuseki mit mehr als sechs Minuten am längsten unter den von Menschen bewohnten Orten der Welt zu sehen.
Eine längere totale Sonnenfinsternis ist erst für den 13. Juni 2132 vorhergesagt. Die nächste totale Sonnenfinsternis findet 2010 in Südamerika statt.
- Datum 22.07.2009 - 17:35 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, bm, dpa
- Kommentare 8
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Schön, dass wir uns unsere "aufgeklärte" Überheblichkeit noch bewahrt haben! Immerhin: Wenn's um hysterisch überbewertete "negative Auswirkungen" geht, sitzen wir mit unseren Terror-, Viren- und Krebsängsten in einem sehr dünnwandigen Glashaus. Im übrigen ist die Unterstellung falsch, religiöse Menschen im Osten würden sich bei derartigen Ereignissen vor "negativen Auswirkungen" fürchten. Finsternisse werden seit alters her (dermaleinst auch im Abendland) als Zeichen verstanden, die Unheil ankündigen. Ein Zeichen ist aber keine "Ursache" sondern eben ein Hinweis.
... was an der Verdunkelung infolge einer Himmelskörperkonstellation "künstlich" sein soll. Selten so eine unsinnige Überschrift gelesen.
Genau das habe ich auch gedacht, handelt es sich bei der Sonnenfinsternis doch um ein völlig natürliches Phänomen - sehr schlechtes Sprachverständnis!
wäre wohl die bessere Worwahl bzw. Überschrift gewesen
Genau das habe ich auch gedacht, handelt es sich bei der Sonnenfinsternis doch um ein völlig natürliches Phänomen - sehr schlechtes Sprachverständnis!
wäre wohl die bessere Worwahl bzw. Überschrift gewesen
Genau das habe ich auch gedacht, handelt es sich bei der Sonnenfinsternis doch um ein völlig natürliches Phänomen - sehr schlechtes Sprachverständnis!
wäre wohl die bessere Worwahl bzw. Überschrift gewesen
Liebe User,
Ihre Einwände sind nachvollziehbar, vielen Dank für die Hinweise. Wir haben die Überschrift nun in "Sechs-Minuten-Nacht fasziniert Millionen" geändert.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
... die Einwände sind nicht "nachvollziehbar". Das schlichte deutsche Wort heißt "richtig". Aber das geht wohl bezahlten Gewohnheitsrechthabern für Äußerungen, die an ihren Säulen rütteln denn doch nicht so einfach von der Tatstatur ;-))
... geschrieben, sondern entweder "Sechsminutennacht" oder "Sechs-Minuten-Nacht", wobei ich letztere Schreibweise bevorzugt hätte. Aber Sprach- bzw. Schreibgefühl sind leider aussterbende Künste.
... einen Buchstabe in derÜberschrift vergessen. Hier ist er: "n".
... einen Buchstabe in derÜberschrift vergessen. Hier ist er: "n".
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