Übernahmekampf Bieter-Rennen um Opel wird zum Zweikampf
Im Buhlen um Opel bleibt der chinesische Bieter zurück. Die Konkurrenten RHJ und Magna könnten unterschriftsreife Verträge vorlegen. Zugleich meldete sich die Kanzlerin zu Wort
Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna hat im Rennen um eine Übernahme des deutschen Autoherstellers Opel Unterstützung aus Berlin bekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bescheinigte dem Konzept von Magna "ausgezeichnete Ansatzpunkte". Doch seien noch Fragen zu klären, betonte sie bei einem Treffen mit Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew.
Die Russen bemühen sich über die staatlich kontrollierte Sberbank im Konsortium mit Magna um eine Beteiligung an Opel und damit um deutsche Spitzentechnologie. Die endgültige Entscheidung, wer bei Opel einsteigt, soll dem Vernehmen nach nächste Woche beim bisherigen US-Mutterkonzern General Motors (GM) in Detroit fallen.
Das vom in Belgien ansässigen Finanzinvestor RHJ International am Vortag vorgelegte Übernahme-Konzept stößt indessen auf Widerstand in den Ländern. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) nannte es eine "Zumutung". RHJI will im Falle einer Übernahme in Deutschland 3900 Stellen streichen. Europaweit sollen es 9900 sein. (Details siehe Kasten)
In dem Konzept der Belgier spielt GM eine gewichtige Rolle. Beck sagte, das RHJ-Modell für einen Opel-Einstieg enthalte "ein mehrfach abgesichertes Vorkaufsrecht" für GM. Auch bei Entwicklung, Produktion und im Einkauf baut der Finanzinvestor nach dem Konzept auf eine enge Zusammenarbeit zwischen GM und Opel.
Aus den vier deutschen Bundesländern mit Opel-Standorten kommt Widerstand: Vor allem der Stellenabbau "entspricht nicht der Interessenlage der Arbeitnehmer und der Standorte in Deutschland, da sind sich die vier Länder einig", sagte Beck in Mainz.
Vizekanzler und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sehe das ebenso, sagte Beck, der nun hofft, dass die gesamte Bundesregierung ihm zustimmt. Die Länder bestünden auf weitere Verhandlungen mit Magna.
Sollte RHJI zum Zuge kommen, will der Finanzinvestor die Opel-Belegschaft an der neuen Gesellschaft beteiligen. Im Aufsichtsrat wäre GM weiterhin stark vertreten: Dort will RHJI fünf Vertreter inklusive des Vorsitzenden stellen, fünf sollen von GM kommen und zehn von den Arbeitnehmern.
Der Opel-Betriebsrat lehnte einen Einstieg des in Belgien ansässigen Investors ab. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz warnte, dass RHJ als Finanzinvestor Opel "so schnell wie möglich wieder an GM verkaufen wird" und im Interesse von GM handele. Ähnlich sah es der thüringische Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU).
- Datum 20.07.2009 - 16:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, 16.07.2009
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Gestern stellte der Präsident von Gesamtmetall laut eines Berichts der Lokalredaktion einer Tageszeitung fest, dass momentan sich die Begriffe bilden, was gleichsam die Spreu und was der Weizen der Metall- und Elektroindustrie weltweit sei. Ungehört indessen verhallten dessen Worte und äußerst massive Interessen traten augenblicklich zutage, damit letztlich die Spreu gewonnen und sich der Weizen davon scheiden möge. Angesichts dieser Realität beispielsweise in der Automobilindustrie wirft das die Frage auf, weshalb Arbeitnehmer nicht davor geschützt werden wie es nicht nur das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verlangt.
welchen Schutz verlangt das deutsche Grundgesetz für Arbeitnehmer ? Das ist mir jetzt wirklich völlig neu.
welchen Schutz verlangt das deutsche Grundgesetz für Arbeitnehmer ? Das ist mir jetzt wirklich völlig neu.
Vor ein paar Wochen noch erhielt Opel den Zuschlag und jetzt wird wieder neu verhandelt? Was ist das Wort der deutschen Regierung wert? Oder hat die dt. Regierung es verpasst sich die Vormachtstellung bei der Entscheidung (z.B. durch eine staatliche Übernahme) zu sichern und schaut quasi aus der ersten Reihe zu wie sich entschieden wird?
welchen Schutz verlangt das deutsche Grundgesetz für Arbeitnehmer ? Das ist mir jetzt wirklich völlig neu.
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