WM in Rom Auf deutschen Schwimmern ruhen große Hoffnungen

Am 17. Juli beginnen die Schwimm- und Wasserball-Weltmeisterschaften in Rom. Die Konkurrenz ist groß, aber verstecken müssen sich die deutschen Athleten nicht

Die 13. Schwimm- und Wasserball-Weltmeisterschaft bricht schon vor ihrem Start am Freitag alle Rekorde. Insgesamt werden im Foro Italico 2556 Athleten aus 185 Ländern in 65 Wettkämpfen gegeneinander antreten. So viele wie noch nie.

Der Konkurrenzdruck für die deutschen Athleten dürfte groß sein. Vor allem nach dem eher mittelmäßigen Abschneiden der Beckenschwimmer bei den Olympischen Spielen in Peking 2008. Trotzdem sind die Deutschen optimistisch. Zum einen ist das Team unter Bundestrainer Dirk Lange personell und strukturell neu aufgestellt. Zum anderen garantiert die freie Anzugwahl nun gleiche Chancen für alle.

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"Das Schlimmste ist die Angst vor der eigenen Leistungsfähigkeit", sagte Sportdirektor Lutz Buschkow des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Selbstvertrauen sei nun gefragt: "Ich erwarte, dass sie sich mit ihren Leistungen an der Weltspitze orientieren."

Eine der Hoffnungsträgerinnen ist Britta Steffen. Erst im Juni stellte sie einen neuen Weltrekord über 100 Meter Freistil auf. Mit Gold über 50 und 100 Meter Freistil rettete sie in Peking die DSV-Bilanz. Für Rom sieht die 25-jährige aber noch Potenzial. "Ich bin nicht optimal durchgekommen. Ich bin gespannt, wie es bei der WM werden wird", sagte sie. Immerhin will die Athletin ihre Sammlung mit einem noch fehlenden WM-Titel komplettieren.

Europa-Rekordler Paul Biedermann tritt im Freistil über 200 Meter gegen den amerikanischen Ausnahme-Schwimmer Michael Phelps an. Er gibt sich jedoch gelassen. "Ich will wie bei Olympia unter die ersten fünf", sagte er. Phelps kämpft in Rom in weitaus weniger Disziplinien um einen Titel als in China. Er tritt lediglich in drei Einzeldisziplinen an.

Im Rückenschwimmen ist Helge Meeuw und Daniela Samulski einiges zuzutrauen. Letztere geht davon aus, dass sie für einen WM-Titel ihren eigenen Weltrekord (27,61 Sekunden) über 50 Meter schlagen muss.

Auch der Siegeswille der Langstreckenschwimmer verspricht spannende Wettkämpfe. "Natürlich will ich wieder gewinnen", sagte der sechsmalige Weltmeister Thomas Lurz, der am Lido di Ostia im Mittelmeer über fünf und zehn Kilometer antritt. In der gleichen Disziplin trauen sich auch Angela Maurer und Britta Kamrau-Corestein Medaillen zu.

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