Datenschutz Vanish – Daten zerstören sich selbst

Ein neues Verschlüsselungssystem macht Daten nach einer bestimmten Frist für immer unlesbar. Ein solches Verfallsdatum eröffnet neue Möglichkeiten für den Datenschutz

tafel

Wie Kreide auf einer Tafel können Daten dank "Vanish" leicht wieder gelöscht werden

Im vergangenen Jahr hatte der Politologe Viktor Mayer-Schönberger ein Verfallsdatum für Daten gefordert. Informatiker aus den USA haben jetzt ein System entwickelt, das diese Forderung erfüllt: Es macht Nachrichten nach einem knappen halben Tag für immer unleserlich.

Ein Team von Wissenschaftlern der Universität des US-Bundesstaates Washington in Seattle hat eine Software entwickelt, die Informationen nach einer bestimmten Zeit löscht. So soll es möglich sein, die Kontrolle über Daten, die über das Internet verschickt werden, zu behalten.

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"Für diejenigen, die sich um Privatsphäre sorgen, ist das Internet beängstigend", sagt der Informatiker Tadayoshi Kohno. "Wenn die Nutzer verstünden, wo und wie ihre E-Mails gespeichert werden, dann wären sie vielleicht vorsichtiger oder würden sie nicht so oft nutzen." Gehe etwa ein mobiles Gerät verloren, könnten Unbefugte Zugriff auf darauf gespeicherte vertrauliche Mails bekommen. Das von ihnen entwickelte System könne das verhindern.

Kombination aus Verschlüsselung und Peer-to-Peer-System

Das System, das die Bezeichnung Vanish (deutsch: verschwinden) trägt, ist ein Verschlüsselungssystem mit einem öffentlichen Schlüssel, das mit einem Peer-to-Peer-System (P2P) kombiniert wird. Vanish erzeugt für jede Nachricht einen für den Absender nicht sichtbaren Schlüssel und codiert damit die Nachricht.

Den Schlüssel, mit dem die Nachricht lesbar gemacht wird, teilt Vanish in viele kleine Teile und verschickt diese an Computer in einem P2P-Netz. Das Netz verändert sich jedoch dauernd: Computer melden sich an, andere melden sich ab, Daten werden gelöscht. Mit der Zeit verschwinden immer mehr Teile des Schlüssels aus dem Netz. Sind nicht mehr genug Schlüsselteile vorhanden, kann die Nachricht nicht mehr entschlüsselt werden. In der gegenwärtigen Testversion löschen die Computer in dem P2P-Netz nach acht Stunden die Schlüsseldaten. Das bedeutet, nach acht bis neun Stunden sind mit Vanish verschickte Nachrichten nicht mehr lesbar.

Add-on für Firefox

Vanish ist ein kostenloses Add-on für den Browser Firefox. Das bedeutet, der Nutzer kann nur Nachrichten verschlüsseln, die er über ein Eingabefeld im Browser verfasst hat. Er markiert die Nachricht oder Teile davon und verschlüsselt sie, indem er den entsprechenden Befehl über das Kontextmenü aufruft. Der Empfänger, der ebenfalls Vanish installiert haben muss, kann die Nachricht über das Kontextmenü entschlüsseln – solange noch genug Teile des Schlüssels im Netz verfügbar sind.

Nach Ablauf der Frist können die Daten nicht mehr lesbar gemacht werden – unabhängig davon, ob sie auf dem Rechner des Empfängers liegen, in Foren oder sozialen Netzen. Nicht einmal der Autor selbst kann sie dann noch aufrufen, erklärten die Informatiker. Derzeit kann Vanish nur Textdateien unkenntlich machen. Allerdings könne es, so die Wissenschaftler, auch für andere Dateitypen wie etwa Fotos angepasst werden.

Der Nutzer behält die Kontrolle über seine Daten

"Heutzutage werden private Daten über das ganze Internet verbreitet, und wir können nicht kontrollieren, wie lange", sagt Hank Levy aus dem Entwicklerteam. Das werde sich künftig durch Cloud-Computing, wo viele Anwendungen in externen Rechenzentren ausgelagert und Daten extern gespeichert werden, noch verschlimmern. "Unser Ziel war es, ein System zu entwickeln, bei dem Daten oder Nachrichten von sich aus verschwinden." Das sei, als schreibe man eine Nachricht bei Ebbe in den Sand. Die aufkommende Flut lösche sie dann.

Ein Befürworter der Software dürfte der Harvard-Politologe Viktor Mayer-Schönberger sein. Der hatte er im vergangenen Jahr ein digitales Vergessen gefordert. In der analogen Welt sei Vergessen die Regel und Erinnerung die Ausnahme, begründete er seine Forderung. Er stelle sich ein "Ablauf- oder Verfallsdatum" für alle Daten vor, die "als Metainformation mit gespeichert wird. Ist dieses Datum gekommen, wird die Information von der Applikation oder vom Betriebssystem gelöscht", so Mayer-Schönberger.

Bewusst archivieren

Natürlich können Nutzer auch mit Vanish verschlüsselte Nachrichten immer noch vor dem endgültigen Verfall schützen, etwa indem sie sie in ein Textverarbeitungsprogramm kopieren und speichern. Eine solche Archivierung hält auch Mayer-Schönberger für akzeptabel. "Das ist ein zentrales Element. Das von mir geforderte Ablaufdatum soll die Menschen ständig mit dieser Fragestellung konfrontieren. Das regt an, darüber nachzudenken, welche Daten ein Anbieter warum speichern will."

Die Informatiker aus Seattle wollen ihr System auf dem Usenix Security Symposium präsentieren, das vom 10. bis 14. August 2009 in Montreal stattfindet.

Das Original des Textes erschien bei golem.de

 
Leser-Kommentare
  1. Mann, mann, mann, wie kann man nur so unvorsichtig sein.

    Liebe Redaktion, wenn das die Regierung mitbekommt und wenn den Damen und Herren auch noch erklärt wird, um was es geht - in einfachen Worten - dann ist aber nun wirklich die Hölle los. Denn hier geht es nicht im mindesten um die Kontrolle privater Daten, es geht um für den fürsorglichen Staat uneinsehbare Kommunikation von Terroristen und/oder Pädophilen. Dies sollte, gerade für eine politisch versierte Redaktion, doch offensichtlich sein. Allein die Verbreitung von Informationen über die Machbarkeit eines solchen Systems gefährdet uns alle, ganz zu schweigen von einer etwaigen Verfügbarkeit. Und das auch noch vor der Bundestagswahl, wo doch jeder weiß, dass hier eine erhöhte Terrorgefahr herrscht.
    Nein, meine Damen und Herren, ein solcher Artikel muss umgehend gelöscht werden.

    ----
    Sorry, got carried way there....
    ________
    "Es gibt drei Arten von Menschen: die, die zählen können und die, die es nicht können."

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    Wenn es der Informationsfreiheit im Netz an den Kragen geht (Vorratsdatenspeicherung, Stoppschilder), wird es halt auch immer kluge Geister geben, die sich Gegenmaßnahmen einfallen lassen. Schön, dass sogar bei ZEIT ONLINE darüber berichtet wird.

    Wenn es der Informationsfreiheit im Netz an den Kragen geht (Vorratsdatenspeicherung, Stoppschilder), wird es halt auch immer kluge Geister geben, die sich Gegenmaßnahmen einfallen lassen. Schön, dass sogar bei ZEIT ONLINE darüber berichtet wird.

  2. Redaktion

    Sehr geehrter Kufischer,

    ich hoffe doch, das war Satire? Ja, das war sicher Satire :) Danke dafür.

    Beste Grüße
    Kai Biermann

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    Gern geschehen. Wobei mich bedenklich stimmt das jemand nachfragen musste...

    ___________
    "Es gibt drei Arten von Menschen: die, die zählen können und die, die es nicht können."

    Gern geschehen. Wobei mich bedenklich stimmt das jemand nachfragen musste...

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    "Es gibt drei Arten von Menschen: die, die zählen können und die, die es nicht können."

  3. Was ist denn wenn man sich den Text aus Vanish kopiert oder von dem Bild ein Screenshot macht?

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    "Was ist denn wenn man sich den Text aus Vanish kopiert oder von dem Bild ein Screenshot macht?"

    Dann hat man seine private Kopie des Textes. Betonung auf PRIVAT.

    Vanish ist gar nicht dafür gedacht, um den legitimen Empfänger daran zu hindern, die Nachricht zu speichern. Es ist vielmehr als Tool gegen den ewigen Archiv Internet gedacht.

    Nehmen wir z.B. diese Diskussion: Sie wird so lange für die ganze Welt lesbar bleiben, bis die Zeit-Online-Redaktion sie nicht löscht, bzw. vom Nezt nimmt. D.h. möglicherweise erst beim Gnab Gib. Ich habe gar keine Möglichkeit, meine Beiträge zu löschen. Was aber, wenn ich gar nicht will, dass meine Beiträge für alle Ewigkeiten gespeichert bleiben? Vielleicht wird es mir in 20 Jahren peinlich, was ich damals geschrieben habe?

    Natürlich, Vanish hilft nicht, wenn mich jemand gezielt verfolgt und alles, was ich schreibe, im Klartext speichert. Vanish hilft nur gegen automatische Speicherung und Indizierung großer Datenmengen.

    "Was ist denn wenn man sich den Text aus Vanish kopiert oder von dem Bild ein Screenshot macht?"

    Dann hat man seine private Kopie des Textes. Betonung auf PRIVAT.

    Vanish ist gar nicht dafür gedacht, um den legitimen Empfänger daran zu hindern, die Nachricht zu speichern. Es ist vielmehr als Tool gegen den ewigen Archiv Internet gedacht.

    Nehmen wir z.B. diese Diskussion: Sie wird so lange für die ganze Welt lesbar bleiben, bis die Zeit-Online-Redaktion sie nicht löscht, bzw. vom Nezt nimmt. D.h. möglicherweise erst beim Gnab Gib. Ich habe gar keine Möglichkeit, meine Beiträge zu löschen. Was aber, wenn ich gar nicht will, dass meine Beiträge für alle Ewigkeiten gespeichert bleiben? Vielleicht wird es mir in 20 Jahren peinlich, was ich damals geschrieben habe?

    Natürlich, Vanish hilft nicht, wenn mich jemand gezielt verfolgt und alles, was ich schreibe, im Klartext speichert. Vanish hilft nur gegen automatische Speicherung und Indizierung großer Datenmengen.

  4. Wenn es der Informationsfreiheit im Netz an den Kragen geht (Vorratsdatenspeicherung, Stoppschilder), wird es halt auch immer kluge Geister geben, die sich Gegenmaßnahmen einfallen lassen. Schön, dass sogar bei ZEIT ONLINE darüber berichtet wird.

  5. 5. XNAY

    X-No-Archive gab es früher mal für Leute die das, was sie früher mal in hitzigen Diskussion überspitzt gesagt hatten, nicht später kontextfrei unter die Nasen bekommen wollten.

    Geholfen hat es nicht. Es fehlen jetzt nur wichtige historische Dokumente aus der Usenet-Zeit.

    Da man nie weiß, wie einmal geschriebenes im Netz wieder auf einen zurückwirken kann, funktioniert soziale Kontrolle in Teilen auch im Internet.

    Mit einem einfachen Spider könnte man vermutlich alle Vanish-Schlüssel archivieren. Wenn Nicht-Vanish-Nutzer Texte eines Vanish-Nutzers zitieren, geht diese Archivierung auch ohne Schlüssel und ohne Kontext.

    Ein Verfallsdatum für Beiträge schützt die eigene Privatsphäre nicht. Es helfen: Pseudonyme, vor dem Posting nachdenken, Höflichkeit und durchdachte Gesetze.

  6. Gern geschehen. Wobei mich bedenklich stimmt das jemand nachfragen musste...

    ___________
    "Es gibt drei Arten von Menschen: die, die zählen können und die, die es nicht können."

    Antwort auf "Warnung"
    • etiam
    • 22.07.2009 um 13:58 Uhr

    ist im Umgang mit den Möglichkeiten des Netzes leider eine weit verbreitete Erkrankung. Wenn ich PGP verschlüsselte Daten einmal entschlüsselt habe, kann ich sie mir jederzeit irgendwohin dauerhaft retten - auch wenn der Schlüssel dann zerstört ist. Gleiches gilt für alle anderen kümmerlichen Bemühungen um Kopierschutz etc. Ein Nutzer, der einmal die Daten im entschlüsselten Verfahren konsumieren kann (einen Text lesen, eine Audiodatei hören oder ein Bild/Film sehen) kann sie immer auch irgendwie abspeichern und vervielfältigen. Selbst wenn es eigene Viewer/Frontends etc. gibt, kann man die Softwaremäßige abschottung vom entschlüsselten Stream immer irgendwie knacken. Nur eine Hardwareverschlüsselung dürfte schwer werden.
    Je früher wir uns mit der neuen schönen Welt anfreunden, die dem technischen Imperativ gehorcht, dass alles was einmal "in the wild" ist nicht mehr geschützt werden kann - dann wissen wir wie weit wir mit unseren lächerlichen Gesetzen aus der analogen Steinzeit in Zukunft kommen werden. Geheim bleibt ein Ding nur in meinem Kopf (oder natürlich bei einem bilateraler Informationsaustausch mit PGP und BEIDERSEITIGEM!!! Geheimhaltungswunsch)!

  7. Ich gehör zu der Generation die mit Computern und Handys bereits aufgewachsen ist darum ist das vielleicht grundsätzlich "zu normal" für mich...
    aber ich hab es "geschafft" dass mein voller Name bei "Google und Co." 0 Suchergebnisse ausspuckt. Nun heiß' ich nicht Michael Huber, aber so einen Allerweltsnamen zu haben ist ja eher ein Vorteil weil die Nachforschung über einen bestimmten Michael Huber dadurch nahezu unmöglich wird.
    Ich gebe einfach grundsätzlich nirgends meine Personalien an. So einfach ist das.
    Und mit den Daten, gefühlte 99% der Computerprobleme und Datenverluste von denen ich bisher aus dem Bekanntenkreis gehört habe hatten schlichte Inkompetenz der Anwender als Ursache. Das mag hart klingen, ist aber nicht wertend von mir gemeint.
    Die ausgefeilteste Netzwerksoftware oder Verschlüsselung bringt gar nichts wenn der Mitarbeiter Geschäftsgeheimnisse auf einen USB Stick lädt und den dann in der S-Bahn verliert (in Großbritannien gab es letztes Jahr quasi wöchentlich Datenskandale von sensiblen staatlichen Daten die auf diese Art verloren gingen).

    Ein halbwegs nachdenkender Anwender kann sich so verhalten dass jeglicher Datenverlust zu 99% ausgeschlossen werden kann. Und die restlichen 1% fallen unter allgemeines Lebensrisiko, auch vor dem "digitalen Zeitalter" gab es ja Indiskretionen, Spionage, und so weiter. "Der Computerschädling sitzt meist vor dem Bildschirm" ist ja eine gängige Binsenweisheit unter IT-Verantwortlichen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    geht nur, wenn Sie die reale Öffentlichkeit bewusst meiden. Wenn Sie in der Öffentlichkeit aktiv sein wollen, z.B. im Gemeinderat, als nicht-anonymer Textschreiber, als Wissenschaftler, finden Sie sich im nicht vergessenden internet schneller wieder als Ihnen lieb sein kann. Mit Informationen, deren Ausführungen im internet nicht von Ihnen, sondern von anderen stammen. Das Ganze kann von anderen Interessen geleitet und mit anderen Intentionen ins internet gesetzt werden.
    Daher kann der Vorwurf, wer seinen Internet-Auftritt heutzutage nicht selbst steuert, ist selbst schuld, nur denjenigen gelten, die bewusst jede Öffentlichkeit meiden. Viele andere können und wollen öffentlich sein udn dennoch ein gewisses Mass an Kontrolle über die Veröffentlichungen anderer behalten. Das Vermeiden jeder nicht-anonymen Äusserung in der Öffentlichkeit, die auch ohne ihr Zutun im internet landen kann, kann aber in meinen Augen auch nicht die Lösung des Problems der prinzipiell zeitlich unbegrenzten Datenspeicherung sein.
    So gesehen ist ein Verfallsdatum im internet sicher sinvoll, das vorgeschlagene Verfahren greift aber nur soweit, als der Absender bestimmen kann, wann die abgesendete Datei zerfallen soll. Wäre unabhängig davon ein prinzipielles Verfallsdatum für *alle* digitalen Dateien nicht denkbar und sinnvoll, sodass durch autorisiertes Kopieren eine Kontrolle über den Datenerhalt ausgeübt wird?

    2. Einwand: Selbst wenn Sie heute durch bewusstes anonymes Verhalten im internet sich eine gewisse Anonymität erhalten konnten oder zu erhalten glaubten, kann dies durch denkbare Fortschritte in semantischen Suchalgorithmen in Zukunft rückwirkend aufgehoben sein.

    geht nur, wenn Sie die reale Öffentlichkeit bewusst meiden. Wenn Sie in der Öffentlichkeit aktiv sein wollen, z.B. im Gemeinderat, als nicht-anonymer Textschreiber, als Wissenschaftler, finden Sie sich im nicht vergessenden internet schneller wieder als Ihnen lieb sein kann. Mit Informationen, deren Ausführungen im internet nicht von Ihnen, sondern von anderen stammen. Das Ganze kann von anderen Interessen geleitet und mit anderen Intentionen ins internet gesetzt werden.
    Daher kann der Vorwurf, wer seinen Internet-Auftritt heutzutage nicht selbst steuert, ist selbst schuld, nur denjenigen gelten, die bewusst jede Öffentlichkeit meiden. Viele andere können und wollen öffentlich sein udn dennoch ein gewisses Mass an Kontrolle über die Veröffentlichungen anderer behalten. Das Vermeiden jeder nicht-anonymen Äusserung in der Öffentlichkeit, die auch ohne ihr Zutun im internet landen kann, kann aber in meinen Augen auch nicht die Lösung des Problems der prinzipiell zeitlich unbegrenzten Datenspeicherung sein.
    So gesehen ist ein Verfallsdatum im internet sicher sinvoll, das vorgeschlagene Verfahren greift aber nur soweit, als der Absender bestimmen kann, wann die abgesendete Datei zerfallen soll. Wäre unabhängig davon ein prinzipielles Verfallsdatum für *alle* digitalen Dateien nicht denkbar und sinnvoll, sodass durch autorisiertes Kopieren eine Kontrolle über den Datenerhalt ausgeübt wird?

    2. Einwand: Selbst wenn Sie heute durch bewusstes anonymes Verhalten im internet sich eine gewisse Anonymität erhalten konnten oder zu erhalten glaubten, kann dies durch denkbare Fortschritte in semantischen Suchalgorithmen in Zukunft rückwirkend aufgehoben sein.

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